Einträge "September 2005":

Freitag, 30. September 2005

Das Caesarforum



Das Caesarforum wurde von Caesar 54 bis 46 v. Chr. als erstes der Kaiserforen gebaut

Geht man die Via di Salare Vecchia entlang, so kommt man zum Caesarforum (Forum Iulium), dass nur von außen einsehbar ist. Es liegt (durch die Bautätigkeit der Jahrhunderte) etwas unterhalb des heutigen Straßenniveaus.

Betrachtet man die Ruinen wirken sie besonders unaufgeräumt. Dasi ist bei Ruinen zugegebener Maßen häufiger der Fall. Aber hier fiel es mir besonders auf. Viele der verbliebenen Bruchstücke liegen kreuz und quer auf dem Boden verteilt.

Weitere und ausführlichere Informationen über das Caesarforum gibt's bei Ombelico. Dort warten auch sonst zahlreiche Tipps über Rom und Italien.

Ganz in der Nähe der Sehenswürdigkeiten  von Rom gibt es zahlreiche private Zimmer, Pensionen oder auch die eine oder andere Ferienwohnung. Infos: romehome oder romabed.



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Geändert am 28. November 2005 um 16:56
Donnerstag, 29. September 2005

Ganz Italien für 19 Euro



Die Ferrovie dello Stato macht Italienfans im Oktober zum Schnäppchenpreis mobil: Für 19 Euro können Zugreisende den ganzen Tag zwischen Südtirol und Sizilien unterwegs sein.

Die italienische Staatsbahn führt die Sonderaktion im Oktober durch. Verkauft werden die Fahrkarten für 19 Euro aber nicht am Schalter, sondern im Supermarkt. Das Ticket kann am Tag seiner Gültigkeit für beliebig viele Fahrten in der zweiten Klasse genutzt werden, wie die italienische Bahn am Mittwoch mitteilte. Ausgenommen von dem Angebot sind Eurostar- und Nachtzüge, für die Reservierungen notwendig sind.

Quelle: Spiegel-Online



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Der Tempel der Vesta und
das Haus der Vestalinnen


Das Haus der Vestallinen.

Der runde Vestatempel wurde der Überlieferung zufolge von Numa errichtet, der hier das Palladium (Statue der Minerva) aufstellte, sowie andere von Äneas nach Italien gebrachte Kultgegenstände, von deren Erhaltung die Sicherheit der Stadt abhing.

Mit dem Kult der Vesta, der Göttin des Herdes, waren sechs weibliche Priester von aristokratischem Rang beauftragt, die schon im Alter von sechs his zehn Jahren ausgewählt wurden. Dreißig Jahre standen die Mädchen im Dienste der Göttin und solange mussten sie auch Jungfrauen bleiben. Die Priesterinnen genossen viele Privilegien, obwohl sie bei Übertretung das Schicksal erleideten, lebendig auf dem Verbrecherfriedhof begraben zu werden, weil das Blut einer Vestalin nicht vergossen werden durfte. Am Ende ihrer Dienstzeit hatten die Vestalinnen die Möglichkeit zu heiraten, was aber viele aus der Überzeugung, dass das Unglück bringe, nicht taten.

Haus der Vestalinnen

Zu ihren Aufgaben gehörte auch die Aufbewahrung von Testamenten. Das heilige Feuer brannte im Rundtempel, der deswegen noch öfter als andere Gebäude Bränden zum Opfer fiel. Hinter dem Rundtempel ist noch der idyllische Innenhof mit dem Wasserbecken und den Staturen einiger Vestalinnen zu sehen, außerdem die Zellen, in denen sie wohnten. Die letzte Vestalin verließ 394 nach dem Verbot der nichtchristlichen Kulte das Atrium Vestae.

Dieser Rundtempel, wurde nach starken Zerstörungen 191 n. Chr. durch die Initiative von Julia Domna, der Gattin des Septimius Severus, so wiederaufgebaut, wie wir ihn noch heute sehen. Daneben errichtete man das Haus der Priesterinnen, das um einen Innenhof mit Portikus gebaut wurde, auf dessen Mitte Teiche und Brunnen standen. Hier müssen auch die zahlreichen Statue der Vestalinnen gestanden haben, die im Laufe der Ausgrabungsarbeiten ans Licht kamen. Die Vestalinnen wohnten in komfortablen Räumen im oberen Stockwerk des Hauses, das sogar mit Heizöfen und zahlreichen geheizten Badezimmern ausgestattet war.

Die Regia war der Überlieferung nach das Haus des Nurna Pompilius und danach der Sitz des Pontifex Maximus, des obersten Priesters. Es war ein uraltes Gebäude, in dem unter anderem die heiligen Schilde sowie die Kalender und Annalen der Stadt aufbewahrt wurden.

Quelle: Die Römer Online

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Geändert am 29. September 2005 um 21:06
Mittwoch, 28. September 2005

Papst empfängt
Kirchenkritiker Küng


Hans Küng.

Die erste große Überraschung im Pontifikat von Benedikt XVI.: Der Papst ist während einer Audienz mit dem Kirchenkritiker Hans Küng zusammengetroffen. Dem Theologen war 1979 von Benedikts Vorgänger Johannes Paul II. die Lehrerlaubnis entzogen worden.

Das Treffen habe bereits am Samstag stattgefunden, sagte Vatikansprecher Joaquin Navarro-Valls. Das Oberhaupt der katholischen Kirche und Küng hätten eine "freundschaftliche" theologische Diskussion geführt, sagte Navarro-Valls. Der Schweizer Kirchenkritiker, der in Tübingen lebt und dort lange Jahre an der Universität gelehrt hatte, hatte sich im April enttäuscht über die Wahl des früheren Kardinals Joseph Ratzinger zum Papst geäußert.


Die beiden Theologen kennen sich bereits aus der Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965). "Beide Seiten waren sich einig, dass es nicht sinnvoll sei, im Rahmen dieser Begegnung in einen Disput über die Lehrfragen einzutreten, die zwischen Hans Küng und dem Lehramt der katholischen Kirche bestehen", so Navarro-Valls.

Der 77 Jahre alte Küng sagte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP, er sei sicher, dass das Treffen in der katholischen Welt als ein hoffnungsvolles Zeichen gesehen werde. Denn es zeige, dass Benedikt mehr positive Absichten habe als manche zu Beginn seines Pontifikats erwartet hätten. Das Gespräch sei ermunternd, sehr konstruktiv und sogar freundlich verlaufen. Es sei ein Schritt nach vorn, doch von Versöhnung wolle er nicht sprechen. Es sei vielmehr ein Zeichen gegenseitigen Respekts.

Er kenne den früheren Kardinal Joseph Ratzinger seit den gemeinsamen Zeiten an der Universität Tübingen, sagte Küng der Nachrichtenagentur. Dort hätten sie drei Jahre lang täglich zusammengearbeitet, bis sich ihre Wege getrennt hätten. Einige Wochen nach Ratzingers Wahl zum Papst, über die er sich öffentlich enttäuscht äußerte, habe er ihm einen Brief geschrieben und um ein ernsthaftes Gespräch gebeten. Er sei sehr froh, dass es zu dem Treffen gekommen sei. Es sei klar gewesen, dass die strittigen Punkte ausgeklammert seien.

Er habe den heutigen Papst nach der großen Kontroverse der Jahre 1979 und 1980 nur noch einmal gesehen, und zwar in Bayern im Jahr 1983, sagte Küng weiter. Damals sei die Lage noch sehr angespannt gewesen. Nunmehr habe er den Eindruck gehabt, die gleiche Person wie in den glücklichen Tübinger Jahren wiedergetroffen zu haben.

Ende der Eiszeit?

Das Gespräch habe sich auf Küngs Bemühungen um ein "Weltethos" konzentriert, hieß es im Vatikan. Weiteres Thema sei der Dialog zwischen Naturwissenschaften und Glaubens gewesen. Küng habe gesagt, bei seinem Projekt "Weltethos" gehe es nicht um eine abstrakte intellektuelle Konstruktion, sondern um gemeinsame moralische Werte der großen Weltreligionen. Der Papst habe das Bemühen gewürdigt. "Der Einsatz für ein erneuertes Bewusstsein der das menschliche Leben tragenden Werte" sei auch "ein wesentliches Anliegen seines Pontifikates", fügte der deutsche Papst hinzu.

Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche lobte auch das Bemühen Küngs, "die Gottesfrage dem naturwissenschaftlichen Denken gegenüber in ihrer Vernünftigkeit und Notwendigkeit zur Geltung zu bringen".

Das Treffen könnte das Ende einer jahrzehntelangen Eiszeit zwischen Küng und der katholischen Kirche sein: Nach einem bereits jahrelang schwelenden Streit mit dem Vatikan veröffentlichte Küng 1970 "Unfehlbar? Eine Anfrage". In dem Essay übte der Theologe heftige Kritik am Unfehlbarkeitsdogma. Später attackierte er römischen Zentralismus etwa bei Bischofsernennungen weitgehend über den Willen der Ortskirchen hinweg.


Vermittlungsversuche des Münchner Erzbischofs Kardinal Julius Döpfner sowie der beiden Professorenkollegen Karl Lehmann und Walter Kasper (beide heute Kardinäle) blieben jedoch erfolglos. 1979 entschied sich Papst Johannes Paul II. schließlich zur Strafe und entzog Küng die Lehrerlaubnis.

Küngs Popularität beruht nicht nur auf seinen wissenschaftlichen Leistungen. Wie kaum kein anderer Theologe versteht er es, in seinen Werken brennende theologische Fragen und Probleme seiner Zeit aufzugreifen und damit auch Menschen außerhalb der Kirche anzusprechen.

