Dienstag, 28. Februar 2006
Einkaufen in Rom

Der Campo dei Fiori.
Mit Einkaufen kann man in Rom fast genauso viel Zeit verbringen wie mit Besichtigungen und Stadttouren. In der ewigen Stadt finden Sie alles, von der antiken Schmuckschatulle bis hin zur schicken Designermode.
Neben Mailand ist Rom die wichtigste Modestadt Italiens. Die Boutiquen von Gucci, Bulgari, Fendi, Laura Biagiotti, Versace und anderen Top-Designern sind in der berühmten Via Condotti und in den angrenzenden Straßen Via Borgognona and Via Frattina zu finden.
Schicke Kleidung zu erschwinglicheren Preisen gibt es in der Via del Corso, welche die Via Condotti kreuzt. Eine Alternative zur Via del Corso auf der anderen Seite des Tibers ist die Einkaufsmeile die sich von der Via Ottaviano (Metrostation Ottaviano) bis zur Via Cola di Rienzo erstreckt.
Die Via del Governo Vecchio in der Nähe der Piazza Navona ist die Hauptadresse für Second Hand Mode in Rom.
Antiquitäten, Kunsthandwerk
Antiquitäten und Kunstobjekte gibt's in der Via dei Coronari in der Nähe der Piazza Navona erstehen. Weitere Adressen sind die Via Giulia, die zwischen Ponte Vittorio Emmanuele und Ponte Sisto parallel zum Tiber verläuft, und die Via Babuino, welche vom Piazza del Popolo abgeht.
Schnäppchen kann man eventuell in der Via dei Cappellari oder der Via del Pellegrino in der Nähe des Campo di Fiori ergattern.
Märkte
In Rom finden jede Woche zahlreiche Märkte statt.
Porta Portese heißt der riesengroße Flohmarkt, der jeden Sonntag von 6 Uhr bis 14 Uhr in Trastevere nahe des Flusses stattfindet. Hier gibt es alles was Sie sich erdenken können: Second Hand Lederjacken, elegante Schuhe und Taschen, Fußballtrikots, historische Postkarten, handgearbeitete Pfeifen, antike Möbel, Fahrräder,...
Jeden Vormittag (bis ca. 13 Uhr) von Montag bis Samstag findet in der Via Sannio in San Giovanni ein ausgezeichneter Kleidermarkt statt.
Auf dem Campo dei Fiori findet jeden Morgen (außer sonntags) der legendäre Blumen- und Gemüsemarkt von Rom statt.
Das wöchentliche Veranstaltungsheft „roma c’è“ enthält eine aktualisierte Übersicht (in Italienisch) über die Märkte in Rom - zu erhalten ist „roma c’è“ in Zeitungskiosken (edicole).
Quelle: In-Rom.de
Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung lohnt es sich, rechtzeitig für eine Unterkunft zu sorgen. Die gibt's in großer Auswahl bei Romehome oder bei Romabed.
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Geändert am 28. Februar 2006 um 17:16 Montag, 27. Februar 2006
Aufregung: Vibratoren in
Apotheken erhältlich
In Rom herrscht Aufregung, weil Vibratoren nun auch in Apotheken verkauft werden dürfen - Resultat einer Vertriebsvereinbarung des Kondomerzeugers Durex, der auch Sexspielzeuge vertreibt, mit dem Verband der kommunalen Apotheken, Farmacap.
Vibratoren werden in der Apotheke künftig zu einem Preis von bis zu 75 Euro zu kaufen sein, berichteten italienische Medien heute. "Es ist Zeit, dein Spielzeug zu wechseln", lautet der Werbeslogan dazu.
Die Initiative löste bereits den Protest einiger Apotheker aus, die sich weigern, Vibratoren zu verkaufen. Andere wollen sie zwar verkaufen, aber nicht ausstellen. "Das Zeug sollte lieber weiterhin nur in Sex-Shops verkauft werden", meinte einer von ihnen.
Quelle: ORF
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Sonntag, 26. Februar 2006
Jahrestag von Johannes Paul II.

In der Diözese Rom laufen die Vorbereitungen für den ersten Jahrestag von Johannes Paul II.
Die Diözese Rom bereitet sich auf die Feierlichkeiten zum ersten Todestag von Papst Johannes Paul II. vor. In einem Brief bat Kardinalvikar Camillo Ruini alle Einwohner der Stadt darum, am 2. April zusammen mit Papst Benedikt XVI. im Gebet ihre tief "empfundene Dankbarkeit" für die Verdienste Johannes Pauls auszudrücken, wie Radio Vatikan berichtet.
Am 2. April um 21 Uhr, zur Todesstunde Johannes Pauls II., werde auf dem Petersplatz der Rosenkranz für den Verstorbenen gebetet, hieß es in der Erklärung weiter. Am nächsten Tag feiert Papst Benedikt XVI. eine Messe im Petersdom.
Quelle: kath.net
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Geändert am 27. Februar 2006 um 17:14 Samstag, 25. Februar 2006
Forscher: Gladiatoren weniger
grausig als dargestellt

Russel Crowe im Film "Gladiator".
Echte Gladiatoren aus dem alten Rom würde das Grausen befallen: Die blutrünstigen Kampfszenen in Hollywood-Filmen entsprachen ganz und gar nicht der damals angewandten Kampftradition, berichtet die britische Wissenschaftszeitung "New Scientist".
Kaum Verstümmelungen
Die Kämpfe in der Arena seien zwar grausam gewesen, folgten aber strikten Regeln, zitiert das Blatt die österreichischen Forscher Karl Grossschmidt und Fabian Kanz von der Medizinischen Universität Wien und dem Archäologischen Institut. Mit Computertomografen und gerichtsmedizinischen Mitteln untersuchten sie die Todesursache von 67 Gladiatoren, deren Gebeine in Ephesus in der Türkei gefunden wurden. Dabei zeigte sich, dass nur wenige Körper mehrere Wunden gleichzeitig oder Verstümmelungen aufwiesen.
Nachträglich mit dem Hammer erschlagen?
Das deute darauf hin, dass die Kämpfer nur eine Waffe tragen und nicht über ihre verletzten Gegner herfallen durften, heißt es weiter. Obwohl die meisten Gladiatoren Helme trugen, starben zehn der Untersuchten durch eine quadratische Wunde an der Kopfseite. Sie könnten deshalb erst außerhalb der Arena mit einer hammerartigen Waffe umgebracht worden sein - nicht unbedingt, um sie für einen verlorenen Kampf zu bestrafen, sondern um ihnen wegen unheilbarer Verletzungen einen langen schmerzhaften Tod zu ersparen.
Mit Schiedsrichtern
Damit seien Bilder wie in Ridley Scott's Römer-Epos "Gladiator" kaum authentisch, sagen die Forscher. In dem Film wird die Arena als Ort ungezügelter Gewalt und Verstümmelung dargestellt. Abbildungen auf römischen Kunstwerken zeigten zudem, dass die Gladiatoren nach ihren jeweiligen Fähigkeiten gut abgestimmt ihre Gegner zugeteilt bekamen und Regeln folgten, die von zwei Schiedsrichtern durchgesetzt wurden.
Quelle: T-Online
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Donnerstag, 23. Februar 2006
Papst ernennt 15 neue Kardinäle

