Einträge "November 2005":

Mittwoch, 30. November 2005

Die Kirche Santa Maria Maggiore



Die heutige Kirche wurde unter Papst Sixtus III. errichtet, nachdem 431 das Konzil von Ephesus Maria, die Mutter Jesu, als Gottesgebärerin verkündet hatte. Dies führte zu einem Aufblühen des Marienkultes. Der Bau wurde von 432 bis 440 errichtet und ist bis heute im Wesentlichen erhalten.

Es handelt sich um eine flachgedeckte, dreischiffige Säulenbasilika, die mit zahlreichen Anbauten versehen ist. Das Querschiff wurde im 13. Jahrhundert errichtet, wie auch die heutige Apsis der Kirche. Im Jahr 1377 wurde die 75 m hohe Campanile (Glockenturm) im Stil der Romanik fertiggestellt. Sie gilt als der höchste Turm im Stil der Romanik in Rom.

In den Jahren 1584-1590 wurde die vom Sixtus V. gestiftete und vom Domenico Fontana entworfene Cappella Sistina an das Querschiff angefügt. Im Jahr 1613 folgte die Cappella Paolina des Architekten Flaminio Ponzio, die vom Papst Paul V. gestiftet wurde. Beide lassen das Querschiff deutlicher erscheinen. Von außen lässt sich dies jedoch nicht erkennen, da die Kirche durch ihre anderen Anbauten wie das Baptisterium (1605), die Cappella Sforza (1564-73) und die Cappella Cesi (um 1550) wie ein einheitlicher Block erscheint.

Das Äußere der Kirche wird vor allem durch die Hauptfassade des Architekten Ferdinando Fuga von 1741 im Stil des Barock und die ab 1670 geschaffene ebenfalls barocke Chorfassade vom Carlo Rainaldi bestimmt.

Das Innere wird vor allem durch den Fußboden mit Kosmaten-Einlegearbeit aus dem 13. Jahrhundert bestimmt, welcher als der schönste dieser Art aller römischen Kirchen gilt. Einzigartig sind auch die Mosaiken aus dem 5. Jahrhundert, die an der Hochschiffwand im Triumphbogen der Apsis (dort von 1292) zu finden sind und einen Zyklus alttestamentarischer Erzählungen darstellen.

Im 16. Jahrhundert wurde die Kassettenholzdecke mit dem ersten Gold aus Amerika ausgestattet, wie auch die Kirche Il Gesu.

Weitere Informationen bei Netlexikon.

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Geändert am 1. Dezember 2005 um 17:07
Dienstag, 29. November 2005

Hochwasser lockt Touristen an



Ein Jahrhunderthochwasser lockt in Rom die Touristen an: Starke Regenfälle haben den Tiber gestern auf zwölf Meter ansteigen lassen - der höchste Pegel seit 50 Jahren, wie die Präfektur heute mitteilte.

Für morgen seien neue Regenfälle angekündigt, die den Fluss sogar auf 14 Meter steigen lassen könnten. Eine Gefahr für die Stadt bestehe indes nicht, kritisch werde es erst ab einem Pegelstand von 17 Metern.

Gedränge auf den Brücken

Während sich Tausende Touristen und Einheimische auf den Brücken drängten, um das Naturschauspiel zu beobachten, mussten mehrere hundert Obdachlose ihre Schlafstätten am Flussufer verlassen.

Auch in Fiumicino, das gut 20 Kilometer von Rom entfernt an der Mündung des Tiber liegt, mussten 300 Menschen ihre Wohnungen in der Nähe des Flusses verlassen. Die Unterkünfte waren illegal am Flussbett gebaut worden.

Eine Entschärfung der Lage ist nicht in Sicht: Die Meteorologen befürchteten für den Lauf der Woche weitere Niederschläge.

Quelle: ORF

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Geändert am 29. November 2005 um 13:49
Montag, 28. November 2005

Das tägliche Verkehrschaos



Rom baut. Weil zwei U-Bahn-Linien einfach nicht mehr reichen für zweieinhalb Millionen Einwohner und für jährlich sieben Millionen Touristen, wühlen sich nun wieder die Bagger durch das historisch wertvolle Erd-Reich. Unter gewaltigen Verkehrsstaus oben haben sie im Untergrund angefangen, eine Strecke der Metro zu verzweigen; mit der ganz neuen, dritten Linie wollen sie im Frühjahr beginnen. 1,2 Milliarden Fahrten, das hat der Bürgermeister bekanntgegeben, verzeichnete der öffentliche Nahverkehr in Rom im vergangenen Jahr. Das ist, als hätte sich das gesamte chinesische Volk einmal von einer Ecke der Stadt in die andere transportieren lassen. Und täglich vermeiden Busse und Bahnen den erwarteten Kollaps nur knapp.

Bei einer groß angelegten, mathematisch exakten Untersuchung haben die römischen Verkehrsbetriebe nun herausgefunden, was jeder Kunde jeden Tag erlebt: dass Busse, die planmäßig alle sieben bis acht Minuten fahren sollten, einunddreißig Minuten und mehr auf sich warten lassen; dass dann gleich zwei Busse ein und derselben Linie unmittelbar hintereinander fahren. Täglich gesichtet und nun auch amtlich festgestellt wurden sogar Konvois mit bis zu vier Bussen einer Linie.

Quelle: Die Presse.com



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Montag, 28. November 2005

Das Kapitol zu Rom

Der Piazza del Campidoglio.

Kapitol (lateinisch Capitolium, italienisch Campidoglio) ist die kurze Namensform des kapitolinischen Hügels (mons capitolinus), einer der klassischen sieben Hügel des antiken Rom.

Der Name Capitolium wurde in der Antike von einem angeblich dort gefundenen Kopf (lateinisch caput) hergeleitet; diese Etymologie ist aber umstritten.

