
"Nur unter der Porta del Popolo war ich mir gewiß, Rom zu haben", schrieb Goethe am 1. November 1786 und sprach damit aus, was Tausende vor und nach ihm empfunden haben.
Der ganze Platz mit seiner gewaltigen Toranlage und den sie flankierenden Bauten bildet einen bewusst geplanten Vorhof der Ewigen Stadt, an dessen Ausbau Künstler der Renaissance, des Barock und des Klassizismus Anteil haben. Seine Mitte markiert ein 3000 Jahre alter ägyptischer Obelisk, er stand einst im Circus Maximus.
Die Porta del Popolo wurde gegen Ende der Renaissance errichtet. Sie stellte jahrhundertelang den Hauptzugang Roms von Norden dar. Generationen von Kaufleuten und Künstlern, Staatsmänner, feindliche Armeen und Ströme von Pilgern gelangten durch dieses Tor in die Stadt.
Das Wappen Alexanders VII, ein Stern über Bergen, ganz oben am Tor angebracht, ist der Ausdruck des Selbstbewußtseins eines der großen Bauherrenpäpste des 17. Jahrhunderts, die das Bild Roms ganz entscheidend geprägt haben.
In der Mitte ist die Via del Corso, kurz Corso genannt, die antike Via Lata, die Hauptstraße Roms; rechts die Via Ripetta, sie führt zum Tiber, zum leider nicht mehr existierenden malerischen Tiberhafen; links die Via del Babuino, die Affenstraße, so genannt nach der Statue eines Satyrs, in dem das Volk einen Affen sah.
Sie führt zu der berühmten Piazza di Spagna mit der Spanischen Treppe, einem Gebiet, das erst nach der Renaissance erschlossen wurde. Denn in der päpstlichen Stadtplanung spielen die End- und Kreuzungspunkte der großen Straßenfluchten eine wichtige Rolle.
Jene Punkte werden mit einer wirkungsvollen Szenerie, mit Brunnen, Freitreppen, Obelisken, Statuen ausgestattet. Von der Stadt aus gesehen bildet die Piazza del Popolo mit den drei Straßen eine der schönsten Architekturensembles in Rom.
Ihre großartige Wirkung wird noch gesteigert durch das 1561 errichtete triumphbogenartige Tor und den 1585 in der Mitte des Platzes aufgestellten Obelisken. Im Seicento kamen die beiden Kuppelkirchen hinzu, und Bernini gab dem Tor die barocke Innenfassade.
In der napoleonischen Zeit schuf dann Giuseppe Valadier, der trotz seines französischen Namens ein Römer war, den westlichen und besonders den östlichen Abschluß des Platzes: die spektakuläre Auffahrt zum Pincio mit ihren Terrassen, Balustraden, Statuen und Trophäen. Das Grün der Parkbäume bereichert das einmalige Gesamtbild.
Bald danach legte man die Brunnen mit den Wasser speienden Löwen an.
Quelle: Forum-Rom.de
Nach ausgiebiger Besichtigung ist es schön, wenn man sich in einer schönen Ferienwohnung ausruhen kann. Angebote für Ferienwohnungen in Rom gibt es bei Romehome oder bei Romabed.
: 0