Einträge "März 2006":

Freitag, 31. März 2006

Ausstellung zum ersten Todestag
von Johannes Paul II.

linked image
Johannes Paul II.

Seit Freitag, 31. März, wird eine Ausstellung im römischen Hauptbahnhof, der heute nach Papst Johannes Paul II. benannt ist, einen Monat lang zeigen, wie Tageszeitungen aus aller Welt über den Tod des Vorgängers von Benedikt XVI. am 2. April 2005 berichteten.

"Addio Karol – Der Tod Johannes Pauls II. auf den ersten Seiten der größten Zeitungen der Welt" nennt sich die vom Museumsverein der Tageszeitungen in Zusammenarbeit mit der römischen Tourismusbehörde organisierte Schau, die anlässlich des ersten Todestages von Karol Wojtyla rund 70 Originaltitelseiten von Tageszeitungen aus 28 Ländern zeigt. Neben dem Vatikan und Italien sind Nationen von Schweden bis Slowenien, von Mexiko bis Russland, von Hongkong bis nach Neuseeland oder auch Japan und Somalia vertreten.

Am 3. April titulierte beispielweise "The New York Times": "Pope John Paul II dies at 84. In 26-year reign, reshaped church and papacy" ("Papst Johannes Paul II. stirbt im Alter von 84 Jahren. In 26 Amtsjahren verlieh er Kirche und Papsttum ein neues Gesicht"). Dazu erschien eine Fotografie mit Frauen aus Wadowice, die über den Tod Karol Wojtylas bitterlich weinten. Die "Jerusalem Post" wählte ihrerseits die Fotografie des Papstes vor der Klagemauer aus dem März 2000. Die Tageszeitung "Sunday Nation" aus Nairobi (Kenia) zeigte ein Bild des alten und kranken Papstes und wünschte ihm in großen Buchstaben "Rest in peace" ("Ruhe in Frieden").

"Im Zeitalter der Massenmedien gibt es wenig, was wirklich die Aufmerksamkeit des ganzen Planeten auf sich ziehen kann. Der Tod Johannes Pauls II. war ein solches Ereignis", erklärte der Präsident des "Museums der Tagszeitung" bei einer Pressekonferenz. "Dank des Fernsehens und der Satelliten waren die Augen der ganzen Welt auf die geschlossenen Fenster des Apostolischen Palastes gerichtet. Berge von Papier und Liter von Tinte wurden verbraucht, um an die Gestalt dieses großen Pontifex zu erinnern."

Die Vorbereitungsarbeiten zur Ausstellung, die bis zum 30. April kostenlos gezeigt wird, nahmen mehrere Monate in Anspruch. Aus allen fünf Kontinenten wurden die Originalausgaben der Zeitungen vom 3. April 2005 zusammengetragen.

Kardinal Camillo Ruini, Vikar des Papstes für die Diözese Rom, wünschte der Initiative viel Erfolg. Der stellvertretende Bürgermeister Roms, Mariapia Garavaglia, machte darauf aufmerksam, dass die Ausstellung in einen wichtigen Monat falle: Neben dem ersten Jahrestag des Todes Johannes Pauls II. werden im Monat April in Italien Wahlen abgehalten, der Nationalfeiertag begangen und überall auf der Welt Ostern gefeiert. Deshalb werde die Ausstellung in der "Vetrina" des Bahnhofs "Johannes Paul II." sicher einen großen Besucheransturm verzeichnen.

Quelle: Zenit



Current mood: Alles klar

»23:26     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog

Geändert am 31. März 2006 um 23:27
Donnerstag, 30. März 2006

Konvertierter afghanischer Christ eingetroffen

linked image

Der zum Christentum übergetretene Afghane Abdur Rahman ist am Mittwoch in Italien eingetroffen. Dies bestätigte Ministerpräsident Silvio Berlusconi.

Die Regierung in Rom hat dem 40-jährigen Christen Asyl angeboten. Wegen seines Übertritts vom Islam zum Christentum drohte Rahman in Afghanistan zeitweilig die Todesstrafe.

Das Verfahren gegen Rahman erregte internationales Aufsehen. Verbündete Afghanistans wie Deutschland rügten, dass in der noch jungen Demokratie das Recht auf Religionsfreiheit verletzt werde. Rahman hatte vor seiner Rückkehr nach Afghanistan zeitweise auch in Deutschland gelebt. Er war vor 15 Jahren zum Christentum übergetreten.

Quelle: Reuters



Current mood: Alles klar

»17:38     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog


Mittwoch, 29. März 2006

Don Omar zu Videodreh in Rom
linked image

Don Omar.


Reggaeton Star Don Omar war in Rom, um das neue Video zu dem Lied "Angelito Vuela" zu drehen, welches auf seiner neuen Produktion erscheinen wird.

Der Filmdreh zu "Angelito Vuela" wurde von dem bekannten und talentierten Regisseur David Impelluso geleitet und von der Firma 3 Heads Productions produziert.

Mit einem 50 Mann starken Team fand das Spektakel an historischen Plätzen Roms statt, welche sehr gut die Stimmung des Liedes widerspiegeln.

Das Video handelt von dem Kampf zwischen gut und böse, in diesem Fall Engel und Teufel.

"Angelito Vuelta" ist eine Liebesgeschichte welche den exisitierenden Kampf zwischen gut und böse aufzeigt. Rom wird dieser Geschichte etwas Mystisches und Dramatisches geben, was die Theme des Liedes gut hervorbringt.

Nach seinen letzten erfolgreichen Produktionen "Da Hit Man Presents Reggaeton Latino", "The Last Don & The Last Don Live" und einigen Top 10 Hits der Radio-Charts, veröffentlicht Don Omar seine neue Produktion "The King of Kings" welche im Frühling released wird. Derzeit befindet sich Don Omar in der Endphase dieser Produktion.

Quelle: Machate Music



Current mood: Grinsend

»22:44     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog


Dienstag, 28. März 2006

Der Tiber in der römischen Geschichte
linked image
Der Tiber in Rom.

Der Sage nach wurde der Gründer Roms, Romulus, mit seinem Zwillingsbruder Remus in einem Körbchen auf dem Tiber ausgesetzt und an einer sumpfigen Stelle zu Füßen des Palatin (velum) von einer Wölfin gesäugt, dann von dem Hirten Faustulus gefunden und aufgezogen.

