Dienstag, 31. Januar 2006
Als Mozart Rom in Staunen versetzte

Mozart als Knabe.
Wie jeder Musikliebhaber weiß, markiert 2006 den 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart. Opernhäuser in der ganzen Welt führen "Don Giovanni" und "Figaro" auf, während Mozart-Biographien und CD-Sammlungen mit seinen Konzerten und Sonaten die Musikalienhandlung zum Bersten bringen.
Auch Rom wurde von diesem großen Komponisten verzaubert, und tatsächlich wurde das Wunderkind aus Salzburg während seines kurzen Aufenthalts in der Ewigen Stadt 1770 herzlich empfangen.
Mozart wird häufig mit den Freimaurern in Verbindung gebracht – den Wiener Freimaurern schloss er sich 1784 an –, und die "Zauberflöte" wird von vielen Gelehrten als Freimaurer-Oper betrachtet. Die wichtigsten Augenblicke seines Lebens fanden jedoch in der katholischen Kirche statt.
Mozart wurde am 26. Januar 1756 geboren und auf den Namen Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus katholisch getauft. "Theophilus", was "Liebhaber Gottes" heißt, wurde schon bald zum berühmteren Spitznamen "Amadeus". Er heiratete im Wiener Stephansdom Costanze Weber, seine Kinder ließ er katholisch taufen und er selbst erhielt die Sterbesakramente aus der Hand eines katholischen Priesters.
In diesem Licht musste der Rombesuch für den 14 Jahre alten Katholiken Mozart von großer Bedeutung gewesen sein. Unmittelbar nachdem sie die Stadt über die großartige Piazza del Popolo betreten hatten, machten sich der junge Mozart und sein Vater Leopold auf den Weg zum Petersdom. Dank Wolfgangs vornehmer Bekleidung und Leopolds geschickten Strategien durften die beiden die vatikanischen Pforten passieren.
In Rom war gerade Karwoche – Gründonnerstag, um genau zu sein. Papst Clemens XIV. war schwer damit beschäftigt, Mahlzeiten an die Armen auszuteilen, die sich kurz vor der Messfeier in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan versammelt hatten. Die beiden österreichischen Musiker fanden den Weg zum Papst und begleiteten dann den Hof in die Kapelle.
Es war Brauch, während der Karwoche in der Sixtinischen Kapelle jenes außerordentlich schöne musikalische Werk zu singen, das als das "Miserere" bekannt ist und ein Jahrhundert zuvor von Giorgio Allegri komponiert worden war. Die Komposition, die von zwei neunstimmigen Chören aufgeführt wird, wurde ausschließlich in der Sixtinischen Kapelle gegeben und durfte nicht publiziert werden. Sie wurde deshalb von Chorleiter zu Chorleiter weitergegeben.
Das bemerkenswerte Wunderkind Mozart verblüffte alle damit, dass er in seine Unterkunft zurückkehrte und die Musik transkribierte, die er sich während der Liturgie eingeprägt hatte. Sein stolzer Vater schrieb Wolfgangs Mutter Anna: "Vielleicht hast du vom berühmten 'Miserere' gehört. Seine Veröffentlichung ist unter Strafe der Exkommunikation verboten. Gut, wir haben es. Wolfgang hat es aus dem Gedächtnis niedergeschrieben."
Die Kunde des Kindes, das Musik mit einem Mal Hören auswendig lernen konnte, verbreitete sich in ganz Rom. Schließlich kam die Nachricht auch dem Papst zu Ohren. Weit davon entfernt, den Jungen zu exkommunizieren, empfing Papst Clemens Wolfgang mehrmals in Audienz, um ihm Medaillen und Titel zu verleihen.
Die Mozarts besuchten Santa Maria Maggiore und den Quirinalpalast in Begleitung des Papstes. Im Stil frommer Pilger erlangten sie Reliquien, unter denen sich auch eine des Heiligen Kreuzes befand. Und, auch wenn es vielleicht nicht annährend so gesund für seine Seele war, lernte Wolfgang Amadeus Mozart während dieses Julimonats in Rom, wie man Boccia spielt.
Quelle: Zenit
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Geändert am 5. Februar 2006 um 03:38 Montag, 30. Januar 2006
"Lesbo-Schick" in Rom

Spitzen-Kreation von Ettore Bilotta.
Für einen kleinen Eklat hat das Modehaus Gattinoni zum Auftakt der Alta-Moda-Tage in Rom gesorgt. Kreativdirektor Guillermo Mariotto kündigte an, dass er am Sonntag in seiner neuen Kollektion vor allem Brautkleider für homosexuelle Paare zeigen. "Lesbo-Schick - Skandal bei Gattinoni", schrieb die Zeitung "La Repubblica".
Vier Tage lang werden in Rom Altmeister wie Fausto Sarli und Renato Balestra sowie Jungstars wie Marco Coretti und Alessandro Consiglio Trends und Ideen für die kommende Saison präsentieren.
Der Brasilianer Francisco Rosas - der mittlerweile Stammgast bei der römischen Alta Moda ist - soll die Defilees des ersten Tages am Abend abschließen. Seine Schau ist eine Hommage an die römische Couture der 50er Jahre, teilten die Veranstalter mit.
Maritime Akzente bei Bilotta
Am Freitagabend hatte der Palästinenser Jamal Taslaq in einem Luxushotel 36 fantasievolle und prächtige Entwürfe gezeigt - ganz im Stile der faszinierenden Königin von Saba.
Der Römer Ettore Bilotta ließ sich vom Meer inspirieren und zeigte in einer Polizeikaserne vor 400 geladenen Gästen alles rund ums Thema Wasser. Weibliche Eleganz und maximal 51 Zentimeter lange Röcke standen im Zentrum des Defilees.
Der Großteil der Schauen wird im von Stararchitekt Renzo Piano entworfenen Auditorium vorgeführt. Nur wenige Laufstege werden an historischen Orten Roms aufgebaut. Die Designerin Raffella Curiel etwa wird am Dienstag im Rathaus auf dem Kapitolshügel mit einem aufwändigen Defilee die italienische Mode des 18. Jahrhunderts feiern.
Quelle: Netzeitung
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Freitag, 27. Januar 2006
Die Basilika Santa Maria Maggiore