Küng ist stets ein Vorkämpfer für die Erneuerung der katholischen Kirche gewesen, er setzte sich für den Dialog der Religionen ein, außerdem für ein Umdenken bei der Sterbehilfe, und er befürwortete den Verbleib der katholischen Kirche in der staatlichen Schwangeren-Konfliktberatung.

Forderung nach innerkirchlicher Erneuerung

Geboren wurde Küng 1928 in Sursee im Schweizer Kanton Luzern als erstes von sieben Kindern eines Schuhhändlers. Nach dem Abitur studierte er an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom zunächst Philosophie und dann Theologie. Später wechselte er nach Paris und schrieb dort 1957 seine Doktorarbeit. Nach zwei Jahren als Seelsorger in der Schweiz ging Küng nach Deutschland, wo er schließlich Professor wurde. Von 1960 bis zum Entzug der Lehrerlaubnis unterrichtete er an der katholischen Fakultät der Universität Tübingen erst Fundamentaltheologie, dann Dogmatik und ökumenische Theologie.

Seine Versuche, einen ökumenischen Konsens zwischen den großen Kirchen zu finden, brachten Küng immer wieder in Konflikt mit der Amtskirche. Seine Anfang der sechziger Jahre erhobene Forderung nach einer innerkirchlichen Erneuerung, die alle Proteste der evangelischen Kirche - sofern gerechtfertigt - gegenstandslos machen würde, stieß auf heftige Kritik.

Ironie des Schicksals war, dass Küng nach dem Entzug der "Missio Canonica" wesentlich unbefangener forschen und schreiben konnte als zuvor: Da sein Status als Professor und Beamter auf Lebenszeit von dem Schritt des Vatikans unberührt blieb, wurde Küngs Lehrstuhl einfach aus der Katholisch-Theologischen Fakultät ausgegliedert.

Damit gab es erstmals in der deutschen Universitätsgeschichte einen Lehrstuhl für christliche Theologie, der rechtlich keiner Kirche zugeordnet war.


Quelle: Spiegel Online



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Geändert am 28. September 2005 um 03:41
Montag, 26. September 2005

Rom verhängt Redeverbot für
Notenbankchef Fazio


Antonio Fazio.

Sie kann den Rücktritt von Italiens Notenbankchef Fazio zwar nicht erzwingen, wohl aber den Druck erhöhen: Die Regierung in Rom erteilte Fazio jetzt ein Redeverbot. Beim Weltbanktreffen in Washington sollte ein anderer Italien vertreten.

Anstelle von Fazio habe der neue Wirtschaftsminister Giulio Tremonti den Direktor im Finanzministerium, Ignazio Angeloni, zum Leiter der italienischen Delegation in Washington berufen, sagten Vertreter der italienischen Regierung in Rom und Washington. Fazio sei daraufhin aus Washington abgereist. Der Notenbank-Präsident sei bereits wieder in Italien, hieß es am Flughafen Ciampino in Rom. Bei der Banca d'Italia war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Fazio habe seine Entscheidung zur Abreise nach einem Anruf Tremontis getroffen, hieß es in italienischen Delegationskreisen in Washington. Eigentlich hatte der Notenbankchef vor dem Entwicklungsausschuss der Weltbank sprechen wollen. Tremonti hatte, wie schon zuvor auch Ministerpräsident Silvio Berlusconi den Rücktritt Fazios gefordert. Dem Notenbankchef wird vorgeworfen, sich in einer grenzüberschreitenden Übernahmeschlacht im Bankensektor parteiisch verhalten zu haben. Deshalb ermittelt die Staatsanwalt in Rom unter anderem gegen ihn. Fazio hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Erst am Donnerstag war Tremontis Amtsvorgänger Domenico Siniscalco zurückgetreten, weil er Fazio nicht zum Rücktritt bewegen konnte. Fazio ist seit 1993 Gouverneur der Bank von Italien. Seine Amtszeit ist unbefristet. Zwar versucht die Regierung ihn durch verstärkten Druck zum Rücktritt zu bewegen, sie kann ihn jedoch nicht entlassen. Dies könnte nur der aus 13 Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat der Zentralbank mit einer Mehrheit von zwei Dritteln. Das nächste Treffen des Gremiums soll am Donnerstag stattfinden. Italienischen Medien zufolge ist es jedoch unwahrscheinlich, dass der Aufsichtsrat etwas gegen Fazio unternimmt.

Quelle: Spiegel-Online

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Geändert am 29. September 2005 um 02:03

Das Pantheon



Den Bau des zwischen 27 und 25 v. Chr. errichteten Tempels wurde von dem Schwiegersohn des Augustus, Marcus Vipsanius Agrippa, der sich für die allgemeine Erneuerung des Viertels einsetzte.

Nachdem es ein Brand fast völlig zerstört hatte, ließ es Kaiser Hadrian wieder aufbauen. Dank der Kennzeichnung auf den Ziegelsteinen konnte das Gebäude zwischen 118 und 125 n. Chr. datiert werden. Es wurden viele radikale Veränderungen an dem Gebäude vorgenommen, man änderte die Orientierung der Fassade und setzte ihr die große Kuppel auf; auf dem Archtrav fertigte man die, noch heute zu erkennende Inschrift an, die den Bau Agrippa in seinem dritten Konsulat zuschreibt.

Das Gebäude hat sich im wesentlichen unversehrt erhalten. Im späten Altertum schenkte der byzantintinsche Kaiser Phokas Papst Bonifatius IV. das Monument, der es 609 zur Kirche Santa Maria ad Martyres weihte. Die Fassade zeigt die klassische Stirnseite römischer Tempel mit einem Säulenportikus, den ein dreieckiger Tympanon abschließt, der im Laufe der Jahrhunderte unterschiedlich und widersprüchlich genutzt wurde.

Durch den traditionellen Pronaos gelangt man in den Innenraum, dessen runder Grundriss direkt die Trommel der weltberühmten Kuppel bildet. Geht man durch das große Bronzeportal, das wenn es auch häufig restauriert wurde, vermutlich noch das Original aus römischer Zeit ist, kommt man in den Innenraum des Gebäudes, über dem sich eine riesige Kuppel mit einem Durchmesser von 43,30 m befindet, die als die größte gemauerte Kuppel der Welt gilt.

Das harmonische Aussehen des Bauwerks wird durch die Proportionen bestimmt: die Distanz zwischen Fußboden und dem höchsten Punkt der Kuppel ist genauso groß wie der Durchmesser; so dass sich innen eine exakte Halbkugel bildet. Die Kuppel ist in fünf Reihen von Kassettenfächern eingeteilt, die sich zu einer 8,92 m breiten Öffnung zusammenziehen.

Die Kuppel wurde über einer Holzverschalung aus Mörtel mit Tuffstein in einem Stück gegossen. Sie war in der Antike mit vergoldeten Bronzeziegeln gedeckt. Kaiser Constans II. ließ 663 die Ziegel nach Byzanz schaffen. 735 ersetzte sie Papst Gregor III. durch einen Bleiüberzug. Das Innere der Kuppel, eine raffiniert die Wölbung betonende, perspektivisch getriebene Kassettendecke, wurde ebenfalls seiner Vergoldung beraubt.

Die Bronzeverkleidungen an der Kassettendecke ließ Papst Urban VIII. Barberini abnehmen. Aus ihr wurden 80 Kanonen und der Baldachin des Altars in der Peterskirche gegossen, was zu dem berühmten Pasquill Anlass gab: "Quod non fecerunt barban, fecit Barberini." (Was die Barbaren nicht gemacht haben, machte Barberini)

Der Innenraum erscheint daher als ein einziger erhabener Raum, der ganz auf Rundung angelegt ist, was das helle Licht, das durch das für die römische Architektur ebenfalls charakteristische zentrale Auge einfällt, noch unterstreicht. In dieser Konzeption es blieb seit der Zeit der Römer unverändert.

Unterhalb dieser Öffnung war in der Antike ein Wasserbecken, das eventuellen Regen auffing, heutzutage fehlt unverständlicherweise solch ein Becken und der Regen prasselt direkt auf den Boden.
Die Nischen in den Wänden beherbergten die Götterstatuen: Das Pantheon war in der Tat, der Gesamtheit der zwölf himmlischen Götter geweiht und hat daher auch seinen Namen bekommen: Das lateinische Wort "pantheon" wird aus dem zusammengesetzten griechischen Wort "pan" (alles) und "theós" (Gott) abgeleitet.

Natürlich sind die Götterstatuen, die in den großen Nischen standen, verschwunden und wurden durch den Hauptaltar und die Grabmäler ersetzt, unter denen das des Raffael ins Auge fällt. Im Pantheon befinden sich auch einige Grabmäler der italienischen Könige.

Quelle: Die Römer-Online

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Geändert am 26. September 2005 um 02:48
Sonntag, 25. September 2005

Präsident von Malawi beim Papst


Castel Gandolfo.

Papst Benedikt XVI. empfing gestern, Donnerstag, Präsident Bingu Wa Mutharika von Malawi in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo.

Der Präsident der südostafrikanischen, an Tansania, Mosambik und Sambia angrenzenden Republik kam in Begleitung seiner Frau und mit Gefolge. Details über die Unterredung, die sich in eine Serie von Gesprächen des Heiligen Vaters mit Staats- und Regierungschefs aus aller Welt einfügt, sind nicht bekannt.

