Montag, 31. Oktober 2005
Joschka Fischer heiratet in Rom

Der deutsche Aussenminister Joschka Fischer hat in Rom seine Lebensgefährtin Minu Barati geheiratet.
Italienische Zeitungen berichteten, der 57-Jährige habe seiner Lebensgefährtin Minu Barati (28) am Samstagnachmittag das Jawort gegeben. Anwesend waren nur engste Freunde und Verwandte, darunter Baratis kleine Tochter.
Der römische Bürgermeister Walter Veltroni habe die Trauung im Rathaus auf dem Kapitolshügel vorgenommen, hiess es. Beim Eintritt in den Trauungssaal seien Mozarts "Eine kleine Nachtmusik" und Vivaldis "Frühling" gespielt worden. Weitere Einzelheiten der Zeremonie wurden nicht bekannt. Für Joschka Fischer ist dies die fünfte Ehe.
Quelle: Nachrichten.CH
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Montag, 31. Oktober 2005
Die Via Appia

Die Via Appia wurde von Appius Claudius Ceacus (Censor des Jahres 312v.Chr.) gebaut. Er hatte auch die nach ihm benannte erste Wasserleitung in die Stadt anlegen lassen. Sie war die erste Straße, die nach einer Person und nicht wie bisher nach ihrer Funktion (wie die Via Salaria - die Salzstraße) benannt wurde. Die Via Appia war die Hauptstrecke nach Griechenland und über 560 Kilometer lang. Sie war stabil gebaut und mit Meilensteinen versehen. Die heute noch erhaltenen Teile der Pflasterung bestehen aus großen hexagonalen Blöcken aus Lavagestein, die auf einem festen Fundament ruhen und mit Zement verstärkt sind. Nahe Rom wurde die Straße von zahlreichen Gräbern gesäumt, von denen noch einige Ruinen erhalten sind.

Verlauf der Straße
Die Straße führte zuerst nur bis Capua entlang der Küste durch die Pontischen Sümpfe. Später wurde sie bis Beneventum (Benevent) und im Jahre 191 v. Chr. über Tarent bis zum Hafen Brundisium (Brindisi) verlängert. Unter Kaiser Trajan wurde in den ersten Jahren des 2. Jahrhunderts von Beneventum aus eine neue Trasse errichtet, die an Tarent vorbei über Barium (Bari) direkt nach Brindisium führte. Von da an war es möglich, die Strecke von 365 römischen Meilen (etwa 540 Kilometer) in 12 Tagen zurückzulegen. Eine Zweigstraße führte von der Via Appia nach Neapolis (Neapel). Von Rom nach Terracina ist der Verlauf der Straße trotz der Albaner Berge und der Pontischen Sümpfe nahezu gerade. Die Straße verließ Rom an der Porta San Sebastiano.
Quelle: Antikefan
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Geändert am 31. Oktober 2005 um 00:07 Samstag, 29. Oktober 2005
Benedikt XVI. als Besucher-Magnet

Mit deutlich mehr Rom-Reisen als bisher reagiert das Bayerische Pilgerbüro auf die stark gestiegene Nachfrage. Der derzeitige «Rom-Boom» hänge eindeutig mit der Wahl des deutschen Papstes Benedikt XVI. zusammen, sagte Geschäftsführer Bernhard Meyer bei der Vorstellung des neuen Katalogs am Mittwochabend in Rom.
Im kommenden Jahr hat der Spezialreisen-Veranstalter aus München knapp 70 reguläre Reisen zum Sitz des Papstes im Programm. Hinzu kommen laut Meyer etwa 180 Reisen, die individuell für einzelne Gruppen organisiert werden. Dies entspreche einer Steigerung um mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Daneben bietet das Pilgerbüro im Jahr 2006 wieder verstärkt Reisen ins Heilige Land an. Mit knapp 30 Fahrten nach Israel, Palästina und Jordanien wolle das Pilgerbüro den bestehenden «Nachholbedarf» befriedigen. Rund die Hälfte davon seien die klassischen achttägigen Pilgerfahrten von Galiläa über das Tote Meer nach Jerusalem und Bethlehem. Neu sei eine 13-tägige Wanderreise, die vor allem die Natur des Heiligen Landes vermitteln soll.
Ins Programm aufgenommen werden auch Fahrten nach Iran, Jemen und Syrien. Ausgebaut wurde das Angebot laut Meyer im Fernen Osten: So führe eine neue 12-Tage-Tour von Peking nach Schanghai, eine 15- tägige Reise nach Vietnam und Kambodscha und 10-tägige Tour nach Japan. Ferner bietet das Pilgerbüro auch neue Reisen nach Kanada, Kuba und in die USA an. Unter dem Titel «Diamant Afrikas» führt eine dreiwöchige Zugreise rund 8000 Kilometer durch Südafrika und Namibia.
Zum Reiseangebot zählt darüber hinaus eine Kreuzfahrt auf der «MS Vistamar», die vom Pilgerbüro gechartert wird und im Herbst Ziele in Griechenland, der Türkei, in Syrien, dem Libanon und in Israel ansteuert. Ein Spezialkatalog enthält Reisen auf dem Jakobsweg, der durch Frankreich und Spanien bis nach Santiago de Compostela führt.
Alle Reisen hätten zum Ziel, die Kennnisse über das jeweilige Land zu vertiefen, sagte Weihbischof Engelbert Siebler aus München. «Wir suchen immer die Begegnung und wollen nicht bloß Kirchen besichtigen», so der Präsident des Pilgerbüros. Die Touren richteten sich auch an Menschen, die der Kirche fern stehen, aber Interesse an Spiritualität haben. Das 1925 gegründete Pilgerbüro wird von den katholischen Bistümern in Bayern getragen, bietet seine Reisen aber bundesweit an. Pro Jahr verzeichnet es rund 25 000 Kunden.
Quelle: Netzeitung
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Geändert am 2. November 2005 um 21:04 Freitag, 28. Oktober 2005
Piazza Navona bald ohne
fliegende Händler

Die
weltberühmte Piazza Navona in Rom soll bald wieder in altem Glanz
erstrahlen: Die Stadtverwaltung will ab sofort hart gegen die
unzähligen fliegenden Händler vorgehen, die seit Jahren den barocken
Platz bevölkern.
Strassenkünstler und Souvenirverkäufer sollen verschwinden und Restaurants und Cafés sollen weniger Sonnenschirme aufspannen, um Besuchern einen besseren Blick auf die herrliche Piazza zu ermöglichen.
"Operation Zierde" heisst das Manöver von Bürgermeister Walter Veltroni: "Wir wollen der Piazza Navona das Prestige zurückgeben, das einem der schönsten Orte der Welt gebührt", zitierte ihn die Zeitung "Corriere della Sera".
Besonders die zahlreichen Maler, die seit Jahren auf der Piazza Navona arbeiten und sie zum "Montmartre Roms" gemacht haben, sind wütend über die Anordnung der Stadtverwaltung. Einige drohten bereits damit, sich aus Protest an den berühmten Vierströmebrunnen in der Mitte des Platzes zu ketten.
Das 1648 bis 1651 von Gian Lorenzo Bernini erschaffene Meisterwerk zählt zu einen der Hauptattraktionen des enormen Platzes, der in früheren Zeiten für Pferderennen und Wasserspiele genutzt wurde.
Quelle: Basler Zeitung
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Geändert am 29. Oktober 2005 um 15:49 Donnerstag, 27. Oktober 2005
Studenten legen Hochschulen lahm

