Freitag, 28. April 2006
Neuer Trend: Der "Tankini"

Ein Modell von Victoria's Secret.
In Italien kündigt sich neue Konkurrenz für Bikini und Badeanzug an: ein Zweiteiler bestehend aus Höschen und Trägertop mit dem Namen Tankini.
Bikini oder Badeanzug? Alle Jahre wieder, wenn sich in Italien der Sommer nähert, stellen sich die Südländerinnen die gleiche Frage - wobei der Bikini meist die Oberhand behält. Jetzt gibt es die Lösung für Unentschlossene: Den Tankini.
Der Zweiteiler setzt sich aus einer knappen Badehose und einem - losen oder mit Push-Up verstärkten - Spaghettiträger-Leibchen zusammen. Viele Schaufenster in Rom zeigen in diesen Tagen bereits den neuen Modehit, mal geblümt, mal gestreift oder einfarbig. Jedoch meinte die Zeitung "Il Messaggero" bereits, der echte Tankini-Boom werde von Rom bis Ragusa wahrscheinlich erst im Sommer 2007 einsetzen.
Es gibt übrigens auch eigene Tankinis für Schwangere, bei dem durch einen senkrechten Schlitz der Nabel sichtbar bleibt. Genannt wird dieses Modell "Peekaboo Tankini", angelehnt an jenes Wort, das im Englischen beim Versteckspielen mit Babies verwendet wird.
Quelle: DiePresse.com
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Geändert am 5. Mai 2006 um 13:08 Ciampi ruft Parteien zur
Beendigung des Wahlstreits auf

Der italienische Staatspräsident Der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi hat die Parteien des Landes mit Blick auf den knappen Wahlausgang gemahnt, ihren Streit zu beenden und zum Dialog zurückzukehren. Die Kontrahenten müssten die Bitterkeit des Wahlkampfs überwinden, erklärte Ciampi am Dienstag in einer Rede zum 61. Jahrestag der Befreiung Italiens vom Faschismus.
Gerichte haben den knappen Sieg der von Romano Prodi geführten Opposition über die Regierungskoalition von Ministerpräsident Silvio Berlusconi zwar bestätigt, dieser weigert sich bisher aber, seine Niederlage einzugestehen. Bis es eine neue Regierung gibt, kann es aber noch dauern. Denn dazu muss zuerst der Staatspräsident einen Politiker mit der Regierungsbildung beauftragen. Ciampi, dessen Amtszeit Mitte Mai endet, will dies seinem Nachfolger überlassen.
Ciampi hat die Parteien des Landes mit Blick auf den knappen Wahlausgang gemahnt, ihren Streit zu beenden und zum Dialog zurückzukehren. Die Kontrahenten müssten die Bitterkeit des Wahlkampfs überwinden, erklärte Ciampi in Rom in einer Rede zum 61. Jahrestag der Befreiung Italiens vom Faschismus.
Gerichte haben den knappen Sieg der von Romano Prodi geführten Opposition über die Regierungskoalition von Ministerpräsident Silvio Berlusconi zwar bestätigt, dieser weigert sich bisher aber, seine Niederlage einzugestehen. Bis es eine neue Regierung gibt, kann es aber noch dauern. Denn dazu muss zuerst der Staatspräsident einen Politiker mit der Regierungsbildung beauftragen. Ciampi, dessen Amtszeit Mitte Mai endet, will dies seinem Nachfolger überlassen.
Quelle: Der Standard
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Geändert am 27. April 2006 um 14:16 Mittwoch, 26. April 2006
Europa und seine christliche Vergangenheit

Francesco Sisinni: Rückkehr zu christlichen Wurzeln.
Die römische Buchhandlung "AVE" lud vor kurzem zu einer Diskussionsrunde zum Thema "Die christlichen Wurzeln in Europa". In das Gespräch miteinbezogen wurde ein neues Buch, das auch kurz vorgestellt wurde. Es trägt den Titel "Europa quale laicità?" ("Europa, was für eine Laizität?") und wurde von Giuseppe Dalla Torre verfasst, dem Rektor der römischen Universität LUMSA.
In Italien ist das Prinzip der Laizität, also die Trennung von Kirche und Staat, ein Dauerthema. Immer wieder gibt es politische Exponenten, die – etwa nach dem Beispiel Frankreichs – eine radikale Separation fordern. Besonders im letzten Wahlkampf gab es heftige Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Mitgliedern der verschiedenen Parteien. Die Gegner der "französischen Lösung" bezogen sich häufig auf die christlichen Wurzeln nicht nur Italiens, sondern ganz Europas. Was bedeutet aber dieser Begriff der christlichen Wurzeln?
Francesco Sisinni, ehemaliger Direktor des italienischen Ministeriums für die Kulturgüter, versuchte ihn mit Hilfe eines historischen Exkurses zu erläutern. Er ging bis in das antike Griechenland zurück, wo er den Ursprung unserer heutigen Ideale, Werte und Prinzipien sah. Diese seien "romanisiert" und schlussendlich "christianisiert" worden. Das Christentum habe insbesondere Werte wie Freiheit, Solidarität und Demokratie verteidigt. Nach den beiden Weltkriegen hätten sich die Menschen miteinander verbinden müssen, um die erlebten Tragödien überwinden zu können. "Aus diesem Grund gab es eine Rückkehr zu den christlichen Wurzeln, die als wertvolles Erbe angesehen wurden", erklärte Sisinni.
Massimo Palumbo, Mitarbeiter im Europaparlament, erinnerte die Zuhörer ebenfalls an die Geschichte des Christentums, die "blutende Wurzeln" zum Vorschein bringe, wie die ersten Märtyrer bewiesen oder auch Karl der Große, der zahlreiche Nichtchristen ermorden ließ. Im Lauf der Geschichte habe das Christentum sehr viel Gutes hervorgebracht. "Es war deshalb ein Fehler, in der europäischen Verfassung den Verweis auf die christlichen Wurzeln dieses Kontinents wegzulassen." Palumbo stellte aber noch eine weitere interessante Frage, wieso nämlich ausschließlich über die "christlichen", nie aber über die "katholischen" Wurzeln Europas gesprochen werde? Vor dem großen Schisma im Jahr 1054 sei Europa ja durchwegs katholisch gewesen, fügte er hinzu. Die Frage wurde von Palumbo gleich selber beantwortet: "Es gab eben den Bedarf der Einheit aller Kirchen. Hätte man die anderen christlichen Kirchen weggelassen, hätte man nichts erreichen können."
Nach Ansicht von Buchautor Dalla Torre ist das Thema "Laizität" nicht von dem der christlichen Wurzeln zu trennen. Außerdem bestehe dieses "Problem" der Laizität nur in Europa, in anderen Ländern wie zum Beispiel in den USA sei diese Frage von keinerlei Belang. Der Autor sprach auch davon, dass wir alle Christen seien, und betonte: "Die europäische Identität ist eine christliche Identität." Das Christentum habe die verschiedenen Kulturen zusammengeführt und es allen ermöglicht, sich nicht als etwas anderes zu fühlen.
Quelle: Zenit
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Geändert am 26. April 2006 um 12:37 Dienstag, 25. April 2006
Vatikan befaßt sich mit Kondomen

