Illegale Taxifahrer foppen Touristen

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Vorsicht vor illegalen Taxifahrern.


Für viele Rom-Besucher beginnt ihre Traumreise in die Ewige Stadt mit einem Albtraum: Am Flughafen haben sie sich von einem nett wirkenden Taxifahrer ansprechen lassen, der ihnen anbietet, sie zum Hotel ins Zentrum zu fahren.


Dort angekommen verlangt der Mann eine astronomische Summe für die Fahrt, manchmal drei Mal mehr, als ein regulärer Taxi-Transfer gekostet hätte. Meckern nutzt nichts, auf Italienisch und äusserst gebrochenem Englisch besteht der Fahrer auf dem Wucherpreis. Und die verunsicherten Touristen zahlen - fast ausnahmslos.

200 Euro für einige hundert Meter

Illegale Taxifahrer sind in Rom seit Jahren ein Problem. Die meisten sind Stammgäste auf den beiden städtischen Flughäfen Fiumicino (Leonardo da Vinci) und Ciampino und dem Bahnhof Termini. So zahlten zwei Amerikaner kürzlich 200 Euro, um eine nur wenige hundert Meter lange Strecke vom Bahnhof bis zu ihrem Hotel zurückzulegen. Der "normale" Preis sollte maximal 40 Euro nicht überschreiten.

"Sie hatten gar nicht bemerkt, dass ihr Hotel nur einen halben Kilometer entfernt lag, weil der Taxifahrer mit ihnen eine Tour durch die Peripherie gemacht hat", erzählt ein in Rom lebender Freund der US-Touristen.

Ehrliche Taxifahrer bleiben auf der Strecke

Die so genannten "Abusivi" (Illegalen) fangen Touristen vor dem Airportgebäude ab, bevor diese die regulären Taxis überhaupt gesehen haben. Das schadet nicht nur den gefoppten Touristen, sondern vor allem den ehrlichen Taxifahrern.

Anzeigen bei der Polizei nutzen kaum etwas, sagt Nicola Di Giacobbe von der Gewerkschaft Unica, die die 5800 legalen "tassisti" in der Stadt vertritt. Die Polizei wolle einfach nichts gegen das Problem unternehmen, ärgert er sich.

Und Taxifahrer, die sich beschweren wollten, würden häufig von den Illegalen bedroht und zusammengeschlagen: "Erst letzten Oktober mussten ein Taxifahrer mit einer gebrochenen Nase und sein Kollege mit anderen Brüchen ins Spital gebracht werden, nachdem eine Gruppe 'Abusivi' sie attackiert hatte", erzählt Di Giacobbe.

Mit korrupten Beamten unter einer Decke

Immer wieder heisst es, die illegalen Taxifahrer steckten mit Beamten am Flughafen und am Bahnhof unter einer Decke. Gegen eine kleine Geldsumme erhielten sie die Erlaubnis, die Taxi-Schlange vor den Flughafengebäuden zu überspringen und ohne Wartezeiten Fahrgäste einzuladen.

"Das ist mittlerweile ein kleines kriminelles Netzwerk geworden, das seinen Hauptsitz bei den internationalen Ankünften in Fiumicino hat, sagt Di Giaccobbe.


Quelle: Bluewin

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