Im Land der Dottori will die Regierung trotz finanzieller Notlage der Unis weiter sparen. So sollen künftig junge italienische Professoren nur noch Zeitverträge bekommen. Zehntausende Studenten und Dozenten gingen jetzt auf die Barrikaden.
Über 50.000 Studenten und Hochschuldozenten machten am Dienstag ihrem Ärger über die Hochschulpolitik Luft und zogen mit Protestplakaten durch Rom. Der Grund: An den Universitäten soll massiv gespart werden. Die Abgeordnetenkammer verabschiedete am Dienstagabend eine umstrittene Hochschulreform von Bildungsministerin Letizia Moratti, die seit Wochen für heftigen Widerstand sorgt. Weitere Protestaktionen sind bis zum Ende der Woche geplant, eine zweite Serie von Demonstrationen soll im November laufen.
Polizisten in Schutzanzügen sperrten die Innenstadt, als die Menge musizierend und skandierend in die Nähe des Amtssitzes von Premierminister Silvio Berlusconi vorrückte. Polizeibusse blockierten die Zufahrtswege zum Regierungsviertel, Hubschrauber überwachten die Demo aus der Luft. Nach Berichten des italienischen Fernsehsenders Sky TG behandelten Sanitäter mehrere Studenten mit blutenden Kopfverletzungen. Außerdem mussten drei Jugendliche und ein Fotograf mit Prellungen ins Krankenhaus gebracht werden, berichtete eine Pflegerin im San Giacomo Krankenhaus.
Blockade vor dem Parlament
Die Hauptstadt liegt im Mittelpunkt einer Protestbewegung, die sich im gesamten Land, von Turin bis Palermo, formiert hat. Die Demonstranten, denen sich auch Hochschulrektoren, Lehrer und Eltern anschlossen, beschuldigen die Regierung Berlusconis, mit der Reform unsichere Jobs in der Universität zu schaffen.
Vor allem bei der Förderung wissenschaftlichen Nachwuchses wird gekürzt: Jungen Professoren sollen nur noch befristete Verträge angeboten werden, und sie dürfen höchstens zwei Mal auf Zeit in einer staatlichen Forschungseinrichtung arbeiten. Läuft auch der zweite Zeitvertrag aus, gibt es keine Hoffnung auf Neueinstellung. Derzeit sind 60.000 Professoren in Italien mit befristeten Verträgen beschäftigt. Die Universitäten befürchten, junge Forscher durch die Kürzungen an ausländische Arbeitgeber zu verlieren.
Schon seit Monaten weitet sich der Protest an italienischen Hochschulen aus. In Rom, Florenz und Bologna fielen sämtliche Veranstaltungen im gerade begonnenen Wintersemester aus, in Rom besetzten Studenten mehrere Fakultäten. Selbst die staatliche Elitehochschule "Scuola Normale di Pisa" war blockiert; emeritierte Professoren reisten nach Pisa, um die streikenden Studenten zu unterstützen. Die römische Universität "Roma Tre" hielt gar Vorlesungen auf der Piazza Montecitorio - direkt vor dem italienischen Parlament. Studenten versperrten den Abgeordneten den Weg ins Gebäude.
"Roadmap zur Wettbewerbsfähigkeit"
Die Regierungskoalition beschuldigte Gewerkschaften und Opposition, aus politischen Gründen Schüler und Studenten auf die Straßen holen zu wollen. Abgeordnete von Forza Italia riefen Moratti auf, sich nicht einschüchtern zu lassen. "Die Reform des Schulwesens ist ein Eckpfeiler unseres Wahlprogramms. Wir wollen damit versuchen, das veraltete System zu modernisieren", sagte der Parlamentarier Simone Baldelli.
Studenten und Polizei: Italien droht der "Brain drain"
Ministerin Moratti will von den Protesten nichts wissen und spricht von einer "Roadmap zur Wettbewerbsfähigkeit". Sie strebt eine Öffnung gegenüber der Wirtschaft an, neben Stiftungsprofessuren sollen den Hochschullehrern auch Nebenjobs in der freien Wirtschaft erlaubt werden.
Schon jetzt befinden sich viele italienische Hochschulen wegen radikaler Kürzungen der Bildungsministerin in einer prekären Lage. Aulen und Seminarräume sind so baufällig, dass sie nicht mehr benutzt werden können, Bibliotheken schaffen seit Jahren keine neue Literatur an - wenn sie nicht gar wegen Baufälligkeit ganz geschlossen sind. Studiengebühren müssen an jeder Hochschule gezahlt werden. Bafög oder ähnliche Finanzierungshilfen gibt es für italienische Studenten allerdings nicht.
Quelle: Spiegel-Online
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Geändert am 27. Oktober 2005 um 16:48 Mittwoch, 26. Oktober 2005
Rom-Führung: Rätsel des Illuminati

Thrillerschauplatz Petersplatz.
Als Touristen in Rom nicht mehr mit Reiseführern sondern mit dem Roman "Illuminati" auf Erkundungstour gingen, hatte Simone Gozzi eine Idee: Der Stadtführer entwarf eine thematische Tour, die Besucher an die Schauplätze des Thrillers von Bestseller-Autor Dan Brown führt. In Paris gibt es bereits ähnliche Touren. Dort werden Touristen der Louvre und andere Orte in der französischen Hauptstadt gezeigt. Literarische Vorlage ist ein weiterer Brown-Bestseller: "Sakrileg" oder im Original "The Da Vinci Code".
In "Illuminati" geht es in einem Wettlauf mit der Zeit über römische Gassen, durch mittelalterliche Kammern, Barockkirchen und natürlich den Vatikan. Laut Gozzi gibt es im Roman und bei seiner Tour einen neuen Blickwinkel auf die Kunstschätze der Stadt. "Man sieht Dinge, die sowieso berühmt sind. Aber wir erzählen auch eine faszinierende Parallelgeschichte, die die Stadt noch geheimnisvoller macht", sagt Gozzi während einer Tour. "Wir betrachten Rom eher modern und nicht so akademisch."
"Illuminati" ist ein Thriller über den Geheimbund von Wissenschaftlern und Freidenkern, über Codeknacker, eine Geheimwaffe und den Vatikan, der zerstört werden soll. Hauptfigur ist wie in "Sakrileg" der Symbologe Robert Langdon. In den USA wurde der Roman im Jahr 2000 veröffentlicht und hat sich seitdem mehrere Millionen Mal verkauft. In Italien wurde er im vergangenen November nach dem großen Erfolg von "Sakrileg" aufgelegt. Mindestens zwei Veranstalter bieten inzwischen Touren mit dem Buch als Grundlage an.
"Das Buch wird zum Leben erweckt. Man erkennt viele Dinge wieder", sagt die 31-jährige Touristin Laura Hill aus Großbritannien. Ihr 33-jähriger Freund Jon Gleeson meint, dass die Tour einen weniger historischen Ansatz hat. "Es lohnt sich, vorher das Buch zu lesen", sagt er.
Gozzis Tour folgt ziemlich genau Langdons Weg durch Rom: Sie beginnt in der Kirche Santa Maria del Popolo. Weitere Punkte sind der Petersplatz, die Kirche Santa Maria della Vittoria, die Piazza Navona und die Engelsburg. Teilnehmer der Tour erhalten zu Beginn eine Karte mit den Schauplätzen und Zitaten aus dem Buch. Touristen versuchen sich zu erinnern, welches Rätsel an welcher Sehenswürdigkeit gelöst wurde. Innerhalb eines Monats haben laut Gozzi 200 Menschen an seiner Tour teilgenommen - die Hälfte davon Italiener.
Die "Illuminati"-Tour kostet zwischen 45 und 75 Euro - je nach Teilnehmerzahl. Wer lieber mit einem Mercedes durch die Stadt gefahren möchte, muss 200 Euro bezahlen. Maximal können dann drei Touristen an der Führung teilnehmen. Auch die Firma Nerone and Rome Made to Measure bietet eine "Illuminati"-Führung auf. Sie kostet für eine Gruppe bis zu acht Teilnehmern zwischen 340 und 440 Euro. Beide Veranstalter bieten ihre Touren auf Englisch an.
Quelle: Spiegel-Online
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Geändert am 26. Oktober 2005 um 21:30 Dienstag, 25. Oktober 2005
Krawalle beim Fußball-Derby

Schwere Ausschreitungen haben das Derby zwischen dem AS Rom und Lazio Rom (1:1) überschattet. Das 145. Duell der Erzrivalen musste in der 74. Minute kurz unterbrochen werden, da Schiedsrichter Gianluca Paparesta von einer Münze getroffen und im Gesicht leicht verletzt wurde. Vor dem Spiel kam es zu Krawallen zwischen Rowdies der beiden Klubs. Dabei wurden acht Anhänger verletzt. Einer von ihnen erlitt einen Messerstich ins Bein.
Quelle: Berliner Zeitung
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Montag, 24. Oktober 2005
Benedikts erste fünf Heilige

Es war Premiere und Finale zugleich: Papst Benedikt XVI. hat heute zum Abschluss der Weltbischofssynode in Rom seine ersten fünf Heiligsprechungen vorgenommen.
Bei den neuen Heiligen handelt es sich um den polnischen Erzbischof Josef Bilczewski von Lwiw (Lemberg) in der Ukraine, den ukrainischen Priester Sigmunt Gorasdowski, den chilenischen Jesuiten Alberto Hurtado sowie die beiden Italiener Italiener Felice da Nicosia und Gaetano Cantanoso.
Gestern hatten die mehr als 250 an der Synode teilnehmenden Bischöfe eine Reihe von Lehrmeinungen für die katholische Kirche verabschiedet. Alle 50 Empfehlungen wurden gebilligt und damit bisherige Positionen der Kirche bestätigt, teilte der Vatikan mit. Bei der Synode haben die Bischöfe drei Wochen lang über die Lage der Katholischen Kirche in der Welt diskutiert.
In seiner Predigt vor tausenden Gläubigen auf dem Petersplatz nahm der Papst heute auf zwei der Hauptthemen der neuen Lehrmeinungen Bezug. So bezeichnete er den Zölibat als "wertvolles Geschenk" und rief katholische Politiker auf, "keine Dichotomie zwischen Glaube und Leben" zuzulassen.
Quelle: Blick online
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Sonntag, 23. Oktober 2005
Das Monument des Vittorio Emanuele II

