
Die Schweizergarde im Vatikan hat während ihres 500-Jahr-Jubiläums die Massen in den Bann gezogen: Über 30 000 Besucher sahen innerhalb weniger Monate die Ausstellung über die kleinste Armee der Welt.
Kommandant Elmar Mäder zog denn auch eine positive Bilanz zu den Feierlichkeiten. Den grössten Eindruck habe bei ihm die Vereidigung der 33 neuen Gardisten hinterlassen, der am 6. Mai auf dem Petersplatz knapp 30 000 Zuschauer beigewohnt hatten, sagte Mäder am Dienstag in Rom vor den Medien.
Das 500-Jahr-Jubiläum endete mit einer Pilgerreise nach Tours, wo der Heilige Martin begraben ist, der Patron der Schweizergarde. Am 11. November öffnet dann in Naters VS noch das "zentrum garde", ein Museum in der ehemaligen Militärfestung, seine Tore.
Die Walliser Familien, speziell diejenigen in Naters, haben in den letzten 181 Jahren am meisten Söhne als Söldner zum Papst nach Rom ziehen lassen. Sie halten eine Tradition am Leben, die am 21. Januar 1506 begonnen hat.
An jenem Tag erreichten rund 150 eidgenössische "Gwardiknechte" die Mauern der Ewigen Stadt, nachdem sie dem Hilferuf des Papstes gefolgt waren. Am nächsten Tag stellten sie sich ihrem neuen Arbeitgeber vor, dem Renaissance-Fürsten und Papst Julius II. della Rovere. Der 22. Januar 1506 gilt deshalb als Gründungsdatum der Garde.
Quelle: Basler Zeitung