In den Tiber mündete auch die Cloaca Maxima, der große Abwasserkanal des antiken Rom,

Vom Hafen in Ostia, später von Porto zogen Ochsenwagen mit Waren beladene Schiffe flussaufwärts nach Rom. Die Scherben der im römische Flusshafen bei dem antiken Stadttor Porta Portese zerbrochenen Amphoren wurden jahrhundertelang auf einem Hügel gesammelt, dem monte testaccio, der auch heute noch 40 Meter hoch ist.

Bei der antiken Milvischen Brücke (italienisch: ponte milvio) im Norden des heutigen Rom besiegte Mitkaiser Konstantin I. seinen Rivalen Maxentius am 27. Oktober 312. Von der damaligen Pontonbrücke (die eigentliche Brücke war aus strategischen Gründen abgebrochen worden) stürzte Maxentius mit seiner schweren Rüstung in den Tiber und ertrank. Die danach neuerrichtete Brücke ist heute noch in Teilen erhalten. Die für den Aufstieg des Christums im Römischen Reich entscheidende Begebenheit ist auf dem Konstantinsbogen in Rom dargestellt.

Nachdem in der Völkerwanderungszeit die Aquädukte zerstört worden waren, blieb außer den Brunnen der Tiber die einzige Wasserquelle der Stadt, weshalb sich der Siedlungsschwerpunkt ins Tiberknie auf dem einstigen Marsfeld und nach Trastevere verlagerte. Während der Leichensynode im Jahr 897 wurde die aus ihrer Gruft gezerrte Leiche von Papst Formosus in den Fluss geworfen.

Der versandete Kanal aus der Zeit Trajans, der Fluss, Meer und den Hafen Porto miteinander verband, wurde unter Papst Paul V. 1612 wieder geöffnet und besteht noch heute. Derselbe Papst ließ auch antike Aquädukte wieder instandsetzen.

Weil der Tiber in der Stadt, deren Schwerpunkt nun direkt am Fluss in der Nähe des Vatikan lag, immer wieder verheerende Überschwemmungen mit sich brachte, wurde er nach der besonders schlimmen von 1870 ab 1876 innerhalb Roms in einen tiefen Kanal gebettet, damit aber auch als lebendige Wasserader abgeschnitten, die uralten Bauten am Ufer vernichtet. Heute versucht man, den Tiber zu renaturieren und als Lebensnerv der Stadt wiederzugewinnen.

Quelle: Netlexikon



Current mood: Alles klar

»18:49     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog


Dienstag, 28. März 2006

Rom bei Nacht

default

 default

Bei Nacht ist Rom angesichts der stilvoll beleuchteten Sehenswürdigkeiten ein Genuß. Wenn man nach italienischer Gewohnheit Essen geht, dann ist man sowieso nicht vor 21 Uhr im Lokal seiner Wahl. Gepflegt mit Freunden speisen dauert, und nun geht es um Mitternacht Richtung Heimat. Allein um sich das Vergnügen zu gönnen, vom Stadtzentrum zu Fuß in ins Hotel oder die Ferienwohnung zu gehen, ist es wert, die paar Euro mehr zu zahlen, in der Innenstadt zu wohnen und die nächtliche Stimmung zu genießen.

Beispiel: Wenn man beim Justizpalast über die Tiberbrücke geht, lädt der wunderbare Blick auf den Petersdom mit der beleuchteten Engelsburg zur Rechten zum Verweilen ein (Bild). Im Kaffee vor dem Pantheon die Athmospäre auf dem Platz mit dem beleuchteten Brunnen und dem Pantheon als Kulisse zu genießen, ist die überhöhten Preise im Lokal wert. Oder auf der Piazza S. Eustacchio schnell einen Caffé Grande nehmen und dabei die traumhaft beleuchtete skurrile Kuppel von Borromini von La Sapienzia auf sich wirken lassen, ist ein gelungener Abschluß eines netten Abends.

Und so gibt es viele Plätze, wo man spät des Abends die Stimmung der Ewigen Stadt auf sich wirken lassen kann.

Quelle: Rom-Treff

Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung lohnt es sich, rechtzeitig für eine Unterkunft zu sorgen. Die gibt's in großer Auswahl bei Romehome oder bei Romabed.



Current mood: Grinsend

»00:59     »1 Kommentare (0 )     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog

Geändert am 23. April 2007 um 16:54
Samstag, 25. März 2006

15 neue Kardinäle im Amt
linked image
Papst Benedikt (li.) bei der Verleihung der Kardinalswürde.

Papst Benedikt XVI. hat auf dem Petersplatz in Rom 15 neue Kardinäle ernannt. Rund 15.000 Gläubige, zahlreiche Kirchenvertreter und Politiker waren bei der Zeremonie - dem Konsistorium - dabei. Nach der Ernennung rief der Papst die Kardinäle zu verstärktem Einsatz um eine Belebung der Kirche auf: "Ich zähle auf Euch, liebe Kardinals-Brüder, und darauf, dass ihr es schafft, der Kirche auf allen Ebenen neues Leben zu verleihen", sagte er.

Danach überreichte Benedikt ihnen die Insignien ihrer Macht - das rote Birett und die Ernennungsurkunde. Am Samstag erhalten die neuen Würdenträger den Kardinalsring.

Zahlreiche Kardinäle waren zu der Feier aus aller Welt nach Rom gereist, auch mehrere deutsche Würdenträger. Es war das erste große Zusammentreffen der Purpurträger nach dem Konklave im April 2005. Nach dem ersten Konsistorium unter dem neuen Papst gibt es nun 193 Kardinäle. 120 davon sind unter 80 Jahre alt und wären damit bei einer Papstwahl wahlberechtigt.

Die Kardinäle müssten als Vorbild der Kirche vorangehen und das Bild als "Diener der Diener Gottes" wahren, sagte der Papst. Auch der langjährige Privatsekretär von Johannes Paul II., Stanislaw Dziwisz, erhielt von Benedikt das Birett, dazu noch eine herzliche Umarmung. Dziwisz galt während des gesamten 26-jährigen Pontifikats von Johannes Paul II. als dessen rechte Hand und einer seiner engsten Vertrauten. Der Papst setzte ihn auch als Testamentsvollstrecker ein.