Das Monument wird kurz "Il Vittoriano" genannt. Im Volksmund hat man aufgrund seiner Form auch andere Bezeichnungen wie "La macchina da scrivere" (Schreibmaschine) oder "La torta di nozze" (Hochzeitstorte) gefunden.
Vittorio Emanuele war der erste König Italiens (1861 bis 1878), nach dem Risorgimento, der Vereinigung der italienischen Klein-Staaten zu einem Nationalstaat. Ihm zu Ehren wurde das Monument des Vittorio Emanuele II. gebaut.
Es wurde in den Jahren 1885 bis 1905 von Giuseppe Sacconi errichtet. Gleichzeitig ist es das Grab des unbekannten Soldaten. Daher kommt auch die vierte Bezeichnung "Altare della Patria". Das Vittoriano beherbergt das Institut für Geschichte des italienischen Risorgimento und das Zentralmuseum des Risorgimento.
Weitere und ausführlichere Informationen zur "Schreibmaschine" gibt's bei Ombelico.
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Geändert am 28. November 2005 um 16:52 Samstag, 22. Oktober 2005
Die Lateransbasilika

Die Lateranbasilika (ursprünglich: Basilika des Allerheiligsten Erlösers, heute San Giovanni in Laterano) ist eine fünfschiffige Säulenbasilika. Der heutige Grundriss geht noch auf die Gründung Konstantins im 4. Jh. zurück, allerdings wurde die Kirche vom 16. bis zum 18. Jh. barockisiert. Insbesondere die monumentale Fassade stammt aus dieser Zeit. Gegenwärtiger Erzpriester der Patriarchalbasilika ist Kardinal Camillo Ruini.
Die Türen des Hauptportals stammen von der antiken Kurie auf dem Forum Romanum; sie demonstrieren als Spolien Übergang und Kontinuität der Herrschaft in Rom im Papsttum.
In dem im Mittelalter erweiterten und mit einer neuen Apsis versehenen Chor befinden sich Mosaiken von Jacopo Torriti und Jacopo da Camerino aus den Jahren 1288 bis 1292. Sie wurden wie jene in Santa Maria Maggiore von Papst Nikolaus IV. in Auftrag gegeben. In das ursprüngliche Mosaik wurden bei dieser Restauration die Figuren der Heiligen Franz von Assisi und Antonius von Padua eingefügt, da Nikolaus IV. Generalminister der Franziskaner gewesen war.
Über dem Hauptaltar erhebt sich ein Ziborium von 1367 mit den mutmaßlichen Häuptern von Petrus und Paulus. Diese wurden von Urban V. aus ihrer ursprünglichen Ruhestätte, der Sancta Sanctorum entfernt und in das neuerrichtet Ciborium versetzt.
In der Kirche befinden sich zahlreiche Papstgrabmäler, in der Confessio ruht Papst Martin V.. Durch diese Grablege demonstriert der erste unumstrittene Papst nach dem Großen Abendländischen Schisma die Kontinuität des Papsttums in seiner römischen Bischofskirche; zu seiner Zeit war die eigentlich Grablege der Päpste die vatikanischen Basilika. Auch andere fanden in der Basilika ihre letzte Ruhestätte, wie Klemens XII., aus dessen Zeit die Fassade der Kirche stammt, außerdem: Sergius III., Silvester II., Sergius IV., Alexander III., Klemens XII., Leo XIII. Die Gräber zahlreicher anderer Päpste sind verloren gegangen.
Der Kreuzgang
Er gilt als einer der schönsten Roms und wurde 1215 bis 1232 errichtet. Die ca. 36 m langen Arkadengänge wurden mit reich ornamentierten, zum Teil gedrehten Säulen ausgestattet; sie demonstrieren kosmatisches Zierwerk in Reinform. An den Wänden sind Reste aus der alten Basilika (vor dem Umbau durch Borromini) angebracht, darunter Teile des Grabmals eines im 13. Jahrhundert verstorbenen Kardinals von Arnolfo di Cambio, Teile des ehemaligen Magdaleneziboriums, die heute einen alten Bischofssitz einfassen.
Das Baptisterium
Das heute achteckige Baptisterium des Laterans ist wohl das älteste der Christenheit und gilt als Prototyp aller Baptisterien. Es wurde um das Jahr 315 von Konstantin vermutlich ursprünglich rund errichtet. Obwohl es mittlerweile vielfach umgestaltet worden ist, zeigt es aber noch einige Reste antiker Mosaike und die antiken Säulen aus ägyptischem Porphyr. Auch eine Bronzetür des 5. Jahrhunderts aus der Zeit des römischen Bischofs Hilarius hat sich erhalten. Sie ist eine der letzten ihrer Art, die in der Antike in Rom gefertigt wurden.
Das Baptisterium war Teil einer großen Anlage von Kapellen, die dem hl. Stephanus, dem hl. Hilarius und dem hl. Kreuz geweiht waren; auch sie mußten dem großen Umbau des gesamten Komplexes weichen und sind nur noch auf alten Plänen oder Zeichnungen vorhanden; für sie stellt die Biblioteca Vaticana ein unerschöpfliches Reservoir dar.
Alter Lateranspalast
Der im Jahre 1308 durch einen Brand beschädigte mittelalterliche Lateranspalast stellte ein Konglomerat der verschiedensten Gebäude dar: Neben Wohn- und Repräsentationsräumen, gab es mehrere Kapellen, mehre Speisesäle Triclinien, Kreuzgänge, Aulen und eine weitere Vielzahl an Räumen, deren Funktion bis heute noch nicht geklärt werden konnte, deren Existenz jedoch aufgrund von Plänen oder Bilddarstellungen bekannt sind. Mit dem Umzug der Päpste nach Avignon im Jahre 1309 war das Schicksal dieses Palastbaus besiegelt: Trotz zahlreicher Renovierungsarbeiten, für die aus Avignon die Anweisungen kamen, verfiel das Gebäude. Als die Päpste aus Avignon zurückkehrten, kehrten sie dem Palast als ideeler Hauptresidenz den Rücken: mit dem definitiven Umzug in den vatikanischen Palast betonten sie ihre Stellung als universaler Bischof, denn ihre Herrschaft über Rom - für die der Lateran als Symbol galt - war weitestgehend gesichert. Erst Papst Sixtus V. ließ den Palast abreißen - was ihm die Humanisten seiner Zeit äußert übelnahmen - und ließ als Reste nur die Sancta Sanctorum und ihre Fundamente in einem neuen Bau zusammen mit der Scala Santa fassen.
Neuer Lateranspalast
Auch der neuere Lateranspalast, der unmittelbar an die Lateransbasilika angrenzt, wurde im Auftrage von Papst Sixtus V. errichtet, stammt also aus dem 16. Jahrhundert. Er ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich und beherbergt heute Vatikanische Behörden.
Am 11. Februar 1929 wurden hier die Lateranverträge zwischen dem Heiligen Stuhl und dem damaligen Königreich Italien (vertreten durch den faschistischen Ministerpräsidenten Benito Mussolini) abgeschlossen.
Quelle: Wikipedia
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Geändert am 26. Oktober 2005 um 21:29 Freitag, 21. Oktober 2005
Die Villa Farnesina