Kardinal Martini: Kondome zum Schutz vor Aids.
Lozano Barragan leitet die Abteilung des Vatikans für Gesundheitsfragen. In der kommenden Zeit wird er sich damit beschäftigen, einen "speziellen Aspekt des Kondomgebrauchs" zu untersuchen.
Papst Benedikt XVI. hat den mexikanischen Kurienkardinal damit beauftragt, die Frage, ob Menschen mit "ernsten Krankheiten, zuvorderst Aids" aus theologischer Sicht Kondome nutzen dürften, zu untersuchen. Das Ergebnis könnte die Haltung des Vatikans zum Thema Kondomgebrauch maßgeblich beeinflussen.
Kardinal Martini: Kondome zum Schutz vor Aids
Lozano Barragan selbst hat in der Vergangenheit die Nutzung von Kondomen unter bestimmten Voraussetzungen für verzeihlich erklärt, etwa wenn ein HIV-infizierter Mann mit seiner Ehefrau schlafen wolle. Darüber, wie eine Neuregelung aussehen könnte, äußerte er sich dennoch nicht. "Es handelt sich um ein sehr schwieriges und delikates Thema", sagte der Kardinal, der als enger Vertrauter von Papst Benedikt XVI. gilt, der römischen Zeitung "La Repubblica". Das Ergebnis der Untersuchung solle jedoch bald bekannt gegeben werden.
"Das geringere Übel"
Der in den Ruhestand getretene Kardinal Carlo Maria Martini äußerte in der vergangenen Woche in einem Interview die Ansicht, mit Blick auf die Ausbreitung von Aids seien Kondome "das geringere Übel". Zugleich betonte er aber, dies sei noch kein Grund für die Kirche, für die Verwendung von Kondomen zu werben. In der italienischen Wochenzeitung "L'Espresso" forderte er den Vatikan auf, seine Haltung zum Gebrauch von Kondomen zu ändern.
Bisher hat die katholische Kirche den Gebrauch von Kondomen für Aids-Kranke oder HIV-Infizierte auch in der Ehe strikt abgelehnt. Der vor einem Jahr gestorbene Papst Johannes Paul II. hatte stets einen sehr viel strengeren Kurs verfolgt: Er lehnte Kondome auch zur Vorbeugung von Aids und Geschlechtskrankheiten ab. Stattdessen forderte er sexuelle Enthaltsamkeit.
Quelle: FAZ
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Montag, 24. April 2006
Ara-Pacis-Museum Rom eröffnet

Moderne Architektur im antiken Rom: Ein neues gläsernes Museum rund um den Ara-Pacis-Friedensaltar im Zentrum der Ewigen Stadt ist jetzt feierlich eröffnet worden.
Das von dem US-Architekten Richard Meier (71) entworfene Bauwerk aus Glas und Stahl gilt bereits als eines der neuen Wahrzeichen Roms und soll gleichzeitig den antiken Altar vor Smog und Temperaturschwankungen schützen.
Vor 70 Jahren entdeckt
Der "Ara Pacis Augustae" - lateinisch für Friedensaltar des Augustus - aus dem Jahr 9 v. Chr. wurde vor 70 Jahren etwa acht Meter unter dem jetzigen Straßenniveau bei Ausgrabungen entdeckt und zunächst auf dem nahe liegenden Campus Martius aufgestellt.
Erst später wurde er auf die Piazza Augusto Imperatore verlegt, wo sich heute das Museum befindet. Der reich verzierte Altar gilt als Meisterstück römischer Skulptur.
Quelle: ORF
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Geändert am 24. April 2006 um 13:28 Freitag, 21. April 2006
Kritik aus Rom an
"Sakrileg"-Verfilmung