Zu den neu ernannten Kardinälen zählt zudem der 1932 in Shanghai geborene Joseph Zen Ze-Kiun, der seit Oktober 2002 der Diözese Hongkong vorsteht. Er gilt als offener Kritiker Chinas.

Quelle: Netzeitung



Current mood: Alles klar

»15:48     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog

Geändert am 25. März 2006 um 15:48
Freitag, 24. März 2006

Cruz und McConaughey joggen durch Rom
linked image

Im Laufschritt durch Rom: Penélope Cruz und Matthew McConaughey.

Während sich manche Prominente aber noch an die guten alten Kappen und dunklen Sonnenbrillen halten, haben Penélope Cruz und Lover Matthew McConaughey nun eine ganz spezielle Idee, um während ihrer Sightseeingtour durch Rom nicht von Fans erkannt zu werden: Sie laufen ganz einfach durch die Stadt.

Der Einfall hierzu ist aber nicht den Hollywood-Stars selber gekommen. Die Tour, an der die beiden teilnehmen, nennt sich "Citijogging". Sie soll bekannten Personen ermöglichen, die Sehenswürdigkeiten einer Stadt zu besichtigen, ohne von anderen Touristen angestarrt zu werden. "Berühmtheiten lieben diese Touren, weil sie kaum erkannt werden", erklärt ein Insider. "Die meisten glauben einfach, es wäre eine Gruppe Jogger aus der Stadt."

Rom im Schnelldurchlauf

Fans haben in den wenigen Augenblicken, in denen die Schauspieler an ihnen vorbeilaufen, kaum Zeit ihre Lieblinge zu erkennen. Es stellt sich allerdings die Frage, ob man sich beim Joggen auch auf die Sehenswürdigkeiten konzentrieren kann. Ausdauer müssen die Stars dabei wohl auf jeden Fall mitbringen.

Cruz und ihr Sexiest Man Alive wollen, sobald die Spanierin mit der Promotiontour für ihren Film "Volver" fertig ist, Rom auf diese etwas andere Weise besichtigen.

Quelle: Kino.de



Current mood: Grinsend

»15:18     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog


Donnerstag, 23. März 2006

Sommerresidenz Mussolinis jetzt Museum
linked image

Die ehemalige Sommerresidenz des italienischen Ex-Diktators Benito Mussolini ist in Rom nach langjährigen Restaurierungsarbeiten als Museum wiedereröffnet worden.

Inmitten eines schönen Parks an der Via Nomentana gelegen, beherbergt das 1830 errichtete Landhaus herrliche Fresken und ist mit farbigem Marmor ausgestattet.

Mussolini hatte die Villa 1925 übernommen und dort nicht nur viele Feste für Gäste gegeben, sondern auch zwei geheime Luftschutz- und Gasbunker anlegen lassen. Nachdem Mussolini die Villa Torlonia 1943 verlassen hatte, verfiel das Gebäude.

1977 kaufte die Stadt Rom das Haus, machte den Park für die Bürger zugänglich und ging in den 90er Jahren die Restaurierung an. Diese habe rund 5,5 Millionen Euro gekostet, berichtete die Zeitung "Corriere della Sera".

Quelle: espace.ch

Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung lohnt es sich, rechtzeitig für eine Unterkunft zu sorgen. Die gibt's in großer Auswahl bei Romehome oder bei Romabed.



Current mood: Alles klar

»17:42     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog

Geändert am 28. März 2006 um 00:59
Mittwoch, 22. März 2006

Die Aurelianische Mauer
linked image
Teil der Aurelianischen Mauer in der Nähe der Porta Maggiore. Gut erkennbar einer der 383 Wehrtürme und die Bögen des integrierten Aquäduktes der Aqua Claudia.

Die Aurelianische Mauer ist die bedeutendste Stadtmauer von Rom, deren erste Bauphase unter Kaiser Aurelian (270 - 275) begonnen und unter Kaiser Probus (276 - 282) vollendet wurde. Rom hatte schon eine Mauer aus früherer Zeit, die "Servianische Mauer", aber die Stadt war längst über den alten Mauerring hinausgewachsen.

Die Errichtung der Mauer stellte das politische Eingeständnis der Kaiser dar, dass selbst Rom, die Hauptstadt des Imperiums, mit einem Angriff germanischer Volksstämme rechnen musste. In den Jahren 254 - 259 n. Chr. waren bereits mehrfach germanische Stämme auf italischem Boden erschienen, so etwa die Alemannen und die Goten. Bisher hatte Rom diese erfolgreich zurückschlagen können, bevor die Hauptstadt unmittelbar angegriffen werden würde, allerdings war es nur eine Frage der Zeit, wie lange dies noch gehen würde.
Teil der Aurelianischen Mauer in der Nähe der Porta Maggiore. Gut erkennbar einer der 383 Wehrtürme und die Bögen des integrierten Aquäduktes der Aqua Claudia
vergrößern
Teil der Aurelianischen Mauer in der Nähe der Porta Maggiore. Gut erkennbar einer der 383 Wehrtürme und die Bögen des integrierten Aquäduktes der Aqua Claudia

Die Mauer war 19 km lang, ursprünglich 6 m hoch und ca. 3,5 m tief. Der größte Teil war aus Ziegelsteinen gemauert worden. Es gab 18 größere Tore und 383 Wachtürme, jeweils in einem Abstand von ungefähr 30 m. Die Architekten bezogen viele bestehende Bauten in die Befestigungen mit ein, was ein deutliches Zeichen für die Eile des Bauvorhabens darstellt. Beispielsweise das berühmte Grabmal des Gaius Cestius, die Cestius-Pyramide, das Amphitheatrum Castrense und Teile des Aquädukts Aqua Claudia wurden so Teil der Mauer.

Die so entstandene Stadtmauer stellte jedoch nur einen befriedigenden Schutzwall gegen solche Angreifer dar, denen die technischen und sonstigen Voraussetzungen für eine längere Angriffswelle oder gar eine Belagerung fehlte. Bereits Kaiser Maxentius ließ die Mauer zu Beginn des 4. Jahrhunderts n. Chr. etwas erhöhen. Später ließen die Kaiser Honorius (395 - 423) und Arcadius (395 - 408) die Mauern auf fast 11 m erhöhen und verstärken. Jetzt wurde auch das Mausoleum des Kaisers Hadrian, die spätere Engelsburg, als Zitadelle in die Befestigungen integriert. Vielfach wurden die Tore zu wahren Festungstürmen ausgebaut.