Kürzlich riefen die Vereinten Nationen zur Sammlung von 88 Millionen Dollar auf, um damit die große Hungersnot in Malawi zu lindern, von der rund ein Drittel der 12 Millionen Einwohner betroffen sind. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Malawi ist in den vergangenen Jahren, unter anderem auch wegen der Verbreitung der Immunschwäche Aids, auf 37,5 Jahre gesunken. 80 Prozent der Bevölkerung sind Christen.

Quelle: Zenit



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Samstag, 24. September 2005

Der Konstantinbogen

Nach seinem Sieg gegen seinen Rivalen Maxentius - am 28. Oktober 312 - an der Milvischen Brücke, entschied sieh Konstantin seinen Wohnsitz nach Trier zu verlegen. Er kehrte erst drei Jahre später nach Rom zurück, um das zehnjährige Jubiläum seiner Machterhebung zu feiern. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Triumphbogen eingeweiht, den der Senat zu seinen Ehren, entlang des Weges errichtet hatte, der von den Prozessionen der triumphierenden Generäle gegangen wurde, die die Stadt vom Campus Martius bis zum kapitolinischen Jupitertempel durchquerten.

Da für den Bau des riesigen Monuments nur wenig Zeit zur Verfügung gestanden hatte, wurde er mit einer; bis dahin undenkbaren Methode errichtet. Beim Bau des Bogens wurden Teile von älteren Monumenten verwendet, insbesondere durch Plünderung öffentlicher Gebäude aus den Epochen der Kaiser Trajan, Hadrian und Marc Aurel. Konstantinbogen

Die vier Platten aus der Zeit des Trajan schmückten wahrscheinlich ursprünglich den oberen Bereich, d.h. die Attika, der Basilika Ulpia, während die Medaillons aus der Zeit Hadrians vielleicht am Eingang eines Tempels angebracht waren, der dem Antinuus, dem vom Kaiser Hadrian geliebten Jüngling geweiht war. Die Reliefs von Marc Aurel hingegen, waren vermutlich Teil der Dekoration eines Triumphbogens, der zu Ehren seines Siegs über die germanischen Völker errichtet worden war. Um ein einheitliches Resultat zu erhalten, wurden die Gesichter der verschiedenen Kaiser den Gesichtszügen Konstantins angeglichen. Einen derartigen Raubbau an Denkmälern anderer Kaiser hat es vor oder nach Konstantin nicht gegeben, zwar wurden gelegentlich andere Kunstwerke umgearbeitet, doch kaiserliche Monumente galten immer als unantastbar.

Berühmt wurde die Milvische Brücke durch die Schlacht vom 28. Oktober 312, in der Konstantin seinen Mitkaiser Maxentius besiegt. Das Christentum interpretierte diesen Sieg später als Triumph über die anderen römischen Religionen.

Eusebius und Lactantius schmückten die Ereignisse mit der Legende vom Kreuz Christi aus, das Konstantin mit dem Hinweis "hoc signo victor eris" (Unter diesem Zeichen wirst du, Sieger sein - oder - unter diesem Zeichen wirst du siegen) im Traum erschienen sei. Der Legende nach ließ er seine Truppen eine Kreuz auf die Schilde malen und konnte so den Sieg erringen.

Die Tatsache aber dass Konstantin noch zehn Jahre nach der Schlacht beinahe ausschließlich römische Götterdarstellungen auf seine Münzen prägen ließ sowie den Titel Pontifex Maximus und den religiösen Kaiserkult beibehielt, verweisen die Erzählung in das Reich der Fantasie.

Nicht göttlicher Beistand hat Konstantin bei der Schlacht begünstigt, sondern ein strategischer Fehler des Maxentius, der sein Heer mit dem Rücken zum Tiber aufstellte und sich selbst durch Abbrechen der Milvischen Brücke den Rückzug vereitelte. Er und zahllose seiner Soldaten ertranken bei der Flucht. Für Konstantin war dieser Sieg der entscheidende Schritt zur Alleinherrschaft über das römische Reich.

Die künstlerisch wohl bedeutendste Darstellung der Kreuz-Legende stammt von Bernini, sie befindet sich im rechten Pavillon des Portikus der Peterskirche.


Quelle: Die Römer Online

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Geändert am 24. September 2005 um 01:14
Donnerstag, 22. September 2005

Hitzige Debatte um Ehe
ohne Trauschein

Die Worte des Präsidenten der italienischen Bischofskonferenz (CEI), Kardinal Camillo Ruini, der sich gegen die Gleichberechtigung unverheirateter Paare geäußert hat, sorgen für hitzige Debatten in Italien. Der Führer der größten Linkspartei (DS), Piero Fassino, meinte zwar, die Bischöfe hätten das Recht, sich zu dem Thema zu äußern, die Linke habe jedoch das Recht, sich zu den Interessen unverheirateter Paare zu äußern, die ihr Zusammenleben besser regeln wollten.

Während Ruini sein Plädoyer für die Familie hielt, protestierten Homosexuellengruppen gegen die "unnachgiebige Haltung" der Kirche in Fragen der Sexualmoral. Sie warfen dem Vatikan vor, mit seiner Einmischung in das politische Leben Italiens die Verabschiedung eines Gesetzes zu verhindern, das Homosexuellenpaaren die Gleichberechtigung sichern würde.

Der Präsident der Bischofskonferenz kündigte an, die Kirche werde es "kritisch begleiten", wenn Rom gesetzliche Rahmenbedingungen für unverheiratete Paare schaffe, "die über privatrechtliche Abmachungen hinausgehen". Es gehe der Kirche aber nicht darum, unverheiratete Paare - egal ob hetero- oder homosexuell -, an den Pranger zu stellen. Die italienischen Bischöfe forderten die Politik auf, den rechtlichen Schutz von Ehe und Familie weiter zu gewährleisten. Deren Stellung dürfe durch die rechtliche Anerkennung nichtehelicher Lebensgemeinschaften nicht relativiert werden.

Es sei falsch, die verschiedenartigen Lebensformen als gleichwertig zu bezeichnen, meinte Ruini. Es entstünden Probleme, wenn Kinder keinen "wirklichen, dauerhaften Raum des Schutzes und der Geborgenheit" hätten.

Der italienische Oppositionschef Romano Prodi hatte vergangene Woche mit einem ersten Schritt in Richtung Legalisierung von Homo-Partnerschaften für heftige Diskussionen in Italien gesorgt. In einem Brief an die Organisation für die Rechte der italienischen Homosexuellen, Arcigay, hatte Prodi Unterstützung für die Einführung des so genannten "Zivilen Solidaritätspakts" (PACS) signalisiert, der in Frankreich die gemeinsame steuerliche Veranlagung, Gütergemeinschaft und bevorzugte Erbbestimmungen von Paaren vorsieht.

"Der zivile Solidaritätspakt hat in 96 Prozent der Fälle nichts mit dem Problem der Homosexuellen zu tun. Millionen von Menschen, die seit Jahren zusammen leben, gemeinsam Kinder oder Erbschaftsprobleme mit der Wohnung haben, sind am Solidaritätspakt interessiert", verteidigte sich Prodi vor den Angriffen der Kirche. Er habe niemals die Einführung der Ehe unter Homosexuellen sowie deren Adoptionsrecht befürwortet.

Quelle: Standard.at



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Geändert am 22. September 2005 um 16:52
Mittwoch, 21. September 2005

Bald Kurtaxe für Rom-Touristen?


Bis zu drei Euro sollen Touristen künftig zahlen.

Vorerst ist es nur einer von vielen Vorschlägen einer Kommission, den klammen Finanzen der Stadt Rom aufzuhelfen. Rom-Touristen sollen künftig eine "Kunst-Taxe" zwischen einem und drei Euro pro Nacht bezahlen.

Die Gäste in billigen Pensionen und preiswerten Häusern von Ordensschwestern, bei denen es damit um spürbare Prozente geht, ebenso wie die Vermögenden in teuren Luxushotels, wo es fast nur Promille wären. Bei zwanzig Millionen Übernachtungsgästen im Jahr eine nicht zu verachtende Summe.

Die "Hochkommission für den Steuer-Föderalismus", die Möglichkeiten der "subsidiären" Finanzierung erkundet, sieht darin einen Weg, wie es heißt, "die hohen Ausgaben für die Erhaltung der Kunstzierden des historischen Zentrums, der Parks und aller archäologischen und architektonischen Monumente der Ewigen Stadt" zu bezahlen.

Ganz einfach erscheint es also, die Kosten abzuwälzen auf jene, die ohnehin nach Rom kommen. Noch überzeugender ist es, einen Schrei der Empörung und des kompromißlosen Protestes auszustoßen.

Der Unsitte der "Kurtaxe", die, wie die Erfinder dieser Kunst-Taxe nicht zu erwähnen versäumen, in Frankreich und Deutschland praktiziert wird und auf die der römische Finanz-Assessore Causi mit begehrlichen Augen schaut, muß in Rom konsequent gewehrt werden.

Es sollte auch zu denken geben, daß die ohnehin im Vergleich mit anderen Ländern hohen Übernachtungskosten in Rom schon Ausweichbewegungen der gebeutelten Touristen hervorriefen. Während in der Stadt Rom im August dieses Jahres die Übernachtungen im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres um mehr als zwölf Prozent stiegen, nahmen sie in der Umgebung um mehr als 56 Prozent zu.

Quelle: FAZ 

Apropos Übernachtung: Ganz in der Nähe der Sehenswürdigkeiten  gibt es zahlreiche private Zimmer, Pensionen oder auch die eine oder andere Ferienwohnung. Infos: romehome oder romabed.

