Mittwoch, 31. Mai 2006
Rund 3000 Jahre altes Skelett in Rom gefunden

Wissenschaftlerin Anna De Santis stellte das Skelett der Öffentlichkeit vor.
Archäologen haben in einer antiken Nekropole im Zentrum von Rom ein weibliches Skelett aus dem zehnten Jahrhundert vor Christus entdeckt. Die Frau war zum Zeitpunkt ihres Todes etwa 30 Jahre alt, erklärte Anna De Santis vom Ausgrabungsteam gestern. Gefunden wurden die Gebeine unter dem Cäsar-Forum, einem Abschnitt im Forum Romanum unweit des Kolosseums.
Erste Ausgrabung in Nekropole
In der Nähe des etwa 1,60 Meter großen Skeletts wurden De Santis zufolge auch eine Halskette aus Bernstein sowie vier Fibeln sichergestellt. Nach ausgiebiger Untersuchung sollen die Gebeine in einem Museum zur Schau gestellt werden.
Es handelt sich um die erste Ausgrabung aus der 3.000 Jahre alten Totenstadt, die Anfang dieses Jahres unter dem Forum Romanum entdeckt wurde. Damals wurde bereits eine Urne mit der Asche eines Menschen gefunden. Den Archäologen zufolge beweist der Fund des Skeletts, dass damals ein Wandel von Verbrennungen zu Erdbestattungen im Gange war.
Vor der legendären Gründung
Die Gräber der Nekropole wurden alle auf die Zeit um 1.000 vor Christus datiert. Damit sind sie älter als die Stadt Rom, die der Legende nach im Jahre 753 vor Christus von den Zwillingsbrüdern Romulus und Remus gegründet wurde.
Quelle: ORF
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Geändert am 31. Mai 2006 um 20:14 Dienstag, 30. Mai 2006
Roms Umgebung: Der Lago di Bracciano

Wer eher die Ruhe sucht und nur ab und zu nach Rom fahren möchte, um Kultur zu genießen, ist mit einer Unterkunft am Lago di Bracciano gut beraten. An dem traumhaft schönen, weitgehend naturbelassen See vulkanischen Ursprungs, findt man in dem mittelalterlichen Städtchen Trevignano sehr ruhige Ferienunterkünfte. Nur Juli und August ist hier viel los: Der Lago Bracciano ist das Naherholungsgebiet der Römer. Anreise mit dem Auto empfehlenswert. Ins Zentrum von Rom kommt der Gast dann per Bus oder ab dem nahe gelegenen Anguillara mit dem Zug.
Der Bracciano-See, ital. Lago di Bracciano, lat. Lacus Sabatinus ist ein beinahe kreisförmiger See in der Campagna Romana (Region Latium) in Zentral-Italien. Er liegt in den Sabatiner Bergen (auch: Sabiner Berge), etwa 60 Kiolimeter nordwestlich vom Stadtzentrum Roms.
Der maximal 160 Meter tiefe See mit einer Fläche von 58 Quadratmetern ist ein ehemaliger Vulkankrater. Heiße Mineralquellen an seinen Ufern zeugen immer noch von seinem Ursprung.
Er ist ein beliebtes Ziel von einheimischen und auswärtigen Urlaubern und Ausflüglern. Hauptort ist Bracciano im Westen; bekannt ist auch das mittelalterliche Städtchen Anguillara Sabazia. Im Norden liegt das ebenfalls sehenswerte Trevignano Romano.
Wenige Kilometer vom Ostufer entfernt liegt ein wesentlich kleinerer See, der Lago di Martignano.
Quelle: romabed
Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung empfíehlt es sich, rechtzeitig eine Unterkunft zu suchen. Angebote von Ferienwohnungen, Privatzimmern und Pensionen haben Romehome und Romabed im Programm.
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Geändert am 30. Mai 2006 um 19:46 Montag, 29. Mai 2006
Erster Test für die Regierung Prodi