Papst Benedikt XVI. hat zum ersten Mal seit dem Beginn seines Pontifikats im vergangenen April neue Kardinäle ernannt. Die 15 sollten am 24. März feierlich in ihr Amt eingeführt werden, teilte Benedikt am Mittwoch in Rom mit. Unter den neuen Würdenträgern aus insgesamt elf Ländern ist unter anderen der Bischof von Hongkong, Joseph Zen. Mit seiner Ernennung unterstrich der Papst sein Engagement für die Religionsfreiheit in China: Zen hat wiederholt mehr Rechte für die Katholiken dort eingefordert.
Die Ernennung Zens sei ein gutes Zeichen, sagte der Wissenschaftler James Sung. Die chinesische Regierung könne ihren Druck auf die Katholiken in Hongkong jetzt nicht weiter erhöhen, ohne Popularität einzubüßen. Der 74 Jahre alte Zen selbst erklärte, noch sei unklar, ob er weiterhin in Hongkong bleiben oder nach Rom übersiedeln solle. Er ist erst der zweite aus China stammende Kardinal.
Benedikt erklärte, die neuen Kardinäle kämen aus allen Teilen der Welt und spiegelten damit die Allseitigkeit der katholischen Kirche wider. Er erhob auch den langjährigen Privatsekretär seines Vorgängers Johannes Paul II., den Krakauer Erzbischof Stanislaw Dziwisz, in den Kardinalsstand. Berufen wurden ferner Erzbischöfe aus Venezuela, Südkorea, Frankreich, Italien, Spanien, Ghana, den Philippinen sowie aus den USA. Ein Deutscher wurde nicht berücksichtigt.
Die Zahl der Kardinäle steigt damit auf 193, von denen insgesamt 112 unter 80 Jahre alt und damit berechtigt sind, an der Wahl des nächsten Papstes teilzunehmen. Johannes Paul II. hat während seines Pontifikats insgesamt 231 Kardinäle ernannt.
Quelle: Die NeueEpoche online
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Mittwoch, 22. Februar 2006
Die Kirche Santa Maria Maggiore
Santa Maria Maggiore (deutsch: die größere heilige Maria(-Kirche)) ist eine der vier Patriarchalbasiliken Roms. Sie befindet sich im exterritorialen Besitz des Heiligen Stuhls. Gegenwärtiger Erzpriester der Patriarchalbasilika ist Kardinal Bernard Francis Law.
352 wurde durch Papst Liberius der Grundstein für die erste Marienkirche des Abendlandes gelegt. Der Sage nach sei die Madonna in der Nacht auf den 5. August dem römischen Kaufmann Johannes und seiner Frau erschienen und habe versprochen, dass ihr Wunsch nach einem Sohn in Erfüllung ginge, wenn ihr zu Ehren eine Kirche an der Stelle errichtet würde, wo am nächsten Morgen Schnee läge. Das Ehepaar begab sich darauf hin zu Liberius, welcher den selben Traum hatte. Am Morgen des 5. August sei die höchste Erhebung des Esquilinhügels weiß gefärbt von Schnee gewesen. Deshalb trägt diese Kirche bis heute auch den Namen Santa Maria ad Nives (deutsch: Maria Schnee). Die Basilika ist die größte der über 40 Marienkirchen Roms. Die Basilika ist exterritoriales Besitztum des Vatikans.
Der Bau
Die heutige Kirche wurde unter Papst Sixtus III. errichtet, nachdem 431 das Konzil von Ephesus Maria, die Mutter Jesu, als Gottesgebärerin verkündet hatte. Dies führte zu einem Aufblühen des Marienkultes. Der Bau wurde von 432 bis 440 errichtet und ist bis heute im Wesentlichen erhalten. Es handelt sich um eine flachgedeckte, dreischiffige Säulenbasilika, die mit zahlreichen Anbauten versehen ist. Das Querschiff wurde im 13. Jahrhundert errichtet, wie auch die heutige Apsis der Kirche. Im Jahr 1377 wurde die 75 Meter hohe Campanile (Glockenturm) im Stil der Romanik fertiggestellt. Sie gilt als der höchste Turm im Stil der Romanik in Rom.
In den Jahren 1584-1590 wurde die vom Sixtus V. gestiftete und vom Domenico Fontana entworfene Cappella Sistina an das Querschiff angefügt. Im Jahr 1613 folgte die Cappella Paolina des Architekten Flaminio Ponzio, die vom Papst Paul V. gestiftet wurde. Beide lassen das Querschiff deutlicher erscheinen. Von außen lässt sich dies jedoch nicht erkennen, da die Kirche durch ihre anderen Anbauten wie das Baptisterium (1605), die Cappella Sforza (1564-73) und die Cappella Cesi (um 1550) wie ein einheitlicher Block erscheint.
Das Äußere der Kirche wird vor allem durch die Hauptfassade des Architekten Ferdinando Fuga von 1741 im Stil des Barock und die ab 1670 geschaffene ebenfalls barocke Chorfassade vom Carlo Rainaldi bestimmt.
Ausschnitt aus einem Mosaik in Santa Maria MaggioreDas Innere wird vor allem durch den Fußboden mit Kosmaten-Einlegearbeit aus dem 13. Jahrhundert bestimmt, welcher als der schönste dieser Art aller römischen Kirchen gilt. Einzigartig sind auch die Mosaiken aus dem 5. Jahrhundert, die an der Hochschiffwand im Triumphbogen der Apsis (dort von 1292) zu finden sind und einen Zyklus alttestamentlicher Erzählungen darstellen.
Im 16. Jahrhundert wurde die Kassettenholzdecke mit dem ersten Gold aus Amerika ausgestattet, wie auch die Kirche Il Gesù.
Architektur und Kunst
Erwähnenswert ist bereits der Platz vor der Kirche, hier steht eine monumentale Säule aus der Maxentiusbasilika. In der Vorhalle befindet sich links die Porta Santa. Die 36 Säulen, die das Hauptschiff markieren, sind aus griechischem Marmor gefertigt und stammen vom Tempel der Juno auf dem Aventin. Darüber befinden sich 36 gut erhaltene Mosaike römischen Stils aus der Erbauungszeit mit Szenen aus der Mosesgeschichte. Byzantinischer wirken dagegen die Mosaiken des Triumphbogens aus derselben Zeit, welche die Geburt Christi darstellen. Das besonders prunkvolle Mosaik in der Apsis zeigt die Marienkrönung. Der majestätische Baldachin über dem Papstaltar von Ferdinando Fuga ist wahrscheinlich vom Baldachin Gian Lorenzo Berninis in St. Peter inspiriert worden.
Seitenkapellen
Zwei große Kapellen rechts und links vom Hauptaltar ersetzen das ursprünglich nicht vorgesehene Querschiff. Die Capella Borghese links, die zur Zeit des Borghese-Papstes Paul V. entstand, gilt als prunkvollste Privatkapelle aller römischen Kirchen und enthält das Gnadenbild Salus Populi Romani, das einst als Lukasikone angesehen wurde.
Gegenüber liegt die Sakraments-Kapelle von Domenico Fontana aus der Zeit Sixtus V.. Das kostbare Bronzeziborium stammt von L. Scalzo.
Reliquien
In der Confessio unterhalb des Papstaltars befinden sich Reste einer Krippe, die Teile der Krippe von Bethlehem sein sollen. Davor befindet sich eine Statue des Papstes Pius IX..
In der Krypta sind mehrere Mitglieder der Familie Borghese beigesetzt. Bernini liegt rechts hinter dem Papstaltar begraben.
Quelle: Wikipedia
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Geändert am 22. Februar 2006 um 18:33 Dienstag, 21. Februar 2006
Die Villa Giulia