Bisher hielt sich der Vatikan mit einer Beurteilung des neuen Films "Der da Vinci Code" und des gleichnamigen Romans von Dan Brown zurück. Nun äußerte sich erstmals ein Vertreter der Römisch-Katholischen Kirche zu der Geschichte und nannte sie indirekt einen "Ausverkauf" Jesu Christi.
In einer Predigt im Petersdom sprach Pater Raniero Cantalamessa am Karfreitag über "pseudo-historische" Werke. Bei der Messe war auch Papst Benedikt XVI. anwesend. Die Leute seien besessen von "jeder neuen Theorie, laut der Christus nicht gekreuzigt wurde, nicht gestorben ist und mit Maria Magdalena durchbrannte", sagte der Pater laut dem Onlinedienst "Internet Movie Database".
Der Geistliche erwähnte den Titel des Films oder des Buches selbst nicht, doch wurde aus seinen Äußerungen klar, dass er den am 18. Mai in die Kinos kommenden Film meinte. "Niemand wird diese Welle der Spekulationen stoppen können, die mit dem Start dieses Films noch Zulauf finden wird", so Cantalamessa.
"Der Roman vermischt Wirklichkeit und Fiktion"
Die katholische Organisation "Opus Dei" hat derweil von der Filmproduktionsfirma Sony-Columbia gefordert, dass der Film mit einem Hinweis auf den fiktiven Charakter des Inhalts versehen wird. Mehrere Aspekte des Romans und des Films würden die Figur Jesus entstellen, heißt es in einem Schreiben an die Filmproduzenten. Dies berichtet der Katholische Nachrichtendienst.
Das Werk suggeriere, "dass der christliche Glaube auf einer großen Lüge gründet und die Kirche sich über die Jahrhunderte hinweg ungebührlicher und gewaltsamer Mittel bediente, um die Menschen in der Unwissenheit zu lassen“, schreiben die Katholiken an Sony.
Weiter heißt es: "Der Roman vermischt Wirklichkeit und Fiktion, und am Ende weiß man nicht mehr, wo die Grenze zwischen der Wirklichkeit und der Erfindung ist, so dass ein Leser, der die historischen Fakten nicht kennt, falsche Schlussfolgerung ziehen könnte und dazu verleitet wird, die Kirche mit weniger Sympathie zu sehen, wohingegen sie jedoch zweifellos großen Respekt verdient.“
Der Film "Der da Vinci Code / Sakrileg" ist mit Stars wie Tom Hanks, Audrey Tautou ("Die fabelhafte Welt der Amelie"), Ian McKellen ("Der Herr der Ringe") und Jean Reno besetzt. Er wird in diesem Jahr die Filmfestspiele von Cannes eröffnen.
Quelle: pro
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Donnerstag, 20. April 2006
Pädophilenring zerschlagen
Die römische Polizei hat einen Pädophilenring zerschlagen. 200 Kinder sollen missbraucht worden sein. 18 Personen wurden verhaftet. Opfer waren Kinder im Alter von acht bis 16 Jahren. Die meisten von ihnen sind Roma, die in armseligen Verhältnissen in Lagern am Rande der Stadt lebten. Mehrere Eltern wussten von den Misshandlungen und deckten die Taten, berichtete die Polizei.
Einjährige Ermittlungen führten zu Verhaftungen auch in anderen italienischen Regionen. Der Fall sorgte für entsprechendes Aufsehen. Die städtischen Behörden in Rom wurden aufgefordert, schärfere Kontrollen über die Lebensbedingungen der Kinder in den Roma-Lagern der Stadt zu überprüfen.
Quelle: Der Standard
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Mittwoch, 19. April 2006
Endgültiges Wahlergebnis in Rom bis Donnerstag
Nach bisherigen Rechnungen unterlag Berlusconi (r.) seinem Herausforderer Prodi knapp.
Das endgültige Ergebnis der Parlamentswahlen in Italien soll bis spätestens Donnerstag bekannt gegeben werden. Dies berichtete die Zeitung "La Repubblica". Das Kassationsgericht in Rom, das über den Wahlausgang entscheiden muss, sollte noch rund 5000 Stimmzettel für Senat und Abgeordnetenkammer erhalten, deren Gültigkeit zuvor angezweifelt worden war. Der amtierende Ministerpräsident Silvio Berlusconi, der nach bisherigen Rechnungen seinem Herausforderer Romano Prodi knapp unterlegen ist, hatte eine Kontrolle der Stimmzettel gefordert.
45.000 Stimmen für die Linke?
Ausserdem müssten die Richter überprüfen, ob Ex-Minister Roberto Calderoli (Lega Nord) mit seiner Behauptung Recht hat, dass 45.000 Stimmen unrechtmässig für das bisher als siegreich geltende Mitte-Links-Bündnis gezählt worden seien. Die Stimmen der Alleanza Lombarda hätten nach den Worten Calderolis nicht gezählt werden dürfen, weil die Partei nur in einer Provinz angetreten war. "In weniger als 48 Stunden werden die beiden Schlüsselantworten bekannt gegeben", schrieb die Zeitung.
Quelle: Nachrichten.ch
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Dienstag, 18. April 2006
Italien nach der Wahl:
"Keine bella figura"

Keine "bella figura": Silvio Berlusconi.
Vor dem Palazzo Chigi, dem Sitz der italienischen Regierung in der Altstadt Roms, steht schon der Möbelwagen. Die Fensterläden sind halb runtergelassen, im ersten Stock versteckt sich ein kleiner Mann, er schaut verlegen und ängstlich drein. Es ist Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi - soweit die Karikatur der Mailänder Zeitung "Corriere della Sera".
Doch den meisten Italienern ist der Humor vergangen. Eine Woche nach den Parlamentswahlen gibt es noch immer kein echtes Ergebnis. "Damit machen wir keine bella figura", schimpft ein Römer in der Cafébar. "Was soll man im Ausland von uns denken?"
Eine Umfrage ergab, dass 97 Prozent der Bevölkerung kein Verständnis für die Taktik des amtierenden Regierungschefs Berlusconi haben. Die geforderte Überprüfung immer weiterer Stimmzettel - das sei doch alles nur ein "Versuch, dem Sieg von Romano Prodi die Rechtmäßigkeit zu nehmen".
Doch hinter den Kulissen haben die Politiker längst damit begonnen, über den "Tag X", der offiziellen Anerkennung von Prodis Wahlsieg, nachzudenken. Lediglich zwei Stimmen Mehrheit für das Mitte-Links-Bündnis im Senat - selbst Anhänger der Linken schwant da nichts Gutes.
"Wir werden unseren Spaß haben", lassen sich bereits Vertreter der rechten Lega Nord vernehmen. "Wir machen knallharte Opposition, die Regierung Prodi wird nur wenige Tage dauern", zitiert die Zeitung "La Repubblica" Vertraute aus dem Berlusconi-Lager. Droht Italien ein Rückfall in die Zeit, in der es alljährlich mindestens einen Regierungswechsel gab?
Hürde Nummer eins: Die Wahl des Staatspräsidenten. Schon Mitte Mai, womöglich bevor die neue Regierung steht, muss ein Nachfolger für Staatschef Carlo Azeglio Ciampi gefunden werden. Politische Absprachen zwischen den Lagern sind unvermeidlich. Hier will Berlusconi den Hebel ansetzen: "Wenn wir ein Einvernehmen über den Staatschef eingehen, dann muss es das auch bei allem Anderen geben. Ansonsten gibt es gar nichts." Das ist der Kern von Berlusconis Vorschlag der Bildung einer großen Koalition oder einer "zeitlich begrenzten Zusammenarbeit".
Prodis kühles Nein scheint Berlusconi zur Weißglut zu reizen: "Ich mache Vorschläge zur Entkrampfung, und dieser Prodi streut nur Salz in die Wunde." Doch Prodi bleibt hart: "Erst muss sich Berlusconi entschuldigen, dann denken wir über einen Dialog nach." Prodi will, dass Berlusconi den Vorwurf des Wahlbetrugs aus der Welt schafft. Doch die Konfrontation scheint derzeit alle Aussichten auf einen Kompromiss zu verbauen - "Klima des Bürgerkrieges", meint ein Kommentator in Rom.
Schon deuten sich die Probleme einer Regierung Prodi an: Die Kommunisten fordern etwa, dass die vor Jahren beschlossene Lockerung des Kündigungsschutzes aufgehoben wird. Kommunistenchef Fausto Bertinotti soll Präsident der Abgeordnetenkammer werden.
Prodi selbst weiß sehr genau, dass er ein bunt zusammengewürfeltes Bündnis führt. Und im Zweifelsfall ist den diversen Parteien und Gruppierungen die Profilierung vor dem Wähler wichtiger als der Bestand der Regierung. "In Deutschland kann man Regierungen mit nur wenigen Stimmen Mehrheit recht gut führen. Es gibt den Knüppel der Disziplinierung", meint ein Experte in Rom. "In Rom geht das nur sehr schlecht."
Quelle: Die Zeit
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Montag, 17. April 2006
Das Mausoleum des Augustus

