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Einträge "September 2006":
Freitag, 29. September 2006
Blick in den Friedhof.Auf dem protestantischen Friedhof, einem eindrucksvollen Ort in Rom, fanden Menschen verschiedener Herkunft, Religion und Nationalität ihre letzte Ruhestätte. Darunter sind auch viele Deutsche wie etwa der Sohn Goethes, August von Goethe (1789-1830), der Architekt Gottfried Semper (1803-1879) sowie Henrietta Hertz (1846-1913), eine deutsche Kunstsammlerin und die Gründerin der Biblioteca Hertziana.
Während man durch das Eingangsportal schreitet, tritt man in eine andere Welt ein. Das "Draußen" dringt nur noch durch den Lärm - Hupen, Sirenen, Produktionslärm der angrenzenden Gewerbebetriebe - hinein. Die Gedanken ändern sich schlagartig, man wird ruhiger, besonnener, denkt an die Vergangenheit - kein Wunder, denn man ist ja von Toten umgeben. Es ist angenehm, zwischen den Gräbern herumzustreifen, zu entdecken, wer hier alles begraben ist. Dichter, Journalisten, Prinzen, aller Nationen. Und entsprechend abwechslungsreich sind die Grabsteine, wie auch die auf ihnen eingehauenen Widmungen.
Der Friedhof ist sehr grün, mit alten Bäumen bestanden. Fast ein Wald, in welchem sich dicht gedrängte Grabsteine und Gräber befinden. Die bekanntesten und meistbesuchten Gräber sind wohl das von August Goethe, der Sohn des deutschen Dichters ist nur als solcher auf dem Grabstein verewigt (Goethe filius - Sohn Goethes) und die Gräber der britischen Dichter Keats und Shelley. Aber auch Antonio Gramsci, berühmter italienischer Kommunist, liegt hier begraben.
Das eindruckvollste Grabmal ist aber sicherlich das des römischen Volkstribuns Gaius Cestius: es ist eine Pyramide! Welche natürlich nicht zum eigentlichen Friedhof gehört, aber von diesem aus gut zu besichtigen ist.
Zugang durch das Portal in der Via Gaio Cestio, neben der Porta S. Paolo und der Piramide.
Adresse:
Cimitero Acattolico Via Caio Cestio, 6 00153 Roma
Quelle: Romaculta
Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung empfíehlt es sich, rechtzeitig eine Unterkunft zu suchen. Angebote von Ferienwohnungen, Privatzimmern und Pensionen haben Romehome und Romabed im Programm.
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Donnerstag, 28. September 2006
Silvia Baraldini.Nach 25-jähriger Haft in Hochsicherheitsanstalten in New York und in Rom ist die ehemalige italienische Terroristin Silvia Baraldini seit Dienstagabend wieder frei. Die italienische Linke feierte ihre Heimkehr.
Die inzwischen 61-Jährige ist Ex-Mitglied der in den Vereinigten Staaten aktiven linksextremistischen Terrorgruppe "19. Mai". Sie profitierte nun von einem im vergangenen Juli erlassenen Strafnachlass.
"Baraldinis Rückkehr verdanken wir der Regierung Prodi und der italienische Öffentlichkeit, die in all den Jahren unermüdlich für ihre Auslieferung gekämpft haben" betonten Vertreter der kommunistischen Partei. Bei der Mitte-Rechts-Allianz wurde die Freilassung dagegen scharf kritisiert.
Baraldini war 1982 in den USA verhaftet worden. Laut Anklage gehörte sie einer bewaffneten Untergrundorganisation an, in deren Auftrag sie an einem Raubüberfall in New York teilgenommen hat. Dabei wurden drei Polizisten getötet. Baraldini leugnete dies nicht, verriet aber auch nicht ihre Gesinnungsgenossen.
Die hohe Haftstrafe von 40 Jahren hatte Entrüstung in Italien ausgelöst, da Baraldini für keine Bluttaten verantwortlich gemacht worden war. Der Fall hatte zudem öfters zu diplomatischen Spannungen zwischen Italien und den USA geführt.
Quelle: Basler Zeitung
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Geändert am 28. September 2006 um 14:46
Mittwoch, 27. September 2006
Sean Connery.
Viele Hollywoodstars und Starregisseure von Martin Scorsese bis Lasse Hallström stehen im Mittelpunkt des ersten Filmfestivals in Rom. Das Festival findet vom 13. bis 21. Oktober statt.
Dabei werden die neusten Streifen von Giuseppe Tornatore und Mira Nair präsentiert, ebenso Steven Shainbergs "FUR: An imaginary Portrait of Diane Arbus" mit Nicole Kidman. Insgesamt seien 95 Filme in verschiedenen Sektionen zu sehen, teilte die Festivalleitung in Rom mit. Das Filmfest in der Ewigen Stadt gilt als Konkurrenz zur Biennale in Venedig und hatte dort bereits zu erheblichen Irritationen geführt. Insgesamt 15 Filme aus Ländern wie der Türkei, Iran und Dänemark stehen im Wettbewerb um den Preis für den besten Film, der mit 200 000 Euro und einer am römischen Kaiser Marc Aurel orientierten Statue aus dem Hause Bulgari dotiert ist. Stargast in Rom ist Sean Connery.
Die Leitung der Jury hat der italienische Altmeister Ettore Scola übernommen. In der Sektion wird auch der deutsche Film "Offset" von Didi Danquart mit Alexandra Maria Lara gezeigt. Zudem sind Streifen aus China Italien und Frankreich zu sehen. Stargast in Rom ist Sean Connery, der mit dem Sonderpreis "Acting Award" ausgezeichnet wird.
Welche weiteren Stars persönlich zum Filmfest in die Stadt am Tiber reisen werden, war noch unklar. Als sicher gilt, dass Nicole Kidman kommen wird, die in «FUR» die Fotografin Diane Arbus spielt. In der männlichen Hauptrolle ist Robert Downey Jr. zu sehen. Der Film basiert auf einem Buch von Patricia Bosworth. Protagonist von Lasse Hallströms neuestem Film «The Hoax» ist Richard Gere. Martin Scorsese präsentiert «The Departed» mit Leonardo Di Caprio, Matt Damon und Jack Nicholson.
Quelle: Nachrichten.ch
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Dienstag, 26. September 2006

