Einträge "Juni 2006":

Freitag, 30. Juni 2006

Wurfgeschosse im Parlament
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Lebt gefährlich: Sentatspräsident Franco Marini.

Im italienischen Senat musste eine Vertrauensabstimmung nach heftigen Protesten der Mitte-Rechts-Opposition verschoben werden. Die Senatoren aus Berlusconis Forza-Italia-Partei besetzten den Abstimmungssaal. Zuvor hatte ein Senator sogar Wurfgeschosse gegen den Senatspräsidenten geschleudert.

Der italienische Senatspräsident Franco Marini verschob daraufhin in letzter Minute eine für Donnerstagmorgen angesetzte Vertrauensabstimmung. Entzündet hatte sich der Protest, nachdem ein Senator aus der Berlusconi-Partei Forza Italia versucht hatte, Marini mit einem beherzten Wurf eines Buches mit den Parlamentsregeln an dessen Kopf seine Meinung kund zu tun. Der Senatspräsident forderte den Politiker daraufhin auf, den Saal zu verlassen. Dieser weigerte sich und besetzte zusammen mit anderen Mitte-Rechts-Senatoren stundenlang die Aula.

Bei der Vertrauensabstimmung, die auf kommenden Dienstag vertagt wurde, geht es um ein Gesetz zur Neugliederung von Ministerien. Bereits am Mittwoch hatte der neue Ministerpräsident Prodi im Senat eine Abstimmung im Zusammenhang mit einem Gesetz zur Veröffentlichung von Parlaments-Dokumenten gewonnen. Das Oppositionslager nahm aus Protest an der Abstimmung nicht teil.

Es war bereits die zweite Schlappe für das Berlusconi-Lager binnen weniger Tage: Bereits am vergangenen Sonntag hatten die Wähler mit deutlicher Mehrheit gegen eine noch vom ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi eingebrachte Verfassungsreform votiert. Die geplante Neufassung von großen Teilen des Verfassungstexts hätte dem nächsten Ministerpräsidenten deutlich mehr Befugnisse eingeräumt und die Regionen gestärkt. Die klare Ablehnung galt als ein wichtiger Sieg Prodis, der bis zuletzt gegen die Reform gekämpft hatte.

Quelle: Financial Times Deutschland



Current mood: Grinsend

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Geändert am 30. Juni 2006 um 15:29
Donnerstag, 29. Juni 2006

Autostrade-Fusion trotz Widerstand aus Rom?
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Der spanische Konzern Abertis will trotz Widerstands der Regierung in Rom die 14-Milliarden-Euro-Fusion mit dem italienischen Maut-Unternehmen Autostrade vorantreiben.

Das sagte Abertis-Chef Salvador Alemany am Dienstag. Kurz zuvor hatte Infrastruktur-Minister Antonio Di Pietro vor einem Parlamentsausschuss damit gedroht, bei einer Fusion ohne Genehmigung der Regierung Autostrades Lizenz zu entziehen. Di Pietro nimmt Anstoß an der geplanten Beteiligung des spanischen Bauunternehmens ACS an dem fusionierten Konzern. Dies verletze die Regel, nach der kein Bauunternehmen in einer Straßenbetreiber-Gruppe vertreten sein dürfe, hatte Di Pietro Ende Mai erklärt.

Quelle: Reuters



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Mittwoch, 28. Juni 2006

Die Basilica Julia
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Treppenstufe mit Spielfeld.

Die Basilica Julia in Rom war ein Versammlungsgebäude für den römischen Senat und Gerichtsgebäude. Sie wurde auf dem Forum Romanum von Gaius Iulius Caesar errichtet und war wesentlich größer als die bis dahin gebauten Basiliken. Von Caesar leitet sich auch der Name des Gebäudes ab. Es war in der römischen Antike üblich, Gebäude mit dem Namen des Erbauers zu betiteln.

Die Basilika besaß ein hohes Hauptschiff und Galerien über den Seitenschiffen sowie eine Apsis für den Richtersitz.

Die heutigen Reste lassen nur noch wenig erahnen. Interessant sind jedoch die in die Treppenstufen geritzten Spielbretter aus antiker Zeit, die auf müßiggängerischen Zeitvertreib verweisen.

Der Bau der Basilica Julia war unter Julius Caesar 54 v. Chr.  an der Stelle der aus republikanischer Zeit stammenden Basilica Sempronia begonnen worden. Der nach einem Brand unter Augustus erfolgte Neubau wurde 12 n. Chr. geweiht. Von der unter Diokletian umfassend restaurierten Gerichtsbasilika haben sich fast nur Fundamente erhalten.

Quelle: Wikipedia

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Geändert am 28. Juni 2006 um 15:29
Dienstag, 27. Juni 2006

Hausarrest für Königssohn
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Ab in den Hausarrest: Prinz Vittorio Emanuele bei seiner Ankunft in Rom.

Als König von Italien hatte sein Vater Millionen von Untertanen. Der Sohn hats mehr mit den Untertaninnen. Und zwei würden Knastprinz Vittorio Emanuele (69) genügen. Am liebsten zu selben Zeit. Im Bett.

Vittorio Emanuele ist gerade auf dem Weg in ein Hotel, als ihn die Polizei festnehmen will. Er ist mit zwei leichten Mädchen verabredet, zu einem flotten Dreier.

Eigentlich ermittelt die Staatsanwaltschaft ja gegen den Prinzen wegen Beamtenbestechung und kriminellen Machenschaften rund um das Casino Campione. Dann wird im vierstündigen Verhör sein ausschweifendes Sexleben bekannt.

Dank einem Leck im Justizapparat amüsiert sich nun ganz Italien königlich über Vittorio Emanuele und seinen kleinen Prinzen. "Ich bin sexsüchtig", gesteht er im Verhör auf die Frage, weshalb er geradezu versessen ist auf Dirnen. "In 99 Prozent der Fälle geschah nichts. Wo hätte ich es tun sollen, da war doch meine Frau..."

Dann gibt der Blaublüter doch noch seine Vorliebe für Braun- und Blondhaarige zu: "Ja, als Abwechslung. Ich bin 45 Jahre zufrieden verheiratet. Aber ich bin ein Jäger und brauche es nun einmal, schiessen zu können. Ich bezahle und dann ist fertig." Sein letztes Schäferstündchen wird allerdings ein Schuss in den Ofen.

Zwei Dirnen zur selben Zeit. Erst versucht sich der Prinz herauszureden: "Zwei, ach nein, das funktioniert nie. Die Mädchen kommen und wollen, dass man Fotos macht." Fotos? "Aber ja, alle. Aber nein...", erwidert er unsicher.

Wurden die Mädchen von ihm oder seinen Geschäftspartnern bezahlt? "Die sind geizig, also bezahle ich sie", gibt er zu. Und dann: "Auch ich bin geizig". Damit bestätigt der sextolle Aristokrat, was seine Lieblingsdirne Alice letzte Woche ausgesagt hatte. Der Prinz, berichtete sie, sei ein galanter Geizkragen.

Immerhin. Für Vittorio Emanuele gibt es auch gute Nachrichten. So durfte er seine ungemütliche Gefängniszelle mittlerweile verlassen. Seit Freitagnachmittag logiert der lebenslustige Prinz wieder standesgemäss in einer feudalen Römer Wohnung. Und steht dort unter Hausarrest, rund um die Uhr zur Verfügung der italienischen Justiz.

Quelle: Blick online



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Montag, 26. Juni 2006

Boris Johnson, Traum von Rom
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Als Kind musste Boris Johnson die Aeneis lesen.