Die nördliche der beiden Hügelkuppen beherbergte einst ursprünglich die Fluchtburg und wurde deshalb auch als arx bezeichnet. Hier stand seit dem Jahre 343 v. Chr. der Tempel der Juno Moneta. Später kamen weitere Tempel, vor allem für orientalische Götter, hinzu. Wohl seit dem 6. Jahrhundert nimmt die Stelle des ehemaligen heidnischen Tempels die Kirche Santa Maria in Aracoeli ein.

Die südliche Anhöhe, die in der Antike den Namen capitolium trug, beherbergte den wichtigsten Tempel, den der so genannten römischen Göttertrias (Iuppiter Optimus Maximus Capitolinus, Iuno und Minerva).

In der Senke zwischen diesen beiden Anhöhen befand sich ein kleiner Tempel, der dem Gott Asylius geweiht war. Heute befinden sich auf dem Gebiet der ehemaligen, jetzt aufgeschütteten Senke, der Senatorenpalast (das römische Rathaus), der von Michelangelo entworfene Kapitolsplatz mit einer Kopie der Reiterstatue Mark Aurels, der Konservatorenpalast und der Palazzo Nuovo (beide sind Teil des Kapitolinischen Museums).

Der Name Kapitol wurde in der Zeit des Klassizismus auf andere Gebäude übertragen. Das bedeutendste ist das Kapitol in Washington, D.C., Sitz des US-amerikanischen Kongresses.

Quelle: Netlexikon


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Geändert am 29. November 2005 um 13:48
Samstag, 26. November 2005

Früherer SS-Mann in Rom verurteilt

Wegen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg ist der frühere SS-Offizier Hermann Langer in Rom zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Ein Schwurgericht in der italienischen Hauptstadt sah es als erwiesen an, dass Langer im September 1944 bei einer Razzia in einem toskanischen Kloster insgesamt 60 Menschen töten ließ. Das berichtet die Zeitung "Corriere della Sera".

In dem Kloster nahe der Stadt Lucca hatten die Mönche Flüchtlinge versteckt gehalten, darunter zahlreiche Juden. Langer, der im Zweiten Weltkrieg Offizier der 16. Panzergrenadier-Division "Reichsführer SS" war, erschien nie persönlich zu den Verhandlungen.

In einem ersten Prozess vor einem Militärgericht in La Spezia war der 86-Jährige im vergangenen Dezember frei gesprochen worden. Damals hieß es, seine Schuld an dem Massaker sei nicht mehr nachweisbar.

Quelle: N24



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Freitag, 25. November 2005

Bob Geldorf erhält in Rom
"Man for Peace"-Preis



Der irische Rocksänger und "Live-8"-Organisator Bob Geldorf (54) erhält am Donnerstag, 1 Dezember, in Rom den "Man for Peace"- Preis der Gorbatschow-Stiftung. Der Musiker wird damit für seinen Einsatz gegen Armut und Hunger in Afrika ausgezeichnet.

Der Preis wird seit 1999 von der Stiftung des ehemaligen sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow und weiteren Friedensnobelpreisträgern in der Ewigen Stadt an Künstler verliehen, die sich um Frieden, Menschenrechte und Solidarität verdient gemacht haben. Frühere Preisträger waren der italienische Schauspieler Roberto Benigni und der britische Sänger Cat Stevens.

Quelle: ÖÖ Nachrichten



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Donnerstag, 24. November 2005

Mozart-Opern vor Kolosseum geplant



Die Stadt Rom will mit mehreren Veranstaltungen das Mozartjahr 2006 feiern. Mit dem "Don Giovanni" öffnet das römische "Teatro dell'Opera" am 18. Januar die Saison 2006. Die Regie führt Franco Zeffirelli, den Don Giovanni singt Marco Vinco, während Mariella Devia die Rolle der Donna Anna übernimmt. Höhepunkt der Initiativen zu Ehren des Komponisten sind drei Aufführungen von Mozart-Opern in den bekanntesten archäologischen Stätten der Ewigen Stadt, sagte der Direktor der römischen Oper, Gianluigi Gelmetti, bei einer Pressekonferenz zur Eröffnung der Saison am Mittwoch.

Die drei Mozart-Opern mit römischem Hintergrund, "Lucio Silla", "Titus" und "Ascanio in Alba", werden im Juni und Juli aufgeführt, kündigte das römische Operntheater an. Am 16. und 18. Juni wird "Lucio Silla" im Traiansforum gezeigt. "Ascanio in Alba" wird die Basilika Massenzio unweit des Kolosseums als Kulisse haben, und zwar am 24 und 25. Juni. "Titus" ist am 5. und 6. Juli in der Nähe des Titus-Bogens vor dem Kolosseum geplant. "Ich finde es wunderbar, dass das Mozart-Jahr seinen Höhepunkt mit drei Opern hat, die in Rom spielen", sagte Gelmetti.

Am 5. Dezember 2006, Mozarts Todestag, soll in der Kirche Santa Maria in Trastevere das Orchester der römischen Oper das Requiem aufführen. An den darauf folgenden Sonntagen werden die Mozart-Messen aufgeführt, so Gelmetti. Weitere Feierlichkeiten anlässlich des Mozart-Jahres sind in anderen Opernhäusern von Rom geplant. Im Mai wird im Theater Nazionale "Cosi fan tutte" gezeigt. Geplant sind auch Aufführungen von "Figaros Hochzeit" und "Don Giovanni".

Quelle: Kleine Zeitung

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Geändert am 24. November 2005 um 17:11
Mittwoch, 23. November 2005

Sakralmusik-Festival in Rom



Dass in den heiligen Hallen des Petersdomes hochwertige Gregorianik und mithin eine Ursprache christlicher Kunst erklingt, möchte man für eine schiere Selbstverständlichkeit halten. Ganz so ist es nicht. Unter Johannes Paul II, so ketzerisch darf man es sagen, hatten greinende Jugendgruppen und harmonieselige Musicals Zutritt zum Tempel, während die großen Schätze der abendländischen Sakralmusik beinahe der Vergessenheit anheim fielen. Es ist wohl auch ein frommer Akt der Wiedergutmachung, wenn nun zum, Auftakt des Festivals mit der Capella Musccake della Basilica di San Pietro am Mittwoch 23. Novembe, 17 Uhr, ein Gang zurück zu den Quellen unternommen wird. Festivalleiter Hans Albert Courtial weiß, dass der neue Papst dafür ein sehr offenes Ohr hat.