Das Aufbau-Strategiespiel CivCity: Rom ist von einer 13köpfigen Jury aus Journalisten und Pädagogen für den diesjährigen deutschen Kindersoftwarepreis TOMMI nominiert worden. Dies gibt der Publisher 2K Games heute bekannt.
Da beim TOMMI nur wenige Preise vergeben werden, ist bereits die Nominierung eine Auszeichnung.
"Wir freuen uns sehr über die Nominierung zum deutschen Kindersoftwarepreis. Der TOMMI Award ist eine der bedeutendsten Auszeichnungen für Kinder- und Jugendsoftware überhaupt. Es ist eine tolle Bestätigung für CivCity: Rom, das nicht nur Spaß macht, sondern durch seine interaktive und leicht verständliche Enzyklopädie auch pädagogisch wertvoll ist", sagt Arwed Ralf Grenzbach, Geschäftsführer von Take 2 GSA-Region.
TOMMI, der deutsche Kindersoftwarepreis widmet sich der Bewertung und Anerkennung von innovativen und herausragenden Kindersoftware-Titeln, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf den Markt kommen. Die Preise werden am 6. Oktober 2006 auf der Frankfurter Buchmesse im Kinderbuchforum vergeben. Veranstalter sind die Zeitschrift für Eltern und Kinder "spielen und lernen" und das Büro für Kindermedien FEIBEL.DE in Berlin.
Quelle: GAME-BASIS
Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung empfíehlt es sich, rechtzeitig eine Unterkunft zu suchen. Angebote von Ferienwohnungen, Privatzimmern und Pensionen haben Romehome und Romabed im Programm.
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Das Aufbau-Strategiespiel CivCity: Rom ist von einer 13köpfigen Jury aus Journalisten und Pädagogen für den diesjährigen deutschen Kindersoftwarepreis TOMMI nominiert worden. Dies gibt der Publisher 2K Games heute bekannt. Da beim TOMMI nur wenige Preise vergeben werden, ist bereits die Nominierung eine Auszeichnung.
„Wir freuen uns sehr über die Nominierung zum deutschen Kindersoftwarepreis. Der TOMMI Award ist eine der bedeutendsten Auszeichnungen für Kinder- und Jugendsoftware überhaupt. Es ist eine tolle Bestätigung für CivCity: Rom, das nicht nur Spaß macht, sondern durch seine interaktive und leicht verständliche Enzyklopädie auch pädagogisch wertvoll ist.", sagt Arwed Ralf Grenzbach, Geschäftsführer von Take 2 GSA-Region.
TOMMI, der deutsche Kindersoftwarepreis widmet sich der Bewertung und Anerkennung von innovativen und herausragenden Kindersoftware-Titeln, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf den Markt kommen. Die Preise werden am 6. Oktober 2006 auf der Frankfurter Buchmesse im Kinderbuchforum vergeben. Veranstalter sind die Zeitschrift für Eltern und Kinder "spielen und lernen" und das Büro für Kindermedien FEIBEL.DE in Berlin.
Quelle: GAME-BASIS
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Montag, 25. September 2006

Romano Prodi.
Die italienische Regierung von Ministerpräsident Romano Prodi ist durch den jüngsten Abhörskandal unter Druck geraten. Oppositionspolitiker forderten eine Parlamentsdebatte sowie eine Untersuchungskommission.
Die Regierung solle ein Gesetz vorlegen, um die Privatsphäre der Bürger zu schützen. Die Mitte-Links-Regierung verabschiedete in einer Sondersitzung am Abend ein Dekret zum Schutz der Privatsphäre. "Damit werden die Rechte aller Bürger garantiert", sagte Justizminister Clemente Mastella.
Die Justiz hatte einen privaten "Spionagering" aufgedeckt, der rund zehn Jahre lang Telefongespräche von Industriellen, Politikern, Journalisten, aber auch von Sportlern und Privatpersonen abgehört haben soll. Es heisst, es seien Tausende Bürger betroffen.
20 Verdächtige wurden festgenommen. Darunter der ehemalige Sicherheitschef der Telecom Italia, Giuliano Tavaroli, der Besitzer einer privaten Detektiv-Agentur sowie Angehörige der Polizei. Politiker und Medien äusserten sich bestürzt über das Ausmass des illegalen Abhörens, von einem "Anschlag auf die Demokratie" ist die Rede.
Unterdessen wurden die Hauptverdächtigen vernommen. "Ich habe nichts zu bereuen. Ich habe nichts getan, für das ich mich entschuldigen müsste", sagte der Hauptverdächtige Tavaroli nach Angaben der Turiner Zeitung "La Stampa".
Als besonders Besorgnis erregend gelten die engen Beziehungen der Beschuldigten zu den italienischen Geheimdiensten. "Das Land sollte erpresst werden", sagte der Chef der Linksdemokraten, Piero Fassino.
Der Minister für Infrastruktur und frühere Anti-Korruptions- Staatsanwalt, Antonio Di Pietro, meinte, es gebe noch viele offene Fragen bei den Ermittlungen. Das Justizministerium will prüfen, ob und in welchem Ausmass die Justizbehörden in den Fall verwickelt sind.
Die Abhör-Affäre belastet die Regierung umso mehr, weil sich Prodi in Kürze ohnehin im Zusammenhang mit der finanziell angeschlagenen Telecom im Parlament verantworten muss.
Quelle: Tages-Anzeíger
»14:34
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Freitag, 22. September 2006