Boris Johnsons neues Buch handelt vom römischen Imperium und der EU. Im Gespräch erklärt er, warum die westliche anderen Kulturen überlegen ist und römische Fischsauce radioaktiv ist.


Johnson ist britischer Politiker, Kolumnist, Journalist und Fernsehmoderator. Johnson ist eine Berühmtheit in England, er wird für seinen exzentrischen Stil wie für seine unnachahmliche Frisur gleichermaßen geliebt und gehasst. Der frühere Redakteur des Spectator, eines der einflussreichsten politischen Magazine Englands, kehrte letztes Jahr in die Politik zurück. Derzeit ist er im Schattenkabinett der englischen Konservativen für Erziehung zuständig.

"Ich bin besessen davon. Jetzt habe ich mich entschieden, diese Besessenheit von der Leine zu lassen", sagt er, in einem der grünen Sessel in seinem Büro sitzend. Johnson ist besessen vom römischen Imperium. Sein neues Buch The Dream of Rome ist eine so lebhafte wie amüsante Geschichte des römischen Imperiums, das der Europäischen Union den Spiegel vorhält. Und ein kämpferischer Aufruf, die Klassiker wieder in den Schulen zu lehren.

Rom: Die Erfolgsmarke der Geschichte

"Europäische Mächte haben immer in die Geschichte zurückgeblickt und versucht, etwas darin zu finden, das ihren Status als europäische Großmacht rechtfertigen würde", sagt Johnson. "Sie halten sich für Rom und ziehen Parallelen. So können sie ihre Überlegenheit bestätigen."

Johnson ist der Ansicht, dass es heute eben die EU ist, die in diesen „römischen Spiegel" sieht. Als ihre Gründerväter 1955 die römischen Verträge unterschrieben, hätten sie Rom wegen seiner Symbolkraft als Ort der Vertragsunterzeichnung gewählt, glaubt Johnson: "Es war eine Gelegenheit, sich an die Errungenschaften Roms zu erinnern, das einen riesigen geeinten Raum geschaffen hatte - mit einem Gedanken, einem Willen und einem politischen System - und das über 600 Jahre lang bestand."

Wie haben die Römer das geschafft? Minimale Regulierung, eine winzige Bürokratie und vor allem der Kaiserkult sind nach Johnson die Zutaten für den großen Erfolg gewesen. Und anders als die Bürger der heutigen EU, wollten die Völker des römischen Imperiums unbedingt Römer sein. Als Beispiel führt Johnson "Garum" an, die römische Fischsauce. "Das Zeug war wirklich ekelhaft, fast radioaktiv. Ich konnte es nicht glauben: Sie nahmen die Innereien der Fische und vermengten sie... Jeder im Imperium aß dieses Zeug, obwohl es hochgiftig war."

"Die Leute wollen anders sein"

Ironischerweise war es nicht der Erfolg des römischen Reichs, der Johnson dazu brachte, sein Buch zu schreiben. Er interessierte sich für den Widerstand gegen die Römer. Er stellte sich die Frage, ob die damalige Rom-Skepsis der heutigen Euro-Skepsis gleiche. Ich erwähne, dass er selbst auch für seine Euro-Skepsis bekannt sei, aber er protestiert: "Das ist nicht ganz richtig. Europa fasziniert mich. Es fasziniert mich, wie unterschiedlich all die Länder sind, was für unterschiedliche Interessen sie haben und wie sehr sie trotzdem aufeinander angewiesen sind." Doch er relativiert seine Begeisterung sofort: "Aber realistisch betrachtet ist der Versuch, ein Volk zu schaffen, das, wie Jean Monet sagte, im Innern Europäisch ist, erfolglos. Ich glaube, dass die Leute anders sein wollen."

Dann stößt er hervor: "Auf eine chauvinistische Weise..." Er hält inne, weil er nach den richtigen Worten sucht. "Auf eine Berlusconische Weise glaube ich an die Überlegenheit der westlichen, liberalen, jüdisch-christlichen Zivilisation über allen anderen in der Welt."  Er denkt noch einmal nach, nickt dann überzeugt und versichert: "Ja, das tue ich. Ich habe die ganze Welt bereist und kann somit berechtigterweise sagen, dass für mich die europäische Zivilisation die höchste ist."

Zur europäischen Einigung hat Johnson seine ganz eigene Idee: "Wenn sie gelingen soll, sollten wir Latein wieder zum Pflichtfach in der Schule machen und darauf bestehen, dass jedes Kind in Europa mit den anderen ein kulturelles Erbe teilt." Das ist Boris Johnsons Fach: Latein und die antiken Klassiker sind seine wahre Leidenschaft.

Immer Rom im Hinterkopf

Das Buch "The Dream of Rome" endet mit der Behauptung, dass wir in der Geschichte immer das römische Imperium imitieren werden. "Wenn man in Europa aufgewachsen ist, hat man immer Rom im Hinterkopf. Man hört von der Idee, dass es eine vorgegebene Einheit gab. Und das ist wie eine Erinnerung an die Glückseligkeit unserer Kindheit, die der gealterte Kontinent jetzt gerne noch einmal heraufbeschwören würde", so Johnson - und er ist sich sicher, dass das niemals funktionieren wird.

Aber ist die EU nicht ein wirklicher Versuch, ein vereintes Europa zu schaffen? "Sie sollte größer, weiter, schöner sein. Vergessen wir die gemeinsame Außenpolitik, die gemeinsame Agrarpolitik. Geben wir den Leuten, die in der EU leben und arbeiten, etwas Praktisches, etwas, von dem sie etwas haben. Das ist es, was die EU tun sollte!"

Quelle: cafe babel - die Europazeitung

Boris Johnson, The Dream of Rome, HarperPress, Hardcover £18.99



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Geändert am 26. Juni 2006 um 16:08
Freitag, 23. Juni 2006

Aufstand der Pferdekutscher
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Dutzende so genannter "Vetturini" haben die wichtigsten Plätze im Zentrum der Ewigen Stadt blockiert, um gegen eine neue Regelung der Stadtverwaltung zu protestieren.

Demnach müssen die Pferde im Sommer in der grössten Mittagshitze von 13 bis 16 Uhr im Schatten ruhen und dürfen in dieser Zeit keine Touristen durch die Stadt transportieren. Die Kutscher argumentieren, dass die meisten Rom-Besucher ausgerechnet um die Mittagszeit eine Fahrt mit einer Droschke buchen.

"Unsere Arbeit ist sowieso saisonbedingt, wir arbeiten ja fast nur im Sommer. Da können wir uns keine Pausen erlauben", sagte der Sprecher der Kutscher, Enrico Pilo. Die Verantwortliche für die Rechte der Tiere, Monica Cirinnà, blieb trotz des Protestes standhaft, berichtete die Zeitung "Il Messaggero": "Es darf nicht sein, dass die Pferde stundenlang unter der glühenden Sonne stehen - oder sogar einen zirka 800 Kilogramm schweren Wagen ziehen müssen."

