Rom baut. Weil zwei U-Bahn-Linien einfach nicht mehr reichen für zweieinhalb Millionen Einwohner und für jährlich sieben Millionen Touristen, wühlen sich nun wieder die Bagger durch das historisch wertvolle Erd-Reich. Unter gewaltigen Verkehrsstaus oben haben sie im Untergrund angefangen, eine Strecke der Metro zu verzweigen; mit der ganz neuen, dritten Linie wollen sie im Frühjahr beginnen. 1,2 Milliarden Fahrten, das hat der Bürgermeister bekanntgegeben, verzeichnete der öffentliche Nahverkehr in Rom im vergangenen Jahr. Das ist, als hätte sich das gesamte chinesische Volk einmal von einer Ecke der Stadt in die andere transportieren lassen. Und täglich vermeiden Busse und Bahnen den erwarteten Kollaps nur knapp.
Bei einer groß angelegten, mathematisch exakten Untersuchung haben die römischen Verkehrsbetriebe nun herausgefunden, was jeder Kunde jeden Tag erlebt: dass Busse, die planmäßig alle sieben bis acht Minuten fahren sollten, einunddreißig Minuten und mehr auf sich warten lassen; dass dann gleich zwei Busse ein und derselben Linie unmittelbar hintereinander fahren. Täglich gesichtet und nun auch amtlich festgestellt wurden sogar Konvois mit bis zu vier Bussen einer Linie.
Quelle: Die Presse.com
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