Die Villa Giulia ist eine ehemals päpstliche Sommerresidenz im Norden Roms, die heute zum Museo Nazionale Etrusco di Villa Giulia umgewidmet ist.
Sie steht in einem Bereich Roms, der als Vigna Vecchia bekannt ist und früher an die Stadtmauern angrenzte, einem Gebiet, dass auf dem Abhang des Monte Parioli zum Tiber hin in der Nähe der Villa Borghese liegt. Die heutige Villa ist nur ein kleiner Teil des früheren Besitzes, der sich schließlich aus drei Gebäudekomplexen zusammensetzte. Hier ließ sich Papst Julius III. eine Sommerresidenz oder eine Villa Suburbana bauen.
Wie alle Landhäuser hatte auch die Villa Giulia einen Zugang zur Stadt hin (an der römischen Via Flaminia) und einen Garten hinter dem Haus. Die Villa selbst lag an der Schwelle zwischen der städtischen und der ländlichen Welt, eine im wesentlichen römische Konzeption, die später in jeder urbanen Kultur Westeuropas übernommen wurde. Das Casino (kleines Haus) wurde nach Plänen von Giacomo Barozzi da Vignola zwischen 1551 und 1553 gebaut. Auch Bartolomeo Ammanati, Giorgio Vasari und Michelangelo arbeiteten hier. Der Papst investierte große Geldsummen in die Ausstattung der Villa, die eines der besten Beispiele manieristischer Architektur ist.
Vignolas städtische Front des Gebäudes ist eine ockergelbe zweistöckige Fassade, bei dem jedem Geschoss der gleiche Wert gegeben wurde. Sie hat in ihrer Mitte die einen reich detaillierten Torbogens, der sich in seiner Struktur im Obergeschoss fortsetzt, mit nur je zwei Fenstern rechts und links daneben.
Auf der Rückseite des Gebäudes ist Ammanatis große Loggia, von der aus man den ersten von drei Höfen überblickt und Zugang zum Garten und zum Zentralhof hat: zwei Marmortreppen führen ins das Herz des Hauses, ein Nymphäum, um im Sommer die Mahlzeiten draußen einnehmen zu können. Die Struktur der gedeckten Loggien auf drei Ebenen, mit Marmorstatuen und Balustraden dekoriert, erstreckt sich um einen zentralen Brunnen, in dessen kühler Umgebung man, geschützt vor der sengenden Sonne, sich den ganzen Tag über aufhalten konnte. Dieser zentrale Brunnen, die Fontana dell'Acqua Vergine, ist ein Kunstwerk für sich, geplant und ausgeführt von Vasari und Ammanati, und zeigt Flussgötter und Karyatiden. Aus der gleichen Wasserquelle, die diesen Brunnen speist, wird auch der Trevi-Brunnen in Rom bedient.
Das Casino della Vigna (kleines Haus im Weingarten), wie es früher bezeichnet wurde, und seine Gärten wurden mitten in die Weinberge gesetzt. Die Teilnehmer an den päpstlichen Feierlichkeiten konnten sich an den Toren des Vatikans einschiffen, sie wurden den Tiber hinauf bis zur privaten Anlegestelle der Villa transportiert, Spaziergänge im Garten und Mahlzeiten im Nypheum schlossen sich an.
Geschichte
Nach Papst Julius’ Tod beschlagnahmte sein Nachfolger Paul IV. den gesamten Besitz. Die Villa wurde aufgeteilt, das Hauptgebäude und Teile des Gartens wurden Eigentum der Camera Apostolica. Ein anderer Teil der Anlage wurde den Neffen des Papstes aus der Familie Borromeo überlassen.
1769 erfolgte eine Restaurierung auf Initiative des Papstes Klemens IV. 1870 fiel der Besitz bei der Auflösung des Kirchenstaates an das Königreich Italien. Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts ist hier das nationale Museum für etruskische Kunst untergebracht, das Museo Nazionale Etrusco di Villa Giulia.
Das Museum war 1889 mit dem Ziel gegründet worden, die römischen Antiquitäten aus dem Latium, dem südlichen Etrurien und Umbrien zu sammeln, sofern sie der etruskischen Kultur zuzurechnen sind. Ihre berühmtesten Exponate sind der Apollo von Veji und der fast lebensgroße Sarcofago degli Sposi, ein Begräbnismonument aus Terrakotta, auf dem sich Braut und Bräutigam zurücklehnen, als wären sie bei einem Festessen.
Seit 1947 findet im Nymphäum der Villa die Entscheidung über den Gewinner des Premio Strega, einem italienischen Literaturpreis, statt.
Quelle: Netlexikon
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Geändert am 21. Februar 2006 um 16:37 Montag, 20. Februar 2006
Außenminister Fini besucht Moschee in Rom

Der italienische Außenminister Gianfranco Fini hat am Samstag demonstrativ eine Moschee in Rom besucht und den Muslimen seinen Respekt bekundet. Der Besuch erfolgte einen Tag nach dem Fernsehauftritt seines Kabinettskollegen Roberto Calderoni mit einem T-Shirt, auf dem die umstrittenen Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed aufgedruckt waren. Calderonis Auftritt löste in Libyen massive Proteste aus, bei denen am Freitag mindestens zehn Menschen ums Leben kamen. Der Reformminister selbst trat am Samstag zurück.
Fini machte seinen Kabinettskollegen für die Ausschreitungen vor dem italienischen Konsulat in Bengasi verantwortlich. Calderonis Auftritt im Fernsehsender RAI sei eine Provokation gewesen, die dieser wohl nicht ganz realisiert habe, sagte Fini während seines Besuchs in Roms größten Moschee. Begleitet wurde Fini vom Generalsekretär des Islamischen Kulturzentrums in Italien, Abdellah Redouane. Finis Besuch des islamischen Gotteshauses sei nicht nur begrüßenswert, sondern eine Notwendigkeit, sagte Redouane.
Der Außenminister empfing am Samstag auch die Botschafter mehrerer arabischer Länder, darunter die Vertreter Libyens und Ägyptens.
Quelle: Finanzen.de
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Montag, 20. Februar 2006
Sorge um den Palatin

Der Palatin zwischen Kolosseum und Forum Romanum, der berühmteste Hügel Roms, droht langsam aber sicher zu verfallen. Wenn nicht bald dringend notwendige Restaurationsarbeiten vorgenommen würden, drohten Einstürze und Erdrutsche, berichteten italienische Zeitungen. Deshalb habe das Kulturministerium jetzt entschieden, fast vier Millionen Euro für erste Notmaßnahmen bereitzustellen. Ein Projekt für eine "Globaltherapie" des Palatin läge bereits seit rund zehn Jahren vor, jedoch habe es bisher immer an den finanziellen Mitteln gemangelt, um die Arbeiten zu beginnen, berichtete die Zeitung "Il Messaggero".
"Der
Palatin ist krank", titelte das Blatt. Der "Corriere della Sera" sprach
von "einer Wende beim größten Problem der römischen Archäologie".
Jedoch seien langfristig mindestens 130 Millionen Euro nötig, um den
Hügel zu retten, sagte Kulturminister Rocco Buttiglione. Erst im
November war nach heftigen Regenfällen eine kleine Mauer eingestürzt,
an vielen der historischen Bauwerke und Torbögen sind Risse zu
erkennen, während das berühmte Haus des Augustus - die Residenz des
römischen Kaisers - schon lange baufällig ist und für Touristen aus
Sicherheitsgründen geschlossen wurde.
Der Palatin gilt als der erste Hügel, der in der Antike besiedelt
wurde. Der Legende nach soll Romulus die Stadt 753 v. Chr. dort
gegründet haben. Später ließen Adelige und Kaiser hier ihre Paläste und
vornehmen Häuser bauen. Den Palatin mit seinen herrlichen Gärten können
Touristen heute mit der Eintrittskarte für das Kolosseum besuchen. Die
Besucherzahlen steigen ständig und belaufen sich derzeit auf etwa vier
Millionen im Jahr.
Quelle: Der Standard
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Samstag, 18. Februar 2006
Illegale Taxifahrer foppen Touristen