Quelle: Nachrichten.ch



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Donnerstag, 22. Juni 2006

Wein-Erlebnis im Il Palazzetto
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Die renommierte Internationale Weinakademie im Il Palazzetto in Rom offeriert bis zum 15. März 2007 ein attraktives Wein-Arrangement.
Neben einem frei wählbaren Weinseminar beinhaltet die Offerte zwei Übernachtungen in einem der vier individuell eingerichteten Gästezimmer im Boutique-Hotel Il Palazzetto inklusive täglichem Frühstücksbuffet im daneben liegenden Hotel Hassler. Zusätzlich gewährt das Hotel 15 Prozent auf weitere Kurse an der Akademie. Das Arrangement gilt für einen Mindestaufenthalt von zwei Nächten im Doppelzimmer. Die Preise starten saisonabhängig ab 583 Euro für zwei Personen und zwei Übernachtungen im Zeitraum vom 25. bis 31. Juli 2006 und vom 2. Januar bis 15. März 2007.
Die Kursteilnehmer haben die Wahl zwischen fünf anderthalbstündigen Weinseminaren. Bei dem Einführungskurs in die italienischen Weine werden die wichtigsten Weingebiete und die bekanntesten Hersteller Italiens vorgestellt.
Beim "Food and Wine Pairing" erlernt man die zu ausgewählten Menüs korrespondierende Weinauswahl. Die Kurse über die besten italienischen Rot- und Weißweine zeigen jeweils eine Auswahl der bekanntesten Rebsorten, Anbaugebiete und Hersteller. Der fünfte Kurs beschäftigt sich ausschließlich mit unbekannten, seltenen einheimischen Rebsorten.
Bei allen Kursen ist eine Degustation von jeweils fünf zum Kursthema passenden Weinen inbegriffen. Die Weinseminare sollten zwei Wochen vor Ankunft im Hotel gebucht werden.
Die Internationale Weinakademie in Rom mit einer großen Auswahl an interessanten Weinseminaren liegt in einem charmanten römischen Palazzo aus dem 16. Jahrhundert. Sie wurde von Roberto Wirth, dem Besitzer des Hotels Hassler in Rom, gegründet und von dessen Frau Astrid komplett eingerichtet. Sie liegt nur einen Katzensprung von dem berühmten Hotel entfernt, am Fuße der Spanischen Treppe im Herzen der Ewigen Stadt.
Weitere Informationen und Reservierungen unter www.wineacademyroma.com
Quelle: Gourmet Report


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Mittwoch, 21. Juni 2006

Vatikanische Museen: Asiatischer
Trakt wieder zugänglich

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Märtyrer von Nagasaki: Paulus Miki.
Die Vatikanischen Museen sind um eine Attraktion reicher. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde jetzt die Wiedereröffnung eines Teils des missionarisch-ethnologischen Museums vorgestellt. Es handelt sich um die Asien-Abteilung, in der ab heute Kunstschätze aus China, Japan, Korea, Tibet und der Mongolei besichtigt werden können.
Wie der Name schon sagt, gibt es nicht "ein" Museum, sondern zahlreiche verschiedene Ausstellungen, die gemeinsam die Vatikanischen Museen bilden. Zu diesen gehört auch das missionarisch-ethnologische Museum, das seit einigen Jahren vorübergehend geschlossen war. Die Museumsdirektion hatte nämlich beschlossen, einige Neuerungen einzuführen und das Museum neu herzurichten. Diese Maßnahme war nötig geworden, weil einige wertvolle Stücke unter den zuvor herrschenden Bedingungen gelitten hatten. Um noch größere Schäden zu verhindern, wurden unter anderem eine neue Klimaanlage und eine neue Beleuchtung installiert.
Papst Pius XI. gründete das missionarisch-ethnologische Museum am 12. November 1926 mit dem Motu Proprio "Quoniam tam preclara". Damals erhielt das Haus seinen Platz im Lateranspalast. Der Papst hatte dem Museumsnamen absichtlich das Adjektiv "missionarisch" vorangestellt, da er auf diese Weise auf das große Thema der "Inkulturation" aufmerksam machen wollte. Mit diesem Begriff wird die Art und Weise beschrieben, wie die christliche Botschaft in den jeweiligen Kulturen künstlerisch umgesetzt worden ist. Gleichzeitig wollte Pius XI. mit dem Museum auch die Rolle der Missionare dokumentieren. Im Jahr 1963 wurde das Museum, das heute rund 80.000 Werke zählt, in den Vatikan verlegt. Unter Papst Paul VI. wurden die Vatikanischen Museen ausgebaut, um Platz für das neue Museum zu schaffen.
Ursprünglich war es nicht vorgesehen, einen Teil des Museums bereits in diesem Jahr zu eröffnen. Da aber das 500-jährige Jubiläum der Vatikanischen Museen bevorsteht und großes Interesse an der asiatischen Kultur besteht, beschloss die Direktion, die Eröffnung des genannten Traktes vorzuziehen. Neben der Asien-Abteilung gibt es auch die Ozeanien-, die Afrika- sowie die Amerika-Abteilung. In zwei Jahren soll auch der ozeanische Teil wieder zugänglich sein, im Jahre 2009 der afrikanische und 2010 der amerikanische.
Die asiatische Ausstellung ist außerordentlich reich an wertvollen Objekten. Der Besucher kommt bei seinem Rundgang in den Genuss von rund 100.000 antiken Stücken. Gemäß Francesco Buranelli, dem Direktor der Vatikanischen Museen, ist dieses Museum eines der Interessantesten auf der ganzen Welt - "und sicherlich das wichtigste, wenn es um die Dokumentation der religiösen Kultur außereuropäischer Völker geht". Laut Buranelli übt das Museum eine höchst bedeutende Funktion aus. Es helfe dabei, die Erinnerung an die Wurzeln und diese selbst zu bewahren. Sie dienten nämlich als Basis für den Dialog mit den anderen Kulturen, Zivilisationen und Religionen.
Auf die Frage, ob es denn einen Austausch mit anderen Museen gegeben habe, antwortete Dr. Consoli, eine der Kuratorinnen: "Es gab eine enge Zusammenarbeit mit zahlreichen bedeutenden Museen, darunter auch mit einem in Berlin und in Wien. Sie haben sehr viel beigetragen und uns in entscheidenden Sachfragen auch geholfen." Gemäß der Kuratorin gilt es allerdings jetzt noch, ein wichtiges Problem zu überwinden: "Es mangelt an Personal: sowohl was die Bewachung, als auch was die fachliche Beratung betrifft", führte Consoli aus. In Italien sei es eben etwas schwierig, geeignete Mitarbeiter zu finden, da viele sich nie mit asiatischer Kultur beschäftigt hätten.
Quelle: Zenit

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Geändert am 21. Juni 2006 um 16:09
Dienstag, 20. Juni 2006


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Mit "CivCity: Rom" reiht sich ein weiteres PC-Game in die Riege der Aufbau-Strategie-Spiele ein. Angelehnt an Klassiker wie "Civilization" und "Stronghold", können Spieler darin das antike Rom neu erbauen.
Firaxis und Firefly erwecken mit "CivCity: Rom" die antike Welt zu neuem Leben. Im Stil der bekannten Aufbauspiele "Civilization" und "Stronghold" werden Spieler darin zu Erbauern und Gouverneuren einer der wohl mächtigsten Metropole des Altertums.
Bevor die Spieler jedoch an der Spitze des antiken Rom stehen, müssen sie erst einmal als Gouverneur kleinerer Städte ihr Handwerk erlernen. So gilt es, Verkehrswege anzulegen, Häuser, Werkstätten und Tempel zu erbauen sowie die Bürger mit Rohstoffen, Nahrung und Luxuswaren zu versorgen. "CivCity: Rom" bietet dafür eine Große Auswahl an Gebäuden, angefangen von Gladiatoren-Schulen, über Amphitheater, dem Circus Maximus, bis hin zu Handwerksbetrieben, Bauernhöfen und Waffenschmieden.
Um die Bürger in der Stadt zu halten und neue Siedler anzulocken, muss sich das Reich ständig weiterentwickeln. Dazu können mehr als 70 Technologien erforscht werden, die wiederum neue Gebäude und Produktionstechniken erlauben. Mit dem historischen Nachschlagewerk, der Civilopedia, können sich Spieler zudem über Technologien, Gebäude oder Besonderheiten informieren und erfahren darüber hinaus wissenswertes über den Alltag der Römer.
"CivCity: Rom", das Gemeinschaftsprojekt der beiden Entwicklerstudios Firaxis und Firefly, wird von Publisher Take 2 Interactive vertrieben und kommt voraussichtlich Ende Juli für 39,99 Euro in die Läden.
Quelle: shareware.de


