
Finanzierungsprobleme gefährden das neue Zentrum für zeitgenössische Kunst in Rom, das die aus dem Irak stammende Stararchitektin Zaha Hadid geplant hat.
Knapp ein Viertel des Museums, dessen Bau im März 2003 begonnen wurde,
sei bereits fertig gestellt, so der "Corriere della Sera". Aber die von
der Regierung Berlusconi beschlossenen Kürzungen im Kulturbereich
gefährden das Projekt, ein Baustopp droht.
Bisher wurden 20 Millionen Euro für das Museum ausgegeben, notwendig
sind mindestens weitere 60 Millionen Euro. Sollte das Geld aufgetrieben
werden, würde das Kulturzentrum Ende 2007, zwei Jahre nach dem
vereinbarten Termin eröffnet werden, schreibt "Corriere della Sera".
Architektin Hadid, die diese Woche mit dem italienischen Kulturminister
Rocco Buttiglione die Baustelle besucht hat, protestierte wegen der
finanziellen Schwierigkeiten.
Buttiglione betonte, er könne gegen die Geldprobleme nichts
unternehmen. Die Regierung Berlusconi wird noch bis Ende dieser Woche
einen Sparplan mit Kürzungen von 30 Milliarden Euro über die Bühne
bringen, um das ausufernde Defizit einzudämmen.
Wegen der Einschnitte im Kulturbereich war es in Italien bereits zu
heftigen Protesten gekommen. Der Kulturminister hatte sogar mit dem
Rücktritt gedroht und hat eine Reduzierung der Kürzungen in seinem
Ressort erreicht.
Hadids neues Museum soll zu einer Belebung des kulturellen Angebots in Rom beitragen. Das Ausstellungsgelände für die Kunst des 21. Jahrhunderts, auch MAX-XI genannt, wird an Stelle einer ehemaligen Kaserne im nördlichen Teil von Rom errichtet.
Quelle: Espace
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