Im Jahre 29 v. Chr. - nach der Eroberung Ägyptens und nachdem er das Grab von Alexander des Großen in Alexandria besucht hatte - begann Augustus mit dem Bau seines eigenen Mausoleums. Ein großartiger Plan, der aus dem Gebäude eine Begräbnisstätte der Dynastie, für sich und seine Nachfahren machen sollte.
Der Durchmesser des runden Gebäudes beträgt ca. 87 m und neben der Tür befinden sich zwei Pilaster; an denen die Bronzetafeln mit der Autobiographie des Augustus befestigt waren sowie zwei Obelisken, die der Kaiser vermutlich selbst anfertigen ließ; einer davon befindet sich heute zwischen den Dioskuren-Statuen vor dem Quirinal und der andere gegenüber der Apsis der Kirche Santa Maria Maggiore.
Es war mit Marmor verkleidet, vielleicht war die flache Kuppel mit Bäumen bepflanzt und von einer Augustus-Statue bekrönt. Im Inneren sind die Nischen für die Statuen noch sichtbar, einige Inschriften sind ebenfalls erhalten. Das Mausoleum wurde, im ganzen 1. Jh. n. Chr., als Grabstätte der kaiserlichen Familie benutzt. Der erste, der hier beigesetzt wurde, war Augustus' Schwiegersohn Marcellus (23 v.Chr.). In der Folgezeit wurden fast alle Mitglieder der kaiserlichen Familie hier bestattet, nur Nero nicht. Im Mittelalter wurden dann verschiedene Änderungen vorgenommen und in der Moderne benutzte man es sogar als Arena für Aufführungen und Turniere. Bei den Ausgrabungsarbeiten in den dreißiger Jahren, des 20. Jh. wurden dann alle später errichteten Strukturen entfernt, um seinen ursprünglichen Kern wieder ans Licht zu bringen.
Die Sonnenuhr des Augustus
Weiter südlich stand die Sonnenuhr des Augustus. Den Zeiger bildete ein Obelisk aus der Zeit des Pharao Psammetich II., den Augustus 10 v. Chr. aus Ägypten mit hierher bringen ließ. Die Ziffern und Sternkreissymbole aus großen Bronzebuchstaben waren in die Marmorplatten der Pflasterung eingelassen. Die Uhr "ging" aber schon zu Plinius' Zeiten nicht mehr richtig, vielleicht, weil der Obelisk sich bei einem Erdbeben gesenkt hatte. Später stürzte er um und zerbrach, wurde aber 1792 vor dem Palazzo Montecitorio wieder aufgestellt.
Quelle: Die Römer Online
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Geändert am 24. April 2006 um 13:27 Sonntag, 16. April 2006
Benedikts erster Kreuzweg

Erstmals seit Amtsantritt hat Papst Benedikt XVI. am Abend des Karfreitag die traditionelle Kreuzwegsprozession im Kolosseum in Rom zelebriert. Vor Tausenden Pilgern trug der 78-jährige Pontifex ein hölzernes Kreuz an der ersten der 14 Stationen des Kreuzwegs.
Im Fackelschein wurde das Kreuz von ausgewählten Priestern und Laien - darunter eine italienische Familie, eine Nonne aus Südamerika und junge Gläubige aus Nigeria, Angola, Korea und Mexiko - getragen, bis es der Papst am Ende wieder in Empfang nahm.
Kreis schließt sich
Mit der Prozession schloss sich der Kreis des ersten Jahres von Benedikt XVI. auf dem Stuhl Petri. Im vergangenen Jahr hatte der damalige Kardinal Joseph Ratzinger die Meditationstexte für die einzelnen Stationen des Kreuzweges geschrieben.
Damals konnte der schwer kranke Papst Johannes Paul II. erstmals nicht mehr selbst die Osterfeierlichkeiten leiten und die Prozession nur im TV verfolgen. Bis zuletzt hatte es der Vatikan heuer offen gelassen, ob Benedikt die Tradition des Kreuztragens weiterführen würde.
Scharfe Anklage
Heuer hat die Meditationen, die in Anlehnung an die in der Bibel überlieferten Begebenheiten an jeder Kreuzwegsstation verlesen werden, der Generalvikar von Rom, Erzbischof Angelo Comastri, verfasst. Darin prangert der Vatikan scharf Hunger und Elend in der Welt an.
"Herr Jesus, lass den Skandal enden, der die Welt teilt in Villen und Baracken", heißt es darin, und weiter: "Ein Schritt genügte, und die Armen könnten sich zu Tisch setzen und die Traurigkeit verscheuchen von der Tafel der Egoisten, die für sich allein nicht feiern können".
"Dümmste Arroganz"
Zum Thema Gentechnologie hieß es in den überraschend kämpferischen Texten, der Mensch wolle verändern, was Gott ersonnen hatte. An Gottes Stelle treten zu wollen, sei jedoch "die dümmste Arroganz, das gefährlichste Abenteuer."
Am Ende des Kreuzweges hielt der deutsche Papst, der in einen bis zum Boden reichenden roten Umhang gehüllt war, eine kurze Ansprache. Dabei betonte er, dass der Kreuzweg keineswegs der Vergangenheit angehöre, sondern "Kontinente und Zeiten überschreite" mehr dazu in iptv.ORF.at.
Kritik an Wohlstandsegoismus
In seinem Text griff Benedikt XVI. die Laster der modernen Welt an: "Der Wohlstand lässt uns unmenschlich werden, die Vergnügung ist zur Entfremdung, zur Droge geworden; und der monotone Werbespot dieser Gesellschaft ist die Einladung, im Egoismus zu sterben", hieß es darin.
Es sei nötig, sich von der "Dekadenz des Egoismus" zu befreien, um wieder Lebensfreude zu finden, so Benedikt, der schon bei der traditionellen Fußwaschung am Gründonnerstag den Wert von "Werken der Güte" an Leidenden und gering Geschätzten betont hatte.
Höhepunkt am Sonntag
Am Samstag wurden die Feierlichkeiten mit der nächtlichen Osterwache Benedikts XVI. im Petersdom fortgesetzt. Im Verlauf der Messe wird in der Vorhalle das Osterlicht als Symbol für die Auferstehung Jesu von den Toten entzündet und in den Petersdom gebracht.
Am Ostersonntag finden die Feiern im Vatikan mit der Ostermesse ihren Abschluss. Der deutsche Papst, der an diesem Tag 79 Jahre alt wird, spricht dabei den traditionellen Segen "Urbi et Orbi (Der Stadt und dem Erdkreis).
Quelle: ORF
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Geändert am 17. April 2006 um 13:39 Samstag, 15. April 2006
Die Geheimnisse des Vatikan:
Themenabend im Fernsehen

