
Das Auswärtige Amt hat in seine Sicherheitshinweise eine von den italienischen Behörden ausgesprochene Warnung aufgenommen. Nach den Bombenanschlägen in Großbritannien und Ägypten fürchtet die Regierung in Rom auch im eigenen Land terroristische Anschläge.
Das italienische Innenministerium in Rom hatte erklärt, es gebe ein "anhaltend hohes Risiko für einen terroristischen Anschlag". In den Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes heißt es nach der Aktualisierung: "Eine Gefährdung kann angesichts der weltweiten Bedrohung durch terroristische Anschläge auch für Italien nicht ausgeschlossen werden." Die italienischen Stellen hätten zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen.
In der Vergangenheit haben angebliche islamistische Gruppierungen im Internet wiederholt mit einem Anschlag auch in Italien gedroht. Die Regierung in Rom gilt wie die britische Regierung als eine der engsten Verbündeten der USA im Irak-Krieg und hat dort rund 3000 Soldaten stationiert.
Das Auswärtige Amt hat auch zu anderen europäischen Ländern Sicherheitshinweise auf seiner Webseite veröffentlicht. So wird zum Beispiel in Spanien seit den Bombenattentaten im März 2004 von einer "erhöhten Gefährdung, insbesondere durch islamistisch motivierten Terrorismus ausgegangen". Außerdem muss mit Anschlägen der baskischen Terrororganisation ETA gerechnet werden. In Griechenland habe es zwar politisch motivierte Anschlägen gegen staatliche Einrichtungen und Einzelpersonen gegeben, die aber nicht gegen Touristen oder touristische Einrichtungen gerichtet waren.
Im April wurde der Sicherheitshinweis zu Frankreich aktualisiert. Der Plan "Vigipirate" zur Begegnung von terroristischen Drohungen (insgesamt vier Alarmstufen mit unterschiedlich intensiven Maßnahmen) sei landesweit von der ersten Stufe "gelb" auf die zweite Stufe "orange" angehoben worden. Reisende müssen daher mit verstärkten Gepäck- und Personenkontrollen auf Bahnhöfen und Flughäfen rechnen.
Quelle: spiegel.de
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