Wiederwahl zu erwarten: Roms Bürgermeister Walter Veltroni.
Erster Test für die Regierung von Romano Prodi: Am Sonntag und Montag sind 19,5 Millionen Staatsbürger zur Stimmabgabe bei den Kommunalwahlen aufgerufen. Insgesamt wird in 1307 Kommunen, elf Provinzen sowie in der Region Sizilien gewählt. Unter anderem werden in den vier Großstädten Rom, Mailand, Neapel und Turin die Bürgermeister bestimmt.
Nach der Niederlage bei den Parlamentswahlen im April hofft Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi auf eine Revanche. "Diese Wahlen werde eine erste Aufforderung an die linke Regierung sein, bald wieder das Feld zu räumen", kündigte Berlusconi an. Bei den letzten Kommunalwahlen im Jahr 2001 hatte sich die Linke in den meisten Städten überraschend durchgesetzt - mit Ausnahme von Mailand, wo traditionell das Mitte-Rechts-Bündnis gewinnt. In Mailand geht jetzt Ex-Bildungsministerin Letizia Moratti für das Bündnis von Silvio Berlusconi ins Rennen. Berlusconi bezeichnete die Politikerin als „unsere eiserne Lady“. Ihr Gegenkandidat in der lombardischen Metropole ist der ehemalige Polizeichef Mailands, Bruno Ferrante.
Während es in den meisten Städten zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen kommen dürfte, erwarten Beobachter, dass in Rom der beliebte Bürgermeister Walter Veltroni (50) ein zweites Mal gewählt wird. Sein Herausforderer ist der ehemalige Landwirtschaftsminister Gianni Alemanno (48) von der rechten Nationalen Allianz (AN).
In Sizilien tritt der Präsident der Region, Salvatore Cuffaro, zum Duell gegen Prodis Spitzenkandidatin Rita Borsellino an. Sie ist die Schwester des 1992 von der Mafia ermordeten Staatsanwalts Paolo Borsellino und hat im Falle eines Sieges bereits einen verschärften Kampf gegen das organisierte Verbrechen angekündigt.
Quelle: stol.it
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Freitag, 26. Mai 2006
Das Leben des Caravaggio
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Die Enthauptung Johannes des Täufers von Caravaggio.
Michelangelo Merisi, nach seinem Geburtsort Amerighi da Caravaggio kurz Caravaggio genannt, (* 28. September 1573 in Caravaggio bei Bergamo in der Lombardei; † 18. Juli 1610 in Porto Ercole am Monte Argentario) war ein italienischer Maler des Frühbarock, der sich durch seinen besonderen Realismus auszeichnete. Er gilt (zusammen mit Annibale Carracci) als Begründer der römischen Barockmalerei .
Er war der Sohn von Fermo Merisi, Diener und Architekt des Fürsten von Caravaggio. Mit 11 Jahren wurde er Waisenkind und kam 1584 in die Lehre zu dem Maler Simone Peterzano in Mailand. Irgendwann zwischen 1588 und 1592 ging er nach Rom. Der kunstsinnige Kardinal Francesco del Monte wurde auf ihn aufmerksam, nahm ihn in seinem Palast auf und unterstützte ihn als Mäzen. In dieser Zeit bekam er viele Bewunderer, was die Zahl der Aufträge beträchtlich erhöhte. Durch seine aufbrausende und leidenschaftliche Art wurde er in viele Zwistigkeiten und Prozesse verwickelt. Diese Entwicklung gipfelte in einem Totschlag, den er 1606 im Affekt begangen hatte, woraufhin er Rom fluchtartig verlassen musste. Er floh zunächst 1607 nach Neapel, von dort aus Ende 1607 oder Anfang 1608 nach Malta, wo er am 14. Juli 1608 die Ritterwürde des Malteserordens erhielt. Bald kam er aber ins Gefängnis, weil er einen anderen Ritter beleidigt haben sollte und wurde aus dem Orden wieder ausgeschlossen. Caravaggio konnte jedoch entkommen und floh im Oktober 1608 nach Sizilien. Später ging er zurück nach Neapel. Auf den verschiedenen Stationen seiner Flucht malte er aber unverdrossen weiter seine religiösen Bilder. Als er 1610 nach Rom zurückkehren wollte, starb er auf dem Weg dorthin in Porto Ercole, einer malariaverseuchten Gegend, wahrscheinlich an diesem Fieber.
Caravaggio liebte die Herausforderung und wandelte stets auf dem schmalen Grat zwischen Erlaubtem und Verbotenem, was ihm ein unruhiges Leben einbrachte. Häufig kam er dadurch "dalle stelle alle stalle", wie die Italiener sagen - "von den Sternen in die Gosse". Seine vermutliche Homosexualität bzw. Bisexualität und Neigung zu Straßenkindern und Jünglingen wurde immer wieder mit seinem Werk in Verbindung gebracht.
Caravaggions Werk
Für seine Darstellungen biblischer Szenen bzw. Heiliger wählte er Menschen aus der Unterschicht zum Vorbild. So dienten ihm u.a. sowohl weibliche wie auch männliche Prostituierte als Modelle.
Seine Bilder sind auf eine Weise naturalistisch, wie es für die damalige Zeit ungewöhnlich und schockierend war. Das berühmteste Beispiel ist die Rosenkranzmadonna, bei der die schmutzigen Fußsohlen der Knieenden sichtbar sind. Er wurde daher als Maler der Schmutzigen Füße verunglimpft.
Auffallend sind auch seine extremen Hell-Dunkel-Kontraste, bei denen ein grelles Schlaglicht auf die Hauptfiguren geworfen wird. Es wurde öfter mit einem Lichtschein aus einem Kellerfenster verglichen. Dies steigert die Dramatik seiner Bilder, die allgemein bewundert wurde.
Wenn auch die Bilder in der Kirche umstritten waren, wurden sie von den Reichen gekauft, natürlich auch von Kardinälen und Bischöfen.
Die bekanntesten Werke sind:
Jugendlicher Bacchus (1593-1594); Uffizien, Florenz
Judith enthauptet Holofernes (1598); Galleria Nazionale dell' Arte Antica, Rom
Bekehrung des Saulus (1600-1601); Gemälde der Cerasi-Kapelle in Santa Maria del Popolo in Rom
Grablegung Christi (1602-1604); Pinacoteca Vaticana, Rom
Martyrium der heiligen Ursula (um 1604)
Rosenkranzmadonna (1606-1607); Kunsthistorisches Museum, Wien
Die sieben Werke der Barmherzigkeit (1607); in der Kirche Pio Monte della Misericordia in Neapel)
Amor als Sieger (um 1600); Gemäldegalerie, Berlin
David mit dem Haupte Goliaths (1605-1606); Galleria Borghese, Rom
Wirkung
Das Werk Caravaggios war von unüberschätzbarem Einfluss insbesondere auf die niederländische Malerei.
Malerei, die sich besonders eng an seinen Stil anlehnte, besonders die Stillleben und Genremalerei des italienischen, französischen und niederländischen Frühbarock wurde als caravagesque bezeichnet. Von Caravaggio beeinflusste Maler ("Caravaggisten" genannt), besonders was seine bahnbrechende Hell-Dunkel-Technik und die scheinbare Alltäglichkeit der Szenen betraf, waren u.a. Gerrit van Honthorst, Hendrick ter Brugghen, Jusepe de Ribera, Peter Paul Rubens, Jan Vermeer, Rembrandt und Diego Velázquez oder Johann Ulrich Loth (Deutschland).
Auch zeitgenössische Maler wie der Norweger Odd Nerdrum, der Ungar Tibor Csernus und der Deutsche Otto Lohmüller stellen sich schöpferisch in seine Tradition. Obwohl Caravaggio keine eigentlichen Schüler hatte, übte möglicherweise kein anderer Vertreter der abendländischen Malerei neben Giotto di Bondone und Masaccio soviel Einfluss über seine Zeit hinaus aus wie Caravaggio. Bis ins 19. Jahrhundert war er jedoch nahezu vergessen, da seine unfrommen Darstellungen und der krasse Realismus weder dem Geschmack der barocken Gegenreformation noch dem der Romantiker entsprach.
Caravaggios Werke können unter anderem in folgenden Museen besichtigt werden:
Galleria Borghese, Rom
Galleria Doria Pamphili im Palazzo Doria Pamphili, Rom
Kapitolinische Museen, Rom
Uffizien, Florenz
Metropolitan Museum of Art, New York City
Louvre, Paris
Prado, Madrid
Ermitage, Sankt Petersburg
National Gallery, London
Palazzo Pitti, Florenz
Pinakothek, Vatikan
Gemäldegalerie (Staatliche Museen zu Berlin), Berlin
Schloss Sanssouci (Bildergalerie), Potsdam
Kunsthistorisches Museum, Wien
Museum in Syrakus
Museo regionale di Messina, Messina
St John's dei Francesi, Rom
San Agostino, Rom
Santa Maria del Popolo, Rom
Quelle: Wikipedia
Caravaggio.
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Geändert am 26. Mai 2006 um 20:24 Mittwoch, 24. Mai 2006
Oberstes Gericht stoppt
Volare-Übernahme von Alitalia
Der oberste italienische Verwaltungsgerichtshof hat die Übernahme der Billigfluglinie Volare durch die Alitalia Linee Aeree Italiane SpA, Rom, abgelehnt. Dies geht aus einem Gerichtsbeschluss vom Dienstag hervor.
Ein einfaches Verwaltungsgericht sowie das italienische Industrieministerium hatten die Akquisition zuvor bereits auf Eis gelegt. Schon damals hatte das Gericht dem italienischen Wettbewerber Air One den Zuschlag für den Erwerb gegeben und dies damit begründet, dass Alitalia staatliche Zuschüsse erhalte.
Volare brach vor mehr als einem Jahr unter ihrer schweren Schuldenlast zusammen. Die Fluggesellschaft beschäftigt nach Informationen der Alitalia rund 700 Mitarbeiter, davon seien etwa 70% Piloten und Kabinencrew.
Quelle: Finanztreff
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Dienstag, 23. Mai 2006
Kulinarische Spezialitäten