20.40 Uhr: Der große Michelangelo.
Ostern markiert den Höhepunkt im Kirchenjahr der Katholiken. Der Themenabend am Ostersonntag führt nach Rom zu den unermesslichen Schätzen des Vatikans, zeichnet das turbulente Leben des begnadeten Künstlers Michelangelo nach und porträtiert mit Maria Magdalena eine der umstrittensten Figuren des Neuen Testaments.
Themenabend, ARTE
252 Min.
Ostern markiert den Höhepunkt im Kirchenjahr der Katholiken. Der ARTE-Themenabend am Ostersonntag führt nach Rom und in den Vatikan. Eine großartige Doku-Fiktion der BBC von Tim Dunn erzählt das Leben des meisterhaften Mannes, der vor 500 Jahren mit der David-Statue, den Fresken in der sixtinischen Kapelle und der Kuppel des Petersdoms drei der wichtigsten Werke unserer Kultur geschaffen hat: "Der große Michelangelo". Welche Schätze sich im Vatikan verbergen, verrät unter anderem eine Dokumentation der Polen Pavel Pitera und Krzysztof Talcewski. Der polnische ARTE-Partnersender TVP hat mit der Kamera einen einmaligen Zutritt zu den Gemächern von Papst Benedikt XVI. erhalten und hohe Würdenträger der katholischen Kirche getroffen. Die weibliche Bibelfigur Maria Magdalena steht für Sünde und Sinnlichkeit zugleich. Jens Peter Behrend geht abschließend in seiner Dokumentation dieser Frage nach.
20.40 Uhr
Der große Michelangelo
116 Min., Dokumentarfilm, Großbritannien 2004,
Synchronfassung, Erstausstrahlung
Regie: Tim Dunn
Wer war dieser Mann, der vor 500 Jahren einige der größten Meisterwerke unserer Kultur schuf: die David-Statue in Florenz, die Pièta im Petersdom, die Fresken der Sixtinischen Kapelle im Vatikan und die Kuppel des Petersdoms in Rom? Die monumentale Doku-Fiktion zeigt das Leben des Michelangelo Buonarotti, genannt Michelangelo, Symbolfigur der Renaissance.
Vor 500 Jahren schuf Michelangelo (1475 - 1564) weltberühmte Meisterwerke unserer Kulturgeschichte wie die David-Statue in Florenz, die Pièta im Petersdom, die bewegenden Fresken der Sixtinischen Kapelle. Darüber hinaus entwarf er die Pläne für die Kuppel eines der grandiosesten Gebäude der Menschheit, des Petersdoms in Rom. Nach einer schwierigen Kindheit in einfachen Verhältnissen nahm Michelangelo Buonarotti sein Schicksal selbst in die Hand. Er erreichte aus eigener Kraft, dass sein Name schon bald für künstlerisches Genie in Malerei, Bildhauerei und Baukunst strand. Die Doku-Fiktion der BBC zeichnet das Leben eines Künstlers voller Leidenschaft nach. Sein Leben war geprägt von seiner Liebe zur Kunst, zur Ästhetik und zu Gott. Kunsthistoriker stellen Leben und Werk Michelangelos und seine Beziehung zum Vatikan in den geschichtlichen Zusammenhang, so dass der außergewöhnliche Mensch hinter dem Künstler zum Vorschein kommt.
Die fiktionalen Szenen drehte Regisseur Tim Dunn nach Schriften Michelangelos in Rom und Florenz. Der für seine Shakespearerollen bekannte Bühnenschauspieler Stephen Noonan brilliert in der Rolle des Michelangelo und bringt uns Leben und Werk dieser überragenden Persönlichkeit der Renaissance näher.
22.35 Uhr
Die Schätze des Vatikans
90 Min., Dokumentarfilm, Polen 2006
Erstausstrahlung
Regie: Pavel Pitera, Krzysztof Talcewski
Die Dokumentation erzählt nicht nur die Geschichte des Vatikans, sondern zeigt auch den gegenwärtigen Alltag im kleinsten Staat der Welt und präsentiert einige der zahlreichen, äußerst wertvollen Kunstschätze, die sich im Vatikan befinden.
Die Dokumentation vermittelt die Geschichte des Vatikans von den Anfängen bis in die Gegenwart sowie die Eckdaten der römisch-katholischen Kirchengeschichte. Schwerpunkte bilden dabei die Gründung und die Geschichte des Vatikans und des Heiligen Stuhls, die Meisterwerke aus Kunst und Architektur, die zahlreich im kleinsten Staat der Welt vorhanden sind, sowie das Alltagsleben im Vatikan mit eigener Post, eigenen Briefmarken, der Schweizergarde und den vier Amtssprachen Italienisch, Französisch, Latein und Deutsch. Das Filmteam führte Gespräche mit Wissenschaftlern, Kunst- und Kirchenhistorikern sowie Journalisten und Vatikanexperten aus ganz Europa.
Das polnische Filmteam erhielt außergewöhnlich großzügigen Zugang zur Vatikanstadt und Termine mit erstaunlich vielen hohen Würdenträgern. Unter anderem konnten sie die Privatgemächer von Papst Benedikt XVI. besuchen. Der vom polnischen Fernsehsender TVP mit viel technischem Aufwand im Vatikan und in bester Bildqualität gedrehte Mehrteiler wird auf ARTE in einer 90-minütigen, neu geschnittenen Fassung gezeigt.
00.10 Uhr
Maria Magdalena - Heilige oder Hure?
16:9, 44 Min., Dokumentation, Deutschland 2004,
Erstausstrahlung
Regie: Jens Peter Behrend
Maria Magdalena, der Name klingt vielen nach Laster und Sünde. Seit zwei Jahrtausenden wird gerätselt, wer diese Frau war. Auf großartigen Gemälden, auf der Bühne, in Romanen und Filmen wurde Maria Magdalena als erotische Verführerin dargestellt. Kaum ein anderes Objekt der Begierde hat die Fantasien der Männer seit der Antike so sehr beflügelt. Doch vielen Frauen gilt Maria Magdalena als emanzipatorische Wegbereiterin der Sinnlichkeit. Die Dokumentation begibt sich auf eine Spurensuche.
Leonardo da Vinci soll auf seinem berühmten Bild vom Abendmahl seiner Vision von Maria Magdalena Gestalt gegeben haben. Rechts von Jesus, dort, wo der Jünger Johannes seinen Platz haben soll, sitzt eine Person mit unverkennbar weiblichen Zügen - Maria Magdalena. Verband sie mit Jesus mehr als eine spirituelle Anziehungskraft? Seit der Bestseller "Sakrileg" des Amerikaners Dan Brown weltweit Furore macht, ist die Diskussion um das Leben Maria Magdalenas neu entfacht. War sie die Geliebte des Heilands, erwartete sie gar ein Kind von ihm, als er den Kreuzestod erlitt? Wer war diese Frau wirklich? War sie die Sünderin, die große Verführerin, die Dirne, die reuig auf den Pfad der Tugend zurückkehrte? Die Dokumentation beginnt ihre Suche im Norden Israels. Im abgelegenen Galiläa liegt der Ort Magdala, nach dem Maria Magdalena genannt wurde. Nach alter Überlieferung hatte sie es in dieser Stadt als Prostituierte zu Wohlstand gebracht. Als erwachsene Frau war sie von Dämonen besessen, von denen Jesus sie befreite. In Ägypten wurden sensationelle Schriften gefunden, in denen Maria Magdalena als engste Vertraute von Jesus beschrieben wird. Worauf stützt sich der Chronist? Und im Süden Frankreichs soll Maria Magdalena in den Höhlen der Provence ihre letzten Lebensjahre verbracht haben - eine Legende?
In der Dokumentation führen Archäologen und Historiker an die Stationen der Lebensgeschichte von Maria Magdalena. Der Schriftsteller Dan Brown und Theologen werden in den heftig geführten Kontroversen Position beziehen. Auf radikale, von manchem gar als gotteslästerlich empfundene Fragen sucht die Dokumentation Antworten. Im Mai kommt mit "The Da Vinci Code" Dan Browns Bestsellerroman "Sakrileg" als Hollywood-Adaptation in die Kinos.
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Die Geheimnisse des Vatikan
16.04.2006, ab 20.40 Uhr
Themenabend
Quelle: Arte
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Geändert am 15. April 2006 um 14:57 Samstag, 15. April 2006
Rom leuchtet in Berlin
Der
Petersdom feiert sein 500. Jubiläum, die Vatikanischen Museen ebenso -
und Berlin darf ein bisschen mitfeiern: Die große Ausstellung "Barock
im Vatikan", die zuvor schon in der Bundeskunsthalle in Bonn zu sehen
war, kommt im Rahmen der Kooperation nun auch in den
Martin-Gropius-Bau. Jetzt werden die Vatikanischen Sammlungen zum
ersten Mal in Berlin gezeigt: Eine Ausstellung im Martin Gropius Bau in
Berlin widmet sich vom 12. April bis 10. Juli Rom und den Päpsten zur
Zeit des Barocks.
Es ist die Fortsetzung zu "Hochrenaissance im Vatikan" von 1998, und
gleichzeitig eine typische Barock-Ausstellung, überquellend vor
Kunstwerken, Dokumenten, Kultgegenständen, Modellen, Teppichen und
Büchern: eine Wunderkammer.
Spektakulärer Blickfang: das rund fünf Meter hohe Kuppelmodell von
Michelangelo und Giacomo della Porta. Die komplexe Baugeschichte des
Petersdoms steht ohnehin im Zentrum der Ausstellung und ist auch
mittels Computer-Rekonstruktion nachzuvollziehen. Die berühmtesten
Künstler der Zeit, Michelangelo, Bernini, Borromini, Sacchi, Guercino
und Reni, arbeiteten für den päpstlichen Hof und sind mit
herausragenden Beispielen vertreten.
Doch nicht nur Architektur und Kunst, auch die Wissenschaft blühte im
Rom des 17. Jahrhunderts. Die Akademia dei Lincei war die erste moderne
Wissenschaftsakademie, und damit Vorbild für alle weiteren. Orden wie
die Jesuiten und die Oratorianer verbinden Wissenschaft und
Volksbildung. Orientiert an den Amtszeiten der einzelnen Päpste, von
Gregor XIII. bis Clemens X. (Abbildung, Ausschnitt), bekommt man einen
Überblick über die Kulturentwicklung der Zeit. Nach dem Besuch der
prachtvollen Ausstellung gibt’s nur noch eins: sofort auf nach Rom!
Quelle: Der Tagesspiegel
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Geändert am 15. April 2006 um 02:22 Freitag, 7. April 2006
Große Schau über Sophia Loren