Musikalische Repräsentation

In der Zwischenzeit wird schon einmal Beachtliches geboten. Gioacchino Rossinis "Stabat Mater" etwa in San Giovanni in Laterano am Donnerstag 24. November, 20.30 Uhr, mit dem London Philharmonic Orchestra, Monteverdis "Marienvesper" in Santa Maria Maggiore am Freitag 25. November, 20.30 Uhr, mit dem Ensemble La Venexiana, und am Samstag 26. November, 21 Uhr dann Bruckners Neunte mit den Wiener Philharmonikern und Seji Ozawa im riesigen Kirchenschiff von St. Paul vor den Mauern. Genügend Platz, könnte man sagen, für Bruckners Unendlichkeitsästhetik, zu viel eigentlich, wenn man an die den nicht enden wollenden Widerhall denkt. Doch man hat akustisch vorgesorgt.

Hohes musikalisches Niveau

Vor dem Schlusskonzert wird in einem Seitenschiff der Basilika die mit den Mitteln des Festivals restaurierte Benediktkapelle eingeweiht und Benedikt XVI. gewidmet. In der Hoffnung, der Musikfreund möge dem Festival im kommenden Jahr mehr als nur zuhörendes Wohlwollen entgegenbringen.

Letztendlich, so sagt Hans-Albert-Courtial, dient dieses Festival nicht nur einem guten, sondern dem allerhöchsten Zweck, es begreift sich als Beitrag zur Neuevangelisierung Europas. Das klingt nun etwas missionarisch. Man kann davon ausgehen, dass man in Rom in den kommenden Tagen wunderbare Sakralmusik zu Ohren bekommt. Dabei gleich in religiöse Verzückung zu geraten, ist allerdings nicht zwingend vorausgesetzt.

Quelle: ORF

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Geändert am 23. November 2005 um 16:39
Dienstag, 22. November 2005

Fisichella rast durch Rom:
Führerschein weg



Der italienische Formel-1-Pilot Giancarlo Fisichella (32) hat keinen Führerschein mehr. Auf der römischen Via Appia sei der Rennfahrer in eine Radarfalle getappt, berichteten italienische Medien. Die Polizei erwischte ihn mit 148 Stundenkilometern, erlaubt waren aber nur 60. Fisichella entschuldigte sich damit, dass er schnell zu seinem Sohn fahren wollte, der Fieber gehabt habe.

Jetzt droht Renault-Fahrer «Fisico» auch eine Geldbuße von rund 350 Euro. Zudem muss der römische Polizeipräfekt entscheiden, wann er den Führerschein zurückbekommt. Wenige Tage zuvor hatte sich Fisichella für eine Kampagne engagiert, in der er vor den Gefahren illegaler Autorennen warnte. Anlass war der Tod eines Jugendlichen bei einem solchen Rennen in Rom.

Der Führerscheinentzug hat keine Auswirkungen auf Fisichellas Formel-1-Tätigkeit. Der Italiener, der gemeinsam mit Weltmeister Fernando Alonso für Renault fährt und in diesem Jahr mithalf, den Konstrukteurs-Titel für das französische Team zu holen, behält seine Formel-1-Lizenz.

Fisichella ist nicht der erste Formel-1-Pilot, der sein Können am falschen Ort gezeigt hat. So ist McLaren-Mercedes-Fahrer Juan Pablo Montoya schon seit Mai 2003 seinen Führerschein los, als er an der Côte d'Azur mit 204 Stundenkilometern geblitzt wurde. Die Bestmarke hält allerdings der ehemalige Formel-1-Pilot Rene Arnoux: Der Franzose war 1987 mit 242 Stundenkilometern auf einer Straße ertappt worden, für die nur 90 Stundenkilometer zulässig waren.


Quelle: Kölnische Rundschau



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Montag, 21. November 2005

FAO-Konferenz in Rom:
Vogelgrippe und Agrarreform


Bei der FAO-Konferenz in Rom.

Die 33. Konferenz der UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO) hat am Samstag in Rom begonnen. Im Mittelpunkt der Versammlung standen neben der Vorstellung des neuesten Welthungerberichts vor allem aktuelle Themen wie die Ausbreitung der Vogelgrippe und die Agrarreform. Zudem will FAO-Generaldirektor Jacques Diouf in der kommenden Woche ein Dokument mit dem Titel "Reform der FAO. Eine Vision für das 21. Jahrhundert" vorstellen, über das die Teilnehmer abstimmen werden.

Auch wird bei der Versammlung, die alle zwei Jahre stattfindet, der Budgetplan für 2006-2007 besprochen. Am Abend wurde der 67-jährige Diouf für weitere sechs Jahre in seinem Amt bestätigt. Der Senegalese steht seit 1993 an der Spitze der Organisation. Er hatte keine Gegenkandidaten.

Die FAO wurde 1945 in Kanada gegründet und hat ihren Sitz seit 1951 in der Nähe des Circus Maximus in Rom. Im Mittelpunkt der Arbeit der Organisation stehen vor allem Ernährung, Nahrungsmittel, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei und Entwicklungshilfe. Die Konferenz dauert bis zum 26. November.

Quelle: n-t-v



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Geändert am 21. November 2005 um 21:55
Samstag, 19. November 2005

Der Malteserorden in Rom

Wappen des Malteserordens.