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Geändert am 20. Juni 2006 um 18:07
Montag, 19. Juni 2006

Ermittlungen gegen Europas Hochadel
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Victor Emanuel IV.
Leises Rumpeln erschütterte Rom am Freitag abend. Victor Emanuel IV. ist festgenommen worden, der Ururenkel des ersten Königs der italienischen Republik. Die Nachricht verdrängte schon am Sonntag das kaum weniger erschütternde 1:1 der italienischen Auswahl gegen den Fußballzwerg USA aus den Schlagzeilen. Der König im Knast! Das stimmt natürlich nicht ganz. Victor Emanuel IV. ist kein richtiger König. Er ist nur Prinz: der alt gewordene Sohn des letzten Monarchen, ein tragischer König ohne Land und ein wahrer König des Boulevards. Roms uralten Adelsfamilien war er noch nie ganz geheuer. Vor kurzem genoß er es darum wohl wieder besonders, in der prominentesten Fernsehshow Italiens mit "Eure Hoheit" angeredet zu werden.
Jetzt aber sitzt Victor Emanuel von Savoyen bis zu einem ersten Prüfungstermin am Dienstag tatsächlich im süditalienischen Potenza hinter Gittern. Von der Staatsanwaltschaft werden ihm Verwicklungen in schmutzige Spielbankgeschäfte, Betrug, verbotene Glücksspiele und die Ausbeutung von Prostituierten, Geldwäsche, Urkundenfälschung sowie der Export illegaler Spielautomaten bis nach Rußland und Libyen vorgeworfen. Insgesamt sollen sich viele dieser "Geschäfte" in Millionenhöhe bewegt haben. Am Freitag abend wurden dem 69jährigen in der Nähe des Comer Sees Handschellen angelegt. Dann ging es mit Polizeieskorte in das Provinzgefängnis nach Potenza. Bestätigen sich die Vorwürfe, wird das Städtchen mit dieser Operation seinem kräftigen Namen alle Ehre gemacht haben. Denn auch der ehemalige bulgarische König Simeon II., ein Vetter des Savoyers aus dem Haus Sachsen-Coburg-Gotha, der von 2001 bis 2005 Premier in Sofia war, und der Sprecher des ehemaligen Außenministers Fini sollen in den Fall verwickelt sein, wie das italienische Fernsehen inzwischen berichtete. 14 Mann sind schon in Haft oder in Hausarrest; gegen doppelt so viele wird noch ermittelt. Victor Emanuel aber "war ihr Anführer" will der "Corriere della Sera" erfahren haben.
Sie hätten ihn "abgeholt wie einen Verbrecher", teilte sein Sohn Emanuel Filiberto mit - gegen den freilich ebenfalls ermittelt wird. "Ich bin unschuldig, absolut unschuldig!" verkündete Victor Emanuel indessen aus dem Untersuchungsgefängnis, wo der Adlige eine Zelle mit anderen Gefangenen teilen muß. Seitdem befinde er sich in einer "kafkaesken Situation", die ihm völlig fremd sei.
Auch der Sohn des Prinzen ist wie "betäubt" von der Verhaftung des Vaters. Er hoffe, "daß der Staatsanwalt sich seiner Vorwürfe sicher" sei. Sonst sei dieses Bubenstück "sicher das Ende seiner Laufbahn". Doch ohne begründeten Verdacht eines kriminellen Straftatbestandes wird wohl kein Staatsanwalt einen Haftbefehl gegen Victor Emanuel beantragen - dessen Großvater Victor Emanuel III. Mussolini 1922 zum Ministerpräsidenten berief. Auch deshalb hat Victor Emanuel IV. den größten Teil seines Lebens im Exil verbringen müssen. Vielleicht hat er ja darum nie gelernt, "was Recht und Gesetze bedeuten", wie ein Höfling jetzt verriet.
Quelle: Berliner Morgenpost


Current mood: Skeptisch

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Freitag, 16. Juni 2006

Dilithium Networks kommt
nach Rom

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Dilithium Networks, der führende Lieferant von 3G-Multimediasystemen, kündigte die Eröffnung einer Niederlassung in Rom als Speerspitze seines anhaltenden Wachstums in Italien und den angrenzenden Ländern an.
Dilithium kündigte ebenfalls an, dass sich Salvatore Cantoro dem Unternehmen als Regional Director für den italienischen Markt angeschlossen hat. Salvatore Cantoro kommt von Nortel Networks, wo er als Sales Director für den südeuropäischen Markt verantwortlich war. Salvatore Cantaro verfügt über ein fundiertes Know-how in Bezug auf den italienischen Telekommunikations- und IT-Markt. Im Verlauf seiner sechsjährigen Tätigkeit bei Nortel bekleidete er "Senior Sales" und "Business Development"-Positionen und war für den 3G-Markt verantwortlich, unter anderem als Key Account Manager für Tre Italia und den Unternehmenssektor. Bevor er sich dem Unternehmen Nortel Networks anschloss, arbeitete Salvatore Cantaro für Telecom Italia als Marketing-Manager und für Ericsson als Produktmanager für den Geschäftsbereich Mobile Business von Telecom Italia.
"Salvatore Cantaro ist eine kompetente Führungspersönlichkeit für den Telekommunikationssektor und die ideale Person als Speerspitze für unser Wachstum in dieser Region", erläutert Gerard Delaney, VP u. GM EMEA Dilithium Networks. "Italien ist ein äußerst fortschrittlicher Markt und innovativ mit Blick auf Einführung und Akzeptanz neuartiger Serviceleistungen. Die 3G-Videosysteme von Dilithium bilden die Grundlage für weitere Innovationen und steigern das ARPU Wachstum in diesem aufregenden Marktsegment."
Dilithium Networks ist führender Anbieter von Lösungen für die 3G-Videotelefonie für den globalen Breitband- und Mobilfunkmarkt. Zur Produktpalette des Unternehmens zählen Multimedia-Transcoding-Gateways, Protokollstacks und Client-Lösungen für die Videotelefonie. Dilithium Networks verfügt über eine weltweite Kundenbasis, zu der die Mehrzahl der führenden Hersteller von Netzwerktechnik, Terminals sowie Mobilfunkanbieter zählen.
Infos: www.dilithiumnetworks.com


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Geändert am 16. Juni 2006 um 16:31
Mittwoch, 14. Juni 2006