Die
Villa Farnesina (auch Villa della Farnesina oder kurz Farnesina
genannt) wurde 1508 bis 1511 von Baldassare Peruzzi im römischen
Stadtteil Trastevere für den toskanischen Bankier Agostino Chigi
erbaut. 1534 wurde sie von Kardinal Alessandro Farnese erworben und
erhielt ihren heutigen Namen.
Das zweigeschossige Gebäude besitzt einen U-förmigen Grundriss, der sich zum Garten hin mit einer ebenerdigen, fünfbogigen Loggia öffnet. Diese diente als Bühne für die vom Bauherrn veranstalteten Feste und Theaterspiele. Die von toskanischen Pilastern gegliederten Fassaden werden nach oben durch ein weit ausladendes Kranzgesims über einem umlaufenden Puttenfries abgeschlossen. Die Räume sind mit zahlreichen Fresken ausgeschmückt, in der Loggia, die durch gemalte Scheinarchitektur als Laube gestaltet ist, befindet sich der Zyklus Die Geschichte von Amor und Psyche von Raffael und seinen Schülern (Raffaellino del Colle, Giovanni Francesco Penni, Giulio Romano und Giovanni da Udine).
In einem an die Loggia anschließenden Raum befindet sich Raffaels Fresko Triumph der Galatea. Im Obergeschoss wurde ein Saal von Peruzzi unter anderem mit einem gemalten Blick auf Trastevere ausgemalt. Im Nebenraum befindet sich Sodomas Fresko Die Hochzeit Alexanders des Großen mit Roxane. Als weiterer Künstler war u. a. Sebastiano del Piombo mit dem Bild des Polyphem an der Ausgestaltung der Farnesina beteiligt.
Heute befinden sich in der Villa die Accademia dei Lincei, der als eines der ersten Mitglieder Galileo Galilei angehörte, und das Gabinetto dei Disegni e delle Stampe, die staatliche grafische Sammlung.
Villa Farnesina ist außerdem die Bezeichnung für ein Haus, das um 20 v. Chr. am Palatin in Rom entstand und als Wohnsitz für Marcus Vipsanius Agrippa und Julia diente. Die Wandmalerei zeigt – wie auch die Casa di Livia – eine Mischform zwischen 2. Stil/Architekturstil und 3. Stil/Kandelaberstil der Pompejanischen Wandmalerei. Die Malereien zeigen ein mythologisches Mittelbild auf weißem Grund, das von roten Feldern umgeben ist. Im Vordergrund wurden Säulen und andere architektonisch Elemente als Scheinarchitektur aufgetragen.
Quelle:Freenet
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Geändert am 22. Oktober 2005 um 23:54 Donnerstag, 20. Oktober 2005
Die Sixtinische Kapelle
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"Die Erschaffung Adams" von Michelangelo.
Die Sixtinische Kapelle im Vatikan wurde zwischen 1475 und 1483 unter dem Papst Sixtus IV. erbaut und am 15. August 1483 eingeweiht. Die Pläne für die Kapelle wurden von Baccio Pontelli erstellt. Der Grundriss versucht den Dimensionen des Tempels Salomon zu entsprechen.
Besondere Berühmtheit hat die Kapelle durch ihre Ausschmückung mit Fresken erlangt: Die Wandgemälde zeigen Szenen aus dem Leben von Jesus und Moses und wurden von verschiedenen Malern der Renaissance geschaffen: Sandro Botticelli, Pietro Perugino oder Luca Signorelli.
Das Decken- und Altargemälde wurde von Michelangelo Buonarroti zwischen 1508 bis 1512 und 1535 bis 1541 gemalt. Das Deckengemälde zeigt Szenen aus der Genesis auf insgesamt 520 Quadratmeter. Es enthält 115 überlebensgroße Charaktere. Insbesondere der Ausschnitt "Die Erschaffung Adams" ist ein weltberühmtes und oft reproduziertes Werk. Es zeigt, wie Gottvater mit ausgestrecktem Finger Adam das Leben einhaucht. Das Altargemälde stellt das Jüngste Gericht auf über 200 Quadratmeter dar. Das Gemälde enthält ca. 390 Figuren, viele davon überlebensgroß.
Es wird angenommen, dass Michelangelo sämtliche Arbeiten an den Fresken ohne die Mithilfe von anderen Künstlern und Assistenten ausgeführt hat (was für die damalige Zeit eher unüblich war). Kunsthistoriker gingen ursprünglich davon aus, dass Michelangelo mit sehr gedämpften Farben gemalt hat. Die letzte ausgiebige Restaurierung (1980–1994), die unter anderem alte Rußspuren entfernte und im Laufe von Jahrhunderten nachgedunkelte Flächen aufhellte, ließ aber geradezu leuchtende Farben zum Vorschein kommen. Außerdem wurden bei der Restaurierung auch Schäden von früheren Restaurierungen behoben und Übermalungen von als unsittlich empfundenen Ausschnitten wieder in den Urzustand zurückversetzt. Diese Übermalungen wurden nach dem Tod von Michelangelo aufgrund des Erlasses ("Pictura in Cappella Ap.ca coopriantur") angebracht um die Darstellung von Geschlechtsteilen zu verhindern.
Die Fresken des Michelangelo für die Sixtinische Kapelle werden mitunter als die bedeutendsten Werke des Künstlers und der ganzen damaligen Kunstepoche bezeichnet.
Die Kapelle ist heute Teil der Vatikanischen Museen und kann auch besichtigt werden. Während eines Konklaves, der Papstwahl, wird sie von den Kardinälen genutzt.
Quelle: Wikipedia
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Geändert am 20. Oktober 2005 um 17:55 Mittwoch, 19. Oktober 2005
Schweizerisches Institut in Rom neu eröffnet
In Rom ist jetzt Schweizerische Instituts (SIR) in seiner neuen Struktur eröffnet worden. Mit der neuen Struktur des Instituts, welches jetzt auch über Aussenstellen in Mailand und in Venedig verfügt, werden sowohl die kulturellen als auch die wissenschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und
Italien gestärkt.
1946 schenkte Contessa Maraini-Sommaruga der Eidgenossenschaft die 1903-1905 erbaute Villa, in welcher der Bundesrat das SIR errichtete. Das Institut bildet heute eine leistungsfähige Institution für den Wissenschafts- und Kulturaustausches zwischen Italien und der Schweiz. Mit seinen Ausstellungs- und
Veranstaltungsprogrammen ist das Institut eine anerkannte Arbeits- und Studienstätte für Klassische Altertumswissenschaften, Archäologie, Philologie, Kunstgeschichte, Geschichte, Römisches Recht usw. Ausserdem ist es auch ein Ort des künstlerischen Schaffens. Im Institut leben und arbeiten regelmässig bis zu 14 junge Schweizer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Künstlerinnen und Künstler während eines akademischen Jahres.
Nachdem vor zwölf Jahren das Hauptgebäude des Instituts unter Aufsicht der Denkmalpflege Roms restauriert wurde, ließ der Bund nun das Nebengebäude umbauen. In diesem befindet sich neben den Künstlerateliers und Wohnungen für die Institutsmitglieder ein Mehrzwecksaal (Sala Elvetica) für Ausstellungen und kulturelle
Veranstaltungen. Im Hauptgebäude wurden neue Studien- und Arbeitsplätze in der Bibliothek eingerichtet. Die Depots für die Institutsbibliothek konnten erweitert und die Begegnungszone für die Mitglieder und die Gäste des Instituts neu gestaltet werden.
Mit der Leitung des Schweizerischen Instituts in Rom ist seit April 2005 Prof. Dr. Christoph Riedweg betraut, der auch dem Wissenschaftsbereich des Instituts vorsteht. Ihm zu Seite steht Dr. Domenico Lucchini, kultureller Direktor und verantwortlich für den Kulturbereich.
Mit dem italienischen Kulturminister Rocco Buttiglione wird Bundesrat Pascal Couchepin eine Absichtserklärung zur Revision des Koproduktionsabkommens zwischen der Schweiz und Italien auf dem Gebiet des Films unterzeichnen. Die Revision des derzeitigen Abkommens, das im Dezember 1993 in Kraft getreten ist, wurde
notwendig, weil sich die Bedingungen im Bereich der Filmproduktion verändert haben. Sie soll die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern fördern und verbessern. Die Revision sieht namentlich vor,
die finanzielle Beteiligung des Minderheits-Koproduzenten von 30 auf 20 Prozent zu senken, was der Realität der Gemeinschaftsproduktionen zwischen der Schweiz und Italien besser entspricht. Diese Anpassung
erfolgt auf mehrfach geäusserten Wunsch der Schweizer, vor allem der Tessiner Filmbranche.
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Geändert am 19. Oktober 2005 um 16:50 Dienstag, 18. Oktober 2005
Prodi geht für Italiens Linksbündnis ins Rennen