Santa Maria Maggiore (deutsch: die größere heilige Maria(-Kirche)) ist eine der vier Patriarchalbasiliken Roms. Sie befindet sich im exterritorialen Besitz des Heiligen Stuhls. Gegenwärtiger Erzpriester der Patriarchalbasilika ist Kardinal Bernard Francis Law.
352 wurde durch Papst Liberius der Grundstein für die erste Marienkirche des Abendlandes gelegt.
Der Sage nach sei die Madonna in der Nacht auf den 5. August dem römischen Kaufmann Johannes und seiner Frau erschienen und habe versprochen, dass ihr Wunsch nach einem Sohn in Erfüllung ginge, wenn ihr zu Ehren eine Kirche an der Stelle errichtet würde, wo am nächsten Morgen Schnee läge. Das Ehepaar begab sich darauf hin zu Liberius, welcher den selben Traum hatte. Am Morgen des 5. August sei die höchste Erhebung des Esquilinhügels weiß gefärbt von Schnee gewesen. Deshalb trägt diese Kirche bis heute auch den Namen Santa Maria ad Nives (deutsch: Maria Schnee). Die Basilika ist die größte der über 40 Marienkirchen Roms. Die Basilika ist exterritoriales Besitztum des Vatikans.
Die heutige Kirche wurde unter Papst Sixtus III. errichtet, nachdem 431 das Konzil von Ephesus Maria, die Mutter Jesu, als Gottesgebärerin verkündet hatte. Dies führte zu einem Aufblühen des Marienkultes. Der Bau wurde von 432 bis 440 errichtet und ist bis heute im Wesentlichen erhalten. Es handelt sich um eine flachgedeckte, dreischiffige Säulenbasilika, die mit zahlreichen Anbauten versehen ist. Das Querschiff wurde im 13. Jahrhundert errichtet, wie auch die heutige Apsis der Kirche. Im Jahr 1377 wurde die 75 m hohe Campanile (Glockenturm) im Stil der Romanik fertiggestellt. Sie gilt als der höchste Turm im Stil der Romanik in Rom.
In den Jahren 1584-1590 wurde die vom Sixtus V. gestiftete und vom Domenico Fontana entworfene Cappella Sistina an das Querschiff angefügt. Im Jahr 1613 folgte die Cappella Paolina des Architekten Flaminio Ponzio, die vom Papst Paul V. gestiftet wurde. Beide lassen das Querschiff deutlicher erscheinen. Von außen lässt sich dies jedoch nicht erkennen, da die Kirche durch ihre anderen Anbauten wie das Baptisterium (1605), die Cappella Sforza (1564-73) und die Cappella Cesi (um 1550) wie ein einheitlicher Block erscheint.
Das Äußere der Kirche wird vor allem durch die Hauptfassade des Architekten Ferdinando Fuga von 1741 im Stil des Barock und die ab 1670 geschaffene ebenfalls barocke Chorfassade vom Carlo Rainaldi bestimmt.
Das Innere wird vor allem durch den Fußboden mit Kosmaten-Einlegearbeit aus dem 13. Jahrhundert bestimmt, welcher als der schönste dieser Art aller römischen Kirchen gilt. Einzigartig sind auch die Mosaiken aus dem 5. Jahrhundert, die an der Hochschiffwand im Triumphbogen der Apsis (dort von 1292) zu finden sind und einen Zyklus alttestamentlicher Erzählungen darstellen.
Im 16. Jahrhundert wurde die Kassettenholzdecke mit dem ersten Gold aus Amerika ausgestattet, wie auch die Kirche Il Gesù.
Architektur und Kunst
Erwähnenswert ist bereits der Platz vor der Kirche, hier steht eine monumentale Säule aus der Maxentiusbasilika. In der Vorhalle befindet sich links die Porta Santa. Die 36 Säulen, die das Hauptschiff markieren, sind aus griechischem Marmor gefertigt und stammen vom Tempel der Juno auf dem Aventin. Darüber befinden sich 36 gut erhaltene Mosaike römischen Stils aus der Erbauungszeit mit Szenen aus der Mosesgeschichte. Byzantinischer wirken dagegen die Mosaiken des Triumphbogens aus derselben Zeit, welche die Geburt Christi darstellen. Das besonders prunkvolle Mosaik in der Apsis zeigt die Marienkrönung. Der majestätische Baldachin über dem Papstaltar von Ferdinando Fuga ist wahrscheinlich vom Baldachin Gian Lorenzo Berninis in St. Peter inspiriert worden.
Seitenkapellen
Zwei große Kapellen rechts und links vom Hauptaltar ersetzen das ursprünglich nicht vorgesehene Querschiff. Die Capella Borghese links, die zur Zeit des Borghese-Papstes Paul V. entstand, gilt als prunkvollste Privatkapelle aller römischen Kirchen und enthält das Gnadenbild Salus Populi Romani, das einst als Lukasikone angesehen wurde.
Gegenüber liegt die Sakraments-Kapelle von Domenico Fontana aus der Zeit Sixtus V.. Das kostbare Bronzeziborium stammt von L. Scalzo.
Reliquien
In der Confessio unterhalb des Papstaltars befinden sich Reste einer Krippe, die Teile der Krippe von Bethlehem sein sollen. Davor befindet sich eine Statue des Papstes Pius IX..
In der Krypta sind mehrere Mitglieder der Familie Borghese beigesetzt. Bernini liegt rechts hinter dem Papstaltar begraben.
Quelle: Netlexikon
So kommt man hin:
Piazza di S. Maria Maggiore
Buslinien 5 (Straßenbahn), 14 (Straßenbahn), 16, 70, 71, 75, 360, 590, 649, 175
Metro-Linie A oder B bis Termini.
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Geändert am 27. Januar 2006 um 17:20 Donnerstag, 26. Januar 2006
Benedikts erste Enzyklika

Papst Benedikt XVI. hat in Rom seine mit Spannung erwartete erste Enzyklika veröffentlicht. Die Schrift "Deus Caritas Est" (Gott ist Liebe) ist am Tag des Gebets der christlichen Einheit am Mittwoch (25. Januar) vorgestellt worden.
Die Schrift setzt sich unter anderem mit der Beziehung zwischen spiritueller Liebe (Agape) und erotischer Liebe (Eros) auseinander. Ihr Erscheinen war ursprünglich Anfang Dezember erwartet worden.
Vatikankreisen zufolge wurde der Text in den letzten Wochen jedoch noch mehrfach verändert. "Sie (die Enzyklika) steht dem Eros nicht vollständig negativ gegenüber", hieß es in den Kreisen. "Sie sagt, dass Eros unter den richtigen Umständen in Ordnung ist."
Ausführliche Informationen >>>
Quelle: NTV
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Geändert am 26. Januar 2006 um 16:30 Mittwoch, 25. Januar 2006
Rom ruft zum Gassparen auf

Die Italien sollen sparsam im Umgang mit Gas sein.
Wegen der Schwierigkeiten mit den Gaslieferungen aus Russland ruft die Regierung in Rom zum Gassparen auf. In einem Appell an die Familien und Firmen appellierte das Kabinett Berlusconi an Familien und Unternehmen, die Heizungen um bis zwei Grad zu reduzieren. Mit einem Dekret sollen die Höchsttemperaturen in allen öffentlichen Gebäuden um zwei Grad auf 18 Grad reduziert werden.
Dadurch soll der Konsum um zehn Millionen Kubikmeter Gas reduziert werden. Die Regierung rief die Italiener auf, zu duschen, statt zu baden, Töpfe zu decken, um das Wasser rascher zum kochen zu bringen und mit Elektrogeräten zu sparen. Lieferengpässe bei der Gasversorgung gab es den siebten Tag in Folge in Italien. Bei Gazprom seien am Montag 74 Mio. Kubikmeter Gas bestellt worden, angekommen seien jedoch nur vier Millonen Kubikmeter weniger, meldete der Gasversorger Eni.
"Italien droht kein Black Out, doch wir müssen die Situation genau überprüfen", so der Industrieminister, Claudio Scajola. Der Ministerrat wird am Dienstag über die Gasversorgungsprobleme diskutieren. Italien importiert täglich rund 400 Millonen Kubikmeter Erdgas und setzt von allen europäischen Ländern am meisten Gas zur Stromerzeugung ein. Gazprom liefert Italien pro Jahr 24 Mrd. Kubikmeter Gas - ein Drittel des Gesamtbedarfs.
Quelle: Südtirol Online
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Dienstag, 24. Januar 2006
Di Canio für ein Spiel gesperrt