In Italien wächst die Sorge wegen der zunehmenden Zahl minderjähriger Ausländerinnen, die als Prostituierte tätig sind. "Bei der letzten Razzia waren 150 von 200 kontrollierten Straßenprostituierten minderjährig", berichtete der römische Polizeichef Achille Serra, der mit dem Bürgermeister der italienischen Hauptstadt, Walter Veltroni, eine Offensive gegen Prostitution in die Wege geleitet hat.
"In Rom sieht man Minderjährige, die sich mit Puppen in der Hand prostituieren. Das kann man nicht mehr ertragen. Sex mit Minderjährigen ist ein schweres Verbrechen", so Serra. Die Mädchen stammen mehrheitlich aus Rumänien und Albanien. Die Polizei ertappte in den vergangenen Monaten sogar Siebenjährige auf dem Strich. Eine minderjährige Prostituierte kann bis zu 20.000 Euro im Monat verdienen.
Ausnutzung von Prostituierten verboten
Polizeichef Serra will Videokameras einsetzen, die rund um die Uhr die Straßen filmen sollen, in denen die Mädchen mit Autofahrern verhandeln. Die Bilder sollen in die Polizeizentrale gehen, wo die Kennzeichen der Interessenten aufgenommen werden. Der Fahrzeughalter soll dann zur Kasse gebeten werden. Die Strafen würden in diesen Fällen wegen Verstoßes gegen das Haltverbot verhängt. Prostitution an sich ist in Italien nicht verboten, wohl aber die Ausnutzung von Prostituierten.
Bordelle öffnen
Bordelle wurden 1958 in Italien verboten. Heute ist die Mehrheit der ItalienerInnen dafür, die Freudenhäuser wieder zu öffnen. Neun Millionen Italiener gehen laut Studien regelmäßig oder fallweise zu Prostituierten.
Zwangsprostitution von Jungen und Mädchen
Indes werden Buben immer häufiger zur homosexuellen Prostitution ausgenutzt, und zwar hauptsächlich in Lokalen und Privatwohnungen. Vor allem junge Albaner, Nigerianer, Südamerikaner und Osteuropäer werden auf diese Art ausgebeutet. Im Steigen begriffen ist die Zahl minderjährigen Chinesinnen, die von brutalen Zuhältern in Bordellen zur Prostitution gezwungen werden, berichtete die Polizei.
Kein Schutz
Der Straßenstrich wird laut der Studie von kriminellen Organisationen kontrolliert. In Italien gibt es nach Schätzungen des Innenministeriums zirka 70.000 Prostituierte, die einen Jahresumsatz von 26 Milliarden Euro erwirtschaften. 80 Prozent der Kunden fordern Geschlechtsverkehr ohne Kondome. Zwölf Prozent der Prostituierten sind HIV-positiv.
Quelle: dieStandard.at
»14:27
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Donnerstag, 21. September 2006

Moschee in Rom.
Mit einem Appell zum Dialog zwischen den Weltreligionen hat sich ein interreligiöser Friedensgipfel in Rom an die Öffentlichkeit gewandt.
Die Alternative zu Terror und Gewalt sei ein Dialog, der den bestehenden Unterschieden Rechnung trägt, betonte Kurienkardinal Paul Poupard bei dem vom römischen Bürgermeister Walter Veltroni organisierten Jahrestreffen von Christen, Juden und Muslimen auf dem römischen Kapitol - laut Kathpress vom Mittwoch.
Der Chef des "Centro Culturale Islamico" (CCI/Islamisches Kulturzentrum), Abdallah Redouane, bezeichnete "Rom als Stadt des Dialogs". Mit Blick auf den Streit um die Regensburger Rede des Papstes erklärte er: "Wir haben mit Zufriedenheit den Appell des Papstes gehört. Die Anwesenheit von Kardinal Poupard ist ein starkes Signal. Wir laden alle Muslime ein, sich im Dialog zu engagieren".
Demgegenüber sagte Imam Sami Salem, er fühle sich weiterhin von den Worten des Papstes verletzt. Allerdings sei die gemeinsame Teilnahme an dem römischen Friedensgipfel ein Signal für den Wunsch nach Dialog. Roms Oberrabbiner Riccardo Di Segni bezeichnete die Papst-Äußerungen als "Unfall", der klarmache, dass es "unterschiedliche Sensibilitäten" gebe.
Der Friedensgipfel der Religionen wird jährlich vom römischen Bürgermeister im Gedenken an die Terrorangriffe auf das New Yorker World Trade Center von 11. September 2001 organisiert.
Quelle: ORF
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Mittwoch, 20. September 2006