Durch die Integration in die Mauer wurden die alten Gräber als Teil der Verteidigung Roms wichtig und blieben daher auch nach dem Siegeszug des Christentums erhalten. Nach dem Untergang des antiken Rom waren die Stadtväter um den Schutz heidnischer Gräber nicht sehr bemüht, aber die Stadtmauer wurde bewahrt und geschützt.

Das Problem der aurelianischen Mauer war ihr Umfang: Rom hatte im Grunde nie genug Soldaten, um die ganzen 19 km der Mauer zu bemannen. Dennoch stellte die Aurelianische Mauer einen wirksamen Schutzschild gegen die immer aufdringlicher werdenden Germanen dar. Die Goten und Vandalen, denen es in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts gelang, Rom einzunehmen, bewältigten nicht die Aurelianische Mauer, sondern bedienten sich eines Tricks: Sie kappten die Wasserleitungen der Römer und zwangen sie dadurch letztendlich zum Öffnen der Tore der Stadt Rom.

Den letzten großen Dienst sollte die Aurelianische Mauer Papst Pius IX. leisten, als er sich gegen diejenigen wehren wollte, die einen Staat Italien mit der Hauptstadt Rom errichten wollten. Sein Ansinnen war vergeblich und die Aurelianische Mauer verlor endgültig ihre Funktion als schützende Stadtmauer, da Rom einfach über ihre Begrenzungen hinauswuchs.

Heute sind noch sehr viele Reste der einst antiken Stadtmauer zu erkunden. Gerade gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden viele Teile wieder in den vermeintlich antiken Urzustand zurückversetzt und von mittelalterlichen oder frühneuzeitlichen Anbauten befreit.

Quelle: Netlexikon



Current mood: Alles klar

»15:32     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog


Montag, 20. März 2006

Jetzt für Papst-Messe anmelden
linked image

Anmeldungen für die Heilige Messe mit Papst Benedikt XVI. in München sind ab sofort möglich. Das teilte das Erzbistum München am Montag mit. Die Heilige Messe findet am 10. September um 9.30 Uhr auf dem Gelände der Neuen Messe München statt.

Es werden mehrere hunderttausend Menschen erwartet. Bis 15. Mai können sich aus organisatorischen Gründen nur Pfarren und kirchliche Verbände anmelden. Einzelpersonen sollten sich deshalb einer Gruppe anschließen; ab 16. Mai ist eine Einzelanmeldung möglich. Informationen unter der Rubrik "Papstbesuch/Kartenbestellung" auf der Internetseite der Erzdiözese München.

Quelle: kath.net

Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung lohnt es sich, rechtzeitig für eine Unterkunft zu sorgen. Die gibt's in großer Auswahl bei Romehome oder bei Romabed.



Current mood: Grinsend

»23:49     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog

Geändert am 23. März 2006 um 17:42
Sonntag, 19. März 2006

An Ostern wird es eng
linked image
Zu Ostern drängen sich die Menschenmassen auf dem Petersplatz.

Rom-Besucher müssen in den ersten Aprilwochen mit einem großen Andrang in der Ewigen Stadt rechnen. Es stehe zu vermuten, dass die Pilgerströme anwachsen, sagt Claudia Fischbach vom Italienischen Fremdenverkehrsamt (ENIT) in Frankfurt.

Grund sind der erste Todestag von Johannes Paul II. am 2. April und die am 10. April beginnende Karwoche. Der Todestag falle ausgerechnet in den Zeitraum der Osterreisen, "wo ohnehin ein erhöhtes Aufkommen in der Stadt herrscht", erklärt Fischbach.

Wer jetzt erst Reisepläne schmiedet will, muss sich auf ausgebuchte Hotels und Flüge einstellen. "In der letzten Märzwoche und Anfang April steigen die Reisegruppen nach Rom stark an", sagt Bernhard Meyer, Geschäftsführer des Bayerischen Pilgerbüros in München. Allein das von den bayerischen Bistümern getragene Pilgerbüro bringe in diesem Zeitraum rund 1.000 Reisende nach Rom. Auch der aus Deutschland stammende Papst Benedikt XVI. ziehe weiterhin verstärkt zahlreiche deutsche Pilger an. 

Vor allem bei Besichtigungen im Vatikan ist laut Meyer mit Warteschlangen zu rechnen. Zu den klassischen Zielen wie den Museen und Kirchen kommt nun auch das Grab Johannes Pauls II. hinzu. Auch italienische Zeitungen hatten kürzlich gemeldet, dass täglich bis zu 20.000 Menschen in die vatikanischen Grotten unter dem Petersdom kommen, um die Grabstätte des verstorbenen Kirchenoberhauptes zu besuchen. In den Vorjahren seien dagegen nur einige hundert Menschen pro Tag gezählt worden. "Im Regelfall geht die Schleusung durch die Krypta zügig voran", so Meyer. Die Sicherheitskontrollen vor dem Petersdom müssten in der Zeitplanung jedoch ebenfalls berücksichtigt werden.

 
Um einen Romaufenthalt zu genießen, bietet sich laut Rüdiger Tramsen vom ökumenischen Veranstalter Biblische Reisen in Stuttgart dann wieder der Juni an. "Einen besonderen Reiz hat die Stadt auch im Juli und August", so der Italienkenner. Dann sei das Klima in Rom zwar recht heiß, aber dafür gebe es überall reichlich Platz. Die meisten Einwohner machen in dieser Zeit Ferien am Meer. "Sie haben dann jedenfalls genug Zeit und Muße für Besichtigungen."

Quelle: n-tv

Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung lohnt es sich, rechtzeitig für eine Unterkunft zu sorgen. Die gibt's in großer Auswahl bei Romehome oder bei Romabed.