Rom bietet eine reiche Auswahl an absoluten Qualitätsrestaurants. Das kulinarische Angebot in Rom ist sehr abwechslungsreich und reicht von ausgezeichneter Küche der berühmtesten Köche internationalen Niveaus bis zur typisch römischen Küche mit ihrer Vielfältigkeit, von der jüdischer Küche zur Zubereitung von Schalentieren, von Spezialitäten aus Latium zu ausgezeichneten Fischgerichten, außerdem befinden sich in der Stadt auch zahlreiche Restaurants, die Spezialitäten aus allen fünf Erdteilen bieten.
Typische Gerichte der römischen Küche sind die "coda alla vaccinara", Schwänze junger Rinder in Wein, Tomaten und Pfefferschoten gekocht, oder die "pajata", Kalbsmagen mit Tomatensoße, der "abbacchio alla scottadito" oder die "trippa alla romana", die mit der Zeit immer weiter verfeinert wurden und heute wahre Spezialitäten sind.
Die traditionellen Restaurants der Stadt mit echten römischen Spezialitäten befinden sich überwiegend in Testaccio rund um den früheren Schlachthof. Unter den beliebten Lokalen steht den Pizzerien sicherlich ein Ehrenplatz zu. Sie sind über die ganze Stadt verteilt, aber Trastevere bietet wahrscheinlich das größte Angebot an Pizzerien mit Holzofen. Empfehlenswert sind hier die berühmten flachen römischen Pizzen mit dem knusprigen Rand. Schmackhaft sind auch die Supplì al Telefono, frittierte Reisklößchen gefüllt mit Mozzarella, die Kartoffelkroketten, die frittierten Klippfischfilets, die Kürbisblüten und die Bruschette, getoastete Brotscheiben mit Tomaten, Öl und Knoblauch.
Quelle: Netlexikon
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Geändert am 23. Mai 2006 um 19:50 Montag, 22. Mai 2006
Papst fordert mehr Einsatz gegen Hunger

Papst Benedikt XVI. hat die internationale Gemeinschaft zu mehr Einsatz gegen den weltweiten Hunger aufgerufen. Beim Regina-Coeli-Gebet erinnerte er am Sonntag auf dem römischen Petersdom an den gleichzeitig in 100 Ländern stattfindenden Hungermarsch "Walk the World", den das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) heute zum dritten Mal veranstaltet.
"Damit sollen Regierungen und die öffentliche Meinung sensibilisiert werden, damit sie die Notwendigkeit erkennen, dringend konkrete Maßnahmen zu ergreifen, die allen, vor allem Kindern, die Freiheit vom Hunger garantieren. Ich bin dieser Initiative, die in Rom und in anderen Städten in Hundert Ländern stattfindet, im Gebet nah. Es ist dringend erforderlich, mit Hilfe des Beitrags aller Menschen diese Plage zu überwinden, die die Menschheit noch immer quält und die Hoffnung von Millionen Menschen auf Leben aufs Spiel setzt. Dabei denke ich vor allem an die dramatische Situation in Darfur im Sudan, wo weiterhin gravierende Schwierigkeiten bei der Grundversorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln bestehen", so der Papst.
Am Himmelfahrtssonntag wird die katholische Kirche zum 40. Mal den Welttag der Kommunikationsmittel begehen. Das diesjährige Motto "Die Medien, ein Netz der Kommunikation, der Gemeinschaft und der Zusammenarbeit" erinnert daran, dass die Presse auch zur für die Überwindung des weltweiten Hungers nötigen Kooperation zwischen armen und reichen Ländern beitragen kann, betonte der Papst. "Die Kirche betrachtet die Medien mit Interesse, weil sie ein wichtiges Mittel zur Verbreitung des Evangeliums und zur Förderung von Solidarität zwischen den Völkern darstellen, wenn sie die Aufmerksamkeit auf die großen Probleme lenken."
In seiner deutschen Ansprache wies der Papst auf den 500. Jahrestag der Grundsteinlegung des Petersdoms hin: "Ein herzliches Willkommen sage ich allen Pilgern und Besuchern deutscher Sprache. Heute grüße ich besonders die Musikkapellen aus Deutschland und der Schweiz, die gestern an der Parade zu Ehren der Schweizergarde und zum 500jährigen Jubiläum des Petersdoms teilgenommen haben. Euch allen rufe ich zu: Schaut auf den Bau dieser Basilika und versteht euch selbst als lebendige Steine am geisterfüllten Haus der Kirche, welche die Menschen sammelt und ihnen Einheit und Frieden schenkt! Euch allen gesegnete Tage hier in Rom!"
Quelle: Radio Vatikan
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Sonntag, 21. Mai 2006
Schwarzgeld-Spur führt nach Rom