Die Sixtinische Kapelle wurde von Giovanni de’ Dolci unter Papst Sixtus IV. in den Jahren 1477 bis 1482 als päpstliche Hauskapelle erbaut, wobei ihr die in der Bibel (im Buch der Könige) beschriebenen Idealmasse des Salomonischen Tempels - die Länge entspricht der doppelten Höhe sowie dreifachen Breite - zugrunde gelegt wurden (40,93 x 20,70 x 13,41 Meter).
Das am 15. August 1483 der Jungfrau Maria geweihte Gotteshaus dient traditionsgemäss als zeremonielles Zentrum des Vatikans, in dem die Versammlungen der Kardinäle und das Konklave zur Wahl eines neuen Papstes stattfinden sowie Hochämter gefeiert werden.
Der Innenraum des mittelalterlichen Baus zählt mit seinen einzigartigen Fresken zu den Weltkulturgütern. Die horizontal dreigeteilten Wände weisen in der unteren Reihe gemalte Vorhänge sowie darüber in einem Band von zwölf Bildern Szenen aus dem Leben Christi und Moses’ auf, die von Meistern der florentinischen Frührenaissance wie Botticelli, Rosselli, Peruginio, Ghirlandaio und Signorelli geschaffen wurden.
Das ursprüngliche Deckengemälde von Pier Matteo d’Amelia zeigte als Himmelswölbung Sterne auf einem nachtblauen Untergrund. Als 1503 Julius II. «Sixtus» Neffe, zum Papst gewählt wurde, liess dieser die mittlerweile als unpassend empfundene Darstellung übermalen. Der Auftrag ging an den in der Toskana geborenen Bildhauer und Maler Michelangelo Buonarroti (1475-1564), der sich zunächst mit dieser Arbeit überfordert fühlte, 1508 dann aber doch die Herausforderung annahm. Bis 1512 malte er an der Decke eine fingierte Architektur mit Pfeilern und Marmorbändern, in die er neun Bilder mit Szenen aus der Schöpfungsgeschichte einfügte. In den Zwischenfeldern wurden auf Marmorthronen Propheten und Sibyllen, in den Zwickeln und Lünetten die Ahnen Christi sowie darüber ignudi, nackte Figuren mit aus Papstsymbolen und Medaillons gewobenen Girlanden abgebildet.
1533 erhielt Michelangelo von Papst Clemens VII. den Auftrag, an der Altarwand der Sixtina eine Darstellung des Jüngsten Gerichts zu malen, die 1541 fertiggestellt war. Das 180 Quadratmeter grosse Werk zeigt in seinem Zentrum Christus als Weltenrichter, der die Gerechten in den Himmel erhebt und die Sünder in die Hölle verdammt.
Als Michelangelo 1564 fast neunzigjährig in Rom starb, wurde Daniele da Volterra beauftragt, im Jüngsten Gericht die Darstellungen männlicher Nacktheit mit Tüchern zu übermalen, wofür er den Spitznamen il braghettone (der Hosenmacher) erhielt.
Zum 500. Geburtstag Michelangelos beschloss der Vatikan 1975, die im Laufe der Jahrhunderte durch Regenwasser, Risse sowie Übermalungen von Restauratoren in Mitleidenschaft gezogenen Fresken einer grundlegenden Restaurierung zu unterziehen. Dabei wurden nicht nur die Patina der vergangenen Jahrhunderte, sondern auch die meisten «Textilstücke»entfernt, mit denen die Blössen der Figuren bedeckt worden waren.
Seit Abschluss der kosten- und zeitintensiven Arbeiten präsentiert sich der Innenraum der Sixtinischen Kapelle wieder in seiner ursprünglichen, verblüffend farbkräftigen Gestalt, die täglich von unzähligen Besuchern aus aller Welt bewundert wird.
Quelle: Romaculta
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Dienstag, 19. September 2006

Angesichts der andauernden Empörung in muslimischen Ländern über die Papst-Äußerungen zum Islam bemüht sich der Vatikan weiter, den Streit zu entschärfen.
Der Heilige Stuhl habe seine apostolischen Nuntien (Botschafter) in den islamischen Ländern damit beauftragt, den politischen und religiösen Autoritäten den Inhalt der Rede von Benedikt XVI. genau zu erklären. Das sagte Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone der Zeitung "Corriere della Sera" (Montag). Bisher sei die Rede Joseph Ratzingers manipuliert und ganz anders dargestellt worden, als sie gemeint gewesen sei.
Nach Drohungen gegen das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche verstärkte die Stadt Rom unterdessen die Sicherheitsmaßnahmen an den wichtigsten Monumenten. Im Irak sowie in Syrien kam es zu Protesten mit einigen hundert Demonstranten. Im irakischen Basra gingen dabei deutsche und amerikanische Fahnen in Flammen auf.
Die irakische Terrorgruppe Ansar al-Sunna drohte wegen der Äußerungen von Papst Benedikt XVI. mit Angriffen einer "islamischen Armee" auf Rom. "Die Mauern Roms werden bald von der Armee der Rechtgläubigen attackiert", hieß es in einer Erklärung im Namen der Gruppe, die im Internet verbreitet wurde. "Außer dem Schwert werden sie von uns nichts sehen", erklärte die sunnitische Gruppe. Den Papst beschimpften die Extremisten als "Vertreter des Teufels".
Rings um den Petersplatz in Rom bildeten sich seit dem Wochenende lange Schlangen, weil alle Besucher und ihre Taschen mit Metalldetektoren kontrolliert werden. Sporadisch müssten Touristen jetzt auch ihre Taschen durchsuchen lassen, bevor sie in den Petersdom eingelassen werden, berichtete die Zeitung "Il Messaggero". Gleichzeitig ist der Luftraum über dem Vatikan und der päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo seit Sonntag für den Flugverkehr gesperrt. Am Wochenende war in Somalia vermutlich im Zusammenhang mit der Papst- Rede von Regensburg eine italienische Nonne erschossen worden.
Der Papst hatte am Sonntag beim Angelusgebet bedauert, dass seine jüngsten Islam-Äußerungen missverstanden worden seien. Er nahm aber keine Aussage zurück. Die Vereinigung der Muslime Chinas nannte die Selbstkritik des Papstes am Montag jedoch laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua unzureichend und verlangte, dass Benedikt sich persönlich entschuldigt. Die Islamische Aktionsfront (IAF), Jordaniens stärkste Partei, las aus den jüngsten Äußerungen des Papstes kein Bedauern heraus, sondern eine neue "Beleidigung" der islamischen Religion. Bei dem Protest in Basra forderten mehrere hundert Schiiten von Benedikt ebenfalls eine "Entschuldigung".
Der oberste Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, nannte die "empörten Reaktionen" in der muslimischen Welt "verständlich". Die Papst-Äußerungen seien ganz auf der Linie der amerikanischen "Verschwörung" gegen den Islam. In Pakistan rief der Generalsekretär der regierenden Muslim-Liga (PML), Mushahid Hussain, dagegen seine muslimischen Landleute dazu auf, Ruhe zu bewahren und die Worte des Bedauerns anzunehmen.
Die EU-Kommission mahnte in dem Streit Fairness an. Ein Sprecher von Kommissionspräsident José Manuel Barroso sagte, die Worte des Papstes dürften nicht aus dem Zusammenhang gerissen werden. Zu den Inhalten meinte er: "Es steht der Kommission nicht zu, etwas klarzustellen oder zu interpretieren." Frankreichs Präsident Jacques Chirac rief dazu auf, "alles zu vermeiden, was Spannungen zwischen den Völkern oder zwischen den Religionen belebt". Jeder Vermengung des Islam, der eine respektierte Religion sei, mit dem radikalen Islamismus müsse man aus dem Weg gehen.
Der Kölner Kardinal Joachim Meisner unterstützte den Papst und erklärte: "Wer meint, der Papst habe den Islam verunglimpfen wollen, hat seine Worte überhaupt nicht verstanden." Es gehe nicht um Gewalt und Islam, sondern grundsätzlich um Gewalt und Religion.
Quelle: Hamburger Morgenpost
»14:32
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Geändert am 19. September 2006 um 14:36
Montag, 18. September 2006