Current mood: Alles klar

»15:31     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog

Geändert am 20. März 2006 um 23:49
Freitag, 17. März 2006

Tanja Kinkel besticht mit "Venuswurf"

linked image

Mit "Venuswurf" legt die Autorin Tanja Kinkel erneut einen spannungsgeladen Roman im historischen Sujet vor. Erschienen im Knaur Verlag.

Tanja Kinkel-Anhänger haben allen Grund zum Jubeln; denn mit dem jüngsten Roman "Venuswurf" hat die aus Bamberg stammende Autorin abermals einen ganz großen Wurf gelandet! Spannung pur verheißt ihr neuester Roman, der sich in der Epoche der Julisch-Claudischen Kaiserdynastie (27 v. Chr. bis 68 n. Chr.) abspielt.

Zwei faszinierende Frauen stehen im Zentrum einer packenden Geschichte aus dem dekadenten Rom im Jahre 7 n. Chr. - zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Julilla, die Enkelin des Augustus, setzt alles daran, ihren Bruder durch eine geschickt eingefädelte Intrige an die Spitze des Imperiums zu bringen. Als Werkzeug ihrer Machtspiele soll die Zwergin Andromeda dienen. Diese jedoch verfolgt eigene Pläne, seit sie als Sklavin aus der Provinz in die pulsierende Metropole verkauft wurde.

Durch Andromedas Augen lernt der Leser Rom in all seinen Facetten kennen: die Subura, das dampfende, dröhnende Viertel und den strahlenden Palatin. Die Welt der Reichen, des Luxus und der dekadenten Feste, die sich als Welt der Lüge, der Täuschung, der Manipulation und der Intrige entpuppt. Übrigens, "Venuswurf" bezeichnet beim Würfeln jenen Spielzug, mit dem man alles gewinnen kann - oder alles verliert. Andromeda, Julilla - und auch der Dichter Ovid - müssen schließlich den Venuswurf wagen.

Aufschlussreiche, packende Hintergrundinformationen im Anhang des Romans runden das Werk ab.

Tanja Kinkel, Venuswurf, 494 Seiten; gebunden mit Schutzumschlag; ISBN 3-426-66210-8; 19,90 Euro; erschienen im Knaur Verlag, München.



Current mood: Alles klar

»00:28     »1 Kommentare (0 )     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog

Geändert am 17. März 2006 um 00:30
Mittwoch, 15. März 2006

Luxus-Restaurants geprellt:
40-Jährige aus Rom verbannt

linked image

Eine Italienerin, die seit Jahren die Zeche in Luxus-Restaurants prellt, ist jetzt aus Rom verbannt worden. Die 40-jährige Rossana, die das schöne Leben genießt, dafür aber nicht bezahlt, wurde bekannt, weil sie immer wieder elegant gekleidet in berühmten Lokalen im Zentrum der Ewigen Stadt speist.

Am Ende des Dinners steht sie einfach auf und erklärt dem Besitzer, sie habe kein Geld. Die Polizei erstattet zwar Anzeigen, kann gegen die psychisch beeinträchtigte Frau, die nichts besitzt und allein lebt, aber nichts unternehmen.

"Künstlerin des Betrugs"

Daher hat der römische Polizeichef jetzt beschlossen, dass die Frau, die in einer Ortschaft 50 Kilometer von der italienischen Hauptstadt entfernt wohnt, Rom nicht mehr betreten darf.

Rossana, die die italienischen Medien als "Künstlerin des Betrugs" bezeichnen, ist nicht nur das Schreckgespenst der Wirte in Rom. Öfters ließ sie sich auch stundenlang bei teuren Friseuren und in Schönheitssalons behandeln, die sie ebenfalls nicht bezahlte.

Ihre Tricks haben längst das Interesse der Medien geweckt. In mehreren TV-Kanälen ist sie als Stargast aufgetreten. Trotz ihrer Popularität setzte sie ihre Restaurant-Tour fort. "Sie wissen nicht, wie viele Restaurants es in Rom gibt. Früher oder später werde ich aber alle besuchen", sagte sie den Journalisten.

Quelle: ORF



Current mood: Grinsend

»13:36     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog

Geändert am 15. März 2006 um 13:36
Dienstag, 14. März 2006

Das Nervaforum

linked image
Reliefplatte mit Abbild der Minerva.

Mit dem Bau des Nervaforum wurde unter Kaiser Domitian begonnen. Es entstand somit nach der beiden ersten Kaiserforen (Caesar- und Augustusforum) sowie dem Friedenstempel, der der Form nach auch einem Forum ähnelte. Es war angelegt als Verbindung zwischen dem Augustusforum und dem Friedenstempel (Templum Pacis) und wird daher auch Forum Transitorium genannt. Durch dieses "Verbindungsforum" wuchsen die Kaiserforen und der Friedenstempel (geschaffen von Kaiser Vespasian zu Ehren des Sieges über die Juden 75 n.Chr. und zur Aufbewahrung der Beute aus dem Jerusalemer Tempel) zu einen organischen Gesamtkomplex zusammen. Das Nervaforum wurde unter Kaiser Domitian nahezu fertiggestellt, aber erst von Kaiser Nerva im Jahre 97 n.Chr. eingeweiht. Von der Form her war das Forum lang und schmal (120 x 45 m).


Der Tempel der Minerva, der über einem Zweig der Cloaca Maxima erbaut wurde, war bis zum Beginn des 17. Jrh. gut erhalten. Papst Paul V. ließ ihn 1606 zerstören und mit dem so gewonnenen Material wurde ein Brunnen errichtet. Die Göttin Minerva, der der Tempel geweiht war, wurde von Kaiser Domitian besonders verehrt. Der Tempel war das beherrschende Element des Nerva-Forum.

Die Colonnacce

Blick auf die sogenannte Colonnacce An den südöstlichen Wand des ehemaligen Nervaforum finden sich die noch ansehnlichen Überreste der seitlichen Säulenreihen erhalten, die die Abgrenzung zum Friedenstempel bildeten. Auf einem Relief findet man ein Abbild der Göttin Minerva und auf dem Fries darunter Szenen mit arbeitenden Frauen. Minerva galt allgemein als Beschützerin der handwerklichen Arbeit.

Quelle: Antikefan.de

Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung lohnt es sich, rechtzeitig für eine Unterkunft zu sorgen. Die gibt's in großer Auswahl bei Romehome oder bei Romabed.