Der Souveräne Malteserorden (mit vollem Titel: Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom Hl. Johannes zu Jerusalem, genannt von Rhodos, genannt von Malta) ist eine der katholische Ordensgemeinschaften, die in Kontinuität zu dem ursprünglich Johanniterorden genannten Ritterorden steht. Staatsrechtlich handelt es sich um ein souveränes Völkerrechtssubjekt ohne Staatsgebiet. Der Sitz des Malteserordens in Rom (Liegenschaften in der Via Condotti 68 und an der Piazza dei Cavalieri di Malta 4) hat exterritorialen Status. Der Orden hat weltweit ca. 10.000 Mitglieder (Ritter und Damen). Die oberste Leitungsgewalt hat der auf Lebenszeit gewählte Großmeister inne, zurzeit Frà Andrew Bertie, 78 (Fürst und Großmeister). Der Orden unterhält diplomatische Beziehungen mit 93 Staaten (darunter Österreich) und ständige Vertretungen in sechs weiteren Staaten (darunter Deutschland); er hat Beobachterstatus bei der UNO, eine eigene Währung (1 Scudo = 12 Tari = 240 Grani) mit Münzprägung (als Souverän von Malta bis 1798, dann wieder ab 1961) und seit 1966 auch eigene Briefmarken (bilaterale Postverträge mit zzt. 50 Staaten).

Der Orden ist seit 1798 nicht mehr in Malta beheimatet, unterhält aber seit 1966 volle diplomatische Beziehungen mit der Republik Malta. Gemäß einem Staatsvertrag vom Dezember 1998 zwischen dem Souveränen Malteser-Ritterorden und der Republik Malta wurde dem Orden die Festung Sant'Angelo, die bereits ab 1530 bis zum Umzug der Ordensregierung in die neuerbaute Stadt Valletta Sitz des Ordens auf der Insel war, für die Dauer von 99 Jahren zur alleinigen Nutzung überlassen. Seit 1976 ist der Orden auch wieder auf Rhodos vertreten.

Der katholische Malteserorden ist in über 90 Ländern der Welt karitativ tätig. In vielen Ländern gibt es eigene Hilfsorganisationen, Tochterinstitutionen des Ordens, die bestimmte soziale Aufgaben übernehmen. In Deutschland wurde 1953 in Zusammenarbeit mit der Caritas die Hilfsorganisation Malteser Hilfsdienst (heute einfach Malteser) gegründet.

Seit dem 16. Jahrhundert gibt es auch einen evangelischen Zweig, der sich in Anlehnung an die ursprüngliche Bezeichnung Johanniterorden nennt.

Geschichte

Der Orden vom Spital des heiligen Johannes zu Jerusalem (als Johanniter oder Hospitaliter bezeichnet) wurde 1099 gegründet und 1113 vom Papst bestätigt. Er ging aus einem Pilgerspital hervor, das von Kaufleuten aus Amalfi bereits lange vor dem ersten Kreuzzug gestiftet worden und Johannes dem Täufer geweiht war, woraus sich der Name Johanniter ableitet.

Die Johanniter unterhielten ein bedeutendes Spital in Jerusalem, das um die 2000 Pilger aufnehmen konnte. Als Erkennungszeichen trugen sie zunächst einen schwarzen Mantel mit einem weißen Kreuz darauf, das in acht Spitzen endete. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts wurde es üblich, dass die Ordensritter in Kriegszeiten einen roten Mantel mit weißem Kreuz trugen. Die Form des Kreuzes ist inzwischen als Malteserkreuz bekannt.

Nach der Räumung Palästinas 1291 wurde der Sitz des Ordens von Jerusalem nach Zypern, 1309 nach Rhodos und nach der Eroberung der Insel durch die Türken (1522) schließlich nach Malta verlegt. Seitdem nannte sich der Orden auch "Malteserorden". Seit der Übersiedlung der Ordenszentrale nach Rhodos im 14. Jahrhundert war der Orden lansmannschaftich in die so genannten Zungen untergliedert. Zunächst bestanden sieben, später acht Zungen.

Durch Napoleon wurde der Orden am 11. Juni 1798 aus Malta vertrieben. Um ein Blutbad zu vermeiden (die Johanniter durften nach ihren eigenen Regeln gegen andere Christen das "Schwert nicht erheben"), übergab der amtierende Großmeister Ferdinand von Hompesch die Insel ohne Gegenwehr an Napoleon. Die französische Truppe plünderte die Kirchen und Klöster. Die Johanniter verließen mit ihrem Hab und Gut diese Insel und emigrierten größtenteils nach Russland. Zar Paul I., der ihr Großmeister wurde, hatte ihnen dort große Ländereien überlassen.

Nach seiner Erneuerung im 19. Jahrhundert fand der Malteserorden dann 1834 seinen heutigen Sitz in Rom.

Quelle:  Wikipedia

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Geändert am 23. November 2005 um 16:38
Freitag, 18. November 2005

Parlament verabschiedet Verfassungsreform


Silvio Berlusconi.

Das italienische Parlament hat seinem Land eine neue Verfassung gegeben. Sie sieht erstmals föderalistische Elemente soeiw mehr Machtbefugnis für den Regierungschef vor. Damit entwickelt sich Italien immer mehr zum Berlusconi-Staat.

Bei einer Abstimmung am Mittwochabend im römischen Senat stimmten 170 Senatoren zu, 132 dagegen. Das Abgeordnetenhaus hatte dem Vorhaben von Ministerpräsident Silvio Berlusconi schon zuvor zugestimmt. Die Opposition spricht von einem "dunklen Tag" für das Land und will die Verfassungsänderung durch ein Referendum zu Fall bringen.

Nach dem neuen Gesetz erhalten die Regionen Kompetenzen in den Bereichen Schule, Gesundheit und Regionalpolizei. Es handelt sich aber bei weitem nicht um einen derart ausgeprägten Föderalismus wie in Deutschland. Für die Änderung hatte sich vor allem die einst separatistische Regierungspartei Lega Nord unter ihrem Vorsitzenden Umberto Bossi stark gemacht.