Die umstrittenen Islam-Äußerungen und die Folgen: Am Samstagabend hatten Extremisten sogar mit einem Anschlag gedroht. Am Sonntag hat Papst Benedikt XVI. Missverständnisse über seine umstrittene Islam-Rede persönlich bedauert.
Er sei "tief betrübt" über die Reaktionen, die seine Rede als "beleidigend für muslimische Gläubige" aufgefasst haben, sagte er beim Angelusgebet in Castel Gandolfo bei Rom.
Er habe in der umstrittenen Rede zum Thema Islam und Gewalt lediglich einen mittelalterlichen Text zitiert, den er sich in keinster Weise zu Eigen mache. Zugleich rief Benedikt zum "ehrlichen Dialog" mit dem Islam auf, der vom gegenseitigen Respekt geprägt sei.
Die Äußerungen Benedikts am Sonntag gingen nicht über die Erklärung des Vatikans vom Vortag hinaus. Der Papst nahm keine Aussagen zurück und entschuldigte sich auch nicht, wie es muslimische Geistliche gefordert hatten.
Quelle: Express
»14:41
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Freitag, 15. September 2006

Als die Familie Luxardo 1928 im Herzen Roms ihr Fotostudio eröffnete, steckte das große italienische Kino noch in den Kinderschuhen. Vater Alfredo und seine drei Kinder entwickelten einen eigenen, durch scharfe Licht- und Schattenkontraste gekennzeichneten Stil der Porträtfotografie und wurden zu wichtigen Porträtisten des italienischen Films. Von Gina Lollobrigida bis Claudia Cardinale, von Marcello Mastroianni bis Alberto Sordi - es gibt kaum einen italienischen Filmstar, den die Luxardos nicht abgelichtet haben.
Das Museo Nazionale di Palazzo Venezia in Rom zeigt jetzt in 36 Porträts rund 75 Jahre italienischer Filmgeschichte von den Anfängen bis heute. Die Schau ist bis 29. September zu sehen.
Hommage von Cartier-Bresson an Rom
"Das Auge des 20. Jahrhunderts" wurde der berühmte Fotograf Henri Cartier-Bresson (1908-2004) genannt. Auch Momentaufnahmen der Ewigen Stadt fing der Franzose bei zahlreichen Besuchen mit seiner Kamera ein. Jetzt hat seine Frau dabei geholfen, besonders beeindruckende Fotografien der italienischen Hauptstadt auszuwählen, die noch bis zum 29. Oktober in der Ausstellung "Omaggio a Roma - Ritratti" ("Hommage an Rom - Porträts") im Museo di Roma zu sehen sind. Außerdem werden Bilder des vielseitigen Künstlers gezeigt, auf denen er neben bekannten Persönlichkeiten seiner Zeit - wie Roberto Rossellini, Alberto Giacometti und Martin Luther King - auch Unbekannte porträtierte.
Quelle: Deutsche Welle
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Geändert am 15. September 2006 um 15:07
Donnerstag, 14. September 2006