 



Current mood: Traurig

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Geändert am 7. Oktober 2005 um 23:46
Dienstag, 20. September 2005

Der Titusbogen



Der Titusbogen, der auf der Anhöhe des Velia genannten Hügels auf dem Forum Romanum steht, wurde vermutlich 81 n. Chr. von Kaiser Domitian zum Andenken an den Triumph seines Bruders Titus über die Juden errichtet. Titus hatte 71 n. Chr. einen Aufstand der Juden gegen die römische Herrschaft in einem Feldzug niederschlug, der mit der Eroberung und Zerstörung Jerusalems endete.

Die Widmung, auf der zum Kolosseum gerichteten Seite des Bogens, erlaubt uns die genaue Identifizierung des Monuments, von dem wir aus antiken Schriften keinerlei Notiz haben.

Die beiden Reliefs; an den inneren Flanken der Tordurchfahrt zeigen die Glanzpunkte des Triumphes des Titus in überhöhter, symbolträchtiger Art. Realistisch dargestellt sind die erbeuteten Tempelschätze der Juden, darunter die rituellen Trompeten und der siebenarmige Leuchter, die im Zug mitgeführt wurden. Die beiden Tafeln gelten als die wichtigsten Beispiele römischer Reliefkunst.
Den in Rom lebenden Juden war es von der jüdischen Obrigkeit verboten, unter dem Bogen hindurchzugehen, denn sie sollten diese Gotteslästerung nicht anschauen.

Der Titusbogen diente im Mittelalter, wie auch das Kolosseum, als Festung für die Familie Frangipani, die ihn zu einem Turm umbaute.
Erst im 19. Jh. wurde der Bogen von den unschönen An- und Aufbauten befreit. Seine heutige Gestalt, eines der Wahrzeichen Roms, beruht weitgehenden auf Ergänzungen und Rekonstruktionen. Die Reliefs aber sind echt.

Die erwähnten Beutestücke aus dem Tempel von Jerusalem wurden als Weihegaben im Friedenstempel niedergelegt. Dort blieben sie fast 400 Jahre, bis bei der Plünderung der Stadt durch die Vandalen im Jahr 455 auch diese Schätze geraubt wurden.

Quelle: Die Römer-Online

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Geändert am 20. September 2005 um 22:24
Montag, 19. September 2005

"Papamobil" bringt 122.000 Euro



Keine fünf Minuten und da fiel der Hammer: Wer der neue Eigentümer des weißen Ford ist, der früher Papst Johannes Paul II. gehörte, wird nicht verraten. Kein Geheimnis ist, dass der weiße, kantige Straßenkreuzer am Samstag bei der Versteigerung im Auktionshaus Henry's im rheinland-pfälzischen Mutterstadt (Rhein-Pfalz-Kreis) zum Höchstgebot von 122.000 Euro den Besitzer wechselte – nicht so viel, wie das Auktionshaus gehofft hatte. 200.000 Euro waren der Wunsch, denn soviel hatte ein im Frühjahr versteigerter Golf des jetzigen Papstes Benedict XVI. erzielt.

Das Erstgebot für den Ford lag bei 500 Euro und wurde gleich am ersten Tag der Auktion, die Ende Juni begann, überboten. Während zu Beginn viele ihre Gebote abgaben, verringerte sich die Zahl der Interessenten, als der Preis weiter stieg. Gegen Ende blieben nur noch drei bis vier am Ball. Da kein höheres Gebot am Samstag mehr einging, fiel der Hammer bei 122.000 Euro. Neben diesem Preis muss der Käufer, bei dem es sich nach Angaben des Auktionshauses um einen Bewunderer des verstorbenen Pontifex handelt, noch einen 20-prozentigen Zuschlag berappen.

Johannes Paul hatte den Ford im Jahr 1979 während seiner Reise durch die USA geschenkt bekommen. Der Wagen wurde in den Vatikan eingeführt, später übergab der Papst das Fahrzeug der Caritas in Rom mit der Weisung, seinen Wagen zu verkaufen und den Erlös der Kambodscha-Flüchtlingshilfe zur Verfügung zu stellen. Daraufhin ging der Ford an einen römischen Autohändler Marco Berti, der ihn wiederum an einen Kollegen in Bonn verkaufte.

1988 gelang das Auto in den Besitz seines jetzigen Eigentümers und weil dieser Mann bereits Kunde des Mutterstadter Auktionshauses ist, erhielten die Vorderpfälzer die Gelegenheit, diesen nicht alltäglichen Artikel zu versteigern.

Quelle: RheinNeckarWeb



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Eine Million feierte "Weiße Nacht" in Rom

Eine Million Menschen hat sich Samstagabend trotz strömenden Regens an der "Notte bianca" (Weißen Nacht) beteiligt. Die ganze Nacht hindurch standen im Auditorium und an zahlreichen anderen Orten der italienischen Hauptstadt Musik und Theater auf dem Programm. Auch Museen, Buchgeschäfte und Restaurants waren bis Sonntag um 8.00 Uhr durchgehend offen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen war frei.

Gut 1.000 Künstler beteiligten sich an rund 300 Initiativen. Auf dem Gianicolo-Hügel, der die beste Aussicht auf die Altstadt bietet, wurde am Sonntag etwa um 6.30 Uhr ein "Symphonisches Konzert zum Sonnenaufgang" geboten. Die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel war die Nacht hindurch kostenlos.

"In dieser Zeit der Sorge wegen des Terrorismus will Rom ein Zeichen der Hoffnung geben. Wir wollen beweisen, dass sich die Stadt nicht vor der Angst beugt. Der Wille zusammen zu sein und zu feiern, hat gesiegt", betonte der römische Bürgermeister Veltroni.

600.000 Personen benutzten die öffentlichen Verkehrsmittel, die die ganze Nacht hindurch zur Verfügung standen. Zirka 120.000 Touristen mischten sich unter den Römern und feierten die "Notte bianca".

Rund 3.000 Personen arbeiteten an der Organisation mit. Die Idee für das nächtliche Event haben die Römer von den Parisern abgeschaut. Die hatten mit ihrer Idee der "Nuit blanche" in den vergangenen Jahren Millionen Franzosen begeistert.

Quelle:  Kleine Zeitung



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Geändert am 19. September 2005 um 02:49
Samstag, 17. September 2005

Stadtrundfahrt für Individualisten

Die Spanische Treppe.

Wer keine komplette Stadtrundfahrt buchen möchte und auch keine Lust hat, sich die Sehenswürdigkeiten Roms komplett zu Fuß zu erlaufen, sollte sich einmal das Angebot der "Stop-'n'-Go" City Tours Busse anschauen. Bei dieser Stadtrundfahrt kann man sich seine Zeit selber einteilen und muss sich nicht an die Zeiten einer ganzen Reisegruppe halten.

Die Busse halten jeweils 9 Mal am Tag an insgesamt 14 ausgewählten Haltestellen. Im Bus kann man sein Ticket lösen und dann für den Tag beliebig oft ein- und aussteigen, wie es einem gefällt. Natürlich gibt es auch Tickets, die an mehr als einem Tag gültig sind.

Hier eine Liste der 14 Stopps:

    * Bahnhof Roma Termini

    * Veneto / Barberini

    * Veneto / Porta Pinciana

    * Villa Borghese / Musei

    * Piazza del Popolo

    * Ara Pacis / Piazza di Spagna

    * S. Pietro / Cappella Sistina

    * Piazza Navona / Pantheon

    * Piazza Venezia / Campidoglio

    * Kolosseum / Forum Romanum / Termen

    * Circo Massimo / Aventino

    * Basilica di S. Paolo

    * Catacombe / Appia Antica

    * S. Giovanni in Laterano

    * S. Maria Maggiore

Wenn man sich für einen Stopp entschieden hat, steigt man einfach aus dem Bus aus und erkundet die Umgebung zu Fuß. Hat man genug gesehen, so kehrt man zu dem Stopp zurück oder sucht sich einen anderen Zusteigestopp, der schneller erreicht werden kann. Die Busse erreichen jeden Stopp immer zu einer festen Zeit und sind trotz des Verkehrs überraschenderweise sehr pünktlich. Im Bus erhält man auch einen Stadtplan, auf dem alle Stops und Haltezeiten der Busse eingetragen sind.

Fahrkarten gibt's in den Bussen und an allen Haltestellen. Die Roma City Tour kostet 12 Euro pro Tag und gilt für eine unbegrenzte Anzahl an Stadtrundfahrten. Abfahrt stündlich ab Hauptbahnhof Termini. Die erste Fahrt startet um 9.30 Uhr.

Weitere Infos: "Stop-'n'-Go" City Tours

Ganz in der Nähe der Sehenswürdigkeiten  gibt es zahlreiche private Zimmer, Pensionen oder auch die eine oder andere Ferienwohnung. Infos: romehome oder romabed.


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Geändert am 20. September 2005 um 22:23

Shopping in Rom

Shopping in Rom ist einfach toll. Selbst wenn man nur ein wenig bummeln will. Passaggiare - die Lieblingsbeschäftigung der Italiener. Wer sparen muss, der schlendert einfach durch die Einkaufsstraßen, das ist schließlich eine der Top-Freizeitbeschäftigungen in Rom.

Vor allem Mode und Schuhe stehen in Rom hoch im Kurs. Bekannte Designer wie Armani, Versace, Gucci, Valentino oder Laura Biagiotti haben ihre Läden in Rom in der Gegen rund um die Spanische Treppe. Auch für Kunst, Antiquitäten oder Designermöbel ist Rom ein gutes Pflaster. Aber auch für den kleineren Geldbeutel findet man in Rom tolle Boutiquen, die italienische Mode verkaufen.