Für seinen wiederholt gezeigten faschistischen Gruß ist Paolo di Canio von Lazio Rom am Montag vom Disziplinarausschuss der italienischen Fußball-Liga für ein Spiel gesperrt und mit einer 10.000-Euro-Strafe belegt worden. Für den 37-jährigen Offensivspieler ist es bereits die zweite derartige Sperre.
Di Canio hatte seine Anhänger bei einem Spiel gegen Livorno am 11. Dezember mit ausgestrecktem rechten Arm begrüßt. Auch bei einem Match gegen Juventus Turin hatte der Italiener den "römischen Gruß" gezeigt. "Ich bin ein Faschist, aber kein Rassist", erklärte Di Canio. "Der gestreckte Arm soll kein Aufruf zur Gewalt oder zu Rassenhass sein", rechtfertigte sich der Italiener.
Quelle: ORF
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Montag, 23. Januar 2006
Das Pantheon

Außenansicht des Pantheon.
Das Pantheon (v. griech.: pan = alle + theoi = Götter) in Rom war ein allen (Haupt-)Göttern geweihtes Heiligtum, möglicherweise aber auch eine Kaiseraula, ein Audienz- und Gerichtsraum, als Teil eines Kaiserforums. Kaiser Hadrian ließ es auf dem Marsfeld in Rom zwischen 118 und 128 n. Chr. erbauen. Der Architekt wie auch der ursprüngliche Name des Gebäudes sind unbekannt.
Es war der Nachfolger eines den Planetengöttern (darunter Mars und Venus, den Hausgöttern der julisch-claudischen Herrscherfamilie) geweihten Tempels, den Agrippa um 27 v. Chr. am selben Ort hatte errichten lassen. Dieser rechteckige, nach Süden orientierte Vorgängerbau von knapp 20 mal 44 Meter Größe brannte im Jahr 80 nieder und wurde unter Kaiser Domitian restauriert.
Auch der Hadriansbau lässt mit seiner den Himmel abbildenden Kugelkuppel, seiner Öffnung zu den Gestirnen und seinen der Zahl der Gestirngötter Sol, Luna, Mars, Merkur, Jupiter, Venus und Saturn (vgl. Woche) entsprechenden Altarnischen die Ursprungskonzeption eines Gestirntempels erkennen.
Das Hauptgebäude des Pantheons ist ein überwölbter Rundbau von ca. 43 m Innendurchmesser und -höhe. Da er im Inneren ebenso breit wie hoch ist, berührt die Kuppel - als vollständige Kugel gedacht - genau den Boden. Diese gewaltige, ursprünglich vergoldete Kuppel ist durch Kassetten verstärkt, der Schlussstein hat eine neun Meter große Öffnung (Opaion), die als einzige Lichtquelle dient. Um das Gewicht zu verringern, wurde der Beton der Kuppel mit leichtem, vulkanischen Tuff- und Bimsstein vermischt. Die Mauern sind großenteils aus mit Ziegeln ummauertem Beton gebaut und ruhen auf einem 7,30 m breiten und 4,50 m tiefen Ring aus Gussmauerwerk als Fundament. Damit gehört das Pantheon zu den ältesten großen Betonbauwerken der Welt.
Der dem Rundbau vorgelagerte, dreischiffige Portikus mit einer Grundfläche von 33,10 x 15,50 Metern wird von 16 jeweils aus einem Block gehauenen korinthischen Säulen aus grauem, ägyptischen Granit aus Mons Claudianus mit Säulenbasen aus Marmor getragen. Die Inschrift auf dem Architrav, in der Agrippa erwähnt wird, stammt von Kaiser Hadrian. Sie lautet: M(ARCUS) AGRIPPA L(UCII) F(ILIUS) CO(N)S(UL) TERTIUM FECIT, was bedeutet: Marcus Agrippa, Sohn des Lucius, (hat in seinem) dritten Konsulat (dieses Gebäude od. Tempel od. etc.) gemacht (oder auch errichtet). Im 17. Jahrhundert wurden zwei Säulen auf der linken Seite durch Säulen aus den Thermen des Nero ersetzt.
Die Bronzetür, die heute den Eingang verschließt, ist nicht original.
Quelle: Netlexikon
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Geändert am 23. Januar 2006 um 20:49 Sonntag, 22. Januar 2006
"Astronaut" studieren in Rom

Studiengang "Astronaut": In Rom können Weltraum-Fans demnächst an der
Universität alles rund um das Thema bemannte Raumfahrt lernen.
"Menschliche Missionen im Weltraum", heißt das Studienfach, das auf
Initiative des italienischen Astronauten Roberto Vittori (41) ins Leben
gerufen wurde.
Inhaltlich würden die Studenten Kurse wie "Geschichtliche Elemente der
Raumfahrt", "Shuttle" und "Sojus" belegen, als Dozent fungiert Vittori,
berichtete die Zeitung "La Repubblica" am Samstag. Auch medizinische
Aspekte des Aufenthaltes in der Schwerelosigkeit würden behandelt.
Vittori war selbst zwei Mal im Weltraum. So flog der ESA-Astronaut im
Jahr 2002 mit der Sojus TM-34 zur Internationalen Raumstation (ISS).
Der Uni-Kurs sei bisher einzigartig in Europa, hieß es. Lehrmaterial
sei eine DVD, die der italienische Astronaut eigens für die Studenten
vorbereitet hat. Auch praktische Übungen seien Teil des Unterrichts.
Die europäische Raumfahrtorganisation habe Interesse an einer
Anstellung der Kursbesucher bekundet. Vittori hofft, dass in Zukunft
Studienabgänger seines Kurses als Astronauten der ESA ausgewählt
werden.
Quelle: Der Standard
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Grab unter Forum Romanum ist 3000 Jahre alt

Das Forum Romanum.
Etwa 1000 Jahre vor Christus ist ein Mensch bestattet worden, dessen Grab nun in Rom gefunden wurde. Archäologen vermuten, dass unter dem Forum Romanun eine ganze Totenstadt liegen könnte.
Unter dem antiken Forum Romanum in Rom haben Archäologen ein 3000 Jahre altes Grab entdeckt. Das italienische Fernsehen berichtete am Donnerstagabend über die Arbeiten an der Ausgrabungsstätte, die einem tiefen Brunnen gleicht. Offen gelegt wurden sowohl Vasen als auch die Urne mit der Asche des Toten.
Das Grab wurde auf die Zeit um 1000 vor Christus datiert und ist damit älter als die Stadt Rom, die der Legende nach im Jahre 753 vor Christus von den Zwillingsbrüdern Romulus und Remus gegründet wurde. Die Archäologen vermuten nach eigenen Angaben, dass sie einer Totenstadt aus mehreren Gräbern auf der Spur sind.
Quelle: Netzeitung
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Geändert am 23. Januar 2006 um 20:47 Freitag, 20. Januar 2006
Zeffirelli begeisterte mit
Mozarts "Don Giovanni"