Current mood: Alles klar

»15:23     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog

Geändert am 19. März 2006 um 15:32
Montag, 13. März 2006

Fernfahrer ausgeraubt und verschleppt

linked image

Den Alptraum eines jeden Fernfahrers hat diese Woche ein Mann aus Kössen im österreichischen Tirol erlebt. Der 44-jährige wurde brutal überfallen und entführt.

Das Ganze passierte bei einer Tankstelle in Rom. Unter einem Vorwand konnten vier unbekannte Männer den Tiroler überreden, seinen Sattel-Lkw samt Ladung zu einer vermeintlichen Abladestelle zu fahren. Dann ging alles blitzschnell: Die Männer stülpten dem Lkw-Fahrer aus Kössen einen Stoffsack über den Kopf und fesselten ihn. Zuletzt verabreichen sie dem Tiroler noch eine Spritze ins Gesäß.

Nach rund einer Stunde Fahrt mit einem Pkw setzten die unbekannten Täter ihr Opfer ab, irgendwo auf einer Stiege in Rom. Täter und Sattel-Lkw verschwanden spurlos. Der Lkw war mit 450 Kartons T-Shirts und zwei Paletten Weißblech beladen. Der Gesamtschaden beträgt rund 200.000 Euro. Der Lkw-Fahrer kam mit dem Schrecken davon.

Quelle: ORF



Current mood: Wütend

»14:09     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog

Geändert am 13. März 2006 um 14:09
Freitag, 10. März 2006

Mit Air Berlin von Zürich nach Rom

linked image

Air Berlin erweitert ihr Streckennetz ab Zürich. Am 2. Mai 2006 nimmt die Fluggesellschaft eine neue Verbindung von Zürich nach Rom auf.

Abflug in Zürich ist Montag bis Freitag um 15:00 Uhr mit Landung in Rom um 16.20 Uhr. Von der italienischen Hauptstadt startet der Air Berlin-Jet um 12.45 Uhr und landet um 14:15 Uhr in Zürich.

Das Ticket für die einfache Strecke ist ab 49 Schweizer Franken inklusive Steuern und Gebühren ab sofort im Internet (www.airberlin.com), im Reisebüro oder telefonisch im Service-Center der Gesellschaft (Telefon 0848 737 800) buchbar. Im Preis inbegriffen sind Snacks und Getränke an Bord und es können Meilen für das Vielflieger-Programm Top Bonus gesammelt werden.

Quelle: Air Berlin



Current mood: Alles klar

»15:43     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog


Donnerstag, 9. März 2006

Basilika San Pietro in Vincoli

linked image
Mose von Michelangelo.

Die Basilika San Pietro in Vincoli (lateinisch Sancti Petri ad vincula, deutsch St. Peter in den Ketten) liegt am Esquilin-Hügel in der Nähe des Kolosseums. In ihr befindet sich Michelangelos Statue des Mose, welche dieser für das Grabmal Papst Julius II. fertiggestellt hatte.

Die Kirche stammt aus dem Jahr 431 und steht auf Überresten aus dem 2. Jahrhundert. Sie wurde durch Papst Sixtus III. eingeweiht. Unter dem Altar werden die Ketten (vincoli) aufbewahrt, mit denen Petrus angeblich im Marmertinischen Kerker gefesselt gewesen sein soll. In einem Seitenschiff liegt der deutsche Theologe, Philosoph und Kardinal Nikolaus von Kues (Cusanus) begraben.

Quelle: Netlexikon

Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung lohnt es sich, rechtzeitig für eine Unterkunft zu sorgen. Die gibt's in großer Auswahl bei Romehome oder bei Romabed.



Current mood: Grinsend

»15:33     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog


Mittwoch, 8. März 2006

Erholung für Römer:
Die Albaner Berge

linked image

Alle Wege führen nach Rom, heißt es - vor allem zu Ostern drängen sich dort Tausende. Mancher ist dann froh, wenn er einen Weg wieder aus der Ewigen Stadt hinaus findet, zum Beispiel in die Albaner Berge.

Zwischen den Hügeln und Kraterseen nahe der Hauptstadt erholten sich schon die alten Römer. Die Päpste errichteten hier ihre Sommerresidenz Castel Gandolfo - und in dem Örtchen Frascati kommen seit alters her Weinfreunde auf ihre Kosten. Auf den uralten Straßen Via Tuscolana oder Via Appia geht es von Rom aus Richtung Südosten.

Die Landschaft wird hügelig, an den Hängen stehen kleine Dörfer. "Castelli Romani" werden sie genannt, weil sie fast wie Burgen aussehen, manche sind nahezu so alt wie Rom selbst. Nach rund 20 Kilometern ist Frascati erreicht. Seit jeher belieferten seine Winzer die Tavernen der Hauptstadt mit trockenem Weißwein. Schon immer zog es den Adel hierher, das zeigen Renaissance-Bauten wie die Villa Aldobrandini.

In den weitläufigen Parks plätschern Wasserspiele unter dunklen Zypressen. Die Ruinen des nahe gelegenen Tusculum führen noch weiter zurück in die Vergangenheit: Cäsar, Cato, Cicero - sie alle unterhielten hier ihre Sommervillen.

Wenngleich davon nur spärliche Trümmer geblieben sind, so lohnen doch der weite Ausblick und die Ruinen von Amphitheater und Forum. Cicero widmete dem Ort gar eines seiner Hauptwerke: "Gespräche in Tusculum über den Weg zur Glückseligkeit". Kein Wunder, meint Don Antonio Tedesco vom deutschen Pilgerbüro in Rom, der bisweilen Reisegruppen durch die Albaner Berge führt. "Frische Luft, guter Wein - dabei kann man gut philosophieren." Auch das nahe gelegene Marino lebt vom Wein.

Ein Springbrunnen ziert den Marktplatz. "Hier fließt am ersten Sonntag im Oktober Wein statt Wasser", erzählt Don Antonio. Pinien säumen die kurvige Straße, bunte Häuser leuchten aus dem dunklen Grün der Berge hervor. Fast 1000 Meter hoch erhebt sich der Monte Cavo, den die Römer "mons albanus" nannten und als Sitz ihres obersten Gottes Jupiter verehrten.