Der Ministerpräsident erhält nach dem Gesetz künftig das Recht, Minister zu ernennen und zu entlassen. Der Staatspräsident kann das Parlament künftig nur nach Aufforderung des Regierungschefs auflösen. Damit verliert der Staatspräsident seine wichtigsten Rechte, die Regierung zu ernennen und das Parlament aufzulösen. Zudem werden die Zahl der Sitze im Abgeordnetenhaus und im Senat verringert.

Oppositionsführer Romano Prodi meinte, Berlusconi versuche immer mehr Macht zu erhalten. Der Vorsitzende der Linksdemokraten, Piero Fassino, meinte, Föderalismus fördere die Gefahr der Spaltung Italiens. Mehrere Linkspolitiker bekräftigten ihr Vorhaben, das Gesetz durch eine Volksbefragung zu Fall bringen. Über diese werde der Wähler vermutlich im nächsten Jahr zu entscheiden haben.

Quelle: Handelsblatt



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Donnerstag, 17. November 2005

Die Maxentiusbasilika


Das erhaltene Seitenschiff der Maxentius Basilika.

Die Maxentiusbasilika (auch Basilika Nova, hin und wieder fälschlich auch Konstantinsbasilika genannt) ist die letzte und größte römische Basilika. Sie befand sich am Rand des Forum Romanum.

Kaiser Maxentius ließ sich diese Basilika als monumentale Empfangshalle errichten. Das Bauwerk sollte seine Besucher, die sich ihm nur von vorn nähern konnten und somit die Längsachse des gewaltigen Bauwerks abschreiten mussten, einschüchtern. Jedoch erlebte der Kaiser die Fertigstellung seiner Basilika nicht mehr, da ihn der Tod in der Schlacht an der Milvischen Brücke, die er gegen Kaiser Konstantin I. verlor, ereilte. So war es Konstantin, der die Basilika auch einweihte. Zuvor führte er jedoch noch einige Änderungen durch. Er ließ in der Apsis eine Kolossalstatue seiner selbst errichten, außerdem wurde ein weiterer Eingang zur Via Sacra hin eröffnet und gegenüber, in die Mittelarkade des rechten Seitenschiffs, eine Nischenapsis hinzugefügt, welche eine neue perspektivische Achse quer zur ursprünglichen erzeugten.

Die Basilika wurde auf einer großen, künstlichen Terrasse neben der Velia erbaut. Dieses Gelände gehörte ursprünglich zu Neros Domus Aurea und wurde später in ein Lager für exotische Importartikel aus dem Orient umgebaut.

Eine Besonderheit der Maxentiusbasilika war die Decke. Es handelte sich nicht, wie üblich, um eine von Säulen getragene Balkendecke, sondern um ein Kreuzgewölbe, welches von Pfeilern getragen wurde. Dies ermöglichte es, das äußerst schlichte Mittelschiff 35 Meter hoch bis zu den Deckenrosetten ansteigen zu lassen, welche das Gesamtbild harmonisch abschließen sollten.

Im Jahr 1349 stürzte das Gewölbe des Hauptschiffs bei einem Erdbeben ein. Die einzige der acht 20 Meter hohen Säulen, die das Erdbeben überstand, wurde 1614 von Papst Paul V. zur Piazza Santa Maria Maggiore gebracht. Heute ist nur noch das rechte Seitenschiff erhalten, dieses lässt jedoch die enormen Dimensionen des Bauwerks noch heute erahnen.

Quelle: Wikipedia

Sicherlich ist auch die Wahl der Unterkunft nicht ganz unwichtig. In Rom  gibt es zahlreiche private Zimmer, Pensionen oder auch die eine oder andere Ferienwohnung - auch in der Nähe der historischen Sehenswürdigkeiten. Infos: romehome oder romabed. 



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Geändert am 19. November 2005 um 23:03
Mittwoch, 16. November 2005

Illegale Parkwächter:
Kleingeld-Mafia in Rom


Vorsicht vor falschen Parkwächtern.

Der "Parcheggiatore" schaut ernst drein, gestikuliert wild mit den Armen, bläst dann energisch in seine Trillerpfeife und lotst einen verzweifelten Römer in eine kleine Parklücke. Die selbst ernannten, illegalen Parkwächter sind für manchen Parkplatz suchenden Italiener der Retter in der Not - und sie sind in Metropolen wie Rom und Neapel aus dem Stadtbild fast nicht mehr wegzudenken.

Bis vor kurzem reichte es, den meist arbeitslosen Männern ein paar Cents in die Hand zu drücken, wofür sie notfalls einen ganzen Abend lang einen Blick auf das geparkte Auto warfen. Mittlerweile mischen sich jedoch immer häufiger Kriminelle unter die "Parcheggiatori", die von den verängstigten Autofahrern eine Art Schutzgeld erpressen.

Erst am vergangenen Wochenende kam eine Sondereinheit der Polizei in Rom rund 40 Parkwächtern auf die Schliche, die ihre "Kunden" massiv bedrohten und so ein ordentliches "Gehalt" abkassierten. Die Männer - ausschließlich Italiener aus den Regionen Latium, Kampanien und Apulien - wurden insgesamt zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt. Zudem konnten die Beamten 3.000 Euro erpressten Kleingelds beschlagnahmen.

"Gib mir drei Euro oder Dein Auto ist weg", "Entweder Du zahlst oder Du gehst zu Fuß nach Hause" - so oder ähnlich lauten die unmissverständlichen Einschüchterungen. Die meisten Autofahrer zahlen anstandslos, entweder aus Angst oder weil sie den gerade gefunden Parkplatz nicht wieder aufgeben wollen. Die "Parcheggiatori" sind überall am Werke, vor Krankenhäusern, rund um die Universität, vor Friedhöfen oder überfüllten Lokalen. Ein Krankenpfleger lebte monatelang mit schlimmsten Drohungen: "Dieser Typ wusste, wo ich wohne, und wenn ich nicht jedes Mal nach dem Parken gezahlt hätte, dann hätte er meiner Familie etwas angetan. Einmal hat er mein Auto zerkratzt, weil ich kein Kleingeld dabei hatte", erklärte er.