Totengräber des italienischen Fußballs? Moggi.
Fußball-Italien
versinkt im Sumpf des Juve-Skandals, der sich bald sogar zur
Staatskrise auswirken kann. Der kommende Ministerpräsident Romano Prodi
spricht von einer "ethischen Krise", die "die Situation im ganzen Land"
darstelle.
Im Mittelpunkt des Skandals steht Juventus-Generaldirektors Luciano
Moggi. Die Suche nach den Schwarzgeld-Millionen führt die Ermittler
inzwischen sogar nach Rom, genauer: in den Vatikan. Auf dessen Bank IOR
sollen Schwarzgelder aus völlig überhöhten Transfersummen liegen. Auch
Konten in Schweiz, Liechtenstein und den Cayman Inseln sind im Visier.
Daß Moggi den Rekordmeister mindestens in den Abgrund der 2. Liga
reißt, wird immer wahrscheinlicher. Die Schreckensmeldungen
überschlagen sich stündlich...
Trainer Marcello Lippi wurde verhört, weil er Spieler auf Druck Moggis
fürs Nationalteam nominiert haben soll. Die Wohnungen der
Juventus-Stars Ibrahimovic und Cannavaro wurden durchsucht. Auch ihre
Spielerverträge sollen gefälscht worden sein.
Sollte Juve strafversetzt werden, will der Tscheche Nedved seine
Karriere beenden. Die Aktie des Nobelklubs war gestern nur noch 1,19
Euro wert. 137 Millionen Euro Kapitalisierung hat der Meister, dessen
Titel erst einmal ausgesetzt ist, schon verloren. Ob der AC Mailand
jetzt den "Scudetto" beanspruchen darf, ist fraglich. Auch Milan steht
weiter im Visier der Fahnder...
Quelle: Berliner Zeitung
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Freitag, 19. Mai 2006
Da Vinci Code: "Viel Lärm um nichts"
Der Bibelexperte Professor Bernhard Heininger hat sich ein über die Verfälschung von Jesu Wort und Leben in Dan Browns Roman "Sakrileg"
Viel Lärm um Nichts macht in den Augen von Heininger, Inhaber des Lehrstuhls für Neutestamentliche Exegese an der Universität Würzburg, Dan Brown in seinem Bestseller "Sakrileg". Die Verfilmung des Romans kommt als "The Da Vinci Code" in die Kinos. Im folgenden Interview klärt Heininger, welche grundlegenden Missverständnisse sich hinter den angeblich verschwiegenen "Fakten" verbergen, und ruft zur vertieften Beschäftigung mit den biblischen Texten auf.
Herr Professor Heininger, was steckt hinter dem Erfolg von Sakrileg?
Professor Heininger: Schon der Name Dan Brown ist ein Publikumsmagnet. Der Autor hat mehrere erfolgreiche Thriller geschrieben. Dann ist es sicher auch der Stoff, der interessant ist für breitere Bevölkerungsschichten: Die Kirche kommt vor und wird – wie in diesem Genre fast schon üblich – kritisch gesehen. Weiter finden sich Dinge, um die sich sowieso Gerüchte ranken – wie Opus Dei. Und nicht zuletzt elektrisiert die Massen sicher die Tatsache, dass Jesus eine Beziehung mit Maria Magdalena angedichtet wird. Dann wird noch unterstellt, die Kirche verschweige diese grundlegende Wahrheit und erst Dan Brown enthülle dieses Geheimnis. All das trägt in der Summe zum Erfolg dieses Romans bei. Ganz abgesehen davon, dass sich Thriller einer bestimmten Güteklasse ohnehin relativ gut verkaufen. Wenn ein solches Buch in den einschlägigen Magazinen besprochen wird und die entsprechenden Stichworte fallen, dann ist das allemal ein Kaufanreiz. Das ist auch in der Sachliteratur häufig ganz ähnlich: Ob das Buch inhaltlich etwas taugt, ist nebensächlich, solange der Titel reißerisch genug ist.
Wo liegt denn für eine an sich säkulare Gesellschaft der Reiz eines religiösen Themas, wie es "Sakrileg" behandelt?
Professor Heininger: Die Gesellschaft ist von Dingen, die ihr fremd sind, immer fasziniert, besonders, wenn sich darum auch noch Mysterien ranken. Da möchten die Leute hineinschnuppern. Selbst die kanonischen Evangelien sind – wie ich glaube – der säkularen Gesellschaft in der Breite nicht mehr geläufig. Das macht anfällig dafür, Romanwahrheiten als authentisch zu betrachten.
Einer der letzten großen Buch- und Kinoerfolge mit einem religösen Thema war Umberto Ecos "Der Name der Rose". Wo sehen Sie den grundlegenden Unterschied zu "Sakrileg"?
Professor Heininger: Umberto Eco hat wesentlich gründlicher recherchiert. Bei Brown ist der Anteil des Fiktionalen sehr hoch. Eco dagegen hat sich präzise mit dem Mittelalter und seinen theologischen Auseinandersetzungen beschäftigt und liefert ein authentischeres Bild. Dennoch bleibt ein Roman ein Roman. Ecos "Name der Rose" wirkt aufgrund der sauber recherchierten und in das fiktionale Genre eingebauten historischen Versatzstücke glaubwürdiger.
Der Kernpunkt bei "Sakrileg" ist die Behauptung, dass Jesus mit Maria Magdalena Nachkommen hatte. Wie sind diese Aussagen aus der historisch-kritischen Jesus-Forschung zu bewerten?
Professor Heininger: Es handelt sich um ein reines Fantasieprodukt. Neutestamentlich ist da ohnehin nichts zu holen, wenn man von dem Umstand absieht, dass Maria Magdalena an gewissen Stellen im Neuen Testament eine zentrale Rolle spielt: Sie ist Zeugin der Kreuzigung Jesus und seines Begräbnisses. Auch bei der Auffindung des leeren Grabs ist sie präsent. Insgesamt gibt das Neue Testament nicht so viele Informationen über Maria Magdalena her: Sie stammt aus einem Ort, der für seine Fischverarbeitung bekannt war; bei Lukas wird noch erwähnt, dass Maria Magdalena von sieben Dämonen geheilt wurde und fortan mit Jesus, den Zwölfen und noch anderen Frauen durch Galiläa zog. Im Johannes-Evangelium spielt sie im 20. Kapitel eine sehr prominente Rolle als erste Osterzeugin. Über die Darstellung bei Markus hinaus wird sie bei Johannes einer Erscheinung des Auferstandenen gewürdigt und bekommt auch einen Verkündigungsauftrag. Viel mehr erfahren wir über Maria Magdalena in den Evangelien nicht. Und ob die Stelle bei Johannes ausreicht, um eine Beziehung zu konstruieren, möchte ich doch in Frage stellen. Ich halte das für reine Spekulation oder Fantasie.
Wie gesichert darf denn der Tod Jesu gelten? Im seinem Buch zieht Dan Brown unter anderem auch einem Kreuzestod Jesu in Zweifel.
Professor Heininger: Das ist Unsinn. Es gibt kein historisch sichereres Faktum im Neuen Testament als den Kreuzestod Jesu. Denn dafür finden sich auch außerbiblische Belege: bei dem römischen Historiker Tacitus, bei dem jüdischen Schriftsteller Flavius Josephus. Dessen Zeugnis ist zwar umstritten, weil es wahrscheinlich christlich überarbeitet wurde. Am Faktum des Todes Jesu ändert das aber nichts. Tacitus ist ganz sicher kein Christ gewesen und spielt explizit darauf an, dass Jesus unter Pontius Pilatus gekreuzigt worden ist.
Woher stammt die Überlieferung, dass Jesus die Kreuzigung überlebt habe?
Professor Heininger: Diese Tradition verdanken wir dem Umstand, dass apokryphe Texte, also Texte, die nicht in die Bibel aufgenommen wurden, herangezogen werden. Einige davon berichten von einem Weiterleben Jesu beziehungsweise davon, dass nicht Jesus, sondern zum Beispiel Simon von Cyrene an seiner Stelle gekreuzigt wurde. Der Denkfehler liegt darin, dass solche Quellen in der Regel nicht vom irdischen Jesus, sondern von einem himmlischen Geistwesen sprechen. Das ist ein großer Unterschied. Und genau diese Fehldeutung erfährt auch immer wieder das Philippus-Evangelium, ein ebenfalls apokrypher Text.
Genau diesen Text führt auch Dan Brown als Beleg für seine These an. Wie bewerten Sie als Bibelwissenschaftler die Beweiskraft dieser Quelle?
Professor Heininger: Ein angebliches Liebesverhältnis zwischen Jesus und Maria Magdalena lässt sich – wenn überhaupt – nur anhand des Philippus-Evangeliums konstruieren. In vielen anderen apokryphen Texten kommt Maria Magdalena als Osterzeugin, dann an prominenter Stelle als Dialogpartnerin Jesu vor. Beim so genannten Evangelium der Maria wird Maria Magdalena als eine Art Lieblingsjüngerin dargestellt, die besondere Offenbarungen erhält. Das hat aber nichts mit einer Liebesbeziehung zu tun. Nur im Philippus-Evangelium ist an zwei Stellen davon die Rede, dass Maria Magdalena die Gefährtin Jesu sei, weil er sie mehr liebte als alle anderen Frauen und weil er sie auf den Mund küsste. Was viele übersehen: Dieser Text ist ungefähr auf das Ende des zweiten oder den Anfang des dritten Jahrhunderts zu datieren. Er stammt aus dem Umfeld der Gnosis. Der Autor lässt offen, ob das Gespann Maria Magdalena und Jesus ein irdisches ist. Die valentinianische Gnosis, der das Philippus-Evangelium zugehört, stellt sich den Himmel nämlich voller so genannter Syzygien, Gespannen, vor, zum Beispiel von 30 Äonenpaaren. Eines davon besteht aus dem Erlöser und der Weisheit. Dem entspricht die Kombination Jesus und Maria Magdalena. Das ist der Denkrahmen. Ansonsten gibt das Philippus-Evangelium – im Gegensatz zu den biblischen Evangelien – nichts zum Leben Jesu her. Es enthält nur Aussprüche. Es muss schon sehr viel Fantasie aufgewandt werden, um hier eine Liebesbeziehung zu konstruieren. Kurz: Für mich ist das reine Spekulation. Das ist in einem Roman ein Stück weit erlaubt. Aber mit dem Anspruch, historisch recherchiert zu haben, darf Brown definitiv nicht auftreten. Das Philippus-Evangelium ist für die Erforschung des frühen Christentums ein wichtiger Text, aber für das Leben Jesu gibt er keine brauchbaren Anhaltspunkte.
Dan Brown behauptet in "Sakrileg", Jesus selbst habe eine Chronik seines Lebens verfasst, und Maria Magdalena habe ein Tagebuch geschrieben. Sind die beiden Texte Ihnen im Zuge Ihrer Studien schon untergekommen?
Professor Heininger: Beide Schriften sind mir nicht bekannt. Ich kenne lediglich das bereits erwähnte Evangelium der Maria, das ich aber ganz bestimmt nicht als Tagebuch bezeichnen würde. Das fände ich extrem kühn. Es handelt sich dabei um einen Text, der mit unseren Vorstellungen von einem Evangelium nur sehr wenig zu tun hat und in dem Maria im Dialog steht mit Jesus, Petrus, Andreas und Levi. Sie hat eine Vision und erhält Sonderoffenbarungen. Darüber spricht sie mit den Jüngern. Es geht darin letztlich um die Frage der Offenbarung. Was ist Offenbarung? Wer kann sie empfangen? Deswegen ist der Text wissenschaftlich bedeutsam.
Es wird auch behauptet, Kaiser Konstantin habe aus 80 Evangelien die vier für die Bibel ausgewählt, die frei von der unbequemen "Wahrheit" von Jesus und Maria Magdalena sind. Hält diese Aussage der wissenschaftlichen Untersuchung stand?
Professor Heininger: Der Prozess der Kanonisierung, also die Festlegung, welche Texte für den Gottesdienst und die Verkündigung genutzt werden, hat länger gedauert. Die vier Evangelien bildeten sich schon ab der Mitte des zweiten Jahrhunderts als kanonisch heraus. Ob die Zahl 80 stimmt, kann ich nicht bestätigen. Mir sind etwa 30 apokryphe Evangelien bekannt, wobei natürlich immer strittig ist, ob die Texte das Prädikat Evangelium überhaupt verdienen. Viele von ihnen sind nur sehr fragmentarisch erhalten.
Wie neu ist der Vorgang, dass Jesu Leben, Worte und Handeln im Sinne von Eigeninteressen übermalt und verfälscht wird. Gibt es dieses Phänomen erst bei Dan Brown oder hat ein solches Vorgehen schon Tradition?
Professor Heininger: Schon in der apokryphen Literatur des zweiten Jahrhunderts werden Jesus Worte in den Mund gelegt, die nicht von ihm stammen. Vielfach berufen sich die Autoren dafür auf eine Erscheinung des Auferstandenen. Dieser habe der vorhandenen Lehre wichtige Ergänzungen hinzugefügt. Es ist bei diesen Texten nicht auszuschließen, dass sich ein authentisches Jesuswort finden lässt, weil die vier Evangelien der Bibel sicher nicht alles enthalten, was Jesus gesagt hat. Hier gilt es, im Einzelfall sehr genau hinzusehen. Rund die Hälfte des Thomasevangeliums findet sich bei den Synoptikern, das heißt bei Markus, Matthäus und Lukas wieder. Die Wahrscheinlichkeit, zum historischen Jesus durchzustoßen, ist damit im Thomasevangelium, verglichen mit anderen Apokryphen, durchaus gegeben. Davon abgesehen spielen die apokryphen Evangelien aber in der historischen Jesusforschung so gut wie keine Rolle.
Die italienische Zeitung "Avvenire" und die griechisch-orthodoxe Kirche rufen zum Boykott von Film und Buch auf.
Professor Heininger: Ob solche Aufrufe etwas nützen, weiß ich nicht. Sicherlich gibt es eine Grenze des guten Geschmacks. Sollte diese im Film verletzt werden, dann ist ein Boykottaufruf überlegenswert. Ich habe das Buch gelesen und war eher enttäuscht. Olle Kamellen, die da wieder herangeschafft werden. Durch einen Boykott bekommen Buch und Film am Ende wahrscheinlich mehr Aufmerksamkeit, als sie verdienen. Theologisch und historisch ist an der Story nichts dran.
Besteht Gefahr, dass jemand durch das Buch oder den Film vom Glauben abfällt?
Professor Heininger: Wer einigermaßen informiert ist, weiß, dass diese Fantasien nicht neu sind. Wir sollten ganz gelassen damit umgehen. Der Roman hat mich als Theologen enttäuscht. Wer die Fakten kennt, kann über die Fiktion nur lachen. Um die absurden Aussagen zu widerlegen, wäre es hilfreich, sich einmal die entsprechenden Bibelstellen anzusehen. Vielleicht ist das auch eine Anfrage an die Kirche, wie biblisch mündig ihre Gläubigen sind.
Quelle: Zenit
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Donnerstag, 18. Mai 2006
Machtwechsel in Rom