Castel Gandolfo

Tatsächlich ist er - wie die ganze Region - das Überbleibsel eines gigantischen Vulkans, der erst Jahrhunderte vor der Gründung Roms erloschen war. Tiefblau liegen unten der Albaner See und der kleinere Nemi See. Er trägt den Beinamen "Spiegel der Diana", und nahe des Örtchens Nemi liegt ein uraltes Heiligtum dieser Göttin der Jagd.

Das Dorf selbst bietet einen Atem beraubenden Ausblick, und seine Häuser wirken wie die Kulisse eines Mittelalter-Films. In den Gassen hängen Schinken und Wurstketten. Salami mit Trüffel ist eine lokale Spezialität - genau wie der süße Likör aus Walderdbeeren. Auch Päpste kehrten im Dorf schon ein, wie seine Bewohner stolz berichten.

Das eigentliche Sommerquartier des Pontifex liegt jedoch in Castel Gandolfo, oberhalb des Albaner Sees. Der Palast, im 17. Jahrhundert unter anderem von Bernini umgestaltet, ist auch Sitz der päpstlichen Sternwarte - und für Besucher weitgehend tabu. Zum sonntäglichen Angelus-Gebet allerdings drängen sich im Sommer Mengen von Besuchern im Innenhof, um den Papst an seinem Ferienort zu erleben.

Laut Don Antonio sollte man sich allerdings informieren, ob der Heilige Vater am betreffenden Datum nicht doch ausnahmsweise auf dem Petersplatz betet: "Sonst kommen Sie extra mit dem Auto raus - und über Ihnen fliegt der Papst per Hubschrauber nach Rom."

Quelle: Netzeitung

Infos: Italienisches Fremdenverkehramt ENIT, Kaiserstraße 65, 60329 Frankfurt (Broschüren-Tel.: 00800/00 48 25 42)



Current mood: Alles klar

»13:27     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog

Geändert am 8. März 2006 um 13:27
Dienstag, 7. März 2006

Exorzist warnt erneut vor Harry Potter

linked image

Vom sympathischen Zauberer bis zum Fürsten der Finsternis ist es nicht weit, meint P. Gabriele Amorth.

Der Chef-Exorzist der Diözese Rom, P. Gabriele Amorth, hat die Harry-Potter- Bücher erneut verurteilt. Berichten zufolge sagte der Pater: "Man beginnt mit Harry Potter, der als sympathischer Zauberer daherkommt, aber man endet mit dem Bösen. Es besteht kein Zweifel, dass diese Bücher deutlich die Handschrift des Fürsten der Finsternis tragen.“

Der Exorzist, der jahrzehntelange Erfahrung mit dem Bösen hat, erläuterte, dass die Bücher J.K. Rowlings zahlreiche positive Bezugspunkte zur Magie, zur "satanischen Kunst" aufwiesen. In den Büchern werde versucht, einen falschen Unterschied zwischen schwarzer und weißer Magie herzustellen. Tatsächlich aber gebe es gar keinen Unterschied, "weil Magie sich immer zum Bösen wendet", erklärte er.

Amorth hatte sich schon vor vier Jahren zu dem Thema geäußert. Allerdings sind seine Kommentare in den USA in verschiedenen Medien unter den Teppich gekehrt oder im Wesentlichen heruntergespielt worden. Ein Großteil der Informationen wurde ausgelassen. Von dem, was Amorth tatsächlich gesagt hat, wurde lediglich zitiert: "Wenn Kinder den Film mit ihren Eltern sehen können, ist es nicht so schlimm."

Tatsächlich aber richtete er sich ganz entschieden gegen die Bücher. "So werden die Kinder der Welt zur Sünde der Lüge verführt", sagte er. "Allen, die in dem Buch nur eine nette, mitreissende Geschichte sehen, wissen nicht, dass der Satan sich immer hinter dem versteckt, was auf den ersten Blick harmlos und wie das Gute aussieht. Satan ist schlau, und ich fürchte, er benutzt Harry Potter, um sich über die Welt auszubreiten."

Ein bekannter Harry-Potter-Kritiker in Nordamerika, Michael O’Brien, sagte, der Harry Potter-Film habe mit dem Bild des Protagonisten maßgeblich aufgeräumt: Es sei weit weniger störend gewesen als in den Büchern.

Ein anderer Kritiker aus Rom wurde anfangs nur wenig zitiert: Papst Benedikt XVI., damals noch Kardinal Joseph Ratzinger. Im Jahre 2003, als er erlaubte, seine Kommentare zu den Büchern zu veröffentlichen, geschah das nur in Europa, nicht aber in den Vereinigten Staaten. Erst als dort 2005 dessen Brief zu Harry Potter erschien, wurde die Medienszene mit der Nachricht überschwemmt, Papst Benedikt stelle sich gegen die Figur.

An Gabriele Kuby, entschiedene Gegnerin von Harry Potter aus Deutschland, habe er geschrieben: "Es ist gut, dass man die Leute über Harry Potter aufklärt, weil solche subtilen Verlockungen, die unbemerkt wirken und so die Christenheit in der Seele zutiefst zerstören, bevor sie richtig wachsen kann."

Quelle: KathNet



Current mood: Skeptisch

»14:22     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog


Montag, 6. März 2006

Häuslebauen im alten Rom

linked image

Die auf mittelprächtige 2D-Echtzeitstrategie-Titel spezialisierten Entwickler von Haemimont ("Celtic Kings", "Rising Kingdoms") wagen zusammen mit CDV Software Entertainment den Schritt in die dritte Dimension: "Die Römer" ist ein schmuckes Aufbaustrategie-Spiel vor dem Hintergrund des größten Imperiums der Antike. Im Spielverlauf soll der user all die Aufgaben eines Städteplaners bewältigen müssen, die in dem von der "Caesar"-Reihe geprägten Genre üblich sind: Man muss die Bürger mit Nahrung, Wasser und Luxusgüter versorgen, Tempel errichten, Gärten anlegen und Krieger ausbilden, um einfallende Barbarenhorden abzuwehren.

Besonderes Augenmerk legen die Entwickler nach eigenen Angaben auf eine leicht von der Hand gehende Steuerung und den größtmöglichen Komfort. "Die Römer" erscheint im Juni dieses Jahres und tritt damit in direkte Konkurrenz mit den gleich aufgebauten "Caesar IV" und "Heart of Empire: Rome".

