Einträge "August 2005":

Mittwoch, 31. August 2005

2000 Jahre Geschichte: Das Forum Romanum

Blick von der Strasse aufs Forum Romanum.

Ein Weg führt buchstäblich durch zwei Jahrtausende Geschichte, wenn der Reisende vom Kolosseum aus das angrenzende Forum Romanum durchquert. Diese Anlage war einst das Zentrum des politischen, religiösen, kommerziellen und gerichtlichen Lebens in der Hauptstadt des römischen Reiches. Zunächst steht der Konstantinsbogen (Arco di Costantino), errichtet vom Senat und Volk Roms (die Abkürzung SPQR gleich "Senatus Populusque Romanus" ist noch heute die Wappeninschrift der Ewigen Stadt) zu Ehren des Sieges von Kaiser Konstantin über seinen Mitkaiser Maxentius in der Schlacht an der Milvischen Brücke.

Der Weg führt vom direkt neben dem Kolosseum stehenden Konstantinsbogen bergauf zum Titusbogen (Arco di Tito), der auf einer Höhe des Palatin thront. Er berichtet von der Niederschlagung des jüdischen Aufstandes in Palästina und der anschließenden Zerstörung Jerusalems durch die Römer im Jahre 70 nach Christus durch Titus und seinen Vater Vespasian. Von hier aus ist der Blick frei auf die Trümmer und Ruinen des Forum Romanum: Zurück Richtung Kolosseum ist der Tempel der Venus und Roma zu sehen, daneben Santa Maria Nova - Santa Francesca Romana, die Maxentus-Basilika, das Haus der Vestalinnen und der Vesta-Tempel.

Man wird an die Prophezeiungen des Alten Testamentes über die Weltstadt Babylon erinnert.
In der Offenbarung des Johannes ist es das heidnische Rom, das mit Babylon bezeichnet wird. Hier sind sie zu sehen, die Tempel, Säulen, Foren, Triumphbögen und Paläste, oder vielmehr das, was von ihnen übrig geblieben ist. Viele Gebäude sind auch als Steinbruch verwendet worden oder schlicht verfallen. "Sic transit gloria mundi" - So vergeht der Ruhm der Welt. Die untergehend
e Sonne taucht alles das in ein vergehendes Licht.

Quelle: Rom-Treff.de


Ganz in der Nähe der historischen Sehenswürdigkeiten gibt es zahlreiche private Zimmer, Pensionen oder auch die eine oder andere Ferienwohnung. Infos romehome oder  romabed.


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Geändert am 3. September 2005 um 14:32
Dienstag, 30. August 2005

Piazza del Popolo: Vorhof der Ewigen Stadt

"Nur unter der Porta del Popolo war ich mir gewiß, Rom zu haben",   schrieb Goethe am 1. November 1786 und sprach damit aus, was Tausende vor und nach ihm empfunden haben.


Der ganze Platz mit seiner gewaltigen Toranlage und den sie flankierenden Bauten bildet einen bewusst geplanten Vorhof der Ewigen Stadt, an dessen Ausbau Künstler der Renaissance, des Barock und des Klassizismus Anteil haben. Seine Mitte markiert ein 3000 Jahre alter ägyptischer Obelisk, er stand einst im Circus Maximus.

Die Porta del Popolo wurde gegen Ende der Renaissance errichtet. Sie stellte jahrhundertelang den Hauptzugang Roms von Norden dar. Generationen von Kaufleuten und Künstlern, Staatsmänner, feindliche Armeen und Ströme von Pilgern gelangten durch dieses Tor in die Stadt.

Das Wappen Alexanders VII, ein Stern über Bergen, ganz oben am Tor angebracht, ist der Ausdruck des Selbstbewußtseins eines der großen Bauherrenpäpste des 17. Jahrhunderts, die das Bild Roms ganz entscheidend geprägt haben.


In der Mitte ist die Via del Corso, kurz Corso genannt, die antike Via Lata, die Hauptstraße Roms; rechts die Via Ripetta, sie führt zum Tiber, zum leider nicht mehr existierenden malerischen Tiberhafen; links die Via del Babuino, die Affenstraße, so genannt nach der Statue eines Satyrs, in dem das Volk einen Affen sah.

Sie führt zu der berühmten Piazza di Spagna mit der Spanischen Treppe, einem Gebiet, das erst nach der Renaissance erschlossen wurde. Denn in der päpstlichen Stadtplanung spielen die End- und Kreuzungspunkte der großen Straßenfluchten eine wichtige Rolle.