Romano Prodi stellt sein neues Kabinett vor.
Machtwechsel in Rom: Einen Monat nach den Parlamentswahlen hat der neue italienische Ministerpräsident Romano Prodi die Regierung von Silvio Berlusconi abgelöst. Das 26-köpfige Kabinett wurde am Nachmittag vereidigt.
Die Zeremonie fand im Quirinalspalast vor dem - ebenfalls - neuen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano statt. "Dies ist eine Mannschaft für die gesamte (fünfjährige) Legislaturperiode", sagte der 66-jährige Prodi.
Prodis Kabinett gehören sechs Frauen an, allerdings erhielten fünf von ihnen zunächst keinen eigenen Geschäftsbereich. Aussenminister ist der frühere Ministerpräsident und Ex-Kommunist Massimo D'Alema.
Seine Linksdemokraten haben neun Minister, die gemässigte Margherita-Partei von Kulturminister Francesco Rutelli acht Ressorts. D'Alema und Rutelli sind zudem stellvertretende Regierungschefs. Kommunisten und Grüne stellen jeweils einen Minister. Prodi ist dagegen parteilos.
Der als gemässigt geltende Wirtschaftsprofessor Prodi hatte bereits vor genau zehn Jahren die Regierung in Rom übernommen, wurde aber zwei Jahre später von den Kommunisten gestürzt; später war er EU-Kommissionspräsident in Brüssel. Auch die 61. italienische Nachkriegsregierung gilt als fragil.
Neuer Wirtschafts- und Finanzminister ist Tommaso Padoa Schioppa, der bis zum vergangenen Jahr der Führung der Europäischen Zentralbank angehörte. Das Innenressort leitet Ex-Regierungschef Giuliano Amato, das Verteidigungsressort Arturo Parisi .
Quelle: Swissinfo
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Mittwoch, 17. Mai 2006
Erster katholischer Lehrstuhl zu Esoterik

Die "New Age"-Bewegung ist Hauptgegenstand der ersten Lehrveranstaltungen im kommenden Wintersemester.
Der erste katholische Lehrstuhl für Sekten und Esoterik nimmt in wenigen Tagen in Rom seine Arbeit auf. Die Päpstliche Universität "Angelicum" in Rom reagiere damit auf ein weltweit gewachsenes Interesse an pseudoreligiösen Strömungen, sagte der Dekan der Hochschule, Marco Salvati, vor Journalisten in Rom, wie Kathpress meldet. Erster Inhaber des "Lehrstuhls für nichtkonventionelle Religionen und Spiritualität" ist der deutsche Religionshistoriker und Priester Michael Fuss.
Kirche will attraktiver werden
Die Zunahme pseudoreligiöser Gruppierungen stelle die christliche Seelsorge vor neue Herausforderungen, sagte Salvati. Es habe verstärkt Anfragen von Priestern und kirchlichen Mitarbeitern gegeben, wie auf diese Phänomene reagiert werden könne. Fuss betonte, dass der Schwerpunkt des Lehrstuhls die religionsgeschichtliche Analyse einzelner Strömungen und ihrer öffentlichen Wirkung sei. Seiner Ansicht nach muss die katholische Kirche auf diese Phänomene reagieren, um ihr eigenes Profil zu schärfen und wieder attraktiver für nach Orientierung Suchende zu werden.
Nach Angaben von Fuss ist die "New Age"-Bewegung Hauptgegenstand der ersten Lehrveranstaltungen ab dem Wintersemester im Oktober. Hinzu kämen Seminare, die beispielsweise satanistische Bewegungen in den Blick nähmen. Auch sei eine Zusammenarbeit mit Medizinern, Psychologen und Kriminalisten geplant. Fuss leitet den Esoterik-Lehrstuhl zunächst für ein Jahr. Danach soll die Stelle mit wechselnden internationalen Gastprofessoren besetzt werden.
Quelle: Der Standard
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Dienstag, 16. Mai 2006
Literatur: Göttliches Design