Quelle: Krawall Gaming Networks



Current mood: Alles klar

»14:14     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog


Freitag, 3. März 2006

"Lebenslang" für Lioce

linked image
Nadia Desdemona Lioce.

Das römische Kassationsgericht, die dritte und letzte Instanz im italienischen Strafsystem, hat am Donnerstag die lebenslange Haftstrafe für die Aktivistin der "Neuen Roten Brigaden", Nadia Desdemona Lioce, bestätigt, zu der sie im vergangenen Jahr verurteilt worden war.

Die 46-Jährige war wegen ihrer Rolle in dem Schusswechsel verurteilt worden, bei dem im März 2003 in einem Zug zwischen Rom und Florenz ein Polizist und ein Terrorverdächtiger getötet wurden.

Lioce war außerdem wegen der Beteiligung an der Ermordung zweier Regierungsberater, Massimo D·Antona und Marco Biagi, zwei Mal zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden. Lioce war Mitglied einer neugegründeten Zelle der linksextremistischen Terrorgruppe "Rote Brigaden", die in den 70er und 80er Jahren in Italien mehr als 300 Personen ermordet hatten.

Lioce hatte sich zu den Morden an dem Arbeitsrechtsexperten D’Antona im Mai 1999 und an Biagi bekannt. Beide waren wegen ihres Einsatzes zur Reform des italienischen Arbeitsmarkts in die Schusslinie der Terroristen geraten. Im Oktober 2003 hatte die italienische Polizei neun hochrangige Aktivisten der "Neuen Roten Brigaden" festgenommen.

Quelle: Südtirol Online



Current mood: Gelangweilt

»16:55     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog


Donnerstag, 2. März 2006

Rom: Kohl wirbt für Prodi

linked image
Romano Prodi.

Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) hat bei einem Besuch in Rom erklärte, er wolle Romano Prodi - Mitte-Links-Herausforderer von Ministerpräsident Silvio Berlusconi bei den Parlamentswahlen Anfang April - im Wahlkampf unterstützen: "Ich möchte, daß mein Aufenthalt hier als Unterstützung für Prodi verstanden wird, der ein großer Europäer ist", erklärte der Altkanzler. Prodi sei ein "hervorragendes Beispiel für einen kosmopolitischen Italiener, der mit den Wurzeln seines Landes verbunden ist, aber fähig ist, über die Grenzen zu schauen".


Die in der Berlusconi-Koalition verbliebenen Christdemokraten reagieren pikiert auf Kohls Einmischung in den italienischen Wahlkampf. Der Altkanzler traf sich zwar - um die Form zu wahren - mit ihnen zum Abendessen. Ein Wort des Lobs für die Berlusconi-Freunde war Kohl danach aber nicht zu entlocken. Parlamentspräsident Pierferdinando Casini, prominentester Christdemokrat im Mitte-Rechts-Bündnis, schickt dem deutschen Parteifreund deswegen verärgert hinterher: "Mich interessiert nicht, was Kohl wählt, weil Kohl nur in Deutschland wählt."

Quelle: Europolitan



Current mood: Skeptisch

»16:50     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog


Mittwoch, 1. März 2006

Kommission: Breschnew befahl
Attentat auf den Papst

linked image
Leonid Iljitsch Breschnew.

Der ehemalige sowjetische Staatschef Leonid Breschnew war nach Untersuchungen einer italienischen Parlamentskommission Drahtzieher des Attentats auf Papst Johannes Paul II. von 1981. "Dieser Ausschuß glaubt ohne jeden Zweifel, daß die Führung der Sowjetunion die Initiative ergriff, um Papst Karol Wojtyla aus dem Weg zu schaffen"; sagte Kommissionschef Paolo Guzzanti. Der Mordversuch sei "in seiner Bedeutung ohne Beispiel in der modernen Geschichte". Bulgarische Geheimagenten seien benutzt worden, um die Tat zu verschleiern. Die DDR-Stasi sollte die Spuren durch gezielte Desinformation der Medien verwischen.

Der im Frühjahr 2005 verstorbene Papst Johannes Paul II. war am 13. Mai 1981 von dem türkischen Attentäter Mehmet Ali Agca auf dem Petersplatz in Rom angeschossen und schwer verletzt worden. Agca wurde festgenommen und zu lebenslanger Haft wegen versuchten Mordes verurteilt, im Juni 2000 aber nach seiner Begnadigung freigelassen. Papst Johannes Paul II. vergab ihm noch auf dem Krankenbett seine Tat.

Alle Vorbereitungen und Entscheidungen zur Durchführung des Anschlags seien dem militärischen Geheimdienst Rußlands übertragen worden, so der Report. Dieser stützt sich auch auf Aussagen Wasili Mitrochins, eines hochrangigen sowjetischen Archivars während des Kalten Krieges. Mitrochin war 1992 nach Großbritannien übergelaufen. Die Kommission hat den Fall 2005 nach Aussagen des Papstes kurz vor dessen Tod neu aufgerollt. In einem Buch hatte er geschrieben, er sei überzeugt, daß jemand den Anschlag von langer Hand geplant habe. Das aus Polen stammende Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche gehörte bereits vor seinem Amtsantritt 1978 zu den schärfsten Gegnern des Sowjetsystems.

Quelle: Berliner Morgenpost



Current mood: Traurig

»16:47     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

von: romehome    in: Rom-Blog

Geändert am 21. Juli 2006 um 17:32



romehome "Anderer Orten muß man das Bedeutende aufsuchen, hier werden wir davon überdrängt und überfüllt.(...) Man müßte mit tausend Griffeln schreiben, was soll hier eine Feder!"

Goethe in Rom, am 7. November 1786

Dieses Weblog soll alle möglichen Infos über Rom liefern - ohne An-
spruch auf Vollständigkeit: Aktuelle Nachrichten, Historisches, Kuli-
narisches, Hinwei-
se, wie man eine Ferienwohnung, ein Zimmer oder eine Pension findet und vieles mehr.
Links
Ferienwohnung Rom
Pension Rom
Romaculta
Einladung nach Rom
Ombelico
Die-Römer-Online
Roma Antiqua
Wikipedia
Lange-Weile