Sightseeing anders:
Mit der Tram durch Rom

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Wenn der Papst mit der Eisenbahn auf Europareise gehen möchte, dann könnte er noch hinter den hohen Mauern des Vatikans in den Zug steigen. Wenn der Pontifex als Bischof von Rom seine Diözese ganz volkstümlich per Straßenbahn bereisen wollte, dann müsste er zuerst ein paar Schritte aus seinem Herrschaftsgebiet in die Republik Italien machen. Denn die Tram fährt nur bis hart an die Grenze zum kleinsten Staat der Welt, macht an dessen Nordostecke einen Wendebogen, lässt das Erdenreich Seiner Heiligkeit hinter sich und beginnt wieder die lange Tour durch die Ewige Stadt.
Diese Fahrt ist geradezu ein himmlisches Vergnügen. Denn die Straßenbahn beschreibt einen großen Dreiviertelkreis vom Vatikan bis Trastevere. Sie quert dreimal den Tiber, rattert hügelauf und -ab, fährt durch so viele, höchst unterschiedliche und auch wenig bekannte Viertel und zudem an so vielen Sehenswürdigkeiten vorbei, dass die Straßenbahnfahrt alle professionellen Sightseeing-Tours um Längen schlägt - und das zum Schnäppchenpreis von wenigen Euro.
Der Platz, an dem die Linie 19 startet, heißt nicht von ungefähr Piazza del Risorgimento - benannt nach der italienischen Einigungsbewegung. Die stieß im 19. Jahrhundert auf den erbitterten Widerstand der Päpste, der nur mit Waffengewalt zu brechen war. Im Viertel nördlich der alten Papst-Macht etablierte sich in großzügigen Neubauten die staatstragende Schicht der Nation: die vornehmlich aus dem Piemont stammenden hohen Beamten und das Militär. St. Peter musste aus ihrem Blickfeld verschwinden, was die Stadtplaner getreulich befolgten. Dafür sollten die gradlinigen Prachtstraßen auch architektonisch an die Heimatresidenz erinnern. Das war Turin - und ist es als Kopie in diesem römischen Quartier noch immer. Zu bestaunen auf der Viale delle Milizie auf dem Schienenweg Richtung Tiber.
Drüben kann man an der Piazza Della Marina aussteigen und mit der Linie 2 oder auch zu Fuß einen kurzen Abstecher nach rechts zur Piazza Flaminio machen. Hinter dem Stadttor öffnet sich die Piazza Popolo - ein städtisches Idealbild mit Obelisk in der Mitte und links und rechts davon den spiegelgleichen Kirchen Monte Santo und Miracoli. Selbst Kunstbegeisterte verschmähen an diesem Platz nicht profane Köstlichkeiten: Das Eis von „Rosati", dem berühmten Kaffeehaus der römischen Intellektuellen, ist allemal eine Pause wert, bevor die Schienenreise weitergeht.
Sie führt durch römische Parklandschaft, an den Gärten der Villa Borghese entlang und vorbei an herausragenden Museen. In der Villa Giulia, einst päpstliche Sommerfrische, präsentiert sich die untergegangene Welt der Etrusker, in der Galleria d'Arte Moderna die Gegenwartskunst.
Am Ende der Fahrt durchs Grüne, an der Piazza Ungheria, biegt die Bahn scharf nach rechts. Das darf man auch im übertragenen Sinne nehmen. Denn das Café an diesem Platz war einst Treffpunkt reicher Faschisten. Wenig später hält die Tram an der Piazza Buenos Aires, Ausgangspunkt für einen kurzen Spaziergang bis zur Piazza di Mincio, dem Mittelpunkt eines jugendstilbewegten Stadtteils mit den Märchenschlössern des Architekten Gino Coppede.
Weiter fährt die Bahn - zur 19 ist die Linie 3 hinzugekommen - durch einen schnurgeraden, langen Straßenzug, benannt nach den Königinnen Margherita und Elena. Das Bild ändert sich unaufhörlich wie in einem Videoclip. Erst ein großbürgerliches Viertel, dann Krankenhäuser, der Campus der Universität, ein riesiger Friedhof, schließlich die Tristesse der Gleisanlagen hinter der Stazione Termini und sofort dahinter die Schönheit des antiken Aquäduktes an der Porta Maggiore. Aus dem Videoclip wird eine Vedute von Piranesi. Spätestens am riesigen Platz vor dem Stadttor muss man von der Linie 19 in die 3 umsteigen, die ab hier zur Pilgerlinie wird.
Erst kommt San Croce in Gerusalemme, eine der ältesten Kirchen Roms, dann San Giovanni in Laterano, "Mutter und Haupt aller Kirchen der Stadt und des Erdkreises", wie die riesigen Lettern verkünden. Im anschließenden Palast wurde die katholische Kirche regiert, nach dem Lateran sind die Verträge benannt, in denen Papst Pius XI. vom Diktator Mussolini wieder ein winziges Staatsgebiet geschenkt bekam und sich danach recht wohlwollend zeigte. Unselige Politik kümmert nicht die Frommen, die im Gebäude der Scala Santa die Stufen der Treppe hinaufrutschen, die der Legende nach aus dem Palast von Pontius Pilatus stammt.
Noch ein Muss für Romreisende ist - ein paar Haltestellen weiter - die Kirche San Clemente. Sie birgt unter dem christlichen Bau die Relikte einer noch älteren Religion, des Mithras-Kultus. Altar und Opferstein sind dem heiligen Stier der geheimnisvollen Glaubensgemeinschaft gewidmet, die geraume Zeit ein ernsthafter Konkurrent für das junge Christentum war. Magie und Martyrium, Gottkaiser und Gladiatoren: Das antike Rom steht auf dem Fahrplan. Am Ende der Via Labicana taucht das Kolosseum auf und wird halb umrundet. Durch das Grün am Abhang des Monte Celio geht die Fahrt. Rechts liegt der Circus Maximus aus der Kaiserzeit, links das massige Gebäude der Welternährungsorganisation FAO. Brot und Spiele.
An der Cestius-Pyramide gegenüber der Stazione Ostia schwenkt die Bahn wieder auf Nordkurs durchs Testaccio. Dies Viertel, benannt nach dem Monte Testaccio, dem riesigen Scherbenhaufen aus dem Altertum, ist traditionell Wohnquartier des einfachen Volkes. Hier könnte Fellini an jeder Ecke seinen Film "Roma" gedreht haben, mit lustvoll essenden und trinkenden Römern an Tischen, die aufs Trottoir gestellt sind und an denen auf Handbreitdistanz die quietschende Straßenbahn vorbeifährt.
Fellini ade. Das Viertel ist in und hat jetzt seine Discos und allerlei In-Adressen zum Essen. Auch der Flohmarkt an der Porta Portese, drüben auf der anderen Tiberseite, hat allen anrüchigen Ruf verloren. Trastevere, das uralte, verwinkelte Viertel jenseits des Tibers, ist zum Touristenmagnet geworden, wo die Restaurantdichte hoch und das Preisniveau höchst erstaunlich ist.
Durch die Viale Trastevere fährt die Bahn - man muss noch einmal umsteigen in die Linie 8 - , quert erneut den Fluss bei der Tiberinsel, erlaubt einen kurzen Blick auf die ferne Kuppel von St. Peter und erreicht ihre Endstation am Largo Argentina - nur wenige Fußgängerminuten entfernt von der trubelerfüllten Piazza Navona. Wer eine Haltestelle vorher aussteigt, findet ein bisschen mehr Ruhe im alten Ghetto. Die Artischocken nach jüdischer Art schmecken nirgends in Rom so gut wie hier.
Der Tag mit der Tram ist lang geworden. Wer ihm noch einmal nachsinnen möchte, kann dies in der kleinen, leicht plüschigen Bar an der Fontana delle Tartarughe tun. Draußen plätschert der Brunnen, drinnen die Pianomusik. Der Platz liegt - wie gut - ein bisschen versteckt.
Quelle: Handelsblatt

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Geändert am 14. Juni 2006 um 14:55
Dienstag, 13. Juni 2006

Jamba verlost Reise zum
Madonna-Konzert in Rom

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Jamba, Anbieter für digitale Unterhaltung, beteiligt sich am WM-Rummel und bleibt gleichzeitig der Musik treu: Als Preis für sein WM-Tippspiel schreibt Jamba eine Reise zum Konzert von Madonna in Rom aus.
In der ersten Gewinnstufe winkt als Preis eine Jamba-SIM-Karte, wenn man den richtigen Entstand eines Spiels mit deutscher Beteiligung tippt. Die Reise nach Rom gewinnt dann im zweiten Schritt derjenige, der die meisten richtigen deutschen Ergebnisse tippt.
Der Gewinn, ein Vier-Tagestrip für zwei Personen zu Madonnas Konzert nach Rom, besteht aus einem ganzen Package: Flug, Übernachtung im 4-Sterne-Hotel, Tickets und 1000 Euro Taschengeld. Notwendig für die Teilnahme ist die freie Registrierung auf www.jamba.de/wm2006


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Geändert am 13. Juni 2006 um 16:13
Montag, 12. Juni 2006

Zwei Sets mit Benedikt-Euros

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Der Sammlerwert der vatikanischen Euros ist hoch. Die neuen Sets werden in zwei verschiedenen Varianten zu 30 bzw. 140 Euros angeboten.

