Kritik aus Rom an
"Sakrileg"-Verfilmung

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Bisher hielt sich der Vatikan mit einer Beurteilung des neuen Films "Der da Vinci Code" und des gleichnamigen Romans von Dan Brown zurück. Nun äußerte sich erstmals ein Vertreter der Römisch-Katholischen Kirche zu der Geschichte und nannte sie indirekt einen "Ausverkauf" Jesu Christi.

In einer Predigt im Petersdom sprach Pater Raniero Cantalamessa am Karfreitag über "pseudo-historische" Werke. Bei der Messe war auch Papst Benedikt XVI. anwesend. Die Leute seien besessen von "jeder neuen Theorie, laut der Christus nicht gekreuzigt wurde, nicht gestorben ist und mit Maria Magdalena durchbrannte", sagte der Pater laut dem Onlinedienst "Internet Movie Database".

Der Geistliche erwähnte den Titel des Films oder des Buches selbst nicht, doch wurde aus seinen Äußerungen klar, dass er den am 18. Mai in die Kinos kommenden Film meinte. "Niemand wird diese Welle der Spekulationen stoppen können, die mit dem Start dieses Films noch Zulauf finden wird", so Cantalamessa.

"Der Roman vermischt Wirklichkeit und Fiktion"

Die katholische Organisation "Opus Dei" hat derweil von der Filmproduktionsfirma Sony-Columbia gefordert, dass der Film mit einem Hinweis auf den fiktiven Charakter des Inhalts versehen wird. Mehrere Aspekte des Romans und des Films würden die Figur Jesus entstellen, heißt es in einem Schreiben an die Filmproduzenten. Dies berichtet der Katholische Nachrichtendienst.

Das Werk suggeriere, "dass der christliche Glaube auf einer großen Lüge gründet und die Kirche sich über die Jahrhunderte hinweg ungebührlicher und gewaltsamer Mittel bediente, um die Menschen in der Unwissenheit zu lassen“, schreiben die Katholiken an Sony.

Weiter heißt es: "Der Roman vermischt Wirklichkeit und Fiktion, und am Ende weiß man nicht mehr, wo die Grenze zwischen der Wirklichkeit und der Erfindung ist, so dass ein Leser, der die historischen Fakten nicht kennt, falsche Schlussfolgerung ziehen könnte und dazu verleitet wird, die Kirche mit weniger Sympathie zu sehen, wohingegen sie jedoch zweifellos großen Respekt verdient.“

Der Film "Der da Vinci Code / Sakrileg" ist mit Stars wie Tom Hanks, Audrey Tautou ("Die fabelhafte Welt der Amelie"), Ian McKellen ("Der Herr der Ringe") und Jean Reno besetzt. Er wird in diesem Jahr die Filmfestspiele von Cannes eröffnen.

Quelle: pro

Maria Magdalena (Homepage) am 25. April 2006 um 19:40
Hi! Schau mal:
http://davinci-ssakrileg.blogspirit.com/archive/2006/04/15/papstlicher-prediger-cantalamessa-kritisiert-sakrileg.html

   

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