Sie waren die größten Architekten ihrer Zeit - und die größten Feinde, die man sich denken kann: Bernini und Borromini haben Rom ein neues Gesicht und der Welt die barocke Architektur geschenkt. Eines der eindrucksvollsten Dioskurenpaare der Kunstgeschichte wird in diesem Buch mit seinen Rivalitäten, Intrigen, seinem Hass auf- und Leiden aneinander so lebendig dargestellt, dass man glaubt, einen Roman zu lesen.
Wenn es in dieser Geschichte gut und böse gibt, dann scheint Gian Lorenzo Bernini der Gute gewesen zu sein. Er diente seit Jugendjahren den Päpsten, wurde von ihnen hofiert, bewegte sich sicher und gewandt in der Welt der römischen Patrizier und galt als umgänglicher Charmeur. Er starb verehrt, reich und berühmt. Francesco Borromini hingegen, Sohn eines Steinmetz' aus der nördlichen Lombardei, war verschlossen, launisch und in geradezu manischer Weise seiner Kunst verschrieben. Seinem Leben setzte er selbst ein Ende.
Doch gibt es in dieser Geschichte der beiden größten Architekten des Barock Sieger und Verlierer? Rom wie wir es heute kennen und lieben ist zu einem guten Teil das Ergebnis dieses befruchtenden Kampfes von Borromini und Bernini, bei dem es nur ein Ziel gab: Den anderen zu übertrumpfen und der größte Architekt der Welt zu werden.
Göttliches Design oder Die Rivalen von Rom ist lesbar wie ein Roman, so grausam wie nur das Leben Geschichten schreiben kann, und in jedem Detail historisch fundiert. Das Buch zum Kampf zweier Giganten - es hinterlässt beim Leser den Wunsch: Auf nach Rom und mit Morrisseys Buch seinen Schauplatz, das Rom des 17. Jahrhunderts, selbst erleben.
Hardcover mit Schutzumschlag
240 Seiten
Erscheinungsdatum: 17.03.2005
ISBN: 3-203-80014-4
Quelle: Europaverlag
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Montag, 15. Mai 2006
Das Forum Boarium
Rundtempel.
Das Forum Boarium lag am Ufer des Tiber. Dort stand ein Rundtempel, der traditionell der Vesta zugeschrieben wird, vermutlich aber dem Hercules Victor geweiht war, und ein weiterer Tempel, nach früherer Ansicht der Fortuna Virilis, nach neueren Ansichten des Hafengottes Portunus. Die Tempel sind so gut erhalten, weil sie im Mittelalter zu Kirchen umgebaut wurden.
In der Nähe steht die Kirche Santa Maria in Cosmedin. In ihrer Vorhalle befindet sich ein antikes Marmorrelief, das volkstümlich als "Mund der Wahrheit" (bocca della verità) bezeichnet wird. Die Römer glaubten im Mittelalter, dass einem Lügner die Hand abgebissen würde, wenn er sie in die Mundöffnung des Reliefs legte.
Quelle: Wikipedia
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Geändert am 15. Mai 2006 um 19:31 Freitag, 12. Mai 2006
"Rom, offene Stadt"

Wenn es so etwas wie die Poesie der Menschlichkeit geben sollte, dann in Roberto Rossellinis nach wie vor begeisterndem Drama "Roma, città aperta" von 1945. Es ist dies nicht nur ein überaus realistisch wirkender Film über die Resistenza, den italienischen Widerstand gegen die deutschen Nazi-Besatzer in Rom, sondern ein Propagandafilm ganz eigener Art. Denn Rossellini und seine Drehbuchschreiber, darunter Fellini, teilen die Welt nicht in gute Italiener und schlechte Deutsche ein. Sondern in Verbrecher und in Alltagsmenschen, die in entscheidenden Momenten und ohne viel Aufhebens das Richtige tun. Das wird deutlich, wenn sich zuletzt die deutschen Wehrmachtssoldaten weigern, den im Widerstand tätigen Priester Don Pietro (Aldo Fabrizi) hinzurichten, und ihn ein wutentbrannter SS-Offizier darauf mit einem Kopfschuss ermordet. Oder wenn Don Pietro vor dem grausig durch die SS gefolterten Giorgio Manfredi, einem hohen Funktionär der Resistenza, sitzt – Rossellini zitiert wie so häufig in diesem Film einen gängigen Archetyp der Kunstgeschichte – hier die Pietà, allerdings mit einem Priester statt der Maria und einem Kommunisten statt Jesus Christus.
So ist "Roma, città aperta" ein Propagandafilm, der mit einem völlig nüchternen und deshalb umso stärker wirkenden Idealismus auf dem Guten im Menschen beharrt. Der behauptet, dass jenseits von Bildung und Herkommen jeder weiß, was richtig und falsch ist – und dass er deshalb, wenn es darauf ankommt, auch ein Held sein kann.
Dieses Pathos und dieses Engagement wären unerträglich, würden sie im Verein mit Gefühligkeit und Kitsch auftreten. Doch Rossellini ist ein so lakonischer wie formstrenger Filmemacher, der die großen Effekte zwar einsetzt, aber den Zuschauer letztlich vor den eigenen Gefühlen schützt. Wenn die schwangere Pina (Anna Magnani) auf der Straße erschossen wird, gibt Rossellini eben nicht der Versuchung zum Melodram nach. "Es ist nicht schwer, gut zu sterben, aber es ist schwer, gut zu leben", sagt Don Pietro und formuliert damit das Thema, das dem ganzen Film zugrunde liegt.
Als Meisterwerk des "Neorealismus" ist "Roma, città aperta" in die Kunstgeschichte eingegangen. Doch die kalte Sachlichkeit dieses Begriffs lässt kaum etwas davon ahnen, dass mit dem SS-Mann Bergmann und dem Priester Don Pietro nicht nur das Duell zwischen Mephistopheles und Faust eine Neudeutung erfahren hat, sondern dass hier zwei Menschen aufeinander treffen, die sich schlicht nichts zu sagen haben. Weil der eine die vom anderen beschworene Poesie der Menschlichkeit endgültig verraten hat.
Quelle: Der Standard
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Donnerstag, 11. Mai 2006
Ex-Verteidigungsminister in Rom verhaftet