Franco Zeffirelli.
Der italienische Starregisseur Franco Zeffirelli hat am Donnerstagabend (19. Januar) mit der Premiere von Mozarts "Don Giovanni" in der römischen Oper begeistert. Dutzende von Stargästen, darunter der italienische Staatschef Carlo Azeglio Ciampi und seine Gattin Franca, applaudierten der Aufführung, mit der die Stadt Rom das Mozartjahr 2006 feiern will.
Begeisterung erntete Marco Vinco in der Titelrolle. Mariella Devia übernahm die Rolle der Donna Anna. Am Pult stand Hubert Soudant. Zeffirelli begeisterte mit Bühnenbildern, die er zum Teil bei der Saisoneröffnung der Metropolitan Opera in New York im Jahr 1990 verwendet hatte.
"Für diese Oper habe ich eine Technik entworfen, dank der der Wechsel der zwölf Bühnenbilder beschleunigt wird", erklärte Zeffirelli. "Mozarts 'Don Giovanni' ist eine Oper, die ich besonders liebe. Sie ist freudvoll und tragisch zugleich."
Mozart in antiken Stätten
Höhepunkt der Initiativen zu Mozarts Ehren sind drei Aufführungen von Mozart-Opern in den bekanntesten archäologischen Stätten der Ewigen Stadt, sagte der Direktor der römischen Oper, Gianluigi Gelmetti. Die drei Mozart-Opern mit römischem Hintergrund, "Lucio Silla", "La clemenza di tito" und "Ascanio in Alba", werden im Juni und Juli aufgeführt, kündigte das römische Operntheater an.
Am 16. und 18. Juni wird "Lucio Silla" im Trajan-Forum gezeigt. "Ascanio in Alba" wird die Basilika Massenzio unweit des Kolosseums als Kulisse haben (24 und 25. Juni). "La clemenza di tito" ist am 5. und 6. Juli in der Nähe des Titus-Bogens vor dem Kolosseum geplant.
Quelle: ORF
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Geändert am 22. Januar 2006 um 01:38 Donnerstag, 19. Januar 2006
Schweizer Garde auch in
Zukunft ohne Frauen

Wenn sich Touristen in Rom dem Petersdom nähern und zum ersten Mal die jungen Männer in den bunten Uniformen sehen, ihre aufgerichteten Hellebarden und ihren entschlossenen Blick, dann beschleicht die Besucher mitunter eine Frage: Warum heißen die Männer, die den Vatikan bewachen, eigentlich Schweizergarde? Die Antwort ist verblüffend einfach: Weil sie alle aus der Schweiz kommen. Aber warum ausgerechnet aus der Schweiz?
Es war vor genau 500 Jahren, bewegte Zeiten damals in Rom, Papst Julius II. lag politisch mit Venedig, den Franzosen und Spaniern im Clinch. Militärischer Schutz musste her, und da er angesichts der Ränkespiele im heimischen Rom eigenen Landsleuten nicht viel Vertrauen schenkte, schaute sich der Papst im Ausland um. Schweizer Männer wiederum hatten sich seinerzeit in Europa als verlässliche Söldner einen Namen gemacht.
"200 Fußknechte" von den "geliebten Söhnen Oberalemanniens" forderte der Papst an, angeheuert wurden sie in Luzern und Zürich. Die Männer zogen zu Fuß über den Gotthardpass und marschierten am 22. Januar 1506 in Rom ein. Dort wurden sie neu eingekleidet, bekamen rasch den päpstlichen Segen und zogen noch am Abend in ihre Kaserne ein - kurz und prosaisch war der Amtsantritt. Am kommenden Sonntag feiert der Vatikan das Jubiläum mit einer Messe in der Sixtinischen Kapelle.
"Kleinste Armee der Welt"
"Kleinste Armee der Welt" wird die Garde oft genannt. Stimmt, ist aber nur die halbe Wahrheit. 110 Gardisten auf 500 Staatsbürger des Vatikans, ein Soldat auf fünf Einwohner - nirgendwo sonst gibt es auch nur annähernd eine solch hohe Rate. In den USA kommen 1,4 Soldaten auf 288 Millionen Einwohner. Der Vatikan ein hochgerüsteter Staat? Auch nicht ganz richtig: Außer Pfefferspray, Karateausbildung und Handfeuerwaffen kann die Garde nur ihren Verteidigungswillen ins Feld führen.
Zeitweise wurden die Schweizergarde sogar von Deutschen ersetzt. Ein dunkles Kapitel, es begann mit der Plünderung Roms am 6. Mai 1527. Deutsche und spanische Landsknechte fielen in die Stadt ein, Papst Clemens II. flüchtete in den Petersdom. Vor seinen Augen wurden die Garden niedergemetzelt. Ein Zeitzeuge: "Da er das gesehen, ist er bald von der mess geflohen und eilends durch ain haimliche thur und beschlossenen gang gestigen, und so schnell gelaufen dass ihm der schwaiss ausgegangen." Danach wurde eine deutsche Leibwache eingesetzt, die aber nicht sehr lange bestand. 1542 übernahmen wieder Schweizer den Job. Das traumatische Datum 6. Mai wird aber noch heute alljährlich begangen.
Heute schieben die Gardisten an den Eingängen zum Kirchenstaat Wache, wohl kaum besonders spannend. Immer häufiger aber patrouillieren ganz normale Carabinieri auf dem Petersplatz - in Zeiten des Terrorismus ist der Schutz des Vatikans ohne "weltliche" Sicherheitskräfte gar nicht zu schaffen.
Keine Operettenarmee
Doch die Garde als reine Staffage, als Operettenarmee, das wäre dem Kommandanten Elmar Theodor Mäder ein Dorn im Auge. Unter der Hand hieß es unlängst, der ehrgeizige Kommandant fordere mehr Kompetenzen für seine Mannen. Wenn der neue deutsche Papst in Rom unter die Leute gehe oder in den Ferien in den Alpen flaniere, übernehme immer öfter die staatliche Polizei die Führung in Sicherheitsfragen, klagte er.
Doppelmord im Vatikan
Unvergessen ist die Nacht zum 4. Mai 1998: Ein blutjunger Gardist stieg die Stufen zur Wohnung seines Kommandanten Alois Estermann empor, zückte seine Dienstpistole und schoss den verhassten Chef nieder. Dann zielte er auf dessen Frau und brachte am Ende sich selbst mit einem Schuss in den Mund um. Doppelmord im Vatikan - niemand hätte gedacht, dass es nach den Giftmorden im Mittelalter jemals wieder solche "blutigen Abgründe" im Kirchenstaat geben würde. "Liebe war nicht im Spiel, auch keine Eifersucht", versuchte der Vatikansprecher eiligst sprießende Spekulationen einzudämmen - natürlich erfolglos. Die offizielle Version heißt: Der junge Gardist sei einer "Attacke des Wahnsinns" verfallen.
Keine Frauen
Doch seitdem gab es Reformen: Bei Rekruten wird auf die Psyche geachtet, hitzige Typen und Draufgänger will man nicht. Die Gardisten müssen überdies Schweizer Staatsbürger sein, katholisch und mindestens 1,74 Meter groß. Amtssprache ist Deutsch. Inzwischen gibt es aber sogar den ersten dunkelhäutigen Gardisten, einen bildschönen jungen Mann, der aus Indien stammt - adoptiert von einem Schweizer Ehepaar. Nur bei einem kennt Kommandeur Mäder kein Pardon: Frauen in seiner Truppe will er nicht. "Die Männer sind jung, sie wohnen in der Kaserne, da ist es ziemlich eng. Da will ich keine Probleme haben."
Quelle: Kurier
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Geändert am 19. Januar 2006 um 16:15 Dienstag, 17. Januar 2006
Alessandra Mussolini will Bürgermeisterin von Rom werden