Der Vatikan gibt die ersten regulären Euro-Münzen mit einem Bild von Papst Benedikt XVI. heraus, meldete Catholic World News. Bereits 2005 gab das vatikanische Münzamt ein Set von Gedenkmünzen - von 2-Euro-Münzen bis 50-Euro-Münzen - mit dem Profil Benedikts heraus. Ihr Sammlerwert ist sofort sprunghaft gestiegen: 2-Euro-Münzen werden derzeit um rund 180 Euro angeboten; ein Set von einer 20-Euro- und einer 50-Euro-Münze um 1.800 Euro.

Das erste reguläre Münzset ist so gestaltet wie auch die vorigen Sets mit dem Profil von Johannes Paul II.: Auf der "nationalen" Seite ist das Bildnis von Benedikt sowie die Aufschrift "Città del Vaticano" zu sehen. Die andere Seite ist genauso gestaltet wie jede Euro-Münze.

Vatikanische Euros haben einen hohen Sammlerwert. Die neuen Sets werden in zwei verschiedenen Varianten zu 30 bzw. 140 Euros angeboten. Im zweiten Set ist auch eine Medaille mit dem Bildnis vom Evangelisten Matthäus enthalten.

Die Euros, die im "Instituto Poligrafico e Zecca dello Stato" (IPZS) in Rom geprägt werden, sind in allen Euroländern gültiges Zahlungsmittel, obwohl der Vatikan nicht der EU angehört. Das neue Münzset ist bereits das sechste seit dem Abkommen, das im Dezember 2000 zwischen EU und Vatikan getroffen wurde.

Quelle: kath.net



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Sonntag, 11. Juni 2006

Rom ist ein Paradies für den Smart
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50.000 Smart sind in Rom zugelassen.

Mit dem Smart wurde die automobile Revolution versprochen. Jetzt, nach acht Jahren, gibt’s Ernüchterung statt Revolution. Nur in Rom ist zu sehen, was aus dem Smart hätte werden können.

Dass speziell in der italienischen Metropole ein wichtiger Teil des einstigen Smart-Konzeptes umgesetzt wurde, ergibt sich eher aus der Macht des Faktischen.

Denn dort spielen tausende, ja, zehntausende Smart-Besitzer eiskalt den Vorteil eines 2,5 Meter langen Autos aus und stellen ihr Gefährt quer zur Fahrtrichtung ab. Sie zwängen den 1,5 Meter breiten Zweisitzer vertikal in kleinste Parklücken zwischen zwei parallel zum Fahrbahnrand abgestellte Fahrzeuge - auch wenn das Smart-Heck dann vielleicht zwei, drei oder fünf Zentimeter in die Fahrbahn hineinragt.

In Rom gibt’s 50.000 Smart

Diese Form der Parkraumnutzung ergibt in einer Stadt, in der kaum ein Abstellplatz zu ergattern ist, einen veritablen Kaufanreiz. Oder wie Federico Aldega (30), ein seit fünf Jahren im österreichischen Linz arbeitender Römer, die Situation beschreibt: "In Rom finde ich nie einen Parkplatz, in Linz immer."

Wäre überall Rom, brauchte sich auch die DaimerChrysler-Tochter Smart keine Sorgen um ihre Existenz zu machen: In der italienischen Hauptstadt wurden schon 50.000 Smart fortwo zugelassen, zirka 200.000 sind es in ganz Italien insgesamt. Weltweit wurden 700.000 Smart fortwo verkauft (davon 8000 in Österreich).

Auf relativ hohe Smart-for-two-Verkäufe kann auch Paris verweisen. Was erklärbar ist: Die Autofahrer beider Städte verbindet die gleich hohe Verzweiflung auf ihrer Suche nach Parkplätzen.

In Rom jedenfalls ist vertikales Einparken zwar nicht offiziell erlaubt, aber inoffiziell geduldet. Weil es dem römischen Hausverstand zuwiderläuft, wenn zwei Meter Abstellplatz ungenützt bleiben. Möglicherweise ist der 250-Zentimeter-Smart auch nur so etwas wie ein homöopathisches Mittel gegen die Parkplatz-Anarchie, die umso skurrilere Formen annimmt, je länger die Menschen vergeblich die Häuserblocks umrunden müssen.

Quelle: OÖ-Nachrichten


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Geändert am 14. Juni 2006 um 14:50
Freitag, 9. Juni 2006

Blumendiebe in Rom

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Rhododendron indicum.

Erstmals haben sich Diebe am Frühlingsschmuck der Spanischen Treppen in Rom vergriffen. Für wenige Wochen wird die Touristenattraktion im Frühling alljährlich mit hunderten Azaleen geschmückt. Städtische Gärtner bemerkten jetzt, dass 34 von insgesamt 600 Exemplaren entwendet wurden.

Und die Täter scheinen kundige Floristen zu sein: Bei den gestohlenen Pflanzen handele es sich um eine höchst seltene Form der "Rhododendron indicum", die durch mehrjährige Kreuzungen entstanden ist, berichteten italienische Zeitungen.

Wahrscheinlich seien die Blumendiebe gut vorbereitet gewesen und mitten in der Nacht mit einem Kleintransporter auf den Platz vor der berühmten Treppe gefahren, hieß es. Schließlich würden die wertvollen Azaleen bis zu zwei Meter groß und hätten in den schweren Vasen teilweise einen Umfang von bis zu vier Metern. Es könne bis zu zehn Jahren dauern, um neue Azaleen in dieser Größe zu züchten, sagten Experten.

Quelle: web.de



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Donnerstag, 8. Juni 2006

Sankt Paul vor den Mauern

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Sankt Paul vor den Mauern (italienisch: San Paolo fuori le Mura ) ist eine der vier Patriarchalbasiliken von Rom. Sie ist seit dem Abschluss der Lateranverträge eine exterritoriale Besitzung des Heiligen Stuhls.

Geschichte

Der Name leitet sich von ihrem Standort außerhalb der noch erhaltenen antiken aurelianischen Stadtmauer ab. Der Apostel Paulus war als römischer Bürger außerhalb der Stadt an der Via Ostiense an einem diskreten Ort enthauptet worden. Diesen Ort benannte die Überlieferung einst ad aquas salvias genannt (an den Wassern des Lebens), heute Tre Fontane (drei Brunnen). Der Leichnam des Apostels war darauf offenbar weiter stadteinwärts an der Via Ostiense inmitten von vielen anderen Gräbern beigesetzt worden.

Die erste Sankt-Pauls-Basilika wurde im Auftrag Konstantins über dem Grab des Apostels Paulus errichtet und diese Kirche bereits 386 erheblich vergrößert. Bis zum Bau des Petersdoms war sie die größte Kirche der Welt.