Gratulationen für Prodi (Mitte).
Der frühere EU-Kommissionschef Prodi will Italiens Ministerpräsident Berlusconi herausfordern. Sympathisanten des linken Oppositionsbündnisses wählten ihn zu ihrem Spitzenkandidaten.
Romano Prodi wird bei der Parlamentswahl in Italien im kommenden Jahr gegen Ministerpräsident Silvio Berlusconi antreten. Der ehemalige italienische Ministerpräsident und frühere EU-Kommissionspräsident wurde am Sonntag von Mitgliedern und Sympathisanten des linken Oppositionsbündnisses mit großer Mehrheit zu deren Spitzenkandidaten gewählt. Nach Auszählung fast aller Stimmen erhielt Prodi etwa 74,4 Prozent der Stimmen. Er hatte sechs Gegenkandidaten.
Die Organisatoren der Abstimmung zeigten sich mit der Beteiligung an der ersten derartigen Vorwahl nach dem Vorbild der «Primaries» in den USA äußerst zufrieden. Rund drei Millionen Menschen gaben ihr Votum ab. Wahlberechtigt waren alle, die eine Gebühr von einem Euro zahlten und sich als Wähler des Oppositionsbündnisses ausgaben.
Prodi selbst sagte über die Beteiligung: «Das ist mehr als wir uns erträumt hatten. Wir haben das gebraucht. Italien hat das gebraucht.» Viele Menschen hätten mit ihrer Teilnahme zum Ausdruck gebracht: «Berlusconi, geh nach Hause.» Der ehemalige EU-Kommissionspräsident war bereits 1996 gegen Silvio Berlusconi angetreten und hatte die Wahl damals für das Linksbündnis gewonnen. Im Vorfeld hatte er bereits verkündet: «Ich bin der einzige, der Berlusconi schlagen kann.»
Von den sechs anderen Kandidaten erreichte der Parteichef der Kommunisten (Partito della Rifondazione Comunista), Fausto Bertinotti, bei dem Referendum am Sonntag mit rund 15 Prozent das beste Ergebnis. Die offiziellen Endergebnisse werden am Montagvormittag erwartet.
Quelle: Netzeitung
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Montag, 17. Oktober 2005
Ältester Sitz des Senats: Die Curie

Der älteste Sitz des Senats im alten Rom, die Curia Ostila, befand sich wahrscheinlich an der Stelle, an der heute die Kirche Santi Luca e Martina steht. Das große Gebäude aus Mauersteinen, das heute als Curia bekannt ist, war hingegen der neue Sitz des Senats, der von Julius Caesar errichtet, aber erst 29 v. Chr. im Kaiserreich des Augustus fertiggestellt wurde.
Im 7. Jh. wurde das Gebäude zu einer Kirche umgebaut und wir verdanken es dieser Tatsache, das es vom Verfall verschont wurde. In den dreißiger Jahren des 20. Jh. wurde das Aussehen wiederhergestellt, das die Curia nach den, von Kaiser Diokletian geforderten Restaurationsarbeiten angenommen hatte. Das Innere der Curia besteht aus einem einzigen Raum von fast 500 m², bei einer Deckenhöhe von 21 Meter.
Der Marmorfußboden ist mit Intarsienarbeiten versehen und stammt teilweise noch aus dem Zeitalter des Diokletian, ebenso wie die architektonischen Wanddekorationen. An den Längsseiten befinden sich die Stufen, auf denen die Sitze der Senatoren gewesen sein müssen (ca. 300), während auf der einen Endseite noch das Podium zu sehen ist, das für den "Präsidenten" bestimmt sein musste. Bei den Bronzetüren handelte es sich um Kopien der Originale des Diokletian-Tempels, die im 17. Jh. in die Kirche San Giovanni in Laterano gebracht wurden, wo sie noch heute da, Hauptportal der Basilika schmücken.
Quelle: Die Römer-Online
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Geändert am 17. Oktober 2005 um 17:31 Montag, 17. Oktober 2005
Das Mausoleum des Augustus

Im Jahre 29 v. Chr. - nach der Eroberung Ägyptens und nachdem er das Grab von Alexander des Großen in Alexandria besucht hatte - begann Augustus mit dem Bau seines eigenen Mausoleums. Ein großartiger Plan, der aus dem Gebäude eine Begräbnisstätte der Dynastie, für sich und seine Nachfahren machen sollte. Der Durchmesser des runden Gebäudes beträgt circa 87 Meter. Neben der Tür befinden sich zwei Pilaster, an denen die Bronzetafeln mit der Autobiographie des Augustus befestigt waren, sowie zwei Obelisken, die der Kaiser vermutlich selbst anfertigen ließ; einer davon befindet sich heute zwischen den Dioskuren-Statuen vor dem Quirinal und der andere gegenüber der Apsis der Kirche Santa Maria Maggiore.
Es war mit Marmor verkleidet, vielleicht war die flache Kuppel mit Bäumen bepflanzt und von einer Augustus-Statue bekrönt. Im Inneren sind die Nischen für die Statuen noch sichtbar, einige Inschriften sind ebenfalls erhalten. Das Mausoleum wurde im ganzen 1. Jh. n. Chr. als Grabstätte der kaiserlichen Familie benutzt. Der erste, der hier beigesetzt wurde, war Augustus' Schwiegersohn Marcellus (23 v.Chr.). In der Folgezeit wurden fast alle Mitglieder der kaiserlichen Familie hier bestattet, nur Nero nicht. Im Mittelalter wurden dann verschiedene Änderungen vorgenommen und in der Moderne benutzte man es sogar als Arena für Aufführungen und Turniere. Bei den Ausgrabungsarbeiten in den dreißiger Jahren, des 20. Jh. wurden dann alle später errichteten Strukturen entfernt, um seinen ursprünglichen Kern wieder ans Licht zu bringen.
Weiter südlich stand die Sonnenuhr des Augustus. Den Zeiger bildete ein Obelisk aus der Zeit des Pharao Psammetich II., den Augustus 10 v. Chr. aus Ägypten mit hierher bringen ließ. Die Ziffern und Sternkreissymbole aus großen Bronzebuchstaben waren in die Marmorplatten der Pflasterung eingelassen. Die Uhr "ging" aber schon zu Plinius' Zeiten nicht mehr richtig - vielleicht, weil der Obelisk sich bei einem Erdbeben gesenkt hatte. Später stürzte er um und zerbrach, wurde aber 1792 vor dem Palazzo Montecitorio wieder aufgestellt.
Quelle: Die Römer Online
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Geändert am 17. Oktober 2005 um 17:31 Samstag, 15. Oktober 2005
Erfolg für Lucerne Festival Orchestra in Rom

Claudio Abbado.
Das von Claudio Abbado geleitete Lucerne Festival Orchestra hat seinen ersten Einsatz ausserhalb Luzerns mit Erfolg gemeistert. 17 000 Personen besuchten in den letzten Tagen in Rom elf Konzerte des 2003 gegründeten Orchesters.
Dies teilte Lucerne Festival mit. Die Musikerinnen und Musiker des Lucerne Festival Orchestra gaben zwischen dem 6. und 12. Oktober im Auditorium-Parco della Musica sechs Sinfonie- und fünf Kammermusikkonzerte. Solisten waren die Pianistin Martha Argerich und Pianist Maurizio Pollini.
Das Lucerne Festival Orchestra lockte zahlreiche Prominete an, etwa den italiensichen Staatspräsidenten Carlo Azeglio Ciampi, Oscar-Preisträger Roberto Benigni oder Architekt Renzo Piano.
Die Presseresonanz war laut Lucerne Festival enorm. Die italienische Nachrichtenagentur ANSA schrieb am Dienstag, die Konzertwoche werde ein "grosses Fest der Musik" und berichtete von einem zehnminütigen Applaus, den Abbado und das Orchester erhielten.
Das Lucerne Festival Orchestra besteht aus dem Mahler Chamber Orchestra, das mit bekannten Solisten ergänzt wird.
Quelle: Schweizer Fernsehen
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Freitag, 14. Oktober 2005
Der Palazzo delle Esposizioni

Einer der monumentalen Bauten an der via Nazionale, die das neue Rom feiern: Der Palazzo wurde gebaut, um die Kunstausstellung Roms aufzunehmen, die alle vier Jahre stattfindet. Von Pio Piacentini errichtet und 1883 eingeweiht, führte er sofort zu kontroversen Diskussionen. Es gefiel weder die Raumaufteilung noch die monumentale Gestaltung des Eingangs und vor allem nicht das Fehlen von Öffnungen in den Seitenwänden.
Die Säle im Inneren erhalten ihr Licht durch die Dachfenster. Vor kurzem wurde das Gebäude restauriert; es handelt sich um einen der größten Räume für Sonderausstellungen in der Stadt. Auf der rechten Seite des Gebäudes befindet sich die Kirche San Vitale, die auf das fünfte Jahrhundert zurückgeht und sich auf einem niedrigeren Straßenniveau befindet als dem heutigen.
Eines der vielen Beispiele dafür wie das Übereinandertürmen von Schichten die topographische Situation in Rom enorm verändert hat. Auf der dem Palazzo delle Esposizioni gegenüberliegenden Seite befindet sich der Tunnel Umbertos I, der 1902 angelegt wurde und über den man in die Gegend der Spanischen Treppe gelangt.
Der Durchstich führt durch den Quirinalshügel hindurch und geht unter dem Quirinalspalast durch.
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Geändert am 14. Oktober 2005 um 17:28 Kolosseum soll eingezäunt werden