Vorsicht vor illegalen Taxifahrern.
Für viele Rom-Besucher beginnt ihre Traumreise in die Ewige Stadt mit einem Albtraum: Am Flughafen haben sie sich von einem nett wirkenden Taxifahrer ansprechen lassen, der ihnen anbietet, sie zum Hotel ins Zentrum zu fahren.
Dort angekommen verlangt der Mann eine astronomische Summe für die Fahrt, manchmal drei Mal mehr, als ein regulärer Taxi-Transfer gekostet hätte. Meckern nutzt nichts, auf Italienisch und äusserst gebrochenem Englisch besteht der Fahrer auf dem Wucherpreis. Und die verunsicherten Touristen zahlen - fast ausnahmslos.
200 Euro für einige hundert Meter
Illegale Taxifahrer sind in Rom seit Jahren ein Problem. Die meisten sind Stammgäste auf den beiden städtischen Flughäfen Fiumicino (Leonardo da Vinci) und Ciampino und dem Bahnhof Termini. So zahlten zwei Amerikaner kürzlich 200 Euro, um eine nur wenige hundert Meter lange Strecke vom Bahnhof bis zu ihrem Hotel zurückzulegen. Der "normale" Preis sollte maximal 40 Euro nicht überschreiten.
"Sie hatten gar nicht bemerkt, dass ihr Hotel nur einen halben Kilometer entfernt lag, weil der Taxifahrer mit ihnen eine Tour durch die Peripherie gemacht hat", erzählt ein in Rom lebender Freund der US-Touristen.
Ehrliche Taxifahrer bleiben auf der Strecke
Die so genannten "Abusivi" (Illegalen) fangen Touristen vor dem Airportgebäude ab, bevor diese die regulären Taxis überhaupt gesehen haben. Das schadet nicht nur den gefoppten Touristen, sondern vor allem den ehrlichen Taxifahrern.
Anzeigen bei der Polizei nutzen kaum etwas, sagt Nicola Di Giacobbe von der Gewerkschaft Unica, die die 5800 legalen "tassisti" in der Stadt vertritt. Die Polizei wolle einfach nichts gegen das Problem unternehmen, ärgert er sich.
Und Taxifahrer, die sich beschweren wollten, würden häufig von den Illegalen bedroht und zusammengeschlagen: "Erst letzten Oktober mussten ein Taxifahrer mit einer gebrochenen Nase und sein Kollege mit anderen Brüchen ins Spital gebracht werden, nachdem eine Gruppe 'Abusivi' sie attackiert hatte", erzählt Di Giacobbe.
Mit korrupten Beamten unter einer Decke
Immer wieder heisst es, die illegalen Taxifahrer steckten mit Beamten am Flughafen und am Bahnhof unter einer Decke. Gegen eine kleine Geldsumme erhielten sie die Erlaubnis, die Taxi-Schlange vor den Flughafengebäuden zu überspringen und ohne Wartezeiten Fahrgäste einzuladen.
"Das ist mittlerweile ein kleines kriminelles Netzwerk geworden, das seinen Hauptsitz bei den internationalen Ankünften in Fiumicino hat, sagt Di Giaccobbe.
Quelle: Bluewin
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Geändert am 21. Februar 2006 um 16:35 Freitag, 17. Februar 2006
Eine Drag-Queen becirct Rom

Keine schillert und glitzert mehr als sie (oder er): Haustermin bei Vladimir Luxuria, Spitzenkandidat(in) der italienischen Kommunisten in Rom.
Pigneto ist römisches Niemandsland, keine glamouröse Adresse, ein Quartier, eingeschlossen zwischen zwei lauten Ausfallstraßen und zwei Eisenbahnlinien. Keine Platanen, keine netten Läden. Hier, im ersten Stock eines nüchternen Palazzos, drei Zimmer, blaue Vorhänge, wohnt jemand, der nationalen Gesprächsstoff liefert. Auf dem Namensschild am Eingang steht Guadagno. Und das ist gut so. Das erspart Wladimiro Guadagno, geboren 1965 in Foggia, Süditalien, wohl viele unerwünschte Besucher.
Italien kennt ihn (oder sie) als Vladimir Luxuria - aus Filmen, vom Radio, aus Theaterstücken, vom Fernsehen. Luxuria ist eine Drag Queen. Und bald Italiens erste "übergeschlechtliche" Abgeordnete, ein Transsexueller: weder männlich noch weiblich. Rifondazione comunista hat Luxuria an den Kopf ihrer Römer Wahlliste gesetzt. Ihre Wahl ist garantiert. Und kontrovers. Regierungschef Silvio Berlusconi donnerte bei seinem jüngsten Auftritt ins Publikum: "Wollt Ihr Italien etwa dieser Luxuria ausliefern?"
Luxuria wischt sich eine lange schwarze Strähne aus den ungeschminkten Augen, rückt die Schlabberhose zurecht und sagt: "Entschuldige, ich bin soeben aufgewacht." Es ist 18 Uhr. "Weißt du: der Stress!" Aus der Küche dringt der Geruch lange gekochter Tomatensoße. Am Herd steht die Haushälterin, sie verbietet uns die Küche fürs Interview. Und so öffnet sich unverhofft das Universum dieses "Skandals", dieser "unpräsentablen Kandidatur". Im Wohnzimmer liegen Zeitungsausschnitte, Haarspray, eine grellgrüne Perücke, viel Schmuck, ein Spiegel mit Glühbirnen im Rahmen. Luxuria entschuldigt sich fürs "Chaos", dabei ist alles sehr ordentlich, bürgerlich fast. "Ja, ich bin viel langweiliger und biederer, als man sich das wohl gemeinhin vorstellt." Luxuria spricht von sich als Frau, von einer 40-jährigen Signora. Sie lacht über die Konfusion. Konfusion ist ihr Leben.
Die Rechte verhöhnt Luxuria als eine Kopie von Cicciolina, bürgerlich Ilona Staller, Pornostar aus Ungarn, die es 1987 ins Parlament geschafft hatte und mit entblößter Brust für Furore sorgte. "Da muss ich mich nicht verstecken," sagt Luxuria. Der Vergleich greift ohnehin viel zu kurz. Luxuria ist eine Persönlichkeit, Exponentin einer unterrepräsentierten Welt. Sie nennt sie die "Welt jener, die man für anders hält". Sie macht sich für Themen stark, die sie kennt: für die Emanzipation der Homosexuellen, für die Einführung von Partnerschaftsverträgen, für die Gewährung von Asyl für Schwule, die verfolgt werden. Und für Prostituierte. Sie war selbst eine. Weil es zum Überleben nicht gereicht hätte, wie sie sagt, damals, als sie mit 20 Jahren aus Foggia nach Rom kam, fürs Studium: Sprachen, abgeschlossen mit Auszeichnung.
Luxuria hat 1994 den ersten Gay Pride in Rom organisiert. Gegen alle, gegen den Papst, vor allem aber gegen die Bigotterie der so genannten säkularen Politiker. Ja, diese Kirche! Der junge Wladimiro wäre fast Priester geworden. Er wollte das Schwulsein unterdrücken. In Foggia waren Schwule "Marsmenschen". Wladimiros Mutter war Hausfrau, der Vater Lkw-Fahrer und wählte neofaschistisch. Der junge Wladimiro war Messdiener. Sein Weg schien vorgegeben. Bis er sich in einen anderen Messdiener verliebte. Sie tranken Wein aus dem Kelch, liebten sich in der Sakristei. Der Pfarrer erfuhr davon. Das war das Ende seines Kirchenwegs. Einmal spielte Wladimiro den Eltern vor, er habe eine Verlobte: "Das war meine einzige lesbische Erfahrung", sagt Luxuria und lacht. In der Römer Szene machte sie sich mit schrillen Auftritten schnell eine Namen. Ihre Sendungen auf Radio Capital wurden Kult. Ihre Events im Klub "Muccassassina" (mordende Kuh) galten bald als kulturelle Avantgarde.
Und genau das erwarten die Kommunisten von ihr: einen Hauch Avantgarde in gesellschaftspolitischen Fragen. Parteichef Fausto Bertinotti hat sie einmal referieren gehört: politisch, engagiert, bewegt. So entstand die Idee der Kandidatur. Es gibt Leute, die schlagen Luxuria schon als Minister(in) für Gleichstellung vor. Sie kann sich das vorstellen. Als Transgender stünde sie sozusagen über den Lagern, sagt sie. Luxuria freut sich auf die neue Zeit, sie will etwas bewegen, will, dass man ihr zuhört. Bisher schaute man ihr vor allem zu. Sie wird auch am ersten Sitzungstag des Parlaments im Fokus stehen. Den Kleiderkodex wird sie nicht brechen. Sie sagt, sie werde eine Jacke tragen, vielleicht einen Tailleur. Mal sehen. Und hören.
Quelle: Berliner Zeitung
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Geändert am 17. Februar 2006 um 17:16 Donnerstag, 16. Februar 2006
Die Borgia - der Schrecken von Rom