Cesare Previti.
Die römischen Justizbehörden haben Cesare Previti, Italiens ehemaligem Verteidigungsminister und langjährigem Rechtsanwalt von Silvio Berlusconi, Hausarrest gewährt. Previti hatte sich am Freitag nach seiner letztinstanzlichen Verurteilung zu einer Haftstrafe von sechs Jahren der Justiz gestellt und befand sich seitdem in der römischen Strafanstalt Rebibbia.
Der Politiker, der am Freitag seinen Rücktritt als Parlamentarier eingereicht hatte, hatte sich freiwillig den Behörden gestellt. Die Rechtsanwälte des 71-jährigen Politikers hatten bei den Justizbehörden beantragt, Previti aus Alters- und Gesundheitsgründen den Hausarrest zu ersparen.
Das Kassationsgericht hatte am Donnerstagabend Previtis Haftstrafe von sieben auf sechs Jahre reduziert. Er wurde für schuldig befunden, durch Richterbeeinflussung 1993 erreicht zu haben, dass die staatliche Bank IMI an die Familie des Ölmagnaten Nino Rovelli eine Millionenentschädigung zahlen musste. In einer weiteren Affäre, in der es um die Bedingungen des Kaufs der Verlagsgruppe Mondadori durch Berlusconis Fininvest-Konzern ging, wurde Previti unterdessen vor dem Kassationsgericht freigesprochen. Im Fall Berlusconi war der Fall verjährt.
Quelle: Tirol.com
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Mittwoch, 10. Mai 2006
Filmregisseur Ettore Scola wird 75
Das Kino ist Ettore Scolas ganz große Leidenschaft. Ob als Drehbuchautor oder Regisseur, seit über 50 Jahren ist der in Rom lebende Süditaliener nicht mehr aus der Filmgeschichte seines Heimatlandes wegzudenken.
Dabei ist er vor allem als brillanter Beobachter der Gesellschaft hervorgetreten, der in leisen und einfühlsamen Streifen sozialkritische Themen behandelt. Oft dreht er mit seinen Hauptdarstellern auf engstem Raum: "Ich mache keine Actionfilme, und in einem geschlossenen Umfeld zu drehen erlaubt es mir, meinen Gestalten und dem was sie denken immer dicht auf den Fersen zu sein", hat Scola dieses Konzept einmal erläutert. Am 10. Mai wird der Maestro 75 Jahre alt.
Nachdem der Sohn eines Arztes zunächst ein Medizinstudium aufgenommen hatte, wechselte er bald darauf zum Fach Jura über. "Aber da habe ich schon für das Kino gearbeitet und am Ende hat diese Passion die Oberhand gewonnen", sagt Scola. Bereits seit 1954 war er als Autor für Regisseure wie Mauro Bolognini und Dino Risi tätig, aber der Durchbruch gelang ihm erst als knapp 40-Jähriger mit dem Film "Eifersucht auf Italienisch" (1969), in dem Marcello Mastroianni und Monica Vitti die Hauptrollen spielen.
Einer der Höhepunkte der Karriere des in Trevico bei Avellino geborenen Filmemachers war das Werk "Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen", das 1976 in Cannes den Preis für die beste Regie erhielt. Darin schildert Scola das Leben einer Großfamilie in einer Armensiedlung Roms - laut, grell, ordinär und kriminell geht es da zu: Schließlich versucht jeder, dem Familienoberhaupt die Versicherungssumme, die er für den Verlust eine Auges kassiert hatte, wegzunehmen. Nino Manfredi ist der Protagonist dieser eindrucksvollen Groteske.
Ein weiteres unvergessenes Werk ist die subtile Studie aus der Faschismus-Ära "Ein besonderer Tag" mit den beiden Superstars Sophia Loren und Marcello Mastroianni in den Hauptrollen. Für den stillen Streifen erhielt Scola 1977 den Spezialpreis der Jury in Cannes und eine Oscar-Nominierung für den besten ausländischen Film. Immer erzählt der Regisseur dabei große Geschichten aus der Sicht der kleinen Leute. "Ich habe nie aus dem Blickwinkel der Mächtigen erzählen wollen, ob es sich nun um Hitler, Mussolini oder Louis XVI. handelt. Ich versuche, mich dem Volk zu widmen", erklärt der stattliche Mann mit der markanten Brille und dem weißen Bart.
Unter anderem arbeitete Scola auch mit zahlreichen internationalen Stars, darunter Gerard Depardieu, Fanny Ardant, Philippe Noiret und Lauren Hutton. Sein bisher letztes Werk stammt aus dem Jahr 2003 und heißt "Gente di Roma" (etwa Menschen aus Rom). "Neben aller Fröhlichkeit und Frechheit kann Rom auch eine Stadt der Traurigkeit und Reflexion sein. Ich hoffe, dass die Leute im Publikum, wenn sie das Kino verlassen, mindestens eines ihrer Urteile oder Vorurteile über Rom in Frage stellen", beschrieb er seine Motivation für den Film. In den Hauptrollen sind - wie bereits bei "Concorrenza sleale" (etwa: Unlauterer Wettbewerb) aus dem Jahr 2000 - die italienischen Schauspieler Sergio Castellitto und Diego Abatantuono zu sehen.
Insgesamt war Ettore Scola an rund 85 Filmen beteiligt. "Eigentlich sind die Themen, die mir wirklich am Herzen liegen, immer die gleichen geblieben: Das kollektive Gedächtnis, die offizielle Geschichte und die alltägliche Geschichte der kleinen Leute", meint er. Er ist und bleibt eben ein Meister der Zwischentöne, Spezialeffekte und laute Actionthriller waren noch nie sein Metier.
Quelle: web.de
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Dienstag, 9. Mai 2006
Die Grabstätten der Via Latina

Auf diesem Wanderweg kann man eine andere berühmte Straße der römischen Welt kennenlernen: Via Latina. Die Pflasterung ist sehr gut erhalten und die Straße ist von wichtigen Grabstätten gesäumt. In den Grabstätten befinden sich wunderschöne Stuckverzierungen und Fresken von großer Bedeutung.
Vorsicht: Man kann die Grabstätten der Valeri und der Pancrazi nur gegen Voranmeldung besichtigen: Anmeldung an der Kasse des Museo delle Terme di Diocleziano an. Weitere Infos: Telefon: +39 06 39967701.
Länge: 500 Meter
Gehzeit: 30 Minuten
Zugänglich: ja, ohne Abstieg in die Grabstätten
Raststätten: keine
Toiletten: ja
Parkplätze: Via Arco di Travertino
Bus oder U-Bahn: 765 Metro A Arco di Travertino
Quelle: Parks.it
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Geändert am 9. Mai 2006 um 20:41 Montag, 8. Mai 2006
Des Papstes neue Schweizer