Alessandra Mussolini, Enkelin des faschistischen Diktators Benito Mussolini, will um den Posten des Bürgermeisters von Rom kämpfen. Die EU-Parlamentarierin, die an der Spitze der rechtsextremen Splitterpartei Alternativa Sociale steht, bekundete ihre Absicht, bei den Bürgermeisterwahlen am 9. April zu kandidieren. Sie tritt gegen den beliebten Bürgermeister Walter Veltroni an. Der ehemalige Vizepremier von den Linksdemokraten bewirbt sich um ein zweites fünfjähriges Mandat.
Auch Landwirtschaftsminister Gianni Alemanno, Spitzenpolitiker der rechten Alleanza Nazionale, hat dieser Tage angekündigt, als Kandidat bei den Gemeinderatswahlen Veltroni herausfordern zu wollen. Dabei muss sich Alemanno auf Konkurrenz aus den eigenen Reihen gefasst machen. Auch der Minister für die öffentliche Verwaltung, Mario Baccini, Nummer drei der christdemokratischen Regierungspartei UDC, wirbt um den Sessel im Kapitol, dem Sitz der römischen Stadtverwaltung.
Die Linke bewertet die doppelte Kandidatur im Regierungsblock als Zeichen tiefer Schwäche und Zerrissenheit im Lager um Berlusconi. "Das Regierungsbündnis ist derart gespalten, dass es sich nicht einmal auf einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten einigen kann", kommentierte ein Parlamentarier der Grünen, Paolo Cento.
Die "Unione" steht geschlossen hinter dem seit 2001 amtierenden Veltroni, der in der 3,5-Millionen-Metropole große Sympathie genießt. Selbst die Gegner des linksdemokratischen Bürgermeisters müssen eingestehen, dass Veltroni gute Arbeit geleistet hat und dass seine Mandatsverlängerung durchaus möglich ist.
"Es wird schwierig, Veltroni zu besiegen, weil er gute Arbeit geleistet hat. Nur mit innovativen Programmen können wir versuchen, ihn zu schlagen", meinte der Präsident der Abgeordnetenkammer, Pier Ferdinando Casini, der die Wahlkampagne für seinen Parteifreund Baccini führen will.
Quelle: Der Standard
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Freitag, 13. Januar 2006
Dreharbeiten für Papst-Film angelaufen

Michail Gorbatschow bei Papst Johannes Paul II.
In Rom starten am Freitag, 13. Januar 2006, die Dreharbeiten zum dem ZDF-Dokudrama "Karol Wojtyla – Geheimnisse eines Papstes". Der Film von Gero von Boehm erzählt zum ersten Mal in dramatisierter Form die ganze Geschichte des Papstes aus Polen.
Johannes Paul II. wird dargestellt von Charakterschauspieler Michael Mendl ("Ein Leben für den Frieden"). Entscheidende Momente des Pontifikats werden an den Originalschauplätzen im Vatikan inszeniert, unter anderem mit Mario Adorf als Gärtner Peppino Mancuso, der dem Papst immer wieder in den vatikanischen Gärten begegnet.
Das bewegte Leben von Karol Wojtyla, dem Offizierssohn aus Wadowice in Polen, der zum "Stellvertreter Gottes auf Erden" wurde, spiegelt das 20. Jahrhundert in all seinen Brüchen wider. Das Dokudrama beleuchtet den gesamten Lebensweg Karol Wojtylas und zeigt ihn in seinen größten Bewährungsproben: in der Zeit des Zweiten Weltkriegs in seiner Heimat Polen und während der heißen Phase des Niedergangs der kommunistischen Systeme. Weitere Dreharbeiten finden ab 19. Januar 2006 an der deutsch-polnischen Grenze in Görlitz statt. Den jungen Karol Wojtyla spielt dabei Nachwuchsstar Devid Striesow, seine Freundin Halina wird von Cosma Shiva Hagen dargestellt.
Die Spielhandlung des Dokudramas wird mit den dokumentarischen Elementen verzahnt. Einige der wichtigsten Partner bei den Veränderungen, die Johannes Paul II. während seines Pontifikats einleitete, ergänzen die Story mit ihren persönlichen Erinnerungen: unter anderem Michail Gorbatschow, Lech Walesa, Wojtech Jaruzelski, Zbignew Brzezinski, Helmut Kohl und Henry Kissinger.
Aber auch private Wegbegleiter Karol Woitylas kommen zu Wort: Verwandte und Freunde aus der Schule und der Theatergruppe, für die er als junger Mann Stücke schrieb und inszenierte, Kommilitonen, Sportkameraden und seine Freundin, die Schauspielerin Halina.
Das Dokudrama soll anlässlich des ersten Todestages von Johannes Paul II. ausgestrahlt werden; der genaue Sendetermin steht noch nicht fest. Die Redaktion im ZDF hat Hans-Christian Huf.
Filmemacher Gero von Boehm, der das Dokudrama als Autor und Produzent realisiert, hat für das ZDF bereits zahlreiche große Dokumentarreihen produziert, darunter das populäre Wissenschaftsprogramm "Odyssee 3000" (1998) und die viel beachtete Reihe "Paläste der Macht" (2004). Für 3sat moderiert er die Gesprächsreihe "Gero von Boehm begegnet...".
Quelle:Presseportal
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Geändert am 13. Januar 2006 um 16:40 Donnerstag, 12. Januar 2006
Mussolinis Bunker soll Touristen locken

Die ewige Stadt lockt nun auch mit faschistischer Architektur. Neue Sehenswürdigkeiten sind Mussolinis Bunker und Bauten für die Weltausstellung in Rom.
Neben Kolosseum, Vatikan und Forum Romanum schmückt sich Rom jetzt auch mit den Bauten des "Duce". Größer, schöner und imposanter als alles bisher Dagewesene sollte die Weltausstellung in Rom werden, hatte sich Benito Mussolini zum Ziel gesetzt. Zwischen Rom und dem Strand von Ostia ließ er dafür eigens ein neues Viertel anlegen. Die malariaverseuchte Gegend wurde nach der geplanten Weltausstellung "Esposizione Universale Romana" genannt, kurz EUR. Die Weltausstellung wurde wegen des Krieges abgesagt, doch bis dahin war auf dem trocken gelegten Acker vor Rom schon der "Palazzo degli Uffici" fertig gestellt. Und unter dem Gebäude, das am Eingang zur Ausstellung stehen sollte, wurde sicherheitshalber auch ein Luftschutzbunker angelegt.
Der zwei Stockwerke tiefer liegende Keller wurde jetzt restauriert. Die Räume boten Schutz für 300 Personen, wurden aber nie gebraucht: Als im Zweiten Weltkrieg 1943 die Randbezirke Roms bombardiert wurden, hielt sich Mussolini schon am Gardasee auf. Dort hatte er nach dem Waffenstillstand zwischen Italien und den Alliierten im weiterhin von Hitler-Deutschland kontrollierten Teil des Landes die faschistische Republik Salò gegründet.
Mehr als 60 Jahre später führt nun der Rentner Renzo Ferri, ein ehemaliger Architekt, im Auftrag der Aktiengesellschaft EUR SpA Besuchergruppen durch den Keller, in dem zwei Fahrräder der Stromerzeugung dienen und die Belüftungsanlage betreiben sollten. Oberhalb des Bunkers illustriert eine riesige Stele Mussolinis Träume von der Herrschaft über ein neues römisches Reich. Mit ausgestrecktem Arm lässt der "Duce" sich auf dem Travertin-Relief von Bauersfrauen, Kindern sowie Soldaten mit nacktem Oberkörper und geschultertem Gewehr verehren. Darüber thronen der Petersdom, das Kolosseum, das Pantheon und viele andere wichtige Gebäude Roms, als hätte Mussolini selbst sie erbaut.
Es gibt noch weitere Machwerke faschistischer Künstler, die das nach dem Zweiten Weltkrieg nach den Entwürfen der Mussolini-Zeit fertig gestellte EUR-Viertel zieren. Es sind Bauten von eigenartigem Reiz und Zeugnisse einer Architektur, deren einziger Zweck es war, der Welt zu imponieren.
Quelle:Heidenheimer Zeitung
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Geändert am 22. Januar 2006 um 01:39 Mittwoch, 11. Januar 2006
Die Aurelianische Mauer