Im Sommer 1492 besteigt Kardinal Rodrigo Borgia nach einer gekauften Wahl den Stuhl Petri. Auch als Papst unterhält der Lebemann ein offenes Liebesverhältnis. Seine Mätresse ist 44 Jahre jünger als der beleibte Pontifex.
Keine Familie war so verrufen und machtbesessen wie die Borgia. Mit Hilfe seines Vaters, des Papstes Alexander VI., eroberte Cesare Borgia sogar ein Reich im Herzen Italiens.
Der letzte Tag des Jahres 1502 ist klar. Und kalt. Es wird ein Tag der Entscheidung. Cesare Borgia, Herzog der Romagna, reitet in voller Rüstung die Via Emilia hinunter, von Fano ins 15 Kilometer weiter südlich gelegene Senigallia. Direkt um ihn herum schaben und klacken die Harnische und Kürasse seiner Schweren Reiter. Der Rest der Armee marschiert weit verteilt in kleinen Einheiten, denn niemand soll ihre wahre Stärke erkennen.
In Senigallia wird Cesare keinen Feind treffen, sondern seine condottieri - ihm untergebene Truppenführer, die gegen Geld und Beute mit ihren Heeren für ihn kämpfen. Sie haben zwei Tage zuvor die kleine Küstenstadt gut 20 Kilometer nördlich von Ancona eingenommen, so wie es ihr Dienstherr angeordnet hat, und warten nun auf dessen Erscheinen. Denn es gibt viel zu besprechen - und vor allem: Versöhnung zu feiern. Zumindest glauben sie das.
Im Sommer 1492 besteigt Kardinal Rodrigo Borgia nach einer gekauften Wahl den Stuhl Petri. Auch als Papst unterhält der Lebemann ein offenes Liebesverhältnis. Seine Mätresse ist 44 Jahre jünger als der beleibte Pontifex
Will Cesare die Versöhnung wirklich?
Keine drei Monate ist es her, dass sich die Condottieri in einer Rebellion gegen ihren Auftraggeber gewandt hatten. Cesare Borgia, der ehrgeizige Sohn des Papstes Alexander VI., war ihnen zu mächtig geworden, sein Expansionsdrang in Mittelitalien zu groß: Auf einmal schienen sogar ihre eigenen Herrschaften und Pfründen in Gefahr. Die Rebellen vereinbarten einen Gegenpakt, und binnen Tagen befreite die neue Koalition die Städte Urbino und Camerino aus Cesares Hand. Doch dann ging alles so schnell vorbei, wie es begonnen hatte. Cesares Vater erklärte die Abtrünnigen kraft seiner päpstlichen Autorität zu Feinden Christi, versprach jedoch zugleich Vergebung. Auch Cesare öffnete seine Arme den immer unsicherer agierenden Rebellen. Schon Anfang November waren die alten Bundesgenossen wieder die neuen.
Am Nachmittag erblickt Cesare endlich die Mauern von Senigallia. Etwa vier Kilometer vor der Stadt erwarten ihn vier Condottieri. Der Herzog begrüßt seine Verbündeten herzlich und schüttelt ihnen nach französischer Sitte die Hand, ehe er sie umarmt. Dann reiten sie gemeinsam stadteinwärts, angeregt plaudernd. Nichts deutet darauf hin, dass der Feldherr den Söldnern die zurückliegende Untreue übel nähme. Doch weshalb erscheint Cesare mit solch großer Streitmacht? Tausende seiner Soldaten sammeln sich jetzt, aus allen Richtungen kommend, vor der Stadt unter rot-gelben Fahnen, hundertfach blinken die langen Piken der Schweizer Söldner. Und noch etwas beunruhigt die vier Truppenführer: Jeder von ihnen wird von Schwerbewaffneten eskortiert, die sie keinen Moment aus den Augen lassen.
Die Falle schnappt zu
Die Gruppe erreicht über eine hölzerne Brücke das einzige offene Stadttor. Auf Befehl Cesares ziehen 1000 Kämpfer seiner Infanterie voraus in die Stadt, er selbst und der Tross der Condottieri folgen. Leise wird das Tor hinter ihnen geschlossen. Im umfriedeten Kern Senigallias befinden sich jetzt nur noch Soldaten der Borgia-Armee - abgesehen von ein paar persönlichen Wachen der Condottieri. Die übrigen Truppen lagern vor den Mauern, so hat es der Herzog angeordnet. Isoliert und sichtlich verunsichert, begleiten die Söldnerführer Cesare zu dessen Quartier. Vor dem Haus versuchen sie sich zu verabschieden, ohne von ihren Pferden abzusitzen, doch der Herzog bittet sie leutselig, mit hineinzukommen.
Als die Gäste das Anwesen betreten, schnappt die Falle zu: Auf einen Wink des Borgia überwältigen bereitstehende Schergen die Condottieri, fesseln sie und führen sie wortlos ab. Noch in derselben Nacht ordnet Cesare an, zwei von ihnen zu erdrosseln. Um zwei Uhr früh, es ist der Neujahrstag 1503, werden ihnen, Rücken an Rücken sitzend, die Würgeisen umgelegt. Die beiden anderen werden zunächst eingekerkert und später ebenfalls ermordet. Ihre führerlosen Truppen draußen vor der Stadt haben inzwischen vor der Übermacht der gegnerischen Armee kapituliert. Die Rache des Herzogs ist vollkommen: Er steht auf dem Höhepunkt seiner Macht.
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Geändert am 16. Februar 2006 um 17:46 Mittwoch, 15. Februar 2006
Der Kapitolsplatz in Rom
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Die
trapezförmige Piazza del Campidoglio (der Kapitolsplatz) auf dem
|kapitolinischen Hügel wurde in ihrer heutigen Form von Michelangelo
geplant, einschließlich des Sternenmusters, das in weißem Marmor in den
Platzbelag eingelassen ist.
In der Platzmitte erhebt sich das Reiterstandbild des Kaisers Marc Aurel (eine Kopie – das Original steht gleich nebenan in den Kapitolinischen Museen). Auf drei Seiten wird der Platz von Renaissancepalästen umgeben: hinten der Senatorenpalast (Palazzo Senatorio), links der Konservatorenpalast (Palazzo dei Conservatori) und rechts der Neue Palast (Palazzo Nuovo). Nach vorn öffnet sich der Platz zur großen Freitreppe (der Cordonata), die von unten herauf führt und die oben rechts und links von den Statuen von Kastor und Pollux begrenzt wird. Konservatorenpalast und Neuer Palast beherbergen die Kapitolinischen Museen mit Ausstellungsstücken von Weltrang.
Geht man durch die Lücke zwischen Senatorenpalast und Konservatorenpalast hindurch, kommt man auf eine Terrasse, von der aus man das Forum Romanum komplett überblicken kann. Hinter dem Neuen Palast bietet sich von der Terrasse des Museumscafes (freier Zugang von der Palastrückseite) ein atemberaubender Blick über die Altstadt hinüber zum Vatikan. Im Sommer gibt es auf dem Kapitolsplatz kostenlose Konzertveranstaltungen.
Quelle: Netlexikon
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Geändert am 18. Februar 2006 um 23:14 Dienstag, 14. Februar 2006
Rom will Hooligans an den Kragen