Das Regiedebut des italienischen Schauspielers Kim Rossi Stuart schildert sensibel und humorvoll Alltagsfreuden und -sorgen einer römischen Kleinfamilie: Die Mutter (Barbara Bobulova) ist davongelaufen, der beruflich gestresste Vater (Kim Rossi Stuart) sieht sich mit der Erziehung der Kinder Viola und Tommy überfordert, und der elfjährige Tommy (Alessandro Morace) sucht, auf sich gestellt, seinen Weg.
Der elfjährige Tommy (Alessandro Morace) lebt mit seinem Vater Renato (Kim Rossi Stuart) und seiner älteren Schwester Viola (Marta Nobili) in Rom. Die labile Mutter Stefania (Barbara Bobulova) hat die Familie - wieder einmal - ohne Vorankündigung verlassen. Für Renato, der unter der Trennung leidet und als freischaffender Kameramann finanziell wenig abgesichert ist, bedeutet das Familien-Management eine grosse Belastung.
Von den Kindern verlangt Renato deshalb mehr "Kooperation" und projiziert zudem ehrgeizige Wünsche bedenkenlos auf den Sohn: So zweifelt er nicht daran, dass der Junge die lokalen Schwimm-Meisterschaften gewinnen wird, und überhört konsequent wiederkehrende Einwendungen des Kindes, das schon lange mit dem Schwimmtraining aufhören und lieber Fussball spielen möchte. Während Tommy die üblichen Erfahrungen seines Alters macht (erste Liebe), sucht er deshalb auch einen Weg, wie er Selbstbehauptung und Solidarität mit dem Vater verbinden könnte.
"Anche Libero va bene" erzählt auf betont undramatische, doch berührende Weise Begebenheiten aus Tommys Alltag, die sich mit der Zeit wie Puzzleteile zum Portrait einer für die Gegenwart wohl nicht untypischen Familie zusammenfügen. Ohne die Realität zu beschönigen, hat Hauptdarsteller Kim Rossi Stuart dabei sein Leinwanddebut als Regisseur mit jenem warmherzigen Takt inszeniert, der italienische "Bambini-Filme" generell auszuzeichnen scheint. Erwähnung verdient auch die beeindruckende Leistung von Alessandro Morace in der Rolle des elfjährigen Jungen.
Quelle: Zentralschweiz Online
Regie: Kim Rossi Stuart
Darsteller: Kim Rossi Stuart, Barbara Bobulova, Alessandro Morace, Marta Nobili
Produktion: Italien, 2006
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Geändert am 14. September 2006 um 12:58
Mittwoch, 13. September 2006

Auf der Biennale in Venedig ist das Massachusetts Institute of Technology (MIT) mit seinem Projekt Real Time Rome vertreten. Besucher können auf sieben riesigen Displays, die über die Stadt verteilt hängen, verfolgen, wie Einheimische und Touristen in Italiens Hauptstadt Rom unterwegs sind, ob sie rund um eines der Touristenziele flanieren oder im Stau stecken.
Das Forscherteam um Professor Richard Burdett vom MIT hat die Bewegungen der Menschen anhand der Nutzung ihrer Mobiltelefone aufgezeichnet. Im Rahmen des Projektes werden die Logfiles, die Anmeldungen und Aktivitäten im Mobilfunknetz mitprotokollieren, ausgewertet.
Dabei wird zum einen die Menge an Verbindungen berechnet, zum anderen aber auch die Signalstärke für die einzelnen Gespräche mit einbezogen. Die Daten stammen von Telecom Italia, dem größten Mobilfunkanbieter Italiens. Hinzu kommen GPS-Daten aus Bussen und Taxis.
In den Senseable City Lab am MIT in Cambridge, USA, werden die aggregierten Telefonverbindungsdaten und die GPS-Daten mit einer Software ausgewertet. Damit können die Forscher unterscheiden, ob ein Mobilfunksignal aus einem Auto, das im Stau steckt, stammt, oder ob es aus der Hosentasche eines Menschen kommt, der gemütlich die Straße entlangschlendert. Die Daten werden mit dem Stadtplan von Rom gekoppelt.
Die Handynutzer müssen jedoch keine Angst haben, dass man sie als Individuum zurückverfolgen kann, da die Aggregation der Daten von Anfang an für Anonymität sorgen soll.
Für die Biennale sendet das Senseable City Lab die grafische Darstellung auf die Displays nach Venedig - jedoch mit einer Zeitverzögerung von etwa 5 Minuten. So lange dauert es, bis die Informationen hin- und hergeschickt sind und die Software die Daten verarbeitet hat.
Konkreter Nutzen: Mit den Informationen sollen Menschen besser planen können, indem sie beispielsweise Staus vermeiden oder über die Auslastung von Bussen und Taxis informiert sind.
Quelle: Golem
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Dienstag, 12. September 2006
Das römische Filmmuseum hat die Originalausgabe eines wertvollen österreichischen Films aus dem Jahr 1906 entdeckt, das von der Wiener Produktionsgesellschaft Sascha Films hergestellt wurde und zwei Vorgänger des bekannten amerikanischen Komikerduos Stan Laurel und Oliver Hardy zeigt.
Der achtminütige Film, den das Filmmuseum in einer 35-Millimeter-Kopie fand, stammt aus den südamerikanischen Archiven des römischen Museums. Der Film heißt in der spanischen Version im Besitz des Filmmuseums "Ora te reconosco" (Jetzt erkenne ich dich).
Viele Fragen offen
Im Film spielen zwei Komiker, ein magerer Schauspieler mit Hut und schwarzem Anzug und ein zweiter Darsteller, der beleibter ist und mit seiner Ungeschicklichkeit das Paar in schwierige Situationen bringt. Einer der Schauspieler spielt einen Kohlenverkäufer.
"Wir suchen mehr Informationen über diesen Film, der interessant ist, weil es eines der ersten Komikerpaare in der Kinogeschichte zeigt. Daher wollen wir auch Kontakte zum Filmarchiv Austria aufnehmen, um das Rätsel um diesen Streifen zu klären", so der Leiter des römischen Filmmuseums, Jose Pantieri.
Quelle: ORF
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Montag, 11. September 2006