Einem Sprecher der Sondereinheit zufolge sind alle 40 identifizierten illegalen Parkwächter vorbestraft. Jedoch weiß auch die Polizei nicht so recht, wie sie das immer weiter ausufernde Problem in den Griff bekommen soll. Ein römischer Kommunalpolitiker forderte jetzt die Einrichtung einer Telefonnummer, bei der Bürger die Präsenz von "Parcheggiatori" melden können. Die Polizei hat vor allem Angst, dass die Täter demnächst Jugendliche für die Erpressungen anheuern könnten: "Wir müssen für die Zukunft mit allem rechnen", hieß es.

Quelle: n-tv



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Dienstag, 15. November 2005

Bande stahl Münzen
aus Trevi-Brunnen


Der Trevi-Brunnen in Rom.

Zahllose Touristen werfen jeden Tag Münzen in den Römer Trevi-Brunnen, weil sie glauben, dass das Glück bring. Eine Bande sah das als einträgliche Geldquelle - wurde jedoch geschnappt.

Die italienische Polizei hat am Montag vier Männer festgenommen, die monatelang Münzen aus dem Trevi-Brunnen in Rom gestohlen haben sollen. Die Männer im Alter zwischen 18 und 50 Jahren hätten für eine Firma gearbeitet, die mit der Sammlung des Kleingeldes aus dem Brunnen beauftragt war, berichteten italienische Medien. Statt das gesamte Geld aber - wie vorgesehen - bei der römischen Caritas abzuliefern, habe die Bande den Großteil des Geldes selbst einkassiert.

Als die Polizei nach wochenlangen Ermittlungen die Diebe am Morgen festnahm, hätten diese 1200 Euro Kleingeld in ihrem Kleinlastwagen bei sich gehabt. Der Volksglaube sagt, dass Touristen, die eine Münze mit der linken Hand über ihre rechte Schulter in den barocken Brunnen werfen, irgendwann nach Rom zurückkehren werden. Das weite Becken wird täglich von den zahlreichen Münzen aus aller Welt geleert, die die Stadt Rom traditionell wohltätigen Zwecken zur Verfügung stellt.

Quelle: Netzeitung

Sicherlich ist auch die Wahl der Unterkunft nicht ganz unwichtig. In Rom  gibt es zahlreiche private Zimmer, Pensionen oder auch die eine oder andere Ferienwohnung - auch in der Nähe der Fontana di Trevi. Infos: romehome oder romabed. 



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Geändert am 19. November 2005 um 22:54
Montag, 14. November 2005

Papst am leichtesten bei
Generalaudienz zu erleben


Bei der Generalaudienz versammeln sich oft Zehntausende Menschen.

Rom-Pilger können den Papst am leichtesten bei der so genannten Generalaudienz erleben.

Sie findet normalerweise mittwochs gegen 10.00 auf dem Petersplatz oder in der nahe gelegenen Audienzhalle statt.

Die Eintrittskarten sind beim Deutschen Pilgerzentrum erhältlich, erläutert der Leiter der Einrichtung, Prälat Antonio Tedesco. «Die Karten kosten nichts», sagt Tedesco - auch wenn unseriöse Stadtführer oder Veranstalter bisweilen das Gegenteil behaupten. Eine weitere Möglichkeit, Papst Benedikt XVI. zu sehen, ist das sonntägliche Angelusgebet um 12.00 Uhr.

Bei der Generalaudienz haben sich laut Tedesco in den vergangenen Monaten oft Zehntausende Menschen auf dem Petersplatz versammelt. Für gute Plätze empfehle sich rechtzeitiges Erscheinen. An den Zugängen zum Petersplatz findet eine strenge Sicherheitskontrolle statt. Unmittelbar vor Beginn der Audienz fährt der Papst im offenen Wagen über den Platz. "Dabei besteht durchaus die Chance, ihn von nahem zu sehen", so Tedesco. Die Audienz selbst, bei der Benedikt einen biblischen Text auslegt und vorangemeldete Pilgergruppen namentlich begrüßt, hat mit Sprechchören und Liedern oft Happening-Charakter.

Das Pilgerzentrum berät Gruppen, aber auch Einzelpersonen vor Ort bei Details der Rom-Reise. Dabei kann sowohl bei der Suche nach einer Unterkunft als auch bei Problemen geholfen werden.

Informationen: Deutsches Pilgerzentrum Rom, Via della Conciliazione 51, 00193 Rom, Italien (Telefon von Deutschland: 0039/06/689 71 97, Fax: 0039/06/686 94 90).

Quelle: Stimme

Sicherlich ist auch die Wahl der Unterkunft nicht ganz unwichtig. In Rom  gibt es zahlreiche private Zimmer, Pensionen oder auch die eine oder andere Ferienwohnung - auch in der Nähe des Vatikans. Infos: romehome oder romabed. 

 



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Geändert am 14. November 2005 um 14:21
Freitag, 11. November 2005

Getty Museum gibt
Kunstschätze zurück


Krug des Asteas.

Kurz vor Beginn eines Aufsehen erregenden Prozesses in Rom wegen Kunstschmuggels und Raubgrabungen hat das Getty Museum in Malibu dem italienischen Staat drei wertvolle archäologische Fundstücke zurückerstattet. Bei den Kunstschätzen handle es sich um einen in Kampanien entdeckten Krug des griechischen Vasenmalers Asteas aus dem Jahr 340 v. Cr., einen auf Sizilien gefundenen Grabstein aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. und einen etruskischen Bronze-Kerzenleuchter.

Da das Museum mittlerweile wisse, dass die Stücke illegal von Kunsthändlern nach Amerika verkauft wurden, habe man sich entschieden, sie Italien spontan zurückzuerstatten, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag.