Rom will nach den schweren Ausschreitungen der vergangenen Wochen
härter gegen Hooligans vorgehen und sich dabei an Großbritannien
orientieren. Der römische Polizeichef Marcello Fulvi drängte auf eine
Verschärfung der Strafen für Randalierer. "In Großbritannien werden
Hooligans bis zu vier Jahren Haft verurteilt und sie landen wirklich
hinter Gittern. Auf diese Weise ist die Plage der Gewalt in und rund um
die Stadien ausgemerzt worden", betonte Fulvi in einem Interview.
Dutzende von Polizisten wurden bei Krawallen beim Stadtderby Lazio
gegen AS Rom (3:1) am 6. Januar verletzt. Auch das Stadtoberhaupt
Achille Serra forderte schärfere Strafen für Hooligans. "Wir müssen uns
an Großbritannien ein Beispiel nehmen und strengere Strafen einführen.
Hinzu ist eine engere Zusammenarbeit mit den Fußballklubs zur
Isolierung der Gewalttätigen notwendig. Serra will unter anderem die
Zahl der Videokameras im Olympiastadion in Rom erhöhen, um stärkere
Kontrollen zu sichern.
Die Plage der Hooligans in Rom sei eine Schande, kritisierte der
Bürgermeister der italienischen Hauptstadt, Walter Veltroni: "Man muss
dafür sorgen, dass Familien mit Kindern in die Stadien gehen können,
und dass die Spiele wegen Ausschreitungen nicht unterbrochen werden
müssen."
Auch der italienische Innenminister Giuseppe Pisanu will die
Fußballklubs unter Druck setzen und sie zwingen, eine aktivere Rolle im
Kampf gegen die Gewalt zu spielen. "Jeder Klub soll ein Komitee für die
interne Sicherheit haben, welches bei Auswärtsspielen die Fans begleite
und der Polizei Hooligans anzeige", meinte Pisanu. Die Klubs sollten
außerdem am Tag vor Beginn der Spiele keine Karten unter ihrem
Marktpreis verkaufen können.
Auch die Spielergewerkschaft AIC zeigte sich wegen der eskalierenden
Gewalt in Italien besorgt. "Die Spieler sind müde, in diesem
gewalttätigen Klima leben zu müssen. Der Sport ist ein Opfer dieses
Zustands", erklärte AIC-Chef Sergio Campana.
Quelle: Rheinische Post
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Montag, 13. Februar 2006
Kundgebung gegen Konkordat mit Vatikan
Mehrere Tausend Menschen - 10.000 laut den Organisatoren - haben am Samstag in Rom demonstriert, um die Abschaffung des Konkordats zu verlangen, das die Beziehungen zwischen Italien und dem Vatikan regelt. Die Demonstration für "den Laizismus des italienischen Staates", fand am 77. Jahrestag der Unterzeichnung des "Lateranvertrags" zwischen Rom und dem Heiligen Stuhl statt.
Die Demonstranten kritisierten, dass sich der Vatikan täglich in die Angelegenheiten des italienischen Staates einmische. Der Vatikan hatte in den vergangenen Monaten öfters gegen das Gesetz zur Schwangerschaftsunterbrechung und gegen die Gleichberechtigung zusammenlebender Paare plädiert, für die sich die oppositionelle Mitte-Links-Allianz einsetzt.
"No Vat"
Die Demonstranten wollen die Bewegung "No Vat" (Nein zum Vatikan) gründen, der sich die Jungen Kommunisten, die Radikale (liberale) Partei von Marco Pannella und Verbände zur Verteidigung der Homosexuellen-Rechte anschließen wollen. "Italien ist ein souveräner Staat, die tägliche Einmischung des Heiligen Stuhls in die Angelegenheiten des Landes ist unannehmbar", sagte der Sprecher der Radikalen Partei, Daniele Capezzone.
Die Lateranverträge vom 11. Februar 1929 wurden zwischen dem Heiligen Stuhl und dem damaligen Königreich Italien abgeschlossen. Italien wurde damals durch den faschistischen Ministerpräsidenten Benito Mussolini vertreten. Die Lateranverträge beendeten den ungeklärten Status der Vatikanstadt nach der Auflösung des Kirchenstaates im Jahre 1870. Im Wesentlichen erkennt der Papst in den Lateranverträgen die Stadt Rom als Sitz der italienischen Regierung an, während der italienische Staat die politische und territoriale Souveränität des Vatikans achtet.
Seit dem Abschluss der Verträge hat es mehrere Ergänzungen gegeben, so die Unterstellung zusätzlicher Gebiete unter die Souveränität des Heiligen Stuhls. Ein weiteres Konkordat revidierte 1984 einen Teil der Lateranverträge: Es legte den religiösen Pluralismus und die Neuordnung staatlicher Leistungen an Priester und kirchliche Einrichtungen fest.
Qulle: Standard.at
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Samstag, 11. Februar 2006
Seligsprechung für getöteten Priester

Trauerzeremonie in Rom: Der ermordete Priester war seit rund zehn Jahren in der Türkei tätig.
Der italienische Priester Andrea Santoro, der am Sonntag vor dem Eingang einer Kirche im türkischen Trabzon von einem 16-jährigen Schüler erschossen worden ist, soll selig gesprochen werden. Dies teilte der römische Vikar, Kardinal Camillo Ruini, bei der Trauerzeremonie in Rom, an der sich Tausende von Menschen beteiligten, mit. "Wir werden das Seligsprechungsverfahren respektieren, aber ich bin schon jetzt fest überzeugt, dass alle Elemente vorhanden sind, um Pater Andrea für sein Opfer selig zu sprechen", sagte Ruini bei der Zeremonie in der Lateranbasilika.
Trauerzeremonie
"Das Opfer von Pater Andrea ist ein Ausdruck des typischen Muts, den Märtyrer in den Jahrhunderten in den unterschiedlichsten Situationen bewiesen haben. Dieser Mut hat seine Wurzel in der Verbundenheit mit Jesus", meinte Ruini. Seine Worte wurden von den Anwesenden in der Basilika lang beklatscht. An der Trauerzeremonie beteiligten sich zahlreiche Persönlichkeiten des Vatikans und der italienischen Regierung.
Santoro war ein Priester der Diözese Rom, der seit rund zehn Jahren in der Türkei tätig war - zunächst in Urfa (der Heimatstadt Abrahams) und dann in der alten byzantinischen Kaiserstadt Trapezunt, wo er die katholische Restgemeinde betreute, aber auch sozial tätig war. Die Ermordung des Priesters hat sowohl in Italien als auch in der Türkei ungeheure Emotionen ausgelöst. Zwei Tage nach dem Mord hatte die türkische Polizei am Dienstag den mutmaßlichen Täter gefasst. Ein 16-jähriger Schüler gestand die Bluttat. Ballistische Untersuchungen ergaben, dass es sich bei der Pistole, die im Haus des Jugendlichen gefunden wurde, um die Tatwaffe handelt.
Motiv
Zu den Motiven des Jugendlichen wollte sich der zuständige Staatsanwalt Burhan Cobanoglu zunächst nicht äußern. Der türkische Nachrichtensender NTV berichtete, der Schüler habe unter dem Eindruck der Proteste gegen die Mohammed-Karikaturen in der islamischen Welt gehandelt. Augenzeugen berichteten, der 16-Jährige habe bereits einen Tag zuvor die Kirche aufgesucht und mit dem Priester gestritten.
Der Geistliche soll nach Angaben der Behörden wegen unerlaubter Missionarstätigkeit bedroht worden sein. Auch sein Einsatz für Straßenkinder und Frauen, die aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion verschleppt und zur Prostitution gezwungen wurden, könnte dem Priester zum Verhängnis geworden sein, lauteten andere Mutmaßungen. Papst Benedikt XVI. hatte des erschossenen Priesters bei der Generalaudienz am Mittwoch gedacht.
Quelle: Kurier
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Freitag, 10. Februar 2006
Rom profitiert vom Papst-Effekt