Die Via Appia Nuova ist über Kilometer hinweg eine einzige Einkaufsstraße. Leider ist sie keine Fußgängerzone. Wer sich vom römischen Autoverkehr nicht stören lässt, der kann hier wirklich ausgiebig shoppen. Hier findet man praktisch alles. Am interessantesten ist wohl der erste Abschnitt, zwischen den Metrostationen S. Giovanni und Re di Roma. Der Schwerpunkt liegt hier bei Kleidung und Schuhen. Nicht weniger rattraktiv ist die Via Tuscolana im Bereich zwischen den Metrostationen Lucio Sestio und Sabaugusta. Hier findet man fast alles was das Herz begehrt. An der Kreuzung der Via Tuscolana mit dem Viale Palmiro Togliatti befindet sich das Einkaufszentrum Cinecitta Due. Es liegt direkt neben dem römischen Hollywood, der Filmstadt Cinecitta und beherbergt neben einem Supermarkt viele Geschäfte, Bars, Cafes und (Fast Food-) Restaurants.

Teure Mieten zwingen die Geschäftsinhaber in die Randbezirke oder gleich ganz außerhalb der Stadt. Große Supermärkte findet man in Rom kaum. Auch Märkte, Flohmärkte oder Blumenmärkte hat Rom zu bieten. Allerdings trifft man hier eher auf Touristen als auf Einheimische Besucher. Die Geschäfte in Rom haben an den Wochentagen von 7.00 bis 22.00 Uhr geöffnet. Bei einer Kaffeepause in Rom muß man für einen Capuccino ca. 3,50 Euro und für ein Mineralwasser ca. 2,50 Euro bezahlen.

Quelle: SWR

Ganz in der Nähe der Einkaufsmöglichkeiten gibt es zahlreiche private Zimmer, Pensionen oder auch die eine oder andere Ferienwohnung. Infos: romehome oder romabed.

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Geändert am 17. September 2005 um 03:38
Freitag, 16. September 2005

Der Mund der Wahrheit

Die Bocca della verità (Mund der Wahrheit) in der Vorhalle der Kirche San Giorgio in Velabro gilt als antiker Lügendetektor. Wer als Lügner seine Hand in den offenen Mund der in Stein gehauenen Maske legte verlor sie oder verschwand gleich ganz.

Weitere und ausführlichere Informationen über das Caesarforum gibt's bei Ombelico. Dort warten auch sonst zahlreiche Tipps über Rom und Italien.

Ganz in der Nähe der historischen Sehenswürdigkeiten gibt es zahlreiche private Zimmer, Pensionen oder auch die eine oder andere Ferienwohnung. Infos: romehome oder romabed.


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Geändert am 28. November 2005 um 16:59
Donnerstag, 15. September 2005

Sehenswerter Marktplatz: Campo de ' Fiori

Der Campo de' Fiori ist ein sehenswerter Marktplatz im historischen Zentrum von Rom. In der Mitte des Platzes steht die Statue des Giordano Bruno, der eben hier sein Ende auf dem Scheiterhaufen fand. Die Statue des Häretikers wurde um die Jahrhundertwende errichtet und blickt vorwurfsvoll in Richtung Vatikan.

Auf dem Campo de' Fiori gab es alles zu kaufen, was es so an Obst, Gemüse und Fisch auf diesem Planeten gibt. Und wer damit noch immer nicht zufrieden war, hatte immer noch die Chance, in den vielen umliegenden Bäckereien, Pizzerias und Bars etwas aufzutreiben, was seinem Geschmack entsprach. Es ist ein richtig schöner römischer Marktplatz.


Manchmal sieht man einen Scherenschleifer, der mit dem Fahrrad kommt. Dieses Gefährt ist eine richtige Universalmaschine. Einerseits dient sie der Fortbewegung, andererseits kann man es durch Umlegen der Kette schnell in ein Schleifgerät verwandeln. Oft sitzt er auf seinem aufgebockten Fahrrad, lässt die Funken sprühen und reagiert ein bißchen unfreundlich, wenn er merkt, dass man ihn fotografieren möchte.

So richtig schön wird es auf dem Campo de' Fiori aber erst am Abend (fast so schön wie auf der Piazza Navona). Am besten, man setzt sich zu Füßen des Giordano Bruno, beobachtet die Menschen, Römer (Fußball spielende Kinder, verliebte Pärchen, diskutierende Männer ...) oder Touristen. Schwer zu beschreiben: Man muß die Stimmung an diesem Platz selbst erlebt haben.

Quelle: Rom-Treff

Ganz in der Nähe der historischen Sehenswürdigkeiten gibt es zahlreiche private Zimmer, Pensionen oder auch die eine oder andere Ferienwohnung. Infos: romehome oder romabed.





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Geändert am 15. September 2005 um 02:52
Mittwoch, 14. September 2005

Die Gründung Roms: Legende und Geschichte

Die kapitolinische Wölfin säugt die Knaben Romulus und Remus.

Die Legende beginnt weit entfernt von Italien in Kleinasien, in Troja. Beim Untergang Trojas, welches bereits 10 Jahre von den Griechen belagert ist, flüchtet Aeneas, von seiner Mutter Venus (Göttin der Schönheit) aufgefordert mit seinem Sohn Iulus (von ihm behaupteten die Julier (z.B. C.Julius.Caesar) abzustammen) und seinem greisen Vater Anchises aus dem brennenden Troja. Nach Irrfahrten kamen sie (in Begleitung einiger Anderen) in Nordafrika, in Karthago an. Die schöne Königin Dido von Karthago verliebte sich in Aenaeas, er hätte sie heiraten und es sich bequem machen können, doch er hatte einen anderen Auftrag, deshalb verliess er sie. (Daraus entstand die Feindschaft zwischen den Karthager (Punier) und den Römern. Daraus entstanden die drei punischen Kriege.)Aeneas hatte den Auftrag ein neues Reich zu gründen. Er segelte zur Küste Latiums, Dido nahm sich aus Liebeskummer das Leben. In Latium angekommen heiratete er die Tochter des dortigen Königs Latius und gründete eine neue Dynastie in seiner neu gegründeten Stadt Alba Longa...

Jahre später kam es zum Konflickt zwischen den Brüdern Numitor und Amulius. Numitor währe der Tronerbe gewesen, doch Amulius liess ihn ins Gefängnis werfen und stieg selbst auf den Thron. Die Tochter des Numitor, Silvia Rea machte er zur Vestalin, ein schlauer Trick, denn Vestalinen waren der Keuschheit verpflichtet. Nun griffen die Götter ein: Silvia Rea wurde von Mars, dem Kriegsgott, schwanger und gebar Zwillinge, Remus und Romulus. Amulius liess sie töten, doch der Diener der dies erledigen sollte hatte Mitleid mit den Kindern und setzte sie in einer Wanne im Tiber aus. Eine Wölfin fand sie und ernährte sie, bis sie von Hirten gefunden und aufgezogen wurden. Als Romulus und Remus zu jungen Männern herangewachsen waren und von ihrer Herkunft erfuhren beseitigten sie ihren Onkel Amulius, befreiten Numitor aus dem Gefängnis und setzten ihn auf den Thron. Sie selbst wollten ein eigenes Königreich gründen, Rom. Sie stritten sich, wie hätte es anders kommen können, darüber wer dieses Reich beherschen soll. Im Zorn erschlug Romulus seinen Bruder. Am 21.April.753.v.Chr. gründete Romulus Rom (Das Jahr 753.v.Chr.errechneten die Römer Jahrhunderte nachher anhand der Generationen, die seit der Gründung gelebt haben.).

Geschichte

Rom wurde tatsächlich im 9. oder sogar 10. Jahrhundert v.Chr. gegründet, von Bauern. Diese pflanzten Hülsenfrüchte an und lieferten von Zeit zu Zeit Scharmützel mit den benachbarten Stämme. Unter den Ruinen des antiken Roms würde man sehr wahrscheinlich Überreste aus dieser Zeit finden, aber welcher Archäologe zerstört solch wundervolle Gebäude wie das Kolosseum um einige Tonscherben und andere Übereste zu finden?! Da dies niemand macht weiss man nicht genau wann und wie Rom wirklich entstanden ist.

Quelle: Imperium Romanum



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Geändert am 14. September 2005 um 05:10
Montag, 12. September 2005

Erbe der Griechen: Die alten römischen Theater


Modell eines römischen Theaters aus der Vogelperspektive.

Das Theater stammt von den Griechen. Bei diesen gehörten es ursprünglich zu religiösen Zeremonien. Später führten sie Theaterstücke, Dramen und Komödien, zur Unterhaltung auf. In Rom wurde das Theater im dritten Jahrhundert vor Christus bekannt. Damals wurden griechische Dramen aufgeführt.

Der Bau des ersten Theaters fand erst etwa 100 Jahre später statt, im Auftrag des Zensors M. Aemilius Lepidus. Ein zweites Theater wurde 154v.Chr. von den Zensoren M. Valerius Mesalla und Cassius Longinus erbaut und von Scipio Nasica zerstört. Diese frühen Theater waren aus Holz und sehr provisorisch, denn der Senat hatte den Bau von festen Theater verboten. Auch das Sitzen während den Vorstellungen hat der Senat verboten, mit der Begründung, dass es sich mit der Würde eines Römers nicht vereinbaren lasse. Trotz solcher, nicht gerade günstiger Umständen sind prächtige Bühnenbilder dieser Zeit überliefert (Claudius Pulchrus 93.v.Chr. und M. Scaurus 58.v.Chr.).