Das Kolosseum in Rom soll im Zuge verstärkter Sicherheitsvorkehrungen eingezäunt werden. So sollten die Besucher der historischen Sehenswürdigkeit besser vor möglichen Terroranschlägen geschützt werden, teilten die italienischen Behörden gestern mit.
Die Absperrung solle eine Sicherheitszone für das Wachpersonal schaffen, hieß es. Mit Videokameras in dieser Zone sollten zudem die Kontrollen der Besucher verstärkt werden. Bereits seit Anfang des Monats werden an den Eingängen des Amphitheaters Metalldetektoren eingesetzt.
Die italienische Regierung kündigte nach den Bombenanschlägen in London Anfang Juli eine strengere Überwachung von Touristenzielen an. Dem Kulturministerium zufolge könnten dadurch allerdings die Eintrittspreise für einige Sehenswürdigkeiten steigen.
Quelle: ORF
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Mittwoch, 12. Oktober 2005
Politik: Zurück in die Vergangenheit?

Zurück in die Zeit, als italienische Regierungen nicht länger dauerten als eine Schwangerschaft?
Was Politiker in Rom derzeit an Wahlkampf-Spektakel zu bieten haben, ist selbst für italienische Verhältnisse atemberaubend. Nur wenige Monate vor der Parlamentswahl das Wahlrecht zu ändern - das hat schon Seltenheitswert in Europa. Bis auf den letzten Platz ist denn auch das Abgeordnetenhaus zu Beginn der Beratungen am Dienstag besetzt, selbst Ministerpräsident Silvio Berlusconi, ansonsten ein seltener Gast, ist gekommen. Die Spannung ist zum Greifen, rund 550 Änderungsanträge hat die Opposition um Romano Prodi (vormals EU-Kommissionspräsident) bereits auf den Tisch gelegt - auch das ist rekordverdächtig.
Die politische Stimmung in Rom brodelt wie lange nicht mehr. Kaum ist der erste Abgeordnete aus dem Berlusconi-Lager am Rednerpult, um den Regierungsentwurf vorzustellen, beginnen Gegner von der Opposition mit Protestschreien. Obstruktion, Zeit schinden, heißt die Parole. Für Regierung wie Opposition steht diesmal viel auf dem Spiel, die Rollen sind verteilt: Berlusconi gegen Prodi. Wer als Sieger hervorgeht, ist völlig offen. "Wir werden diesen Kampf zu Ende führen", meint ein Oppositionsmann. "Unsere Mehrheit steht", gibt Außenminister Gianfranco Fini zurück.
Wieder einmal eine Lex Berlusconi
Berlusconi, aufgeschreckt durch miserable Umfragewerte, droht seinen eigenen Leuten mit Koalitionsbruch, falls sie der Abschaffung des Mehrheitswahlrechts und der Wiedereinführung der Verhältniswahl nicht zustimmen. Die Opposition wiederum bringt Begriffe wie "Gesetz der Schande", "Betrug" und "Stimmenklau" in Umlauf. Rechnungen unabhängiger Experten bestätigen den Argwohn der Linken: Die Pläne der Regierung könnten dazu führen, dass das Mitte-Rechts-Lager bei den Wahlen im April selbst bei massiven Stimmenverlusten die Mehrheit der Sitze erhält. Wieder einmal eine "Lex Berlusconi", ein Gesetz maßgeschneidert für die Bedürfnisse des Regierungschefs, meinen Kommentatoren.
"Das ist ein schlechter Dienst an unserem Land", schreibt die Mailänder Zeitung "Corriere della Sera". Zugleich würde "das größte Experiment zur Veränderung der italienischen Politik eine unrühmliches Ende finden". In der Tat steht mehr auf dem Spiel als der Ausgang der nächsten Wahlen. Schließlich wurde die Verhältniswahl erst 1993 durch das Mehrwahlrecht ersetzt, ein historischer Schritt, der damals von einem Referendum besiegelt wurde und der das Ende der italienischen "Schmiergeldrepublik" markiert.
Zuvor hatten das Verhältniswahrecht samt Splitterparteien über 40 Jahre lang dazu beigetragen, dass italienische Regierungen in aller Regel nicht länger dauerten als eine Schwangerschaft, zugleich aber stets die Christdemokraten und ihre Verbündeten und Mini-Parteien an der Macht blieben. Korruption, Vetternwirtschaft und Schlendrian waren die Folge - "italienische Verhältnisse" eben. Jetzt fürchten viele, dass das Land wieder in die alten Pfade abrutscht. Giulio Andreotti, 86 Jahre alt, früher sieben Mal Ministerpräsident und Symbolfigur der "ersten Republik", scheint schon zu frohlocken: "Jahrzehnte lang sind wir doch gut gefahren mit der Verhältniswahl."
Quelle: Kurier
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Geändert am 12. Oktober 2005 um 21:04 Dienstag, 11. Oktober 2005
Große Manet-Ausstellung in Rom
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Manets Olympia.
Eine umfangreiche Ausstellung mit Werken des französischen Malers Edouard Manet (1832-1883) ist im "Complesso del Vittoriano" in Rom eröffnet worden. Die 150 Ölgemälde, Zeichnungen und Fotografien zeichnen den gesamten Lebensweg des Vorreiters der Impressionisten nach.
Besonderes Augenmerk legt die Werkschau auf die frühen Jahre der Reisen in europäische Metropolen. Bei Aufenthalten in Italien und Spanien ließ Manet sich stark von der klassischen Malerei beider Länder beeinflussen. Die Ausstellung ist bis zum 5. Februar zu sehen.
"Manet ist bis heute einer der unbekanntesten bekanntesten Maler", meinten die Kuratoren der Ausstellung. "Der Künstler ist mehr als nur Maler, er ist Traditionalist und zugleich Wegbereiter. Er ist Synonym für den Ausbruch aus der steifen akademischen Enge und für den Aufbruch in eine neue künstlerische Freiheit. Denn als einer der ersten ließ Manet ab von der Suche des Malers nach dem Seinsgrund und machte sich daran, den farbigen Abglanz des Lebens wiederzugeben, den schönen Schein im Wechsel des Lichts", so die Kuratoren.
Quelle: Kleine Zeitung
Vor dem Besuch der Manet-Ausstellung sollte man sich rechtzzeitig um eine Unterkunft bemühen. In Rom gibt es zahlreiche private Zimmer, Pensionen oder auch die eine oder andere Ferienwohnung. Infos: romehome oder romabed.
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Geändert am 11. Oktober 2005 um 18:00 Montag, 10. Oktober 2005
Zwei Österreicher in
Kunstkrimi verwickelt