Prozessbeginn

In der kommenden Woche beginnt vor dem Strafgerichtshof in Rom ein Prozess gegen die ehemalige Kuratorin des Getty Museums, Marion True, in Los Angeles. Sie soll in den 80er und 90er Jahren mehr als 40 antike Kunstwerke im Wert von rund 20 Millionen Dollar angekauft haben, obwohl sie gewusst haben soll, dass diese aus Raubgrabungen in Süditalien stammten.

Das kalifornische Museum hatte Italien bereits 1999 freiwillig fünf Kunstschätze zurückgegeben. Zusammen mit True ist auch der Schweizer Kunsthändler Emanuel Robert Hecht angeklagt. Er soll die römisch-etruskischen Ankäufe des Museums vermittelt haben.

Quelle: Basler Zeitung



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Geändert am 11. November 2005 um 14:13
Donnerstag, 10. November 2005

Österreichischer Bundeskanzler
besucht Papst Benedikt


Wolfgang Schüssel.

Der österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel wird am Montag zu seinem ersten Besuch bei Papst Benedikt XVI. im Vatikan erwartet. Das bestätigte die Pressestelle der österreichischen Botschaft am Heiligen Stuhl am Mittwoch. Gemeinsam mit Schüssel werden Bildungsministerin Elisabeth Gehrer, VP-Klubobmann Wilhelm Molterer und der scheidenden steirischen Landeschefin Waltraud Klasnic reisen. Am Montagnachmittag will die Delegation auch die deutschsprachige Nationalstiftung Santa Maria dell'Anima in Rom besuchen.

Nach seinen sehr kritischen Betrachtungen der kirchlichen Situation am Wochenende lobte Papst Benedikt XVI. am Mittwoch die österreichischen Bischöfe. "Ich weiß, wie sehr Bischöfe, Priester und Laien in Österreich bemüht sind, das Evangelium Christi in den konkreten Alltag zu übersetzen", sagte der Papst im Rahmen der Generalaudienz am Petersplatz in Rom. "Ich bin dankbar für so viele sichtbare Zeichen, lebendigen Glauben und die missionarischen Aufbrüche in der Kirche, für die Allianz zum Schutz des Sonntags und die große Bereitschaft, Menschen in Krankheit, Sterben und Not beizustehen."

Nach Abschluss des Ad-limina-Besuchs halten die Bischöfe am Mittwoch und Donnerstag in Rom ihre Herbstsession ab.

Quelle: Standard.at



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Geändert am 10. November 2005 um 14:14
Mittwoch, 9. November 2005

Alitalia wird privatisiert



Rom wird seine Beteiligung an der italienischen Fluggesellschaft Alitalia bis Jahresende von 62 Prozent auf 49 Prozent senken. Dies bestätigte der italienische Verkehrsminister Pietro Lunardi. Der Beteiligungsabbau des Schatzamtes war die Voraussetzung für die Billigung des Sanierungsplanes für die Fluglinie durch die EU-Kommission in Brüssel.

Erstmals in der italienischen Privatisierungsgeschichte verzichtet das Schatzamt auch auf die Goldene Aktie, die dem Staat auch bei Mindestbeteiligungen ein Vetorecht für strategisch wichtige Entscheidungen einräumt. Die Regierung in Rom kommt damit erstmals den Auflagen der zuständigen EU-Kommission in Brüssel nach.

Die Privatisierung erfolgt über eine Kapitalerhöhung von rund einer Milliarde Euro. Der Staat übernimmt 450 Millionen Euro. Die Deutsche Bank als Konsortialführerin garantiert 300 Millionen Euro, Banca Intesa hat nun endgültig ihre Zustimmung für weitere 100 Millionen gegeben. Vorerst hatte die Bank eine Beteiligung am Konsortium verweigert, weil sie von Alitalia eine Revision des Geschäftsplanes, mit erhöhten Einsparungen forderte. Die Überarbeitung des Planes sei "zufrieden stellend" ausgefallen, sagte ein Banksprecher.

Die übrigen Banken, die am Konsortium teilnehmen sollen, müssen weitere 150 Mill. Euro garantieren. Kontaktiert wurden etwa Dresdner Bank, Nomura und UniCredit. Sobald die Kapitalerhöhung unter Dach und Fach ist, wird der Wirtschaftsprüfer Deloitte & Touche die Halbjahresbilanz testieren. Wegen der unsicheren Entwicklung hatten die Prüfer die Testierung zunächst verweigert.

Lufthansa als Partner im Gespräch

Gerüchte, wonach die Deutsche Bank Alitalia in den Bereich der Lufthansa bugsieren will, werden immer lauter. Mailänder Börsenkreise halten es nur noch für eine Frage der Zeit, bis die Gesellschaft mit einem ausländischen Partner kooperiert oder unter dessen Fittiche genommen wird. Immerhin konnte die Fluggesellschaft im dritten Quartal die Ergebnisse verbessern und verzeichnete, auch dank neuer Rechnungslegung, erstmals nach einer mehrjährigen Verlustperiode einen operativen Gewinn von 44 Millionen Euro.

Quelle: Standard.at



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Geändert am 9. November 2005 um 15:01
Dienstag, 8. November 2005

Rom bekommt Holocaust-Museum
neben Mussolinis Villa



In unmittelbarer Nachbarschaft zu Benito Mussolinis Schlafzimmer erhält Rom ein Holocaust-Museum.

Im Park der früheren Villa Torlonia des Ex-Diktators soll innerhalb von drei Jahren ein multimediales Zentrum entstehen. Ein dreistöckiger dunkler Quader bietet auf mehreren tausend Quadratmetern Platz zur Erinnerung an die in deutschen Konzentrationslagern ermordeten italienischen Juden. Gezeigt werden soll auch Steven Spielbergs Sammlung von Videoaufzeichnungen der Erinnerungen von Holocaust-Überlebenden. Zudem ist vorgesehen, den jüdischen Alltag in Italien nach Einführung von diskriminierenden Rassengesetzen im Jahre 1938 zu skizzieren.