Leben und Werk von Sophia Loren in einer Ausstellung: In Rom ist jetzt eine große Schau mit über 4.000 Exponaten eröffnet worden, die den gesamten Werdegang der italienischen Diva verfolgt.
Das Besondere: Die ausgestellten Stücke - darunter zahlreiche Fotografien, Filmplakate, Briefe, Kleider und Drehbücher - stammen größtenteils aus der Privatsammlung der Schauspielerin.
"Ich habe die gezeigten Stücke mit sehr viel Sorgfalt ausgewählt. Normalerweise hebe ich sie in meinem Keller in Spezialschränken auf", sagte die mittlerweile 71-jährige Loren bei der Ausstellungseröffnung vor Journalisten.
Bald auch in anderen Städten zu sehen?
Bereits 1966 hatte das Museum of Modern Art in New York der zweifachen Oscar-Preisträgerin eine Sonderschau gewidmet. Auch sämtliche Trophäen der Loren sind jetzt im "Complesso del Vittoriano" in der Ewigen Stadt zu sehen. "Wir haben schon viele Anfragen von Touristen, die die Ausstellung besuchen möchten. Auch möchten mehrere Museen im Ausland die Schau übernehmen", sagte Enrico Gasbarra, der Präsident der Provinz Rom.
Titel der Ausstellung ist "Scicolone, Lazzaro, Loren". Scicolone ist der eigentliche Name des Filmstars, Lazzaro war ihr erster Künstlername in jungen Jahren.
Loren tief bewegt
Loren selbst gestand, bei der ersten Besichtigung der Schau tief bewegt gewesen zu sein: "Ich habe mir gesagt: Du darfst nicht weinen! Sei ganz kühl und dann geh nach Hause und weine da. Und so habe ich es gemacht."
Aus den Jahren ihrer langen Karriere, in der sie unter anderen mit Marcello Mastroianni und Cary Grant Filme drehte, habe sie bis heute nichts vergessen, sagte die in einen eleganten cremefarbenen Anzug und hochhackige Sandaletten gehüllte Schauspielerin. Die Ausstellung bleibt bis zum 7. Mai geöffnet.
Quelle: ORF
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von: romehome in: Rom-Blog
Geändert am 7. April 2006 um 14:53 Donnerstag, 6. April 2006
Weltpremiere von Mission Impossible 3