Teil der Aurelianischen Mauer in der Nähe der Porta Maggiore. Gut erkennbar einer der 383 Wehrtürme und die Bögen des integrierten Aquäduktes der Aqua Claudia.
Die Aurelianische Mauer ist die bedeutendste Stadtmauer von Rom, deren erste Bauphase unter Kaiser Aurelian (270 - 275) begonnen und unter Kaiser Probus (276 - 282) vollendet wurde. Rom hatte schon eine Mauer aus früherer Zeit, die "Servianische Mauer", aber die Stadt war längst über den alten Mauerring hinausgewachsen.
Die Errichtung der Mauer stellte das politische Eingeständnis der Kaiser dar, dass selbst Rom, die Hauptstadt des Imperiums, mit einem Angriff germanischer Volksstämme rechnen musste. In den Jahren 254 - 259 n. Chr. waren bereits mehrfach germanische Stämme auf italischem Boden erschienen, so etwa die Alemannen und die Goten. Bisher hatte Rom diese erfolgreich zurückschlagen können, bevor die Hauptstadt unmittelbar angegriffen werden würde, allerdings war es nur eine Frage der Zeit, wie lange dies noch gehen würde.
Teil der Aurelianischen Mauer in der Nähe der Porta Maggiore. Gut erkennbar einer der 383 Wehrtürme und die Bögen des integrierten Aquäduktes der Aqua ClaudiaDie Mauer war 19 Kilometer lang, ursprünglich 6 Meter hoch und ca. 3,5 Meter tief. Der größte Teil war aus Ziegelsteinen gemauert worden. Es gab 18 größere Tore und 383 Wachtürme, jeweils in einem Abstand von ungefähr 30 Meter. Die Architekten bezogen viele bestehende Bauten in die Befestigungen mit ein, was ein deutliches Zeichen für die Eile des Bauvorhabens darstellt. Beispielsweise das berühmte Grabmal des Gaius Cestius, die Cestius-Pyramide, das Amphitheatrum Castrense und Teile des Aquädukts Aqua Claudia wurden so Teil der Mauer.
Die so entstandene Stadtmauer stellte jedoch nur einen befriedigenden Schutzwall gegen solche Angreifer dar, denen die technischen und sonstigen Voraussetzungen für eine längere Angriffswelle oder gar eine Belagerung fehlte. Bereits Kaiser Maxentius ließ die Mauer zu Beginn des 4. Jahrhunderts n. Chr. etwas erhöhen. Später ließen die Kaiser Honorius (395 - 423) und Arcadius (395 - 408) die Mauern auf fast 11 m erhöhen und verstärken. Jetzt wurde auch das Mausoleum des Kaisers Hadrian, die spätere Engelsburg, als Zitadelle in die Befestigungen integriert. Vielfach wurden die Tore zu wahren Festungstürmen ausgebaut.
Durch die Integration in die Mauer wurden die alten Gräber als Teil der Verteidigung Roms wichtig und blieben daher auch nach dem Siegeszug des Christentums erhalten. Nach dem Untergang des antiken Rom waren die Stadtväter um den Schutz heidnischer Gräber nicht sehr bemüht, aber die Stadtmauer wurde bewahrt und geschützt.
Das Problem der aurelianischen Mauer war ihr Umfang: Rom hatte im Grunde nie genug Soldaten, um die ganzen 19 Kilometer der Mauer zu bemannen. Dennoch stellte die Aurelianische Mauer einen wirksamen Schutzschild gegen die immer aufdringlicher werdenden Germanen dar. Die Goten und Vandalen, denen es in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts gelang, Rom einzunehmen, bewältigten nicht die Aurelianische Mauer, sondern bedienten sich eines Tricks: Sie kappten die Wasserleitungen der Römer und zwangen sie dadurch letztendlich zum Öffnen der Tore der Stadt Rom.
Den letzten großen Dienst sollte die Aurelianische Mauer Papst Pius IX. leisten, als er sich gegen diejenigen wehren wollte, die einen Staat Italien mit der Hauptstadt Rom errichten wollten. Sein Ansinnen war vergeblich und die Aurelianische Mauer verlor endgültig ihre Funktion als schützende Stadtmauer, da Rom einfach über ihre Begrenzungen hinauswuchs.
Heute sind noch sehr viele Reste der einst antiken Stadtmauer zu erkunden. Gerade gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden viele Teile wieder in den vermeintlich antiken Urzustand zurückversetzt und von mittelalterlichen oder frühneuzeitlichen Anbauten befreit.
Quelle: Netlexikon
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Geändert am 11. Januar 2006 um 22:35 Dienstag, 10. Januar 2006
Wandern im Parco dell'Appia Antica

Das Castello Caetani.
Die Wanderung führt von Porta Capena bis Cecilia Metella und Castello Caetani.
Der Wanderweg ist in zwei Strecken geteilt: die erste Strecke windet sich außerhalb dem Park, die zweite im Parkgebiet. Um die enge Beziehung zwischen dem Monumentalzentrum Roms und Appia Antica zu verstehen, muss man von Porta Capena anfangen. Der Wanderweg windet sich durch die Landgüter aus der Spätrenaissance: es handelt sich um die berühmte "Straße zwischen den Weinbergen", die in der Landkarte von 1748 von Giovanbattista Nolli beschrieben wurde.
Vorsicht: an Werktagen ist die Strecke der Via Appia Antica von Porta San Sebastiano bis Cecilia Metella für den öffentlichen Verkehr geöffnet und es gibt keine Fußgängerwege. Deswegen ist es empfehlenswert, der Weg durch die Katakomben von San Callisto zu wählen; der Eingang befindet sich an der Kreuzung zwischen Appia Antica und Via Ardeatina.
Länge: 5,4 km
Gehzeit: 2 Stunden
Zugänglich: ja
Raststätte: Bar L'incontro
Parkplätze: Thermen von Caracalla
Bus oder U-Bahn: 118, Metro B Circo Massimo
Der Parco dell'Appia Anticat erstreckt sich in den südöstlichen Teil der Stadt Rom zwischen Via Appia Nuova und Via Ardeatina bis zum Gebiet von Ciampino und Marino. Die Achse des Parks ist die Via Appia Antica, die Regina Viarum, die Königin der nach römischen Konsuln benannten Reichsstraßen.
Quelle: parks.it
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Geändert am 10. Januar 2006 um 15:42 Montag, 9. Januar 2006
Ein Tag im Verkehrschaos