Schweizergardisten auf dem Petersplatz.
Der Dienst kann zu Ende gehen", sagte Benedikt XVI., "aber im Herzen bleibt man immer Gardist." Der deutsche Papst bewies in der Predigt in der Peterskirche, dass er seine Schweizer Schutzsoldaten schon kennt. Die militärisch knappe Formel "Einmal Gardist, immer Gardist" war stets zu hören an diesem Wochenende, als die fromme Truppe den Höhe- und Endpunkt ihrer Feiern zum 500-jährigen Bestehen zelebrierte.
Die Formel verbindet die Jungen, die in der Kaserne hinter der vatikanischen Pforte Sankt Anna untergebracht sind, mit den Alten, die sich sonst in der Schweiz treffen, aber zum Jubiläum nach Rom geeilt waren. Die Ewige Stadt erlebte eine Schweizer Invasion von etwa 8000 Personen. Zu den Dauergardisten, stolzen Rekruten-Eltern, Landesvertretern mit Bundespräsident Moritz Leuenberger an der Spitze, zahlreichen Kantonsrepräsentanten und eidgenössischen Klerikern gesellten sich etliche Touristen.
Kommandant Elmar Mäder stellte den kirchlichen, bürgerlichen und militärischen Autoritäten auf dem Petersplatz seine 33 neuen Gardisten mit dem "Rüstzeug zum Soldaten für Papst und Kirche" vor: "Ich bin überzeugt, dass sie den Anfechtungen aller Art standhaft widerstehen, doch dafür werden wir sie auch weiterhin in aller Art trainieren." Die Ausbildung sei härter als in der Schweizer Armee, sagte der 22-jährige Thomas Laternser aus Stans, der vor einem halben Jahr in Rom eintraf. Die Rekruten müssen schnell und viel lernen, nicht nur, damit sie beim Ehrendienst bella figura machen. Sie müssen auch Italienisch büffeln und sich umfassend prüfen lassen. Für die Jubiläumsfeier haben sie mehr als fünf Wochen stramm exerziert. Danach werde man auf "normalen Marschschritt" umschalten, kündigte Mäder an.
Vereidigung ist jährlich am 6. Mai, dem Tag, an dem im Jahr 1527 beim Kampfeinsatz für Clemens VII. 147 Gardisten ihr Leben ließen. Die Kandidaten leisten traditionell den Schwur, notfalls "dem regierenden Papst Benedikt XVI. und seinem rechtmäßigen Nachfolger" das eigene Leben hinzugeben.
"Schwören" - dem kurzen, heftigen Kommando kam als erster der 22-jährige Hellebardier Severin Arnold nach: eine Hand an der Gardefahne, die andere zum Schwur erhoben. Er schwor wie 21 weitere auf Deutsch, neun taten es auf Französisch und zwei Rekruten auf Italienisch.
Quelle: Frankfurter Rundschau
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Sonntag, 7. Mai 2006
Wertvolle Gemälde gestohlen

Basilika SS. Cosma e Damiano.
Zwei
Gemälde, die Stationen des Kreuzwegs Jesu darstellen, sind in Rom
gestohlen worden. Unbekannte griffen sich ausgerechnet die einigen
Bilder, die Originale waren.
Ein unbekannter Täter hat zwei wertvolle Bilder aus einer Basilika in
Rom gestohlen. Es handele sich um Gemälde der römischen Schule aus dem
17. Jahrhundert, die die 5. und 6. Station des Kreuzweges darstellen,
hieß es. Beide Kunstwerke seien Originale, während andere Bilder
bereits durch Kopien ersetzt worden waren.
Der Diebstahl wurde in der Basilika SS. Cosma e Damiano direkt am Forum
Romanum begangen, berichtete die Zeitung «Corriere della Sera» am
Freitag. Der Dieb sei von einer Restauratorin auf frischer Tat ertappt
worden, jedoch sei es ihm gelungen, mit den Bildern unter dem Arm zu
entkommen.
Quelle: Netzeitung
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Sonntag, 7. Mai 2006
Bier in Rom teuer bezahlt

Ein Bier kann teuer sein.
Der
aus Hongkong stammende Tourist hatte schon gehört, Rom sei eine teure
Stadt: Auf die stattliche Rechnung von 990 Euro für ein einziges Bier
war er aber nicht vorbereitet.
Diese Summe musste der Mann mit britischem Pass in einer Bar nahe der
berühmten Via Veneto berappen, wie das Bürgermeisteramt der
italienischen Hauptstadt bekannt gab. In jener Gegend kostet ein Bier
normalerweise rund zehn Euro.
Der Mann wurde nach eigenen Angaben in die Bar gelotst. Ein Mann habe
ihm schliesslich ein Bier gebracht und gesagt, er müsse dafür 990 Euro
bezahlen. Schliesslich ging er mit dem Preis auf 490 Euro herunter, der
Barbesitzer belastete die Kreditkarte aber mit 990 Euro.
"Als die Rechnung kam, dachte ich, es wäre sicherer, sie zu bezahlen.
Ich befürchtete, es könnte mir sonst etwas zustossen", teilte der
Betrogene dem römischen Bürgermeisteramt mit, das in dem Fall ermittelt.
Der Tourist hatte versucht, die Polizei einzuschalten. Er konnte sich
den Beamten aber nicht verständlich machen, da von ihnen niemand
englisch sprach.
Quelle: Aargauer Zeitung
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Freitag, 5. Mai 2006
Entdeckungen unter Rom

Römische Grabkammer.
Archäologen haben bei der Ausbesserung einer römischen Katakombe eine ungewöhnliche Entdeckung gemacht: Sie fanden ein Netzwerk unterirdischer Grabkammern mit den elegant gekleideten Leichnamen von mehr als 1.000 Menschen. Die Räume wurden zufällig entdeckt, als ein Expertenteam einen Einsturz reparieren wollte, so die Verantwortliche für die Grabungen im Gespräch mit Radio Vatikan.
Es wird angenommen, dass die Räume aus dem zweiten Jahrhundert stammen. Sie sind wahrscheinlich frühe christliche Begräbnisstätten. Experten glauben, dass es zu der Zeit eine Epidemie oder eine Naturkatastrophe gab. Dies schließen sie aus der großen Zahl an Körpern, die innerhalb kurzer Zeit dort begraben wurden. Der Fund wird im Juni von der Päpstlichen Akademie für Archäologie offiziell präsentiert.
Quelle: Radio Vatikan
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Geändert am 5. Mai 2006 um 20:09 Donnerstag, 4. Mai 2006
Geköpfte Frau in Rom gefunden

Blick auf das Viertel Tor Bella Monaca.
Eine grausige Entdeckung hat der Besitzer einer Tankstelle in Rom gemacht. Er fand die enthauptete Leiche einer Frau.
Die verstümmelte Leiche war in einem Vorort der italienischen Hauptadt entdeckt worden. Der Besitzer einer Tankstelle in dem Viertel Tor Bella Monaca fand die Tote auf seinem Grundstück, wie italienische Zeitungen berichten.
In der Nähe des Opfers habe ein Messer gelegen, bei dem es sich um die Tatwaffe handeln könnte, hieß es. Die Frau sei um die 40 Jahre alt gewesen. Der Hintergrund des Verbrechens ist bislang völlig unklar.
Quelle: Netzeitung
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Geändert am 5. Mai 2006 um 03:11 Dienstag, 2. Mai 2006
Santa Maria in Trastevere

Hier haben - möglicherweise - die römischen Christen ihre ersten öffentlichen Gottesdienste abgehalten. Jedenfalls ist die Kirche die älteste Marienkirche der Stadt: Der erste Bau geht auf die Zeit Papst Kalixtus I. (217-222) zurück. Sie liegt an einem malerischen Platz, dessen Mittelpunkt ein Brunnen ist, den Carlo Fontana 1694 entworfen hat.
Das jetzige Aussehen der Kirche stammt im Wesentlichen aus dem 12. Jahrhundert; der Portikus vor dem Eingang ist genauso wie die vergoldete Holzdecke eine barocke Zutat. Die Säulen im Innenraum sind Spolien, möglicherweise aus den Caracallathermen.
Vor allem den Mosaiken in der Apsis und am dem Triumphbogen verdankt die Kirche ihren Ruhm. Das Mosaik in der Apsis zeigt Christus zusammen mit Maria auf dem Thron, umrahmt von Heiligen. Unter einem Fries mit Lämmern sehen wir Szenen aus dem Leben Marias; die Darstellungen wurden von Pietro Cavallini im Jahr 1291 geschaffen.
Die Mosaiken an der Fassade zeigen Maria mit dem Kind und die klugen und törichten Jungfrauen aus dem Gleichnis im Matthäus-Evangelium.
Quelle: Roma-Online
Piazza S. Maria in Trastevere: Buslinien 23, 125, 271, 280.
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Geändert am 5. Mai 2006 um 03:12