Diese einzige noch intakte antike Großkirche Roms wurde durch ein Feuer in der Nacht vom 15. zum 16. Juli 1823 fast völlig zerstört.

Architektur

heutige Basilika, die nach einem Entwurf von L. Poletti entstanden ist, hält sich in den Dimensionen an das Vorbild der alten Kirche und wurde 1854 von Papst Pius IX. eingeweiht. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde nach einem Entwurf von G. Calderini vor der Hauptfassade eine viereckige Säulenhalle gebaut, in deren Mitte eine Statue des Apostels Paulus von G. Obici steht. Die Fassade der Basilika wird von einem Mosaik geschmückt, das aus der Werkstatt des Vatikans stammt.

Der Innenraum lässt trotz reicher Marmor- und Alabasterarbeiten die Feinheit der ursprünglichen Ausstattung vermissen. Beim Neubau wurde beispielsweise die Kannelierung der Säulen unterlassen. Dennoch spiegelt der Säulenwald, der die Basilika in fünf Schiffe unterteilt, die ursprüngliche Raumwirkung wider und lässt damit auch die Wirkung der ähnlich dimensionierten und konstruierten Basilika Ulpia auf dem Trajansforum erahnen.

Der Baldachin, der sich über dem Apostelgrab erhebt, stammt aus dem 13. Jahrhundert von der Hand des Arnolfo di Cambio. Auf dem Hauptaltar darunter, unter dem nach dem Brand Reste des antiken Paulusgrabes aufgespürt wurden, feiert wie auch im Petersdom traditionellerweise nur der Papst die Messe. Das Grab wurde seit über 150 Jahren keiner weiteren Untersuchung unterzogen.

Darüber steht der Triumphbogen, der ein Geschenk der Kaiserin Galla Placidia aus dem 5. Jahrhundert ist. Der Bogen, der Baldachin und die Apsis mit den Mosaiken aus dem 13. Jahrhundert sind die die einzigen Ausstattungsstücke aus alter Zeit. Die Alabasterfenster sind ein Geschenk des Vizekönigs Mohammed Ali aus Ägypten und die Malachitaltäre im Querschiff stiftete Zar Nikolaus I..

Über den Säulen zieht sich ein langes Band von 265 Medaillons mit den Porträts der Päpste hin. Einer Legende nach kommt Christus wieder, wenn kein Platz mehr für ein weiteres Medaillon vorhanden ist.

Abtei

Schon unter Papst Gregor I. dem Großen befanden sich in der nähe der alten Basilika ein Männer- (San Aristo) und ein Frauenkloster (San Stefano). Im Jahr 937 wurde das Kloster im Gebäudekomplex von St. Paul den Benediktinern anvertraut. Der Säulengang des Klosters wurde zwischen 1205 und 1241 von Pietro Vasaletto errichtet, der mit seinen Marmorintarsien zu einen der kunstvollsten des Abendlandes zählt. Die Abtei war bis März 2005 eine Territorialabtei, wurde aber unter dem Pontifikat von Johannes Paul II. in eine normale Abtei umgewandelt. Papst Benedikt XVI. präzisierte in seinem Motu proprio Die altehrwürdige Basilika den neuen Status der Abtei. Die Jurisdiktion des Abts von St. Paul beschränkt sich demnach nur noch auf das Kloster selbst. Die Basilika untersteht jetzt, wie die anderen Patriarchalbasiliken auch, einem Erzpriester. Bisheriger Erzpriester war Erzbischof Francesco Gioia, dem 2005 Andrea Cordero Lanza di Montezemolo nachfolgte. Die liturgische Funktion des Abts in der Basilika blieb jedoch unangetastet.

Quelle: Netlexikon

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Geändert am 11. Juni 2006 um 06:36
Mittwoch, 7. Juni 2006

125 Jahre Jahre österreichische
Kultur in Rom

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Das Kulturforum Rom und das Historische Institut beim Kulturforum Rom sind in besonderer Weise Repräsentanten der kulturellen und wissenschaftlichen Leistungen Österreichs in Rom und Italien. Seit seiner Gründung vor nunmehr 125 Jahren ist es dem Kulturforum in sehr erfolgreicher Arbeit gelungen, das Interesse an Österreich als unmittelbarer Nachbar Italiens sowie als Partner in Kultur und Wissenschaft in einer Stadt mit weltweiter kultureller Bedeutung dauerhaft zu festigen", betont Außenministerin Ursula Plassnik anlässlich des bevorstehenden Gründungsjubiläums.

Das Österreichische Kulturforum nimmt unter den in Rom beheimateten ausländischen Instituten und Akademien ein besondere Stellung ein, zählt es doch zusammen mit der 1874 gegründeten "Ecole Francaise" zu den ältesten Institutionen dieser Art in dieser Stadt. Im Juni 1881 gegründet wurde es ursprünglich als historische Forschungsstelle unter der Bezeichnung "Istituto Austriaco di Studii Storici" eingerichtet. In der Zwischenkriegszeit wurde diese Forschungseinrichtung zu einem Kulturinstitut erweitert, eine Maßnahme, die 1954 im österreichisch-italienischen Kulturabkommen bestätigt wurde.

Seit jeher besteht eine traditionell intensive Zusammenarbeit Österreichs mit Italien im Kultur- und Wissenschaftsbereich. Einerseits stehen Musik und bildende Kunst aufgrund des Reichtums der Traditionen beider Länder auf diesen Gebieten im Mittelpunkt, andererseits bilden die kunsthistorische Forschung und die Erforschung römischer Barockarchitektur sowie die archäologische Forschung einen Schwerpunktbereich.

Seit 1993 wird die österreichische kulturpolitische Arbeit in Norditalien vom Kulturforum in Mailand betreut, so dass das Kulturforum Rom seine Aktivitäten auf den Raum Mittel- und Süditalien konzentrieren kann. In den letzten Jahren versucht das Kulturforum Rom ein vielschichtiges Bild des gegenwärtigen Österreichs zu zeichnen, wobei besonders die Begegnung auf dem Gebiet des zeitgenössischen Kunstschaffens gesucht wird. Dabei stehen wiederum Literatur, Architektur, Tanz, aber auch die Entwicklung der audiovisuellen Medien und diesbezügliche künstlerischen Ausdrucksformen wie Design, Multimedia-Performances, Videokunst im Vordergrund.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 125-Jahr-Jubiläum findet ein Festakt am Kapitol statt, der vom römischen Bürgermeister Walter Veltroni eröffnet wird. Österreich wird dabei vom Generalsekretär für auswärtige Angelegenheiten, Johannes Kyrle, dem Generalsekretär im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Hermann Helm, dem zuständigen Sektionsleitern Emil Brix und Wolf Frühauf sowie dem österreichischen Botschafter in Italien Alfons Kloss vertreten sein. Als Festredner der Veranstaltung konnte Univ.-Prof. Michael Rössner gewonnen werden, der unter dem Thema "Et in arcadia ego" die Italien- und insbesondere Romsehnsucht von Forschern und Künstlern nördlich Italiens beleuchten wird. Weitere Veranstaltungen im Gebäude des Kulturforums u. a. ein vom Historischen Institut Rom veranstaltetes Symposium mit dem Titel "Traditionen und Perspektiven" sowie eine im Atrium des Hauses anlässlich des "Freud-Jubiläums" gezeigte Ausstellung der römischen Künstlergruppe "I Diagonali" zum Thema "Freud und Schnitzler: Von der Traumdeutung zur Traumnovelle" runden die Feierlichkeiten ab.

Quelle: Österreich Journal



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Dienstag, 6. Juni 2006

Kosten sparen mit dem
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Blick bei Nacht in das Colosseum in Rom am 18. Juli 2000. Romreisenden steht seit kurzem der Roma Pass zur Verfügung, mit dem sich die Stadt am Tiber kostengünstiger erkunden laesst.

