
Dass in den heiligen Hallen des Petersdomes hochwertige Gregorianik und mithin eine Ursprache christlicher Kunst erklingt, möchte man für eine schiere Selbstverständlichkeit halten. Ganz so ist es nicht. Unter Johannes Paul II, so ketzerisch darf man es sagen, hatten greinende Jugendgruppen und harmonieselige Musicals Zutritt zum Tempel, während die großen Schätze der abendländischen Sakralmusik beinahe der Vergessenheit anheim fielen. Es ist wohl auch ein frommer Akt der Wiedergutmachung, wenn nun zum, Auftakt des Festivals mit der Capella Musccake della Basilica di San Pietro am Mittwoch 23. Novembe, 17 Uhr, ein Gang zurück zu den Quellen unternommen wird. Festivalleiter Hans Albert Courtial weiß, dass der neue Papst dafür ein sehr offenes Ohr hat.
Musikalische Repräsentation
In der Zwischenzeit wird schon einmal Beachtliches geboten. Gioacchino Rossinis "Stabat Mater" etwa in San Giovanni in Laterano am Donnerstag 24. November, 20.30 Uhr, mit dem London Philharmonic Orchestra, Monteverdis "Marienvesper" in Santa Maria Maggiore am Freitag 25. November, 20.30 Uhr, mit dem Ensemble La Venexiana, und am Samstag 26. November, 21 Uhr dann Bruckners Neunte mit den Wiener Philharmonikern und Seji Ozawa im riesigen Kirchenschiff von St. Paul vor den Mauern. Genügend Platz, könnte man sagen, für Bruckners Unendlichkeitsästhetik, zu viel eigentlich, wenn man an die den nicht enden wollenden Widerhall denkt. Doch man hat akustisch vorgesorgt.
Hohes musikalisches Niveau
Vor dem Schlusskonzert wird in einem Seitenschiff der Basilika die mit den Mitteln des Festivals restaurierte Benediktkapelle eingeweiht und Benedikt XVI. gewidmet. In der Hoffnung, der Musikfreund möge dem Festival im kommenden Jahr mehr als nur zuhörendes Wohlwollen entgegenbringen.
Letztendlich, so sagt Hans-Albert-Courtial, dient dieses Festival nicht nur einem guten, sondern dem allerhöchsten Zweck, es begreift sich als Beitrag zur Neuevangelisierung Europas. Das klingt nun etwas missionarisch. Man kann davon ausgehen, dass man in Rom in den kommenden Tagen wunderbare Sakralmusik zu Ohren bekommt. Dabei gleich in religiöse Verzückung zu geraten, ist allerdings nicht zwingend vorausgesetzt.
Quelle: ORF
Bei einem Aufenthalt in Rom lohnt es sich, rechtzeitig nach einer Ferienwohnung, Pension oder sonstigen Unterkunft Ausschau zu halten. Infos gibt es bei Romehome oder bei Romabed
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