Die sieben Hügel Roms.
Das Gelände, auf dem Rom entstehen sollte, lag in der Nähe der Tibermündung, wo die ausgedehnten Sümpfe zurücktraten und feste Ufer eine leichte Flußüberquerung ermöglichten. Kaum verwunderlich also, daß die sieben Hügel, auf denen sich die Stadt einst ausbreiten sollte, bereits in fernster Vergangenheit von Gemeinschaften bewohnt worden sind, die zwangsläufig diesem Punkt zustrebende Handelsbewegungen zu kontrollieren imstande waren.
Diese Region muß für die frühen Siedler viele Vorzüge gehabt haben. Die sumpfigen Täler und steilen Hügel boten natürlichen Schutz, während auf den waldigen Hängen Schafe und Rinder in Frieden weiden konnten. Archaologische Zeugnisse, die tief unter dem Niveau der späteren Stadt gefunden wurden, lassen darauf schließen, daß sich die frühesten Dörfer irgendwann vor 800 v. Chr. auf Palatin, Quirinal, Viminal und Esquilin entwickelten. Durch tiefe Schluchten und sumpfige Täler voneinander getrennt, neigten sie zu einer isolierten Entwicklung und brachten individuelle Stile der Ornamentik und unterschiedliche Bestattungsbräuche hervor. Als die Bevölkerung zunahm, begannen sich vor etwas 700 v. Chr. die Siedlungen die Hügelhänge hinab auszudehnen, erstreckten sich hier und da über alte Begräbnisplätze, und um 625 v. Chr. wurden im Tal zwischen Kapitol und Palatin - dem Arenal des künftigen Forum Romanum - die ersten Hütten gebaut.
Die einzelnen Gemeinschaften blieben nicht mehr lange isoliert. Das erste Stadium ihres Zusammenwachens spiegelt sich sehr wahrscheinlich in dem uralten Fest Septimontium wider, das jährlich am 11. Dezember gefeiert wurde und bei dem jede Gemeinschaft Opfer zu Ehren des Hügels darbrachte, auf dem sie lebte. Die Wahl eines allen gemeinsamen Festtags läßt darauf schließen, daß die einzelnen Dörfer nun - zum erstenmal - ein gewisses Maß an Zusammengehörigkeit zu empfinden begannen.
Von alters her wird behauptet, daß zwei der Hügel Roms, Quirinal und Kapitol von den Sabinern und die übrigen von den Latinern besiedelt worden seien. Die archäologischen Befunde bestätigen diese Trennung freilioch nicht. Einige Archäologen halten zumindest des Esquilin, auf dem die Friedhöfe erdbestatteter Krieger gefunden wurden, für die Heimstatt der Sabiner. Wie immer die Antwort lauten mag, Überlieferung und Archäologie sprechen gemeinsam für eine kulturelle und zweifellos auch politische Vielfalt unter den frühesten Siedlern der sieben Hügel.
Quelle: Markaurel
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romehome
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Freitag, 8. September 2006

Blick auf Trevignano Romano und den See.
Wer ein wenig Zeit hat, dem sei ein Tagesausflug an den Lago Bracciano empfohlen. Ein wirklich reizender und angenehmer Ort ist das 30 Kilomter entfernte Trevignano Romano.
Im fruchtbaren Ufer des Bracciano-Sees wachsen Oliven, Zitrusfrüchte, Gemüse und Obst. Der Ort liegt auf einer Halbinsel – einem südlichen Ausläufer der Monti Sabatini –, auf der die Orsini ein Kastell erbauen liessen. Heute sind nur noch Ruinen zu sehen. Im Rathaus ist das achäologische Museum untergebracht, in dem Fundstücke einer etruskisch-römischen Nekropole ausgestellt sind. Die Kirche S. Caterina steht auf den Grundmauern eines römischen Baus. Als Sehenswürdigkeit ist zudem die Kirche Assunta mit einem Fresko aus dem 16. Jh. zu erwähnen, das vermutlich Pellegrino da Modena schuf.
Trevignano ist ein Städtchen mit rund 3000 Einwohnern. Die Altstadt erstreckt sich hufeisenförmig um einen Hügel auf dessen Spitze die Ruinen einer Burg stehen. An den Wochenenden ist der Ort ein beliebtes Ausflugsziel der Römer, ausländische Touristen gibt es nur wenige.
Es Geschäfte, Restaurants, Seepromenade, eine Schiffsanlegestelle und die Busstation nach Rom. Die Fahrzeit mit dem Bus nach Rom beträgt etwa 70 Minuten.
Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung empfíehlt es sich, rechtzeitig eine Unterkunft zu suchen. Angebote von Ferienwohnungen, Privatzimmern und Pensionen haben Romehome und Romabed im Programm.
»12:13
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Geändert am 8. September 2006 um 12:15
Donnerstag, 7. September 2006

Phishing: Passwortfischer wollen an geheime Daten kommen.
60 Polizisten aus 20 Ländern, darunter auch Österreich, tagen in dieser Woche in Rom, um Strategien zur Bekämpfung der Internetkriminalität zu diskutieren. Ehrengäste sind russische Beamte, da die raffiniertesten Web-Piraten in Moskau sitzen.
"Die Attacken konzentrieren sich immer mehr auf BankkundInnen und nicht auf die Server der Banken. Die Angriffe werden professioneller und raffinierter", sagte der römische Vize-Polizeichef Alessandro Pansa bei der Eröffnung der Tagung in Rom. Früher versuchten sich Hacker vor allem an großen Firmenrechnern. Inzwischen rücken aber auch die Computer von Privatanwendern in ihr Blickfeld. Der Heim-PC wird immer leistungsfähiger, weist aber auch immer mehr Sicherheitslücken auf. Eindringlinge wollen Daten wie Passwörter stehlen oder den fremden Rechner als Zwischenstation für weiter Angriffe missbrauchen.
"Phishing"
Die neueste Masche der Hacker heißt "Phishing". Dieses Kunstwort wurde aus "Password fishing" (Fischen nach dem Passwort) gebildet. Mit gefälschten Mails will man Geheimnummern ergaunern. Die Täter schicken dem Internet-Nutzer eine als seriöse Nachricht seiner Bank getarnte Mail. Sie fordert ihn auf, über einen Link die Webseite seiner Bank zu besuchen und eine neue Anwendung zu nutzen.
In Wirklichkeit landet das Opfer aber auf einer gefälschten Site, die der echten täuschend ähnlich sieht. Dort soll der Kunde seine geheimen Daten wie Kontonummer und Zahlenkombinationen von PIN und TAN aktualisieren. Mit den gestohlenen Daten überweisen die Betrüger in Windeseile Geld vom Konto ins Ausland und nutzen auch noch den Überziehungsrahmen aus.
Quelle: Der Standard
»12:45
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Geändert am 7. September 2006 um 12:46
Mittwoch, 6. September 2006