Menschenmenge bei der Amtseinführung auf dem Petersplatz: Benedikt XVI bewegt die Massen.
Die römischen Hoteliers frohlocken: 2005 war für sie ein Jahr der Rekorde. Über 16 Miollionen Gäste haben die italienische Hauptstadt besucht, darunter viele Deutsche. Sie kamen hauptsächlich, um den deutschen Papst Benedikt XVI zu sehen.
Valter Veltroni, Oberbürgermeister der Stadt am Tiber, kann sich über gute Zahlen freuen. Insgesamt zählte Rom 2005 rund 9,3 Prozent mehr Besucher als im Jahr zuvor. Ein Phänomen, das natürlich eng an die Ereignisse im Vatikan gebunden ist. Zunächst der Tod von Johannes Paul II, dann die Wahl von Joseph Ratzinger zu seinem Nachfolger und nicht zuletzt die große Anzahl von Menschen, die sich seit der Amtsübernahme von Benedikt XVI zweimal in der Woche (am Mittwoch und Sonntag) auf dem Petersplatz einfinden. Der Zustrom übersteige schon jetzt die Zahlen, die sein überaus beliebter Vorgänger erzielt habe, heißt es.
Doch Roms Attraktivität beschränkt sich nicht nur auf den Vatikan. Die ewige Stadt steht für Geschichte, Kunst, Politik und natürlich auch gutes Essen. Argumente, mit denen vor allem bei den nicht-italienischen Gästen gepunktet werden kann. Ihre Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 10,75 Prozent gestiegen.
4,1 Millionen der ausländischen Besucher (plus 8,87 Prozent gegenüber 2004) haben mindestens eine Nacht in einem der zahlreichen Hotels verbracht. Bed & Breakfast oder Privatquartiere sind in diesen Zahlen, die Roms Oberbürgermeister Valter Veltroni jetzt vorlegte, nicht berücksichtigt. Dann würden nochmals rund 1,5 Mllionen Menschen hinzukommen.
Quelle: Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung
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Geändert am 10. Februar 2006 um 15:35 Donnerstag, 9. Februar 2006
Der Piazza Barberini

Der Tritonenbrunnen auf dem Piazza Barberini.
Kurz nach Fertigstellung des Platzes schuf Bernini 1642 den Tritonbrunnen. Der Auftrag dafuer stammte von dem Barberini Papst Urban VIII. Auf dem Kopf stehende akrobatische Delphine tragen auf ihren Schwanzspitzen eine grosse Muschel, in der der Meeresgott kniet und durch eine Muschel Wasser senkrecht nach oben blaest. Der Brunnen der alle Sinne anspricht (auch das Gehör) stellt eine Momentaufnahme hoechsten Dynamik dar. Die Delphine koennen nicht beliebig lange die Muschel mit dem Gott halten, der Atem des Gottes, der das lebensspendende Wasser nach oben blaest, haelt nicht lange. Der Brunnen wird somit dem barocken Ideal eines Kunstwerkes gerecht, das alle Sinne anspricht Zwischen den Delphinen sind die paepstliche Krone, die Tiara, der Schlüssel Petri und das Familienwappen der Barberini plaziert.
Schräg ueber dem Platz findet man den Brunnen Fontana delle Api (1644), den Bienenbrunnen. Bienen sind die Wappentiere der Barberini. Die Bienen scheinen Wasser aus dem Brunnen zu trinken. Eine Inschrift besagt, dass das Wasser für die Öffentlichkeit, Mensch und Tier bestimmt sei.
Im Tritonenbrunnen der Piazza Barberini hat Bernini mit den Gesetzen der Schwerkraft in Anmut und Kühnheit ein heiteres Fangballspiel getrieben. Wie auf seinem berühmtesten Brunnen, dem auf der Piazza Navona, vier Einzelteile weiter oben in ein einziges Stück zusammenwachsen, so bilden hier die Köpfe der vier Delphine das Postament. Auf den senkrecht erhobenen Schwänzen tragen sie die Muschelschalen, über den der sitzende Triton mit dem gerade aufgerichteten Oberkörper die schneckenhausaehnlich gebildete Muschel erhebt. Wer das anschaut, geht wohlgelaunt weiter.
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Geändert am 9. Februar 2006 um 17:01 Mittwoch, 8. Februar 2006
Nach schwerem Unglück
Ermittlungen gegen Busfahrer

Der Bus stürzte in den Garten eines Häuserblocks.
Die römische Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung über die Ursache des Busunglücks in Rom ein, bei dem sechs Menschen tödlich verletzt wurden. Ermittlungen wurden gegen den Busfahrer und den italienischen Busbesitzer eingeleitet. Der Vorwurf lautet auf fahrlässige Tötung. Ein technischer Defekt oder ein Schwindelanfall des Busfahrers galten als wahrscheinlichste Auslöser. Der verletzte Chauffeur soll bald vernommen werden.
Bus kam von der Straße ab
In der römischen Poliklinik Gemelli schweben noch zwei Verletzte in Lebensgefahr. Es handelt sich um zwei Frauen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren. Bei dem Unglück sind in der Nacht auf Dienstag zwölf türkische Touristen ums Leben gekommen. 18 weitere Menschen wurden mit Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert. Zu ihnen zählt auch der Fahrer. Der Bus war kurz nach Mitternacht von einer steilen Straße abgekommen und in den Garten eines Häuserblocks gestürzt. Er war einer von insgesamt acht Fahrzeugen, in denen rund 350 Mitarbeiter von türkischen Ford-Autohändlern unterwegs waren.
Die Besucher waren auf dem Rückweg von einem Fest zu ihren Hotels, als der Unfall passierte. Die Toten sind nach Polizeiangaben sechs Frauen und sechs Männer. Die meisten Opfer stammten aus Istanbul. Das Unglück ereignete sich an der Hängen des Monte Mario unweit des Vatikans. Der Bus habe in einer Haarnadelkurve auf abschüssiger Straße eine gemauerte Fahrbahnbegrenzung durchbrochen und war in die Tiefe gestürzt. Er sei in einem Hof zwischen zwei Privathäusern zu liegen gekommen.
Quelle: Kurier
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Dienstag, 7. Februar 2006
Metropolitan Museum gibt
weltberühmte Kunstwerke zurück

Die Vase des Euphronius.
Das New Yorker Metropolitan Museum of Art hat im Streit um illegalen Handel mit italienischen Kunstschätzen eingelenkt. Das berichtete die Zeitung "Corriere della Sera". Metropolitan-Direktor Philippe De Montebello wolle Italien sowohl die weltberühmte Vase des Euphronius aus dem Jahr 515 v. Chr. als auch 15 Stücke aus dem Silberschatz der Morgantina aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. zurückerstatten.
Die Fundstücke stammen aus Raubgrabungen in der Nähe von Rom und auf Sizilien und waren Anfang der 70er Jahre von Kunsthehlern für Millionenbeträge an das amerikanische Museum verkauft worden. Die Vereinbarung über die Rückgabe der Kunstwerke werde wahrscheinlich Mitte Februar in Rom vom italienischen Kulturminister Rocco Buttiglione und De Montebello unterzeichnet.
Die Fundstücke, die heute von unschätzbarem Wert sind, sollen Ende 2007 wieder in ihre Heimat gebracht werden. Die Euphronius-Vase werde dann voraussichtlich im etruskischen Museum der Villa Giulia in der Ewigen Stadt ausgestellt, der Silberschatz soll nach Sizilien zurückkehren.
Dem Zeitungsbericht zufolge soll Italien gedroht haben, dem Metropolitan Museum künftig keine Exponate mehr für Ausstellungen auszuleihen, falls die antiken Kunstwerke nicht zurückerstattet werden.
Quelle: Schweizer Fernsehen
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Geändert am 7. Februar 2006 um 15:50 Montag, 6. Februar 2006
Der Kampf um Cäsars Erbe:
Rom-Historie auf ProSieben