Eine groß
angelegte Aktion der italienischen und österreichischen Polizei, die
zur Beschlagnahme von rund 600 italienischen Exponaten aus der
Etruskerzeit in Linz geführt hat, weitet sich aus. Laut römischen
Carabinieri, die die Operation mit oberösterreichischen Polizeikräften
und dem Bundeskriminalamt durchgeführt haben, gerieten zwei
Oberösterreicher in den Sog der Ermittlungen.
Der Linzer Pensionist Rupert Aichmeir soll in Italien illegal archäologische Güter erworben und nach Oberösterreich gebracht haben. Mit den Funden soll der Archäologieexperte veritable "Geheim-Museen" aufgebaut haben. Ihm wurde vorgeworfen, regelmäßig in Italien illegal archäologische Güter erworben und nach Oberösterreich gebracht zu haben Insgesamt handelt es sich um 580 Stücke - vornehmlich um Vasen aus Ton. Deren Wert dürfte in die Millionen gehen.
Der renommierte Experte für etruskische Kultur und ausgebildete Keramiker bekräftigte am Freitag seine Schuldlosigkeit, gegen ihn wurde seitens des Linzer Landesgerichts das Verfahren eingestellt. "Wenn ich die Exponate gestohlen hätte, wäre ich doch nicht so dumm gewesen, sie öffentlich auszustellen und Vorträge - sogar mit Videoaufnahmen - über meine Tätigkeit in Italien zu halten", betonte Aichmeir. Die Kunstschätze habe er teilweise von Flohmärkten erworben.
Bei dem zweiten Verdächtigen soll es sich laut italienischer Exekutive um einen Mitarbeiter des 84-jährigen Privatgelehrten handeln. Die Funde stammen mehrheitlich aus der nördlich von Rom am Tiber gelegenen Ausgrabungsstätte von Crustumerium.
Die archäologische Stätte wird seit über 15 Jahren geplündert, tausende Gräber wurden zerstört, berichtete "Il Messaggero".
Fünf Römer festgenommen
Im Sog der im Oktober 2004 aufgenommenen Ermittlungen wurden fünf Römer festgenommen. Weitere 34 Personen wurden angezeigt. Dutzende von Hausdurchsuchungen wurden im Laufe der Aktion durchgeführt. Den Festgenommenen wird unter anderem vorgeworfen, eine kriminelle Organisation aufgebaut zu haben, die auf illegale Ausgrabungen und den verbotenen Export archäologischer Funde spezialisiert war. Ihnen drohen Strafen bis zu sieben Jahren Haft.
In Oberösterreich lokalisierte die Polizei bereits weitere 3.000 Funde, berichtete der Carabinieri-Kommandant. Sie befinden sich demnach in der Gegend von Linz. Die italienische Polizei will für ihre Rückkehr nach Rom sorgen. Die oberösterreichische Exekutive bestätigte das zunächst nicht.
Die Stadt Crustumerium wurde im fünften Jahrhundert vor Christus von den Römern erobert. Die Nekropole war in den siebziger Jahren entdeckt worden. In den vergangenen Jahren ist Crustumerium zu einem "Jagdrevier" von Organisierten Kriminellen geworden, die mit gestohlenen archäologischen Funden sich eine goldene Nase verdienten.
Quelle: Kronen-Zeitung
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Geändert am 10. Oktober 2005 um 20:56 Sonntag, 9. Oktober 2005
Tausende Deutsche bei
Seligsprechung von Galens

Zur Seligsprechung von Kardinal Clemens August Graf von Galen (1878 -
1946) werden am Sonntag im Petersdom in Rom Tausende deutsche Pilger
erwartet. Papst Benedikt XVI. wird an dem um 9.30 Uhr beginnenden
Gottesdienst teilnehmen. Die Leitung der Seligsprechungszeremonie
übernimmt der Kurienkardinal Jose Saraiva Martins.
Galen war von 1933 bis 1946 Bischof von Münster und gilt als einer der
wenigen deutschen Kirchenführer, die es offen wagten, gegen das
nationalsozialistische Unrechtsregime Stellung zu beziehen. Aufsehen
erregten seine Predigten gegen Euthanasie und Nazi-Terror. Einen Monat
vor seinem Tod am 22. März 1946 ernannte ihn Papst Pius XII. zum
Kardinal. Das nun abgeschlossene Seligsprechungsverfahren wurde bereits
1956 eingeleitet. Im Vorfeld der Feierlichkeiten würdigte der
Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Kardinal Karl Lehmann Galen
als christliches Vorbild. Sein Einsatz für das Lebensrecht aller
Menschen machten ihn zu einem "außerordentlich zukunftsweisenden
Bischof", so Lehmann. Ähnlich äußerte sich der Nachfolger von Galens
auf dem Münsteraner Bischofsstuhl, Reinhard Lettman. Der Kardinal habe
"unerschrocken und profiliert" christliche Positionen vertreten.
Lettmann wird zu Beginn der Seligsprechungsfeier im Vatikan einen
Kurzüberblick über das Wirken des neuen Seligen zeichnen. Allein aus
dem Heimatbistum Galens werden mehr als viertausend Pilger in Rom
erwartet. Weitere deutsche Bischöfe, Vertreter der Länder
Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sowie der Stadt Münster haben ihr
Kommen zugesagt. Den Auftakt der Feiern bilden ab Freitag Konzerte und
eine Vigilfeier in Rom. Die Messfeier am Sonntag überträgt das WDR-
Fernsehen live. Überraschend kündigte der Vatikan in dieser Woche an,
dass auch Papst Benedikt XVI. an den Feiern teilnehmen wird.
Zuvor hatte der Vatikan neue Normen für Seligsprechungen erlassen.
Demnach leitet der Papst nur Heiligsprechungen. Seligsprechungen sollen
künftig vor allem in den jeweiligen Diözesen gefeiert werden. Sie
können auf Antrag des zuständigen Bischofs aber auch nach Rom verlegt
werden. Der Termin für die Seligsprechung von Galens war bereits vor
den Neuregelungen vereinbart worden.
Quelle: Die Tagespost
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Das Stadion des Domitian:
Heute Piazza Navona

Eines der wichtigsten Beispiele der urbanistischen Kontinuität in Rom von der antiken zur modernen Stadt ist die Piazza Navona: ihre langgezogene rechteckige Form mit einer Kurve, an einer der kürzeren Seiten, folgt in ihrem Grundriss dem genauen Rennbahnverlauf des Stadions des Domitian.
Das Gebäude wurde um 56 nach Christus gebaut, um die griechischen Wettkämpfe zu beherbergen. Es war 275 Meter lang und mehr als 10 Meter breit. Die Cavea besaß zwei übereinanderliegende Sektoren von Sitzreihen und konnte bis zu 30.000 Zuschauer aufnehmen. In der Mitte der Längsseiten befanden sich die beiden Haupteingänge.
Die Statue des Pasquino, die heute an der Ecke des Palazzo Braschi auf der Piazza Pasquino steht, muss ebenfalis eine der Skulpturen, der üppigen Dekoration gewesen sein. Der Obelisk, der 1651 von Gian Lorenzo Bernini in der Mitte der Piazza Navona aufgestellt wurde - auf dem Brunnen Fontana dei Fiumi, den er selbst entworfen hatte - stammt hingegen aus dem Circus des Maxentius an der Via Appia, obwohl er vermutlich noch früher Teil eines anderen Monuments gewesen sein muss.
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Geändert am 11. Oktober 2005 um 17:56 Freitag, 7. Oktober 2005
Mordprozess um
"Bankier Gottes" eröffnet

Roberto Calvi, der "Bankier Gottes", wird 1981 einem Mailänder Richter vorgeführt.
Vor 23 Jahren wurde der italienische Bankier Calvi an einer Brücke in London erhängt aufgefunden: Selbstmord, hieß es damals. Doch nur wenige glaubten an diese Version. Nun hat in Rom der Prozess um den mysteriösen Tod des "Bankiers Gottes" begonnen. Angeklagt ist unter anderen Mafia-Boss Pippo Calo wegen Mordes.
Eines der dunkelsten Kapitel der italienischen Kriminalgeschichte soll ans Licht gebracht werden: 23 Jahre nach dem mysteriösen Tod des italienischen Bankiers Roberto Calvi ("der Bankier Gottes") unter einer Themsebrücke in London hat gestern in Rom ein Aufsehen erregender Mordprozess begonnen. Angeklagt sind der so genannte Kassierer der Mafia, Pippo Calo, sowie vier Beschuldigte, darunter der Bodyguard des Toten, ein italienischer Geschäftsmann und seine Ex-Freundin aus Österreich.
Als Hintergrund des Verbrechens vermutet die Staatsanwaltschaft Geldwäscheaktivitäten der Mafia. Immer wieder war von düsteren Machenschaften der berüchtigten Geheimloge P2 samt Verstrickungen von Politik und Kirche die Rede. "Wenn mir etwas zustößt, muss der Papst zurücktreten", soll Calvi kurz vor seinem Tod gesagt haben.
Calvi, der wegen seiner Kontakte zur Vatikanbank den Beinamen "Bankier Gottes" erhielt, hatte das Mailänder Geldinstitut Banco Ambrosiano in den Ruin geführt. 1982 wurde er erhängt in London entdeckt, seine Taschen sollen mit Geldscheinen und Dokumenten voll gestopft gewesen sein. Zunächst stocherten die Fahnder im Nebel, immer wieder gab es Zweifel an einer Selbstmordthese, erst eine Exhumierung der Leiche brachte neue Ermittlungen ins Rollen.
Die Justiz vermutet, Calvi habe zu viel von schmutzigen Geschäften der Banco Ambrosiano und der Vatikanbank IOR (Istituto per le Opere di Religione) gewusst. "Calvi sollte für immer der Mund geschlossen werden, weil er alle Geheimnisse der Geldwäsche der Mafia durch die Banco Ambrosiano und die Vatikanbank wusste", berichtete die Zeitung "La Repubblica". Die Mafia habe befürchtet, der wegen der Bankpleite bereits in Bedrängnis geratene Calvi könnte "plaudern". Auch das Geldinstitut des Vatikans soll damals am Rand des Ruins gestanden haben. Als pikantes Detail galt seinerzeit auch der Name der Themsebrücke, unter der man die Leiche fand: Blackfriars Bridge, "Brücke der schwarzen Klosterbrüder".
Ob das dunkle Kapitel jemals erhellt wird, gilt als fraglich. Der Prozess wurde kurz nach Beginn erst einmal vertagt, lediglich der angeklagte Geschäftsmann erschien vor Gericht, "Mafia-Kassierer" Calo war per Video aus seiner Gefängniszelle zugeschaltet. Die Angeklagten weisen jede Schuld von sich. "Ich bin überzeugt, dass Calvi Selbstmord begangen hat. Er hatte viele Gründe dazu", sagte der beschuldigte Geschäftsmann. Auf alle Fälle steht ein Mammutverfahren an, 117 Zeugen sind geladen, zwei Jahre Prozessdauer sind geplant.
Quelle: Kölnische Rundschau
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Geändert am 7. Oktober 2005 um 17:16 Donnerstag, 6. Oktober 2005
Alitalia erhält Rettungsring aus Rom