Rom baut. Weil zwei U-Bahn-Linien einfach nicht mehr reichen für 2,5 Millionen Einwohner und für jährlich sieben Millionen Touristen, wühlen sich nun wieder die Bagger durch das historisch wertvolle Erdreich.
1,2 Milliarden Fahrten, das hat der Bürgermeister jetzt bekannt gegeben, verzeichnet der Öffentliche Nahverkehr für das vergangene Jahr. Das ist, als hätte sich das gesamte chinesische Volk einmal von einer Ecke Roms in die andere transportieren lassen. Und täglich schrammen Busse nur knapp am Großkollaps vorbei.
Bei einer mathematisch exakten Untersuchung haben die Römischen Verkehrsbetriebe nun herausgefunden, was jeder Kunde jeden Tag erlebt: dass Busse, die planmäßig alle sieben bis acht Minuten fahren sollten, 31 Minuten und mehr auf sich warten lassen. Dass dann aber, sobald sie nach einer Dreiviertelstunde tatsächlich kommen, gleich zwei Busse derselben Linie hintereinander fahren. Täglich gesichtet und nun auch amtlich festgestellt wurden sogar Konvois mit bis zu vier Bussen einer Linie, Stoßstange an Stoßstange.
Aber es wird ja alles besser. Im nächsten Jahr, kündigen die Verkehrsbetriebe an, wolle man die Bus-Flotte per Satellit kontrolliert und geführt. Einstweilen verstärkt man mit allem, was vier Räder hat und fahren, qualmen, stinken kann, die bestehenden Linien.
Und man beschäftigt neues Personal: "Du, sag mal", ruft ein Busfahrer dem Kollegen zu, der bei ihm eingestiegen ist: "Ich bin die Strecke noch nie gefahren. Kennst du die Haltestellen?" "Na ja", sagt der Kollege, "auch nicht so genau. Aber ich stell mich neben dich. Wenn wir gemeinsam schauen, werden wir die Tafeln schon sehen."
Wenn Touristen in Rom nach der passenden Verbindung zu dieser oder jener Sehenswürdigkeit fragen, kann es passieren, dass der halbe Bus bei der Suche hilft. Mit angeregten Diskussionen und vielen guten Umsteigeratschlägen.
Auch vor ein paar Tagen war das so. Da beteiligte sich sogar der Busfahrer an der Diskussion. "Also um diesen Platz jetzt rechts herum, dann drüben hundert Meter zurück." "Nein, Vorsicht, halbrechts", sagt die ältere Frau. "Und vor dem Kiosk dort, siehst ihn eh, ja, links", rät der nächste. "Nicht einfach hier", sagt der Busfahrer, wischt sich den Schweiß von der Stirn. Und schlagartig wird klar, dass nicht irgendein Tourist, sondern der Fahrer selbst nach dem rechten Weg gefragt hat.
Der Fahrer hat sich auf Hin weis seiner Mannschaft sogar korrekt in die Busspur eingefädelt, aber keinen Kilometer weiter hält er dort an, wo sich an der Ecke der Vatikanmauer der Weg gabelt. "Und welche von diesen Scheißstraßen nehme ich jetzt?", schimpft er aus seiner Kabine. "Fahr geradeaus, immer geradeaus", ruft es einstimmig aus dem Bus zurück. Und die Fahrgäste halten das alles für ganz normal. Keiner schimpft, und keiner lächelt.
Quelle: Die Presse.com
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Geändert am 9. Januar 2006 um 15:59 Freitag, 6. Januar 2006
Ein fast unberührtes Stück Rom

Die Stadt Rom hat ein einzigartiges Erbe, und zwar das Territorium, das noch unberührt von der Urbanisierung ist. Nach der Genehmigung (Mai 1997) des Parkplans "Piano delle Certezze" wird 64 Prozent des Gemeindeterritoriums (80.000 Hektar der gesamten Parkoberfläche von 129.000 Hektar von einem ökologischen Gesichtspunkt her streng geschützt.
Die Oberfläche des Gebietes, das unter der Verwaltung von RomaNatura ist, beträgt 14.000 Hektar (wie die ganze Gemeinde von Bologna). Unter der Verwaltung von Royal Parks Constabulary aus London sind über 2500 ha. Archäologische Stätten, Denkmäler, Villen und alte Bauernhäuser bilden nur einen Teil dieses bedeutungsvollen Erbes, das auch ökologische Nischen umfasst, wo über 1000 Pflanzenarten, 5000 Insektenarten und über 150 Tierarten (Säugetiere, Amphibien und Vögel) leben. Ein wesentlicher Teil des Schutzgebietes hat noch heute eine landwirtschaftliche Funktion. Tatsächlich ist die Gemeinde Roms die erste und wichtigste landwirtschaftliche Gemeinde Italiens.
Quelle: Roma Natura
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Geändert am 6. Januar 2006 um 16:07 Donnerstag, 5. Januar 2006
Rom versinkt im Dauerregen

Die Pegel des Tibers steigen.
Es war einmal eine sonnenverwöhnte Stadt im Süden, die im Sommer wie im Winter gleichermaßen mit blauem Himmel lockte. Das war einmal. Die ewige Stadt mit dem ewigen Sonnenschein ist zu einem Regenloch geworden: "Rekordregen in Rom - so viele Niederschläge wie seit 150 Jahren nicht mehr", titeln die Zeitungen.
Im vergangenen Jahr hat es über Petersdom und Kolosseum an 120 Tagen gegossen. Zum Vergleich: Normalerweise regnet es in Rom durchschnittlich an rund 90 Tagen im Jahr. Und auch das neue Jahr lässt sich nicht gut an und nervt Einwohner und Besucher mit miesem Nieselwetter. "Wenn das so bleibt, dann kann ich ja gleich nach London auswandern", nörgelt ein Römer unterm geringelten Regenschirm.
Wie eine unheilvolle Verheißung ging denn auch in der Neujahrsnacht um punkt zwölf Uhr über dem Zentrum ein mächtiger Platzregen nieder. "Es war, als hätte sich der Himmel geöffnet, um das Feuerwerk zu löschen", sagt eine Beobachterin.
Auch an den ersten Januartagen ist kein Ende des Trübsinns in Sicht: Bedrohlich grau hängen die Wolkenmassen am römischen Himmel, es nieselt und schüttet - ein Freudenfest nur für die Schirmverkäufer. Und die tauchen schon beim ersten Tropfen wie dunkle Schatten auf, plötzlich sind sie da, an jeder Straßenecke.
Die Männer aus Indien und Bangladesch sind bestens gerüstet, vom schlicht-schwarzen Knirps bis zum Regenbogen-farbenen Riesenschirm haben sie alles parat. "Ombrello, ombrello, Signorina", rufen sie einer jungen Frau mit klatschnassen Haaren zu. "Ich lebe jetzt hier seit zehn Jahren, aber so ein Mistwetter gab es in Rom noch nie. Das ist ja wie in Hamburg", sagt die blonde Deutsche.
Auch der Sommer war nass
Für Herbst und Winter wäre das schmuddelige Klima ja noch akzeptabel; aber selbst im Juli und August, wo sonst in der ewigen Stadt höchstens mal ein paar Schäfchenwolken über das Firmament ziehen, gab es 2005 immer wieder Gewitter mit sintflutartigen Sturzbächen.
Unterdessen macht sich das römische Klima auch in der Mode bemerkbar. Gummistiefel sind der Renner und zwar keck mit Blumenmustern, im Leopardenlook und im Karo-Design. "Die passen gleichermaßen zu Miniröcken und Hosen", macht die römische Zeitung "Il Messaggero" den Damen Mut, auf die plumpen Treter umzusteigen.
Die Tiberfluten steigen
Wie bereits im November ist vor wenigen Tagen auch der Tiber wieder über die Ufer getreten. Jedoch ist es unwahrscheinlich, dass er jemals die Marke von 16 Metern erreicht, an der er über die gewaltigen Schutzmauern treten und Rom überschwemmen würde. Dennoch ist es ein imposantes Schauspiel, wie der "Tevere" da mit ungewohnter Breite und Macht unter den Brücken entlang fließt.
Quelle: T-Online
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Mittwoch, 4. Januar 2006
Die Colli Albani