Tolle Kulisse für ein Hochzeitsfoto: Der Trevi-Brunnen.
Rom sehen - und heiraten: Immer mehr Paare aus dem Ausland geben sich in der „Ewigen Stadt“ das Ja-Wort. Der Gemeinderat, der für standesamtliche Hochzeiten das prunkvollen Kapitol mit Blick auf die ganze Innenstadt zur Verfügung stellt, wird mit Anfragen aus der ganzen Welt überflutet. Auch die römischen Kirchen sind gefragt.
Vor allem Amerikaner und Briten, aber auch viele Deutsche und Österreicher wollen in Rom heiraten. „Seit zwei Jahren erleben wir einen wahren Boom. Rom konkurriert in der Beliebtheitsskala bei jungen Paaren mit Venedig, der Amalfi-Küste und dem Comer See“, berichtete Laura Fratta, Inhaberin einer Agentur, die für Ausländer Hochzeiten in Italien organisiert.
Von den rund 1.500 ausländischen Paaren, die jährlich zum Heiraten nach Italien kommen, wählt ein Drittel Rom als Schauplatz der Eheschließung. Die Tourismusbranche freut sich: Hochzeiten seien ein wichtiges Geschäft in der Vor- und Nachsaison.
Quelle: Südtirol Online
»12:19
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Dienstag, 5. September 2006

Basilika San Giovanni in Laterano: Touristen bemängeln die Luft der Roms.
Rom ist zu dreckig und zu teuer: Zu diesem Schluss kamen in diesem Sommer viele Touristen in der Ewigen Stadt. Das berichtet die Zeitung "Il Messagero".
Einer Erhebung zufolge gingen bei der Tourismusbehörde insgesamt 1500 Beschwerden per E-Mail und wütenden Telefonanrufen ein. Ein besonders großes Problem seien in diesem Jahr die Verspätungen an Bahnhöfen und Flughäfen gewesen. Etwa 38 Prozent der unzufriedenen Touristen lamentierten hingegen über Hotelpreise, Diebstähle und Dreck in den Straßen.
Immerhin noch 20 Prozent der Touristen in der Region Latium bemängelten die italienische Infrastruktur, auch unsaubere Strände und verschmutztes Meerwasser seien den Gästen ein Dorn im Auge gewesen, hieß es. Einige Urlauber waren auch wegen der sommerlichen Hitze verärgert und klagten, ihnen sei viel zu warm gewesen.
Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger
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»12:36
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Geändert am 5. September 2006 um 12:37
Montag, 4. September 2006
Im Oktober wird erstmals das Filmfestival von Rom stattfinden, das aus dem Stand ein größeres Budget als Venedig auftreiben konnte.
Venedig ist die große alte Dame unter den Filmfestivals. Seit 1932 kommen Regisseure und Schauspieler an den Lido, um hier ihre neuesten Werke zu präsentieren. Doch laut Marco Müller könnte das bald vorbei sein. Wenn nicht mindestens 100 Millionen Euro in die marode Infrastruktur gesteckt werden, wird das Festival nach Meinung seines Leiters bald in Rente gehen.
Es sind nicht nur die Kinos, die dringend eine moderne Ausstattung brauchen, es muss auch Platz für einen Filmmarkt her, der wie in Cannes und Berlin die Industrie lockt. Müller macht seine Zukunft von einer Zusage aus der Politik für Investitionen abhängig. Eine verständliche Haltung, gilt es doch, sich nicht nur gegen die traditionellen Konkurrenten Cannes und Berlin zu behaupten, sondern auch gegen Konkurrenz aus der Nachbarschaft. Im Oktober wird erstmals das Filmfestival von Rom stattfinden, das aus dem Stand ein größeres Budget als Venedig auftreiben konnte.
Trotz allen Ärgers hat Marco Müller dieses Jahr einen Wettbewerb mit 21 Weltpremieren zusammenbekommen, der seine Konkurrenten neidisch machen dürfte. Auch die großen Namen aus Hollywood fehlen nicht. Vergangene Woche eröffnete das Festival mit Brian de Palmas Verfilmung von James Ellroys "Black Dahlia" mit Josh Hartnett und Scarlett Johansson in den Hauptrollen. Müller hat öffentlich bekannt, dass er gerne eine andere Bestseller-Verfilmung an dieser Stelle gesehen hätte: Tom Tykwers "Das Parfum", doch der Verleih Constantin spielte nicht mit. Nicht zum Schaden des Festivals: Auch wenn "Black Dahlia" nicht zu De Palmas besten Filmen gehört, überzeugt er mehr als Tykwers bemühte Süskind-Adaption. Es macht einfach Spaß, dabei zuzuschauen, wie leicht es dem Regiealtmeister fällt, Ellroys Welt mit ihren Femme fatales und harten Bullen in seinen filmischen Kosmos zu übersetzen.
Am zweiten Festivaltag legte "Sopranos"-Produzent Allen Coulter mit seinem Regiedebüt "Hollywoodland" einen weiteren beachtenswerten Kriminalfilm in der Tradition des Film Noir vor, und Spike Lee erschütterte mit seiner Hurrikan-"Katrina"-Dokumentation. Amerika ist stark vertreten in Venedig dieses Jahr. Vielleicht haben sich die US-Produzenten einfach die Statistik angeschaut: Letztes Jahr waren 23 Filme aus dem Venedig-Programm für Oscars nominiert - und sowohl in L.A. als auch am Lido gewann "Brokeback Mountain".
Quelle: Welt am Sonntag
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