Das erste Theater wurde unter Pompejus im Jahre 55.v.Chr. erbaut. Um das Gesetz zu umgehen, welches einen solchen Bau verbot liess er über den Sitzreihen ein, der Venus geweihten, Tempel bauen. Es fasste 35.000 Personen, davon konnten 25.000 sitzen. Das nächste Theater war dasjenige des Balbus. Erbaut im Jahre 13.v.Chr.. Es fasste 12.000 Personen, davon hatten 8.000 einen Sitzplatz. 11.n.Chr. wurde das Marcellus Theater gebaut. Es fasste 20'000 Personen, davon konnten 15.000 sich setzten.

Die römischen Theater sind im Gegensatz zu den griechischen, welche oft in einem Berg eingebettet waren, freistehende Gebäude. Die Halbrunde Aussenwand wurde von übereinanderliegenden Arkaden geformt. Hinter der Bühne erhebt sich eine gerade Fassade mit derselben Höhe wie das Halbrund des Zuschauerraums.

Zu der Zeit, als diese ersten festen Theater gebaut wurden sank das Drama, für welches es erbaut wurde leider bereits. Die letzten grossen Tragödien gab es zur Zeit Augustus. Dieser schrieb sogar Prämien für gute Dramen aus. Aber auch dies konnte dem Verfall nichts anhaben, die Massen waren einfach mehr an Zirkusspielen begeistert. Plinius der Jüngere meinte dazu: "Nicht nur das gemeine Volk hält die Farben eines erbärmlichen Kleids, das noch erbärmlicher ist als sie selber, für wichtiger, sondern leider auch diejenigen, die sich für besser und erster halten." Und zu den Zirkusspielen (Pferderennen) meinte er folgendes: "Wenn ich an diese faden, dummen und monotonen Amüsements denke, empfinde ich eine gewisse Befriedigung darüber, dass ich beim Anblick dieser Rennen keine Befriedigung empfinde."

Quelle: Imperium Romanum

Ganz in der Nähe der historischen Sehenswürdigkeite12.09.05n gibt es zahlreiche private Zimmer, Pensionen oder auch die eine oder andere Ferienwohnung. Infos: romehome oder romabed.



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Geändert am 12. September 2005 um 16:41
Montag, 12. September 2005

Die Säule des Mark Aurel



Die Piazza della Colonna bezieht ihren Namen von der im Jahr 193 nach Christus errichteten Ehrensäule des Kaisers Marc Aurel.

Die Anlage ist 29,6 Meter hoch (wenn man den Sockel mitrechnet, sogar knapp 42 m) mit einem Durchmesser von 3,7 Metern. Auf dem spiralförmig ansteigenden Relief sind Szenen aus den Kriegen gegen die Germanen (171-173) und die Sarmaten (174-175) dargestellt. Es ist beeindruckend, sich die Qualität der Arbeit mit den vielen Details über Bewaffnung und andere Dinge anzusehen. Abgüsse zum bequemen Ansehen findet man im Museo della Civita Romana im Stadtviertel EUR, das mit der Metro sehr leicht zu erreichen ist.

Im Inneren der Säule führt eine Treppe mit 190 Stufen zur Spitze (nicht öffentlich zugänglich). Seit 1589 steht eine Bronzestatue des Apostels Paulus (mit Schwert!)auf der Säule.

Quelle: Rom-Treff



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Samstag, 10. September 2005

"Notte bianca": Schlaflos in Rom



Eine schlaflose Nacht erwartet am 17. September die Bewohner der italienischen Hauptstadt. In der "Notte bianca" ("weiße Nacht") stehen die ganze Nacht hindurch im Auditorium und an zahlreichen anderen Orten der italienischen Hauptstadt Musik und Theater auf dem Programm. Auch Museen, Buchläden und Restaurants haben bis Sonntagmorgen um 8 Uhr durchgehend offen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Erwartet werden rund 1,6 Millionen Besucher.

Gut 1000 Künstler beteiligen sich an rund 300 Initiativen. Rund 3000 Personen arbeiten an der Initiative.

Die Idee für das nächtliche Event haben die Römer von den Parisern abgeschaut. Die hatten mit ihrer Idee der "Nuit blanche" in den vergangenen Jahren Millionen Franzosen begeistert.


Quelle: Wiener Zeitung

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Wiener Zeitung

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Geändert am 10. September 2005 um 18:01
Freitag, 9. September 2005

Ein Genuss: Rom bei Nacht



Rom ist bei Nacht dank die stilvoll beleuchteten Sehenswürdigkeiten ein Genuss. Wenn man nach italienischer Gewohnheit Essen geht, dann ist man sowieso nicht vor 21 Uhr im Lokal seiner Wahl. Gepflegt mit Freunden speisen dauert, und nun geht es um Mitternacht zurück in Richtung Richtung Ferienwohnung, Pension oder Hotelzimmer.

Allein, um sich das Vergnügen zu gönnen, vom Stadtzentrum zu Fuß zur  Wohnung zu gehen, ist es wert, die paar Euros mehr zu zahlen, um in der Innenstadt zu wohnen und die nächtliche Stimmung zu genießen.

Wenn man beim Justizpalast über die Tiberbrücke geht, lädt der wunderbare Blick auf den Petersdom mit der beleuchteten Engelsburg zur Rechten zum Verweilen ein. Im Kaffee vor dem Pantheon die Athmospäre auf dem Platz mit dem beleuchteten Brunnen und dem Pantheon als Kulisse zu genießen, ist die überhöhten Preise im Lokal wert. Oder auf der Piazza S. Eustacchio schnell einen Caffé Grande nehmen und dabei die traumhaft beleuchtete skurile Kuppel von Borromini von La Sapienzia auf sich wirken lassen, ist ein gelungener Abschluß eines netten Abends.

Und so gibt es viele Plätze, an denen man spät an Abend die Stimmung der Ewigen Stadt auf sich wirken lassen kann.

Quelle: Rom-Treff.de

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Geändert am 9. September 2005 um 17:30
Donnerstag, 8. September 2005

6.666 Euro Strafe für Kauf nachgemachter Luxusuhren



Die Polizei geht derzeit vor allem in den Touristenzentren und Kulturhauptstädten streng gegen den Schwarzmarkt vor.

Ein polnisches Paar wurde jetzt in der Nähe des Vatikans dabei erwischt, wie es bei einem fliegenden Händler die nachgemachten Uhren einer Luxusmarke erstand, berichtete die italienische Zeitung "La Repubblica" am Mittwoch (7. September 2005).

Während der Händler flüchten konnte, seien die Polen von den Beamten darauf hingewiesen worden, dass es in Italien strengstens verboten ist, gefälschte Ware zu kaufen - und darauf pro Kopf eine Strafe von 3.333 Euro steht.

Die Touristen, die für die Uhren insgesamt 40 Euro bezahlt hatten, müssen die Strafe innerhalb der nächsten zwei Monate zahlen. Andernfalls erhöht sich die Summe auf 10.000 Euro.

Die Polizei geht vor allem in den Touristenzentren und Kulturhauptstädten der Appenin-Halbinsel streng gegen den florierenden Schwarzmarkt vor. Bereits im August waren mehrere Portugiesen in Florenz zur gleichen Strafe verurteilt worden, im Juni traf es eine dänische Urlauberin im ligurischen Ventimiglia. 


Quelle: tirol.com



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Geändert am 8. September 2005 um 20:40
Mittwoch, 7. September 2005

Wo einst die Gladiatoren kämpften

Der römische Kaiser Vespasian (Titus Flavium Vespasian, 69 - 79 n. Chr.) begann 72 n. Chr. mit dem Bau des Amphitheaters, dass eigentlich Amphiteatrum Flavium hieß. Sein Sohn Titus stellte den Bau 80 n. Chr. fertig und der jüngste Sohn Vespasians Domitian ergänzte das Kolosseum mit den unterirdischen Gewölben, die die dargebotenen Spektakel erst wirklich möglich machten.

Das Kolosseum wurde mit prächtigen Zeremonien und Vorstellungen mit 100 Festtagen eingeweiht. Bei diesen Feiern ließen ca. 5.000 Tiere und 3.000 Gladiatoren ihr Leben.

Der Name Kolosseum leitet sich wahrscheinlich von der damals vor dem Amphitheater befindlichen, 35 Meter hohen, vergoldeten Bronzestatue des römischen Kaisers Nero ab, die Colossus Nero genannt wurde. Heute existiert nur noch der Sockel, die Statue selber wurde unter Konstantin abgerissen und für andere Prachtbauten weiterverwendet. So unter anderem für den Konstantinbogen.

Das Kolosseum besitzt vier Stockwerke. An der Außenseite befinden sich im ersten Stockwerk dorische, im zweiten Stockwerk ionische und im dritten Stockwerk korinthische Halbsäulen. Im vierten Stockwerk befinden sich korinthische Pilaster. Vom vierten Stockwerk aus konnte ein großes Segel, das vlarium, über das, in der größten Höhe, 48,5 Meter hohe Kolosseum gezogen werden. In den Nischenwölbungen befanden sich Statuen berühmter Persönlichkeiten und Gottheiten. Das Kolosseum ist ellipsenförmig und in der längeren Achse 188 Meter und in der kürzeren Achse 156 Meter lang.

Weitere und ausführlichere Informationen über das Caesarforum gibt's bei ombelico.de. Dort warten auch sonst zahlreiche Tipps über Rom und Italien.