Szene aus Mission Impossible 3.
Hollywoodstar Tom Cruise (43) kehrt als Geheimagent Ethan Hunt nach Rom zurück. Nachdem im vergangenen Jahr viele spektakuläre Szenen des Streifens "Mission Impossible 3" in der Ewigen Stadt gedreht worden waren, feiert der Film am 24. April in Rom Weltpremiere.
Für die Filmvorführung reise Cruise gemeinsam mit Regisseur J.J. Abrams, den Schauspielern Michelle Monaghan, Jonathan Rhys Meyers, Keri Russel und Lawrence Fishburne sowie Produzentin Paula Wagner an, berichtete die Zeitung "La Repubblica".
Cruise werde ohne seine Freundin Katie Holmes Premiere feiern, da die Geburt des gemeinsamen Kindes bevorsteht. Für die Dreharbeiten zu "Mission Impossible 3" war teilweise der Bootsverkehr auf dem Tiber gesperrt worden, um eine Verfolgungsjagd zu filmen. Die Crew hatte auch an anderen Schauplätzen, wie dem Gianicolo-Hügel mit großartigen Aussichten, sowie im Süden Italiens gedreht.
Quelle: Schwäbische Zeitung
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Mittwoch, 5. April 2006
Eingang zu vatikanischen Museen
soll unter die Erde

Rom will den Eingang zu den vatikanischen Museen unter die Erde verlegen. Dadurch sollen Pilgern und Touristen lange Warteschlangen im Regen oder in der Sonne erspart werden. Der Eingang soll auf der Piazza Risorgimento unweit der vatikanischen Museen ausgegraben werden, berichtete der römische Bürgermeister Walter Veltroni.
"Wir haben bereits archäologische Sondierungen durchgeführt, das Projekt lässt sich machen. Wir haben dem Vatikan schon unseren Plan vorgelegt. Wir denken jetzt an die Ausschreibung eines internationalen Architekturwettbewerbs", berichtete der Bürgermeister.
500-jähriges Bestehen
Im unterirdischen Zugang zu den vatikanischen Museen sollen auch Shops, Souvenirläden, Informationsstellen für Touristen, und Restaurants untergebracht werden. In der Nähe des Eingangs soll ausserdem eine neue U-Bahn-Station eingeweiht werden. Der neue Eingang soll in drei Jahren gebaut werden.
Die Vatikanischen Museen, zu denen auch die Sixtinische Kapelle gehört, sind das Ziel von alljährlich rund drei Millionen Besuchern. Die Museen begehen dieses Jahr ihr 500-jähriges Bestehen mit einer Reihe von Sonderausstellungen und Präsentationen neu restaurierter Teile.
Quelle: Basler Zeitung
Bei einem Aufenthalt in Rom empfíehlt es sich, rechtzeitig eine Unterkunft zu suchen. Angebote von Ferienwohnungen, Privatzimmern und Pensionen haben Romehome und Romabed im Programm.
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Geändert am 5. April 2006 um 15:05 Dienstag, 4. April 2006
Römer und Gladiatoren