Die italienische Regierung greift den angeschlagenen Fluggesellschaften unter die Arme. Mit 120 Millionen Euro sollen die stark gestiegenen Treibstoffpreise ausgeglichen werden.
30 Prozent des Geldes werden der hoch verschuldeten Fluggesellschaft Alitalia zu Gute kommen, beschloss die Regierung am Mittwoch. Alitalia verfügt nur noch für 100 Tage über liquide Mittel. Sollte bis dahin die geplante Kapitalaufstockung von 1,2 Milliarden Euro nicht in die Wege geleitet werden, droht der Konkurs.
EU-Kommission muss überprüfen
Die Wettbewerbsregeln der EU verbieten es den Mitgliedsländern, angeschlagene Fluggesellschaften mit Subventionen vor der Pleite zu bewahren. Jedes Hilfspaket der italienischen Regierung muss daher von der EU-Kommission überprüft werden.
Die einzige Rettung für Alitalia ist die Kapitalaufstockung. Doch wegen der düsteren finanziellen Lage der Gesellschaft weigern sich die Deutsche Bank und die Banca Intesa, die Transaktion zu garantieren. Sie ist aber nötig, damit der Staat noch in diesem Jahr seine Mehrheitsbeteiligung bei der Fluggesellschaft abgibt.
Die Regierung, die mit einem 62-Prozent-Anteil noch Mehrheitsaktionär der Alitalia ist, zeigt sich besorgt. Der italienische Wirtschaftsminister Giulio Tremonti plant noch diese Woche ein Treffen mit den Chefs der beiden Banken. Er will sie überreden, die Kapitalaufstockung durchzuziehen.
Quelle: Basler Zeitung
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Die Basilika des Maxentius

Dort, wo sich früher die Horrca Piperatana, die Gewürz- und Pfefferlager befanden, wurde zu Beginn des 4. Jahrhunderts mit dem Bau der riesige Basilika des Maxentius begonnen, die von seinem Rivalen Konstantin nach seinem Sieg fertiggestellt und gegen Ende des Jahrhunderts restauriert wurde.
Bei den Restaurationsarbeiten wurde die Orientierung der Kirche radikal verändert. Sie besitzt eine Grundfläche von 6500 Quadratmeter und ist in drei Schiffe aufgeteilt, von denen das Hauptschiff größer ausfällt. Das Gewölbe des Hauptschiffes besteht aus drei riesigen Kreuzgewölben und stützte sich auf acht Säulen von 14,5 Meter Höhe. Die letzte noch verbliebene Säule, wurde 1613 auf Anordnung von Papst Paul V, auf der Piazza di Santa Maria Maggiore aufgestellt, wo sie sich noch heute befindet.
In der Apsis auf der Westseite befand sich eine Kolossalstatue, die zu Ehren des Maxentius errichtet wurde und nach dessen Tod mit den Gesichtszügen des Konstantins versehen wurde. Es handelte sich hierbei um einen Akrolithos, d.h. um eine Statue mit Kopf Armen und Beinen aus Marmor und dem restlichen Körper aus einem weniger kostbaren Material, hier - vermutlich aus vergoldeter Bronze. Die Statue, die 1487 gefunden wurde, befindet sich heute in den Kapitolinischen Museen.
Die Basilika war einer der letzten Großbauten des antiken Roms, der noch die einstige Größe des Reichs und seiner Architekten veranschaulicht.
Quelle: Römer-Online
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Geändert am 6. Oktober 2005 um 17:24 Dienstag, 4. Oktober 2005
Terror-Anschläge: Rom
simuliert den Ernstfall

Mit einer großangelegten Anti-Terror-Übung haben die Behörden in Rom die Reaktion auf eine mögliche Anschlagsserie geprobt. Das Szenario: Ein Selbstmordanschlag vor dem Kolosseum, eine Bombe in der U-Bahn und ein Attentat auf einen Bus.
Die großangelegte Anti-Terror-Übung brachte den Verkehr in der italienischen Hauptstadt stundenlang zum Erliegen. Sie begann am Vormittag bei strömendem Regen mit einem simulierten Selbstmordattentat vor dem Kolosseum, einer der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt. Wenige Minuten später explodierte eine "Bombe" in einem Zug am U-Bahnhof Repubblica. Kurz darauf wurde ein "Attentat" auf einen Bus verübt, der sich auf dem Weg zum Petersplatz befand.
Die simulierte Bilanz: fünf Tote und 37 Verletzte. Nach den Anschlägen waren die Sicherheitskräfte innerhalb weniger Minuten vor Ort. Behördenvertreter zeigten sich insgesamt zufrieden mit dem Verlauf des Manövers, sahen jedoch auch Verbesserungsbedarf.
Auf der Piazza Navona, dem Ort des dritten simulierten Anschlags, versammelten sich Dutzende Pazifisten und forderten den Abzug der italienischen Truppen aus dem Irak. Die Demonstranten warfen Rauchbomben und verzögerten damit den Fortgang der Übung.
Italien beteiligt sich mit rund 3000 Soldaten am Irak-Einsatz. Bereits mehrmals drohte das Terrornetzwerk al-Qaida dem Land mit Anschlägen, sollten die Truppen nicht abgezogen werden.
Vor allem seit den Anschlägen in London im Juli wächst die Angst in Italien, ein ähnliches Blutbad könnte sich auch in einer Metropole des südeuropäischen Landes ereignen. Vor zehn Tagen hatte in Mailand eine ähnliche Übung stattgefunden.
Quelle: Spiegel-Online
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Montag, 3. Oktober 2005
Papst eröffnet Bischofssynode

Papst Benedikt XVI. hat am Sonntag die 11. ordentliche Bischofssynode im Petersdom in Rom eröffnet. In seiner Predigt vor 250 Bischöfen aus aller Welt beklagte der Papst, der christliche Glaube werde zunehmend aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen. "Toleranz, die Gott sozusagen als private Meinung zulässt, ihm aber die Öffentlichkeit verweigert, ist keine Toleranz sondern Heuchelei", sagte das Oberhaupt von rund einer Milliarde Katholiken.
Wenn der Mensch sich zum einzigen Herrn der Welt erhebe, könne es keine Gerechtigkeit geben, sondern nur Willkür, so der Papst.
Eucharistie im Mittelpunkt
Die Bischofssynode tagt bis 23. Oktober im Vatikan. Im Mittelpunkt steht das Thema Eucharistie als Zentrum des Glaubens. Unter den Teilnehmern sind auch 26 Beobachter, darunter elf Frauen. Papst Johannes Paul II. hatte die Versammlung der katholischen Bischöfe, die die einzelnen Teile der Weltkirche in Rom vertreten, bereits im vergangenen Jahr angekündigt. Benedikt XVI. verkürzte nach seinem Amtsantritt im vergangenen April die Tagungszeit um eine Woche.
Im Vorfeld der Synode hatte der Vatikan auch mit Peking über eine Teilnahme von drei chinesischen Bischöfen verhandelt, die der Untergrundkirche oder der staatlich anerkannten "Patriotischen Vereinigung" in der Volksrepublik China angehören. Die offizielle Kirche hatte die Einladung zurückgewiesen. Nur der taiwanesische Bischof Lin Chi-Nan nimmt an der Bischofsversammlung im Vatikan teil.
Papst
Paul VI. gründete 1965 die Bischofssynoden als beratendes Organ des
Kirchenoberhaupts für die Zeit zwischen den Konzilien, den
Vollversammlungen aller katholischen Bischöfe. In der Vergangenheit
beschlossen die Synoden unter anderem die Herausgabe des
Weltkatechismus und des Handbuchs der Soziallehre der katholischen
Kirche.
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