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Geändert am 28. November 2005 um 17:00
Dienstag, 6. September 2005

Die Kirche des Heiligen Sebastian


Gerade an den Gräbern versammelten sich die frühen Christengemeinden, um ihrer Verstorbenen - viele davon in den ersten Jahrhunderten waren Märtyrer, also Blutzeugen für ihren Glauben - zu gedenken und gemeinsam das Dankesopfer (Eucharistie) zu feiern. Und so wurde auch die Begräbnisstätte des Heiligen Sebastian bald zu einem bevorzugten Platz des Gebetes. In späterer Zeit wurden die Gebeine des Heiligen von den Katakomben in die schon früh erbaute darüber befindliche Kirche übertragen.

In einer Seitenkapelle, links des Hauptschiffes dieser Kirche, befindet sich das heute prächtig geschmückte Grabmal des Heiligen, mit einer von Giorgetti geschaffenen Statue. Immer wieder fällt uns sein Abbild ins Auge, ob in der Mitte des Hochaltares oder im Zentrum der Kassettendecke. Stets ist Sebastian von Pfeilen getroffen dargestellt.

Nach der Legende allerdings starb er nicht von den Pfeilen, mit denen er nach dem Willen des Kaisers Diokletian von numidischen Bogenschützen erschossen wurde, sondern überlebte und wurde von einer Christin gesundgepflegt. Sebastian trat erneut vor den Kaiser und machte ihm Vorwürfe wegen seiner Christenverfolgung, wurde daraufhin mit Knüppeln totgeschlagen und in das Abwassersystem Roms (die sogenannte Cloaka Maxima) geworfen.

Quelle: Rom-Treff

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Geändert am 9. September 2005 um 17:27
Montag, 5. September 2005

Auf der Straße gelandet: Die Katzen von Rom

In der Millionenstadt Rom gibt es ungefähr 180.000 Katzen auf der Straße, so die Schätzung des Katzenschutzvereins von Torre Argentina – die meisten von ihnen haben als Hauskatzen angefangen, sind ihren Besitzern dann lästig geworden und auf der Straße gelandet.

Seit rund zehn Jahren kastrieren und impfen die Vereinsgründerin Silvia Viviani und ihre internationale Helfergruppe herrenlose Katzen überall in der Stadt und beherbergen zwischen 350 und 500 Tiere auf dem Ruinengelände von Torre Argentina mitten in Rom. Dort haben sie, von der Stadtverwaltung mehr geduldet als geschätzt, ein Büro und eine Kranken- und Quarantänestation in einigen der ausgegrabenen Kavernen eingerichtet – gesunde Katzen leben frei im und um dem abgegrenzten historischen Gelände.

Die acht ständigen und ebenso viele Teilzeit-Helfer füttern täglich alle Katzen, versuchen Krankheiten wie Schnupfen und Katzen-Aids so gut wie möglich im Griff zu halten und bemühen sich, so viele Katzen wie möglich wieder zu vermitteln – denn Herbst und Winter sind kalt und feucht in Rom, und viel älter als fünf Jahre werden die meisten vierbeinigen Bewohner der Ruinen nicht.

Finanziert wird die Arbeit der Katzenzuflucht ausschließlich durch Spenden – Unterstützung erfährt der Verein von Touristen, die bei ihrem Besuch des antiken Roms auf die Katzenstation aufmerksam werden, aber auch von bleibenden Freunden aus aller Welt.

Um die hohen Kosten für Futter, Medikamente und Kastrationen regelmäßig zahlen zu können, braucht es auch beständige Öffentlichkeitsarbeit – der Verein gibt deshalb viermal im Jahr ein Heft heraus, über das auch Patenschaften und Tiervermittlungen organisiert werden. Dabei erfährt die Katzenzuflucht besonders viel Unterstützung aus Deutschland, England und den USA – trotzdem kann es nie genug sein, denn das Elend ist groß.

Zwar hat Rom seine vielen Katzen vor kurzem zum biokulturellen Erbe der Stadt erklärt – daraus folgt aber bis jetzt keinerlei konkrete Unterstützung. De facto schmückt sich Rom gern mit den Samtpfoten, für die konkrete Katzenhilfe stellt die Stadt aber keinen Cent zur Verfügung.

"Torre Argentina" kann nur für einen kleinen Teil der streunenden Tiere sorgen. Um das Elend vieler Tausende weiterer Katzen kümmern sich auch etliche Privatpersonen überall in Rom – Frauen, die "gattare" genannt werden und die Straßenkatzen an Ecken, Plätzen und in einigen Kolonien wie am "Englischen Friedhof" füttern und versorgen.

Viele von ihnen wenden sich, wenn sie finanziell völlig am Ende sind oder wenn es besondere Probleme gibt, auch an "Torre Argentina" – ob es um verletzte Katzen geht, um verlassene Würfe oder zu kastrierende Tiere. Zwar bietet die Stadt für die Straßenkatzen kostenlose Kastrationen an – tatsächlich müssen die "gattare" aber bis zu sechs Monaten warten, um Termine zu bekommen. Der nächste Wurf ist dann meist schon längst da.

Die Tierschützer in Rom sind alle frustriert über die Gleichgültigkeit der Menschen, die ihre Tiere aussetzen und zu dem Elend beitragen und über die Behörden, die für Tierschutz so gut wie nichts tun. Sie sind für jede Hilfe von außen dankbar und setzen vor allem auf das Zusammenspiel von Kastrationen und Adoptionen – um irgendwann in der Zukunft das Problem besser in den Griff zu bekommen. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg.

Quelle: WDR


Kontakt

Torre Argentina Cat Sanctuary (Katzenzuflucht)
Silvia Viviani
Via Marco Papio 15
00175, Rom
Italien
Tel. 00 39 (06) 6 87 21 33
Fax 00 39 (06) 76 46 28
Internet: www.romancats.com
E-Mail: torreargentina@yahoo.com

Die Katzenzuflucht ist für Besucher täglich von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis gegen 20 Uhr geöffnet. Adoptionen lassen sich auch kurzfristig einrichten.



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Geändert am 6. September 2005 um 01:08
Sonntag, 4. September 2005

Auf dem Spuren der historischen Zirkusanlagen


Der Zircus Maximus ist heute eine begrünte Mulde. In der Mitte ist die Spina noch zu erkennen, im Hintergrund die Ruinen der Kaiserpaläste auf dem Palatin.

Eine langgezogene, mit Gras bewachsene, mehrstufige Kuhle, an deren Ende ein paar Ruinenreste zu sehen waren: Das ist das, was vom Zirkus Maximus übrig geblieben ist. Schwer sich vorzustellen, dass hier einal bis zu 250.000 Zuschauer Wagenrennen und Jagden verfolgen konnten.

Auf dem Gelände tummeln sich meist einige Gruppen Jugendlicher und Einwanderer aus Afrika, die Fußball spielen oder mit dem Fahrrad die alte Rennbahn abfahren. Form und Ausmaß des Zirkus sind durch die mehrstufigen Erdwälle noch gut nachzuvollziehen. In der Mitte befindet sich ein Wall, der die beiden Bahnen voneinander trennte.

In Rom gab es usrpünglich vier Zirkusanlagen. Der älteste und zugleich grösste Zirkus war der Circus Maximus. Sein eigentliches Aussehen bekam er erst 329 v.Chr. mit dem Bau der Stallungen. Er konnte zur Zeit Augustus 60.000, später sogar 250.000 Zuschauer fassen.

Der Circus Maximus war 600 Meter lang und 200 Meter breit. Die Länge der Spina (dünner gemauerter Streifen, der die Arena in zwei Hälften teilte, meist mit Sport-Gottheiten und Obelisken verziert) betrug 214 Meter. Ein Rennen im Circus Maximus, bei denen die Wagen sieben Ruden drehen mussten, war also etwa 1600 Meter lang. Die Runden wurden mit bronzenen Eiern und Delfinen, welche auf der Spina angebracht waren gezählt.

Die Aussenfassade des Circus Maximus war dreigeschossig mit Marmor verkleidet. Im Erdgeschoss befanden sich Tabernen, Läden etc. Zur Zeit Cäsars und Augustus fanden hier auch Spiele mit Elefanten statt, weswegen Cäsar einen Wassergraben um die Arena zog und den Circus erweitern liess. Der Circus Maximus war 240 Tage im Jahr in Betrieb, so oft hatten die Römer einen Feiertag oder einen anderen Vorwand gefunden ihre geliebten Wagenrennen zu veranstalten.

Zur Zeit Augustus fanden täglich 10, zur Zeit Caligulas 34 und unter den Falviern sogar 100 Rennen täglich statt. Um die Rennen etwas spannender zu machen liessen sich die Römer immer wieder neue, gefährliche Dinge einfallen: So gab es Rennen in denen der Lenker Kleidungsstücke vom Boden auflesen musste oder auf ein anderes Pferd springen musste. In anderen Rennen musste er stehend lenken oder Balanceakte ausführen. Der Circus war der Treffpunkt für das gesellschaftliche Leben Roms, alle Besucher und Römer besuchten den Circus. Die Rennen im Circus wurden so populär das sie ein weit verbreitetes Motiv für Mosaike und Reliefs geworden sind.

Im Jahre 211 v.Chr. wurde der Circus Falminus errichtet, im ersten Jahrhundert nach Christus der des Caligula und des Nero und schliesslich der des Maxentius an der Via Appia, der heute noch am Besten erhalten ist. Vom Cirucs Maximus sieht man heute noch die Mulde und die Erhöhung der Spina. Er ist heute ein beliebter Freizeits- und Sportplatz der Einwohner Roms.