Retiarius gegen Scissor in einem Schaukampf, Römerfest in Xanten, 2003.
Die Haltung der Römer gegenüber den Gladiatoren war sehr ambivalent: Auf der einen Seite waren Gladiatoren in der sozialen Hierarchie noch niedriger angesiedelt als Sklaven, auf der anderen Seite wurden erfolgreiche Gladiatoren zu Berühmtheiten, von denen man sich die alten römischen Tugenden wie Siegeswille, Todesverachtung und Tapferkeit demonstrieren ließ. Sowohl für Cicero als auch für Seneca war der gleichmütig sterbende Gladiator ein exemplum virtutis, ein Beispiel mannhafter Tapferkeit. Marcus Junkelmann weist darauf hin, dass Cicero das, was er dem römischen Volk in seiner Dritten Philippischen Rede angesichts des Griffes von Marcus Antonius nach der Macht predigte
"... was tapfere Gladiatoren zeigen, indem sie mit Würde untergehen, das lasst auch uns tun, die Herren aller Länder und Völker - lieber wollen wir in Ehren fallen als in Schande das Leben von Sklaven führen" für sich selbst auch umsetzte. Er starb den "Gladiatorentod", indem er bereitwillig seinen Hals dem Schwert darbot, als ihn die Söldner des Antonius fingen.
Der "angebetete" Gladiator
Einige Gladiatoren besaßen eine große Anhängerschaft unter den Bürgerinnen Roms, die die Gladiatoren als Sexualobjekt betrachteten. Der lateinische Begriff Gladius, von dem sich gladiator ableitet, wurde außer in seiner ursprünglichen Bedeutung "Stoßschwert" im vulgären Sprachgebrauch auch für "Penis" verwendet (analog zu Vagina, ursprünglich Schwertscheide, übertragen auch das weibliche Geschlechtsorgan). Graffiti, wie sie in Pompeji zu finden sind, lassen auf glühende Anhängerinnen der Gladiatoren schließen. Ein sexueller Kontakt mit Gladiatoren war zwar verpönt und wurde gesellschaftlich streng geächtet, es kam aber trotzdem zu sexuellen Beziehungen zwischen Gladiatoren und Bürgerinnen.
Gladiatoren genossen in der römischen Gesellschaft einen ähnlichen Ruf wie heutige Popstars. Die Festgelage des Spieleveranstalters am Abend vor einem Kampf gaben den einflussreichen Frauen der Stadt die Gelegenheit, ihre Idole persönlich und oft auch intim kennenzulernen. Faustina, die Mutter des Kaisers Commodus, hatte ihren Sohn angeblich mit einem Gladiator gezeugt - wahrscheinlich aber erfand Commodus diese Geschichte selber, um seine Sonderrolle zu unterstreichen. Als besonders skandalös empfand man die Beziehung zwischen Eppia, einer Frau aus reicher Familie, die Senatorengattin war, und dem Gladiator Sergiolus. Glaubt man dem römischen Satiriker Juvenal, folgte Eppia dem körperlich schon lange nicht mehr attraktiven Sergiolus aus Liebe kreuz und quer durch die Provinzen.
Spartacus oder die Gefahr in der eigenen Stadt
Gladiatoren waren hervorragend ausgebildete, kampferprobte Männer, die wenig zu verlieren hatten. Die Römer waren lange davon ausgegangen, dass ihnen von Seiten der Gladiatoren wenig Gefahr drohe. Die Männer stammten aus verschiedenen Volksgruppen, und solange die Waffen in der Waffenkammer unter strenger Bewachung standen und den Gladiatoren außerhalb ihrer Übungszeit nicht zugänglich waren, hielt man die Gefährdung für gering. Dies änderte sich mit dem Sklavenaufstand, an dessen Entstehen Gladiatoren wesentlich beteiligt waren. Im Jahre 73 v. Chr. entwichen aus einer Gladiatorenschule in Capua achtzig Gladiatoren, denen sich rasch weitere Sklaven anschlossen. Anfangs nur mit Küchenmessern bewaffnet (die Waffen in der streng bewachten Waffenkammer waren während des Ausbruchs nicht zugänglich), gelangten die Entflohenen rasch in den Besitz professioneller Ausrüstung, nachdem sie sich zweimal erfolgreich der Waffen der auf sie angesetzten Truppenteile bemächtigt hatten. Die militärischen Erfolge des Sklavenheeres, das im wesentlichen unter Leitung von Spartacus stand, waren nur begrenzt. Ein römisches Heer unter Leitung von Crassus stellte das Sklavenheer im äußersten Süden Italiens und schlug es vernichtend.
Die Gefahr eines erneuten Aufstandes durch bewaffnete Gladiatoren blieb den Römern deutlich im Gedächtnis. Die Gladiatorenschulen in Rom wurden unter Aufsicht kaiserlicher Beamter (sog. procuratores) gestellt, die hoch bezahlt wurden. In Zeiten von Staatskrisen zog man es vor, die Gladiatoren aus den Städten zu verlagern.
Quelle: Netlexikon
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Montag, 3. April 2006
Premiere zeigt zweite Staffel 2007

Am Sonntag, den 2. April 2006, zeigt Premiere die letzte Episode von "Rom" in deutscher Erstausstrahlung. Der Abo-Sender zeigt allerdings für die Fans am 29. und 30. April 2006 noch einmal alle zwölf Folgen am Stück. Die Historienproduktion, die bereits der BBC großen Erfolg bescherte, ist die erfolgreichste Serie bei Premiere.
Die Dreharbeiten zur zweiten Staffel der von HBO, BBC, RAI und EOS-Entertainment produzierten und von Premiere mitfinanzierten Megaproduktion "Rom" starten im April in den italienischen Cinecittà-Studios. Der Abschluss der Aufnahmen ist für November 2006 geplant. "Die Serie 'Rom' hat alle Rekorde gebrochen", so Premiere Programmvorstand Hans Seger. "Wir haben mit dieser Ko-Finanzierung die richtige Entscheidung getroffen und freuen uns jetzt schon, dass wir unseren Abonnenten bereits Anfang nächsten Jahres die neuen Folgen in deutscher Erstausstrahlung zeigen können."
Bildgewaltig, blutig, actionreich und ohne Tabus erzählt die spektakuläre Event-Serie vom Treiben im alten Rom zur Zeit Caesars: wie aus dem Feldherrn ein tyrannischer Diktator wird und Pompejus einen erbitterten Bürgerkrieg anzettelt. Im Mittelpunkt stehen zwei einfache Fußsoldaten, Lucius Vorenus und Titus Pullo, die von der gallischen Front nach Rom zurückkehren, wo Machtkämpfe, Betrug und Intrigen an der Tagesordnung sind. Die vorerst letzte Episode von "Rom", "Die Kalenden des Februar", endet mit der Ermordung Caesars. In der zweiten Staffel geht es ohne Zeitsprung weiter mit dem Machtkampf seines jungen Erben und Neffen Octavius, des späteren Kaisers Augustus.
Quelle: Quotenmeter
Übrigens: Bei einem Aufenthalt in Rom empfíehlt es sich, rechtzeitig eine Unterkunft zu suchen. Angebote von Ferienwohnungen, Privatzimmern und Pensionen haben Romehome und Romabed im Programm.
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Geändert am 3. April 2006 um 14:32