
Bis zu drei Euro sollen Touristen künftig zahlen.
Vorerst ist es nur einer von vielen Vorschlägen einer Kommission, den klammen Finanzen der Stadt Rom aufzuhelfen. Rom-Touristen sollen künftig eine "Kunst-Taxe" zwischen einem und drei Euro pro Nacht bezahlen.
Die Gäste in billigen Pensionen und preiswerten Häusern von Ordensschwestern, bei denen es damit um spürbare Prozente geht, ebenso wie die Vermögenden in teuren Luxushotels, wo es fast nur Promille wären. Bei zwanzig Millionen Übernachtungsgästen im Jahr eine nicht zu verachtende Summe.
Die "Hochkommission für den Steuer-Föderalismus", die Möglichkeiten der "subsidiären" Finanzierung erkundet, sieht darin einen Weg, wie es heißt, "die hohen Ausgaben für die Erhaltung der Kunstzierden des historischen Zentrums, der Parks und aller archäologischen und architektonischen Monumente der Ewigen Stadt" zu bezahlen.
Ganz einfach erscheint es also, die Kosten abzuwälzen auf jene, die ohnehin nach Rom kommen. Noch überzeugender ist es, einen Schrei der Empörung und des kompromißlosen Protestes auszustoßen.
Der Unsitte der "Kurtaxe", die, wie die Erfinder dieser Kunst-Taxe nicht zu erwähnen versäumen, in Frankreich und Deutschland praktiziert wird und auf die der römische Finanz-Assessore Causi mit begehrlichen Augen schaut, muß in Rom konsequent gewehrt werden.
Es sollte auch zu denken geben, daß die ohnehin im Vergleich mit anderen Ländern hohen Übernachtungskosten in Rom schon Ausweichbewegungen der gebeutelten Touristen hervorriefen. Während in der Stadt Rom im August dieses Jahres die Übernachtungen im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres um mehr als zwölf Prozent stiegen, nahmen sie in der Umgebung um mehr als 56 Prozent zu.
Quelle: FAZ
Apropos Übernachtung: Ganz in der Nähe der Sehenswürdigkeiten gibt es zahlreiche private Zimmer, Pensionen oder auch die eine oder andere Ferienwohnung. Infos: romehome oder romabed.
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