Quelle: Imperium Romanum

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Geändert am 4. September 2005 um 16:56
Samstag, 3. September 2005

Gut Essen und Trinken im Stadtteil Trastevere



Wem es abends in Rom nach Unterhaltung und kulinarischen Genüssen gelüstet, der kommt um einen Besuch des Stadtteils Trastevere nicht herum. Das Viertel Trastevere liegt auf der westlichen Uferseite des Tibers und erstreckt sich vom südlichen Tiberknie bis zum Gianicolo, einem der berühmten sieben Hügel Roms. In früheren Zeiten unter Kaiser Augustus war es ein Villenviertel. Später wandelte es sich zu einem Rotlicht-Viertel, über ein Arbeiterviertel im 19. und 20. Jh. bis hin zu einem schicken Wohn- und Amüsierviertel heutiger Zeit.


Per Bus lässt sich das Viertel über die Linien 23, 60, 64 und 81 erreichen. Da wir unsere Unterkunft in der Nähe des Petersplatz hatten, sind wir auch mal zu Fuß am Ufer des Tibers entlang gegangen. Wer mit Auto anreist, sollte sich auf eine lange Parkplatzsuche einstellen. Eventuell bietet sich auch die Anreise per Taxi an, jedoch haben wir dies nicht getestet.


In den engen Straßen findet man eine Vielzahl von Ristorantes, Pizzerien, Bars, Cafes, kleinen Bäckereien und Stehimbissen. Eigentlich ist für fast jeden Geschmack etwas dabei. Zusätzlich sind die Gassen voll mit fliegenden Händlern, die auf ausgebreiteten Bettlaken ihre Waren an den Mann bringen möchten. Neben den in Italien obligatorischen Handtaschen, findet man auch CDs, Schmuck, Poster und viel Ramsch und Tinnef, der von begeisterten Touristen auch durchaus gekauft wird.


Wenn einem der Trubel nichts ausmacht, ist dieses Viertel sicherlich eine gute Wahl. Wer es abends aber lieber ruhiger hat und nicht auf ausgetretenen Touristen- und Einheimischenpfaden wandeln möchte, sollte sich in Rom woanders was Passendes suchen.


Quelle: Rom-Treff.de


Auch in Trastevere gibt es zahlreiche private Zimmer, Pensionen oder auch die eine oder andere Ferienwohnung. Infos romehome oder  romabed.


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Geändert am 3. September 2005 um 17:34
Freitag, 2. September 2005

Rom: Engelsburg vor dem Kollaps



In Rom herrscht Alarmstufe Rot wegen des Zustands der Engelsburg. Das ehemalige Grabmonument von Kaiser Hadrian, 1747 von Papst Benedikt IV zur Kirche umgewandelt, droht einzustürzen. Bei einer genauen Untersuchung kamen gravierende strukturelle Mängel ans Licht, die die Stabilität der Burg bedrohen. Die archäologischen Behörden der Stadt warnten vor dem Einsturz einiger Türme des Monuments. Sollten keine Notmaßnahmen ergriffen werden, drohten sie mit der Sperrung des Monuments.


Der italienische Kulturminister Rocco Buttiglione versprach Finanzierungen im Wert von einer Million Euro zur Renovierung der Engelsburg, die unter anderem schwere Korrosionsschäden vorweist. Mit einer Geldspritze von 100.000 Euro sollen zunächst die dringendsten Maßnahmen ergriffen werden, um die Sperre des Monuments zu vermeiden.

Die Engelsburg ist ursprünglich ein Grabbau für Kaiser Hadrian (117-138 n. Chr.), der diesen in seinen letzten Regierungsjahren für sich und seine Nachfolger in Auftrag gab. Kaiser Septimius Severus ließ den Bau im Jahre 193 vollenden. Als Rom durch die Eroberungszüge der Germanen in Gefahr geriet, wurde die Engelsburg integrativer Teil einer Stadtbefestigung, die Kaiser Aurelian anlegen ließ. Die Engelsburg wurde durch ihre günstige Lage zur stärksten Festung Roms ausgebaut.

Seinen heutigen Namen erhielt das ehemalige Hadrianeum, als im Jahre 590 Papst Gregor der Große eine göttliche Vision verspürte: Ein Engel erschien ihm über dem Mausoleum und kündigte das Ende der damals herrschenden Pest an, indem er sein Schwert in die Scheide steckte - heute so dargestellt in der bronzenen Engelsstatue aus dem Jahre 1753 auf der Spitze des Kastells. 1277 veranlasste Papst Nikolaus III., die Burg mit dem Vatikan durch einen unterirdischen Gang zu verbinden. In bedrohlichen Situationen suchten die Päpste immer wieder Schutz in der Engelsburg, die zeitweise auch die päpstliche Schatzkammer und das Geheimarchiv beherbergte.

In 1.500 Jahren wurde das Gebäude immer wieder umgewandelt, diente als kriegerische Schutzwehr, Kaserne und Gefängnis oder für Repräsentationszwecke. Nach 1901 wurde es restauriert und als Museum eingerichtet. In 58 Sälen, einige davon reich mit Fresken ausgeschmückt, kann man unter anderem eine Waffensammlung, Modelle zur Baugeschichte und eine Schatzkammer begutachten. Von der oberen Plattform der Engelsburg aus hat man einen der schönsten Ausblicke auf Rom.

Quelle: Standard.at



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von: romehome    in: Rom-Blog

Geändert am 4. September 2005 um 18:44
Donnerstag, 1. September 2005

Sahara-Forscher Charles de Foucauld wird selig gesprochen



Charles de Foucauld (1858-1916), der große französische Sahara-Forscher und Glaubenszeuge, wird am Sonntag, dem 13. November, im Petersdom selig gesprochen. Dies kündigte kürzlich der Postulator des Seligsprechungsprozesses, Msgr Maurice Bouvier, an.

Ursprünglich war geplant, dass Papst Johannes Paul II. den französischen Priester am 15. Mai dieses Jahres in Rom selig sprechen sollte. Doch dieser ausdrückliche Wunsch des Vorgängers von Benedikt XVI. erfüllte sich nicht, da ihn Gott am 2. April nach langem Leiden zu sich nehmen wollte. Jetzt bestätigte das vatikanische Staatssekretariat des Vatikans gegenüber Pater Bouvier als neues Datum den 13. November. Zusammen mit Charles de Foucauld werden auch zwei Ordensfrauen aus italienischen Ordensgemeinschaften selig gesprochen. Wer die Feier leiten wird, das ist noch nicht bekannt.

Charles de Foucauld wurde am 15. September 1858 im französischen Straßburg geboren. Im Alter von sechs Jahren verlor er Vater und Mutter. Er schlug zunächst eine Soldatenlaufbahn ein, um 1883 eine ruhmreiche Expedition in die marokkanische Wüste zu unternehmen, die ihm die Goldmedaille der geographischen Gesellschaft eintragen sollte.

Im Jahre1886 bekehrte er sich, zwei Jahre später machte er eine Pilgerreise ins Heilige Land. Nach seinen Erfahrungen als Trappist in Syrien und als Eremit in Nazaret wurde der Forscher 1901 zum Priester geweiht. Er erlernte die arabische und die hebräische Sprache.

"Er führte ein Leben in Armut, in Kontemplation und Demut und bezeugte brüderlich die Liebe Gottes unter den Christen, Juden und Moslems", daran erinnerte Kardinal José Saraiva Martins, Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, am 20. Dezember des vergangenen Jahres anlässlich der feierlichen Promulgation des Dekrets zur Seligsprechung. "Um das verborgene Leben Jesu in Nazaret nachahmen zu können, zog es ihn in die tiefste Wüste der Sahara, nach Tamanrasset", fügte der portugiesische Kardinal hinzu.

Das Berbervolk hatte ihn "Marabut" genannt, ein Name, der für islamische Einsiedler in Gebrauch ist. Über das Volk der Tuareg, die größten dort ansässige Bevölkerungsgruppe, verfasste Foucauld mehrere Bücher. Großen Bekanntheitsgrad erlangten eine Grammatik und ein Wörterbuch. Um den Franzosen entstand nach und nach die Gemeinschaft der kleinen Brüder Jesu, die es sich zur Aufgabe machte, den Tuareg das Evangelium nahe zu bringen.

Am Abend des 1. Dezember 1916 wurde Charles de Foucauld von einer Bande bewaffneter Männer überfallen, die bei ihm Waffen und Wertsachen suchten. Ohne Widerstand ließ er sich festnehmen und berauben. Ein junger Mann, der ihn bewachte, hörte das Herannahen anderer Truppen. Darüber verlor er die Nerven und erschoss seinen 58-jährigen Gefangenen, der sich "Kleiner Bruder Karl von Jesus" genannt hatte.

Von seinem Charisma und Zeugnis angespornt, sind bis heute elf Ordensgemeinschaften und acht Gemeinschaften und Säkularinstitute entstanden (vgl. charlesdefoucauld.org). Zu dieser "geistlichen Familie" gehören unter anderem die Kleinen Schwestern Jesu, die Kleinen Schwestern vom Evangelium, die Kleinen Brüder Jesu, die Kleinen Brüder vom Evangelium, die Priestergemeinschaft Jesus Caritas, die gleichnamige Fraternität, die Frauengemeinschaft Charles de Foucauld sowie die Gemeinschaft Charles de Foucauld.

Quelle: Zenit



»16:19     »1 Kommentare (0 )     »0 TrackBack(s)    

von: romehome    in: Rom-Blog

Geändert am 1. September 2005 um 16:22



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