Im Sommer kam es unter US-amerikanischen Programmanbietern zu einer Art Wettlauf. Sowohl die Senderkette ABC wie auch der Abonnementkanal HBO hatten seit langem Serien über das vorchristliche Rom in Vorbereitung. ABC war mit dem von der Disney-Firma Touchstone Television hergestellten Sechsteiler Empire zuerst auf Sendung, der langfristige Gewinner aber war HBO mit Rome, in Deutschland bereits im Programm von Premiere; die Free-TV-Premiere erfolgt voraussichtlich bei RTL.
Die augenfälligen Unterschiede zwischen Rome und Empire haben nicht zuletzt strukturelle Gründe. Die frei empfangbaren US-Sender unterliegen Regelungen bezüglich der Verwendung derber Sprache, der Darstellung von Gewalt und Sexualität. HBO dagegen genießt Freiheiten und weiß sie zu nutzen. Blutige Schlachten und explizite Sexszenen sind Lockstoff einer Qualitätsserie.
Thomas Wheeler dagegen, der Schöpfer von Empire, musste in jeder Hinsicht mit kleinerer Münze auskommen. Er erzählt in sechs Folgen eine gradlinige Entwicklungsgeschichte. Die Ouvertüre folgt den Überlieferungen, wonach Cäsar (Colm Feore) seiner militärischen Siege wegen vom Volk vergöttert wurde. Als er ankündigt, sich zum Diktator machen zu wollen, zücken Senatoren die Messer und bringen ihn um.
Wheeler weckt Sympathie für Cäsars Politik der alleinigen Herrschaft. Die Verschwörer werden als machtgierig, opportunistisch, feige beschrieben. Sie belügen das Volk und machen Jagd auf den von Cäsar testamentarisch bestimmten Nachfolger. Es ist Octavius (Santiago Cabrera), ein römischer Playboy, der zwar viele Jungmädchenherzen, ansonsten aber noch nichts auf dem Gewissen hat.
Die Erzählung folgt den Gesetzen der Serie. Spannungsspitzen und Ruhemomente stehen in ausgewogenem Verhältnis, die Schauspieler - unter anderem gibt es ein Wiedersehen mit 24-Star Dennis Haysbert - arbeiten auf hohem Niveau. Doch gerade diese Perfektion führt zu Langeweile. Empire gleicht eher schlicht gehaltenen, für einen internationalen Markt produzierten Dutzendserien als den hochkarätigen Erzählserien, mit denen ABC zu Ehren gelangte und HBO bei Preisverleihungen inzwischen Konkurrenz machen kann.
Quelle: Frankfurter Rundschau
"Empire", ProSieben, ab Montag, 6. Februar, 20.15 Uhr
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Geändert am 6. Februar 2006 um 16:54 Sonntag, 5. Februar 2006
Villa d\'Este von Schließung bedroht

Die weltberühmte Villa d'Este in Tivoli bei Rom steht kurz vor der Schließung. Nach den im Januar beschlossenen Einsparungen im Kulturhaushalt fehlt der Stadtverwaltung das Geld für die Betreibung der Wasser-Kläranlage, ohne die die mächtigen Brunnen der Villa nicht betrieben werden können, berichtete die Zeitung "La Repubblica".
Die im 16. Jahrhundert von Kardinal Ippolito d'Este errichtete Villa mit Grünanlage gilt als Vorbild für viele Gärten der Spätrenaissance und des Barocks. Die Villa ist für die märchenhaften Wasserspiele bekannt.
Die Villa der Wasserspiele vor den Toren Roms ist eines der beliebtesten Ausflugsziele unter Rom-Touristen und wurde bisher jährlich von fast 700.000 Menschen besucht. Die seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts für die Öffentlichkeit zugängliche prächtige Anlage gehört seit 2001 zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Quelle: Der Standard
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Geändert am 7. Februar 2006 um 15:49 Freitag, 3. Februar 2006
Streik kostet Alitalia viel Geld

Der einwöchige Streik bei der Alitalia SpA, Rom, im vergangenen Monat hat die Fluggesellschaft zwischen 60 und 70 Millionen Euro an Umsatz gekostet. Das sagte der Vorstandsvorsitzende Giancarlo Cimoli am Donnerstag in einer Anhörung vor dem Senatsausschuss. Außerdem erklärte er, sollte er den Bieterwettbewerb um die Billiglinie Volare an Air One verlieren, würden die Ergebnisse des Unternehmens bis 2008 um 125 Millionen Euro geschmälert.
Das italienische Industrieministerium hatte in dieser Woche den geplanten Verkauf von Volare an Alitalia für 38 Millionen Euro verschoben, um diese vertieft zu prüfen. Damit war die Regierung einer Anweisung eines römischen Gericht gefolgt. Der Konkurrent Air One hatte Beschwerde eingereicht und erklärt, einem Unternehmen, welches Staatsbeihilfen erhalten habe, wie Alitalia, sollte ein Kauf Volares nicht erlaubt werden.
Die wilden Streiks hatten zu hunderten Flugausfällen geführt und waren Ausdruck des Protests der Arbeiter gegen den Plan der Alitalia, ihr Wartungsgeschäft an die staatliche Fintecna zu verkaufen. Cimuli erklärte nun in einem Beschwichtigungsversuch, Alitalia sei gewillt, das Wartungsgeschäft bis 2008 zu behalten.
Analysten zufolge kann sich die italienische Fluggesellschaft keine weiteren Streiks und Ausfälle mehr leisten, will sie nicht mit ihrem Geschäftsplan kollidieren. Jeder finanzielle Verlust, der durch die Streiks entstehe, reduziere die Mittel, die Alitalia benötige, um in ihre neue Flotte und einen besseren Service zu investieren.
Quelle: vwd
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Donnerstag, 2. Februar 2006
Die Tore von Rom

Nach den Entwürfen von Aurelian, bestanden die Haupttore in der Mauer; aus zwei gleichen Eingängen, über die sieh ein Bogen spannte sowie rechts und links einem halbkreisförmigen Turm. Die weniger wichtigen Stadttore wurden einfach, zwischen zwei quadratischen Türmen, in die Mauer eingelassen. Im Laufe der von Arcadius und Honorjus durchgeführten Eingriffe, wurden viele der doppelten Eingänge entfernt und die Türme wurden erhöht und stärker befestigt.
Die Stadttore, die innen eine Gegentür besaßen, wurden auf diese Weise zu regelrechten und eigenständigen Festungsanlagen. Die Tore konnten zweifach geschlossen werden, außen hatten sie doppelte Türflügel und innen ein Fallgitter; das von oben heruntergelassen werden konnte. Mit am besten ist die Aurelianische Mauer, zwischen der Porta Latina und der Porta San Sebastiano erhalten, wo man das Museum der Mauer eingerichtet hat. Von hier aus, kann ein Stück der Mauer auch zu Fuß abgegangen werden.
Quelle: Die Römer-Online
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Geändert am 2. Februar 2006 um 20:33 Mittwoch, 1. Februar 2006
Zwischen Retro-Look und Provokation

"Kamikaze"-Kreation in Rom: Barbie mit Sprengstoffgürtel im Hintergrund, der Entwurf von Patrizia Pieroni im Vordergrund ist weit weniger kämpferisch.
Die Alta-Moda-Tage in Rom pendelten zwischen Retro-Look und Provokation. Ärger gab es um die Schau von Altmeister Fausto Sarli. Der Modemacher war in Rage geraten, weil sich weit mehr Gäste zu seinem Defilée versammelt hatten, als in den Saal passten - eine Organisationspanne der Veranstalter, polterte Sarli. Es kam zu Schubsereien und Gedränge, viele Stammgäste des Couturiers schafften es nicht einmal, in die Nähe des Laufstegs zu kommen. Sarli drohte daraufhin, nie wieder an den römischen Modetagen teilzunehmen. Jetzt kündigte er an, im Sommer eine eigene, von den Organisatoren unabhängige Modenschau organisieren zu wollen.
Wie immer gab es auch Provokationen in der Ewigen Stadt, so zuletzt die Kreationen von Patrizia Pieroni, die eine "Barbie-Kamikaze" mit imitiertem Sprengstoff-Gürtel über den Laufsteg schickte. Das Model trug auf dem Kopf einen Heiligenkranz - "Zeichen für das kämpferische und engelhafte Wesen einer Frau", erklärte Pieroni. Eleganz der fünfziger Jahre zeigte Camillo Bona, der seine Kollektion an Stil-Ikonen wie Audrey Hepburn, Ava Gardner und Jaqueline Kennedy orientiert hatte. Seine Models zeigten Kreationen in Weiß-Beige, Rot und Gelb.
Quelle: Spiegel-Online
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Geändert am 1. Februar 2006 um 16:21