Die Albaner Berge (italienisch: Colli Albani, auch Albaner Hügel) sind die Reste eines erloschenen Vulkans in Latium, 20 Kilomter südlich von Rom und 24 Kilometer nördlich von Anzio. Der Gipfel des Monte Cavo (950 m) beherrscht dieses Massiv.
Der Vulkan war vermutlich bis ca. 1100 v. Chr. aktiv und verhinderte damit die Besiedelung seiner Umgebung. Es gibt zwei Kraterseen, den Albaner See, Lago Albano, und den Nemi-See, Lago Nemi. Die Albaner Berge waren für die antiken Römer der Albanus Mons. Auf dem Gipfel stand der Tempel des Jupiter Latiaris, in dem die Konsuln die feriae Latinae feierten, sowie einige römische Feldherrn ihre Triumphe, wenn ihnen ein Triumphzug in der Stadt verwehrt wurde. Der Tempel existiert nicht mehr, die zu ihm führende römische Straße, die via triumphalis, kann man besichtigen. Das Gebiet der Albaner Berge, besonders um die Kraterseen, war schon in der Antike ein beliebtes sommerliches Refugium der römischen Nobilität, die sich Villen errichten ließ, um der Hitze und dem Schmutz der Hauptstadt zu entgehen.
Die Albaner Berge umfassen heute die Gemeinden Albano Laziale, Ariccia, Castel Gandolfo, Ciampino, Colonna, Frascati, Frattocchie, Genzano di Roma, Grottaferrata, Lanuvio, Lariano, Marino, Monte Porzio Catone, Montecopatri, Nemi, Pomezia, Rocca di Papa, San Cesareo, Rocca Priora, Torvajanica, Velletri, Vermicino und Zagarolo. Das Gebiet ist reich an sehr verschiedenen Landschaftsformen: fruchtbare, mit Weinbergen und Olivenhainen bebaute Hügel, unzugängliche Berge mit dichten Kastanienwäldern, Wiesen, der Albaner See und der Nemi-See, sowie zahlreiche historische Ortschaften und archäologische Fundstätten von großem Interesse.
Quelle: Wikipedia
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Geändert am 5. Januar 2006 um 20:38 Dienstag, 3. Januar 2006
Die Villa d\'Este in Tivoli

Die Renaissance-Villa von Kardinal Ippolito d'Este im 20 Kilometer von Rom entfernten Tivoli gilt als Meisterwerk der italienischen Gartengestaltung. Er war päpstlicher Statthalter in Tivoli und ließ die Villa von 1550 bis 1572 errichten. Nach 1605 ließ Kardinal Alessandro d'Este am Garten weiter bauen.
Die bestehenden Anlagen wurden instand gesetzt und die Brunnendekorationen erweitert. An weiteren Arbeiten zwischen 1660 bis 1670 war unter anderem Bernini beteiligt. Deshalb gilt die Villa d'Este heute als Vorbild für viele Gärten der Spätrenaissance und des Barock. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts verfielen die Villa und die Wasserspiele jedoch, bis sie 1851 sie von Kardinal Gustav von Hohenlohe erworben wurde. Die Villa war dann ein Zentrum des kulturellen Lebens; Franz Liszt war oft Gast des Kardinals. Hier hat er seine berühmten "Jeux d'eau à la Villa d'Este" komponiert und im Jahr 1879 sein letztes Konzert gegeben.
Beim Eintritt Italiens in den ersten Weltkrieg wurde die Villa Staatseigentum und in 20er Jahren des letzten Jahrhunderts für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seit 2001 gehört die Villa d'Este zum Weltkulturerbe der UNESCO. Öffnungszeiten: 8.30 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang, Einlass bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang.
Die Stadt Tivoli (in der Antike: Tibur) liegt ca. 20 Kilometer von Rom entfernt am Rand der Sabiner Berge. Von hier aus hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Campagna di Roma, die Umgebung Roms. Tivoli ist zu erreichen im Auto über die Autostrada A 24, Ausfahrt Tivoli; mit dem Zug über die Linie Rom-Pescara (Bahnhof Tivoli) oder mit den Bussen der "Cotral" ab der U-Bahn-Station Ponte Mammolo in Rom.
Quelle: Roma Online
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Geändert am 6. Januar 2006 um 16:06 Montag, 2. Januar 2006
Portal für Ferienwohnungen mit neuer Telefonnummer

Das auf die Vermittlung von Privatzimmern und Ferienwohnungen in Rom und Umgebung spezialisierte Internetportal "Romehome" ist umgezogen und unter der neuen Telefonnummer 06235 / 92 95 34 erreichbar.
Romehome hat sich darauf spezialisiert, Unterkünfte von zumeist privaten Vermietern in der italienischen Metropole Rom zu vermitteln. Das Angebot reicht vom Bed&Breakfast-Zimmer über das kleine Ein-Zimmer-Appartment bis hin zur großen, antik ausgestatteten Wohnung. Die Objekte liegen größtenteils im historischen Zentrum von Rom und angrenzenden Gebieten und sind bestens mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Romehome bietet außerdem Ferienwohnungen in Neapel und an der Amalfi-Küste an. Die angebotenen Objekte sind mit Kurzbeschreibungen und Bildern versehen.
Eine Direktbuchung ist zwar nicht möglich, weil Romehome die Belegungstermine direkt mit den italienischen Wohnungseigentümern abstimmen muß. Nach dem Ausfüllen eines Online-Anfrageformulares oder einem Telefonanruf ist dies in der Regel jedoch innerhalb weniger Stunden möglich. Eine ausführliche telefonische Beratung und zahlreiche Informationen und Tipps gehören zum Service.
Noch stärker auf Rom fokussierte Angebote bietet die gleiche Agentur auch unter www.romabed.de.
***
Romehome
Vogelsgartenstraße 33
671053 Ludwigshafen/Schifferstadt
Tel. 06235 / 92 95 34
mobil: 0177 / 28 75 919
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Sonntag, 1. Januar 2006
Die Kapitolinischen Museen

Fuß der Kolossalstatue Konstantins, zu finden in den kapitolinischen Museen.
Die Kapitolinischen Museen bestehen aus mehreren Kunstgalerien. Die bedeutendsten befinden sich auf dem Kapitolshügel in Rom, oberhalb des Forum Romanum. Hier sind zahlreiche berühmte Werke wie der Dornauszieher oder die Kapitolinische Wölfin mit den beiden Knaben Romulus und Remus zu sehen. Auf dem Platz vor dem ehemaligen Konservatorenpalast befindet sich eine Kopie der Reiterstatue des Kaisers Marc Aurel.
Die Kapitolinischen Museen gehen zurück auf das Jahr 1471, als die Stadt Rom eine Sammlung von Skulpturen griechischer und römischer Götter des Altertums von Papst Sixtus IV. erhielt. Auch in den folgenden Jahren wurde die Sammlung vor allem um vatikanische Bestände erweitert. Ursprünglich war die Sammlung im Palazzo Nuovo, den man auch Kapitolspalast nennt, untergebracht; durch das beständige Wachstum im Laufe der Jahre wurden neue Funde im Konservatorenpalast untergebracht. Heute finden sich dort insbesondere neuere archäologische Funde seit 1870 und seit dem Jahr 1957die Pinakothek, die in einem zwischen 1939 und 1941 entstandenen Bauteil untergebracht ist, das die beiden Paläste verbindet. Seit 1997 ist als weitere Kunstgalerie die Centrale Elettrica Montemartini in der Via Ostiense hinzugekommen. Hier befindet sich zum Beispiel die sehr sehenswerte Giebelgruppe des Tempels des Apollo Sosianus.
Quelle: Netlexikon
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Geändert am 3. Januar 2006 um 16:07