
Wiederwahl zu erwarten: Roms Bürgermeister Walter Veltroni.
Erster Test für die Regierung von Romano Prodi: Am Sonntag und Montag sind 19,5 Millionen Staatsbürger zur Stimmabgabe bei den Kommunalwahlen aufgerufen. Insgesamt wird in 1307 Kommunen, elf Provinzen sowie in der Region Sizilien gewählt. Unter anderem werden in den vier Großstädten Rom, Mailand, Neapel und Turin die Bürgermeister bestimmt.
Nach der Niederlage bei den Parlamentswahlen im April hofft Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi auf eine Revanche. "Diese Wahlen werde eine erste Aufforderung an die linke Regierung sein, bald wieder das Feld zu räumen", kündigte Berlusconi an. Bei den letzten Kommunalwahlen im Jahr 2001 hatte sich die Linke in den meisten Städten überraschend durchgesetzt - mit Ausnahme von Mailand, wo traditionell das Mitte-Rechts-Bündnis gewinnt. In Mailand geht jetzt Ex-Bildungsministerin Letizia Moratti für das Bündnis von Silvio Berlusconi ins Rennen. Berlusconi bezeichnete die Politikerin als „unsere eiserne Lady“. Ihr Gegenkandidat in der lombardischen Metropole ist der ehemalige Polizeichef Mailands, Bruno Ferrante.
Während es in den meisten Städten zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen kommen dürfte, erwarten Beobachter, dass in Rom der beliebte Bürgermeister Walter Veltroni (50) ein zweites Mal gewählt wird. Sein Herausforderer ist der ehemalige Landwirtschaftsminister Gianni Alemanno (48) von der rechten Nationalen Allianz (AN).
In Sizilien tritt der Präsident der Region, Salvatore Cuffaro, zum Duell gegen Prodis Spitzenkandidatin Rita Borsellino an. Sie ist die Schwester des 1992 von der Mafia ermordeten Staatsanwalts Paolo Borsellino und hat im Falle eines Sieges bereits einen verschärften Kampf gegen das organisierte Verbrechen angekündigt.
Quelle: stol.it
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