
Der italienische Formel-1-Pilot Giancarlo Fisichella (32) hat keinen Führerschein mehr. Auf der römischen Via Appia sei der Rennfahrer in eine Radarfalle getappt, berichteten italienische Medien. Die Polizei erwischte ihn mit 148 Stundenkilometern, erlaubt waren aber nur 60. Fisichella entschuldigte sich damit, dass er schnell zu seinem Sohn fahren wollte, der Fieber gehabt habe.
Jetzt droht Renault-Fahrer «Fisico» auch eine Geldbuße von rund 350 Euro. Zudem muss der römische Polizeipräfekt entscheiden, wann er den Führerschein zurückbekommt. Wenige Tage zuvor hatte sich Fisichella für eine Kampagne engagiert, in der er vor den Gefahren illegaler Autorennen warnte. Anlass war der Tod eines Jugendlichen bei einem solchen Rennen in Rom.
Der Führerscheinentzug hat keine Auswirkungen auf Fisichellas Formel-1-Tätigkeit. Der Italiener, der gemeinsam mit Weltmeister Fernando Alonso für Renault fährt und in diesem Jahr mithalf, den Konstrukteurs-Titel für das französische Team zu holen, behält seine Formel-1-Lizenz.
Fisichella ist nicht der erste Formel-1-Pilot, der sein Können am falschen Ort gezeigt hat. So ist McLaren-Mercedes-Fahrer Juan Pablo Montoya schon seit Mai 2003 seinen Führerschein los, als er an der Côte d'Azur mit 204 Stundenkilometern geblitzt wurde. Die Bestmarke hält allerdings der ehemalige Formel-1-Pilot Rene Arnoux: Der Franzose war 1987 mit 242 Stundenkilometern auf einer Straße ertappt worden, für die nur 90 Stundenkilometer zulässig waren.
Quelle: Kölnische Rundschau
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