Romreisenden steht seit kurzem der Roma Pass zur Verfügung, mit dem sich die Stadt am Tiber kostengünstiger erkunden lässt. Rund 40 Museen und archäologische Ausgrabungsstätten bieten bei einem Besuch Preisnachlässe oder sind sogar kostenfrei, wie das Staatliche Italienische Fremdenverkehrsamt Enit auf seiner Hompage im Internet berichtet. Darüber hinaus berechtigt der Pass mit dem Roma Pass Transport zur kostenlosen Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ATAC und der beiden U-Bahn-Linien.

Mit dem Roma Pass erhalten Urlauber zudem ein Verzeichnis der Museen, die sich an dem Projekt beteiligen, und auch der Veranstaltungen, die zu einem reduzierten Preis besucht werden können. Der Roma Pass ist drei Tage gültig und für 18 Euro in touristischen Informationsbüros, am Flughafen Fiumicino, im Hauptbahnhof Stazione Termini, in Reisebüros, Hotels, Verkaufsstellen des ATAC sowie allen beteiligten Museen erhältlich.

Quelle: Die Neue Epoche

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Geändert am 8. Juni 2006 um 21:10
Freitag, 2. Juni 2006

Das Forum Boarium

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Tempel des Hercules Victor im Forum Boarium.

Das Forum Boarium war einer der bedeutendsten und ältesten Marktplätze Roms. Funde von griechischen Gefäßen aus dem 8. Jahrhundert v.Chr. lassen vermuten, daß hier schon vor der Stadtgründung Roms ein Ara Maxima (Altar) des Hercules als Schutzheiligtum für eiin Lagerhaus bestand. Hier trafen sich wahrscheinlich griechische und einheimische Händler um unter den Schutz des Halbgottes Handel zu treiben.

Der Name des Forum, welches direkt an den Ufern des Tiber liegt, leitet sich vom lateinischen "bos", was soviel wie Rind, Ochse oder Kuh bedeutet, ab. Daher kann man davon ausgehen, daß es sich bei diesem Marktplatz um einen Viehmarkt gehandelt haben wird (zumindest in der Anfangszeit). Ohne besondere Räumlichkeiten kam man hier unter freiem Himmel zusammen. Die erste Bautätigkeit gab es auf diesem Gelände unter den etruskischen Königen. In der Zeit der Republik wurde dieser Verkehrs- und Handelsknotenpunkt (in der Nähe befand sich der alte Tiberhafen Portus Tiberinus) weiter ausgebaut.

Verstärkt wurde die rege Bautätigkeit durch die starken Brände von 213 und 192 v.Chr. hier und im benachbarten Gebiet. Nachdem der Tiber in den Jahren 202, 193, 192 und 189 v.Chr. mehrmals über die Ufer getreten war, wurde eine Befestigung des Tiberufer immer dringlicher. Die Arbeiten dazu wurden vor allem von den Censoren des Jahres 179 v.Chr. vorangetrieben. Die größte bauliche Veränderung in der Kaiserzeit hier bestand in der Auflösung des alten Flußhafens. An dessen Stelle traten einige Lagerhäuser aus Ziegelmauerwerk. Vor allem durch die Errichtung des neuen künstlichen Hafenbeckens in Fiumicino durch Kaiser Claudius und Trajan verlor das Forum Boarium seine ehemalige Bedeutung als Handels- und Marktplatz.

Neben dem bereits erwähnten Hercules-Altar gab es auf dem Forum Boarium eine zweite Kultstätte für den sogenannten tönernen Hercules (die Bezeichnung stammte vom Material der Statue). Noch im 15. Jahrhundert stand ein Herculestempel auf dem Forum Boarium in einigermassen passablem Zustand. Das Gebäude wurde 142 v.Chr. im Amtsjahr der Censoren Lucius Mummius und Scipio Aemilanus in der Form eines Rundtempel etruskischen Stils mit Säulenumgang eingeweiht. Ebenfalls auf dem Forum steht heute noch ein Rundtempel des Gottes mit korinthischen Säulen, der sogenannte Tempel des Hercules Victor sowie der Tempel des Portunus.

Der Rundtempel war dem Hercules Victor geweiht. Seine Errichtung geschah auf Initiative des Kaufmanns M. Octavius Herrenus am Endes des 2. Jahrhunderts v.Chr. Damit ist der Rundtempel mit seinen 20 korinthischen Säulen aus Marmor der älteste noch erhaltene Marmorbau des antiken Rom. Er steht auf einem Sockel mit flachen Stufen. Die Cella im Inneren ist durch eine große Tür auf der Ostseite des Tempel begehbar. Der Oberbau des Tempel ist leider vom Architrav an verloren gegangen. Der Architekt des Tempel war sicher ein Grieche, man vermutet, daß es Hermodoros, ein griechischen Architekt aus Salamina, gewesen sein könnte. Dieser Tempel ist heute so gut erhalten, weil er im Mittelalter in eine Kirche umgewandelt wurde.

Quelle: Antikefan

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Geändert am 2. Juni 2006 um 16:33
Donnerstag, 1. Juni 2006

Im TV: "Rom - Entstehung eines Weltreiches"

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Inhalt

"Rom - Entstehung eines Weltreiches" zeigt die spektakuläre und teilweise schmutzige Geschichte des Römischen Reiches beginnend beim Aufstieg von Julius Cäsar 55 v. Chr. bis zum endgültigen Niedergang im Jahr 537.

Über eine Zeitspanne von mehr als fünf Jahrhunderten war Rom die bis dato mächtigste und fortschrittlichste Zivilisation in der Geschichte der Menschheit. Angeführt wurde sie von Visionären und Tyrannen, deren Leistungen von beeindruckend bis beklagenswert reichten. Eine Charaktereigenschaft verband sie allesamt - Ehrgeiz. Ihr Gelüst nach Macht führte zu einer zuvor nie da gewesenen Beherrschung des Ingenieurwesens und der körperlichen Arbeit.

Kritik

"Rom - Entstehung eines Weltreiches" ist "Must See TV" höchster Klasse. Die Dokumentation wurde nicht ausschließlich für Interessierte produziert, sondern deckt mit ihrer Einfachheit der Erklärungen und ihren Animationen alle Klassen ab. Die Animationen sind sogar so gut gezeichnet, dass man teilweise zwischen Realität und Animation nicht unterscheiden kann. Nachgespielte Szenen schneiden in der Bewertung etwas weniger gut ab - die Atmosphäre herüberzubringen erweißt sich als schwer.

Die Erzählstruktur weist einen sinnvollen Faden auf. Zunächst wird Julius Cäsar als bekanntester Vertreter Roms beleuchtet, anschließend beginnt die Zeitreise vom Anfang der Stadt bis zum Ende des Weltreiches. Aus Zeit- und Spannungsgründen wurden nicht alle Herrscher von Rom beleuchtet, die Dokumentation beschränkt sich auf die wesentlichen Figuren, die Rom prägten.

Wer den History Channel empfängt, sollte die Dokumentation entweder anschauen oder aufzeichnen.

Quelle: Quotenmeter.de

History Channel zeigt «Rom - Entstehung eines Weltreiches» am Samstag, 3. Juni 2006, um 20.00 Uhr.



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romehome "Anderer Orten muß man das Bedeutende aufsuchen, hier werden wir davon überdrängt und überfüllt.(...) Man müßte mit tausend Griffeln schreiben, was soll hier eine Feder!"

Goethe in Rom, am 7. November 1786

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