Der Park der Villa Torlonia ist ein recht abwechslungsreich angelegter Park an der Via Nomentana, der besonders am Wochenende zu einem Besuch einlädt. Dann nämlich wieselt es dort von Römern, die sich und ihrer Familie eine kurze Pause im Grünen gönnen. Darüber hinaus befinden sich in dem Park die Reste eines römischen Tempels, die Villa Torlonia, welche lange Zeit die Privatresidenz von Benito Mussolini gewesen ist, zwei Museen und der Eingang zu den jüdischen Katakomben.

Der Park ist tagsüber geöffnet.

Adresse: Via Nomentana/Via Torlonia (C8, D8)

Verkehrsmittel: Bus 36, 60, 62, 84, 90

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Geändert am 8. November 2005 um 15:00
Montag, 7. November 2005

Radfahren in Rom


Radfahrer auf der Via Appia Antica.

Am 17. Oktober wurde ein neuer Rad- und Fußweg entlang des Tiberufers eröffnet. Er ist 5,6 Kilometer lang und verbindet die Ponte Risorgimento mit der Ponte Sublicio. Zusammen mit den bereits vorhandenen Radwegen, die in Richtung Norden bzw. Süden am Fluß entlangfließen, entwickelt sich der Tiber damit zu einer Art Rückgrat des römischen Radwegenetzes, das mittlerweile immerhin 150 Kilometer umfasst.

Im Alltag ist Radfahren wohl noch etwas außergewöhnlicher als in den meisten deutschen Städten. Je nach Wohnlage ist das Fahrrad aber eine gute Alternative, und das Risiko, sich durchs Radfahren als verrückter Deutscher zu outen, dürfte mittlerweile der Vergangenheit angehören. Das einzige, was noch fehlt, sind gute Fahrradläden. An Feiertagen dürfen Fahrräder in der U-Bahn-Linie B und auf der Eisenbahnstrecke Rom – Lido di Ostia (Strände) im ersten Waggon jedes Zuges mitgenommen werden.

Ungefährlich ist Radfahren in Rom natürlich nach wie vor nicht. Ein paar Tipps gibt es aber:

Via Appia Antica an Sonntagen

Die Parks ums Zentrum herum (Park der Aquädukte, Villa Borghese)

Die bekannten Plätze (Piazza di Spagna, Piazza Navona, Piazza della Rotondo (Pantheon), Campo de Fiori....)

Hier noch die Adressen von Mofa- und Fahrradverleihern:

Happy rent
Adresse: Via Farini 3
Telefon: 06.48.18.18.5

Rent scooter center
Adresse: Via in Lucina 13/14
Telefon: 06.68.76.45.5

Roma in scooter
Adresse: Corso Vittorio Emanuele 204
Telefon: 06.68.76.92.2

Scoot-a-long
Adresse: Via Cavour 302
Telefon: 06.67.80.20.6

Bici e Baci
Adresse: Via del Vicinale 5
Telefon: 06.48.28.44.3

Bike and scooter rental
Adresse: Via Cavour 80/a
Telefon: 06.48.15.66.9

I bike in Rome
Adresse: Via Veneto 156
Telefon: 06.32.25.24.0

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Geändert am 7. November 2005 um 14:37
Sonntag, 6. November 2005

Wienerin stürzt aus drittem Stock

In Rom stürzte eine 21-jährige Wienerin aus dem Fenster eines Wohnhauses. Sie überlebte den Sturz aus dem dritten Stock schwer verletzt und wurde mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Die Frau wurde nackt und betrunken auf der Straße gefunden. Sie befand sich im Haus eines 20-jährigen US-Amerikaners, der inzwischen von der Polizei vernommen wurde.

Der Mann war ebenfalls betrunken. Die Behörden gehen aber nicht davon aus, dass der Amerikaner die Frau aus dem Fenster gestoßen hatte, berichtet ORF.at.



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Samstag, 5. November 2005

Fernsehserie "Rom" gestartet



Mit mehr als 6,6 Millionen Zuschauern und 27 Prozent Marktanteil startete am 4. November bei BBC die neue Erfolgsserie "Rom". Die Ausstrahlung der Pilotfolge war das meist gesehene Programm zur Primetime und lieferte eines der besten Ergebnisse in der Geschichte des Senders. Premiere zeigt die deutsche Erstausstrahlung der Serie ab dem 15. Januar 2006.

Zum ersten Mal beteiligte sich der Münchner Abo-Sender als Co-Financier an einer internationalen Produktion. Die aufwändige Fiction-Serie wurde von HBO, BBC, RAI und Jan Mojtos EOS Entertainment mit einem Budget von über 100 Millionen US-Dollar produziert. Gedreht wurde "Rom" in den italienischen Filmstudios Cinecittà auf einem zwei Hektar großen Filmset, dem größten in der Geschichte des Studios. Eine zweite Staffel der Erfolgsserie ist bereits geplant, die Dreharbeiten sollen im März des kommenden Jahres beginnen.

Das Konzept von "Rom" basiert auf der Sichtweise zweier einfacher römischer Soldaten und ihrer Familien im Jahr 51 v. Chr. Die beiden englischen Schauspieler Kevin McKidd ("Trainspotting") und Ray Stevenson ("King Arthur") spielen die Hauptrollen in der internationalen Koproduktion. "Diese Geschichte über Rom hat nichts

mit Hollywoods Historienfilmen über das antike Rom zu tun, die gefühllose, übermenschliche Bilder dieser großen Leute zeichnen - es ist viel mehr grob, real, derb und gemein", so Ciaran Hinds, der Darsteller des Caesar, in einem Interview mit BBC.


Sendetermine "Rom":

ab 15.01., sonntags, 20.15 Uhr, PREMIERE 1

zusätzlich ab 19.01., donnerstags, 20.15 Uhr, PREMIERE 4



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