Jene Punkte werden mit einer wirkungsvollen Szenerie, mit Brunnen, Freitreppen, Obelisken, Statuen ausgestattet. Von der Stadt aus gesehen bildet die Piazza del Popolo mit den drei Straßen eine der schönsten Architekturensembles in Rom.

Ihre großartige Wirkung wird noch gesteigert durch das 1561 errichtete triumphbogenartige Tor und den 1585 in der Mitte des Platzes aufgestellten Obelisken. Im Seicento kamen die beiden Kuppelkirchen hinzu, und Bernini gab dem Tor die barocke Innenfassade.

In der napoleonischen Zeit schuf dann Giuseppe Valadier, der trotz seines französischen Namens ein Römer war, den westlichen und besonders den östlichen Abschluß des Platzes: die spektakuläre Auffahrt zum Pincio mit ihren Terrassen, Balustraden, Statuen und Trophäen. Das Grün der Parkbäume bereichert das einmalige Gesamtbild.


Bald danach legte man die Brunnen mit den Wasser speienden Löwen an.

Quelle: Forum-Rom.de

Nach ausgiebiger Besichtigung ist es schön, wenn man sich in einer schönen Ferienwohnung ausruhen kann. Angebote für Ferienwohnungen in Rom gibt es bei  Romehome oder bei Romabed.



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Geändert am 30. August 2005 um 13:40
Montag, 29. August 2005

Die Tiberinsel in Rom: Bis heute ein Ort der Heilung



Bis heute hat die Tiberinsel ihre Bedeutung als Heilort behalten. Auf ihr befindet sich das Israelitische Krankenhaus sowie das Krankenhaus Fatebenefratelli, das speziell für entbindende Mütter genutzt wird. Im Sommer finden am Ufer der Insel Kinoveranstaltungen unter freiem Himmel statt.

Die Tiberinsel wird durch die Fabricius- und die Cestiusbrücke mit dem linken und rechten Ufer des Tibers verbunden. In der Antike sah sie durch entsprechend gefortme Bauten aus, als sei sie eine römische Galeere, die den Tiber passiert. Die Insel selbst wurde als heiliger Ort zur Verehrung des griechischen Gottes der Medizin Äskulap genutzt. Ihm wurde auch der neben der Kirche S. Bartholomäus gelegene Tempel, welcher im Jahre 289 v. Chr. erbaut wurde.

Die Kirche wurde im Mittelalter erbaut und besitzt noch einige der ursprünglichen Merkmale, wie den romanischen Glockenturm und die im Inneren befindlichen Säulen, die die Kirchenschiffe unterteilen.


Weitere und ausführlichere Informationen über das Caesarforum gibt's bei Ombelico. Dort warten auch sonst zahlreiche Tipps über Rom und Italien.



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Geändert am 28. November 2005 um 15:12
Sonntag, 28. August 2005

Am Largo Argentina durch die Jahrhunderte wandeln


Am Largo Argentina kann man leicht eine ganze Weile verbringen. Hier wird deutlich, wie selbstverständlich man in Rom durch die Jahrhunderte wandeln kann.

Die "Area sacra del Largo Argentina" besteht aus mehreren Tempen aus rebulikanischer Zeit. Sie liegt einige Meter unter dem heutigen Strassennivea und ist wie das Caesarforum nur von außen einzusehen.

Das Gelände wird an allen vier Seiten von Straßen umschlossen, so dass es wie eine tief gelegene Piazza wirkt. Neben den Tempeln befinden sich auch öffentliche Bauten aus der republikanischen Zeit auf dem Largo Argentina.

Weitere und ausführlichere Informationen über das Caesarforum gibt's bei Ombelico. Dort warten auch sonst zahlreiche Tipps über Rom und Italien. 



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Geändert am 28. November 2005 um 15:14
Samstag, 27. August 2005

Die Krypta der Päpste: Heiligtum in den Katakomben



Sie ist das bedeutendste Heiligtum in diesen Katakomben, auch genannt "der kleine Vatikan". In diesem Raum waren neun Päpste und möglicherweise acht Würdenträger der Kirche des 3. Jahrhunderts beigesetzt.

Entlang der Wände finden sich fünf originale Grabinschriften von Päpsten, griechisch geschrieben. Auf vier Grabplatten liest man neben dem Namen des Papstes den Titel "Bischof", denn der Bischof von Rom wurde als Oberhaupt der Kirche, als Papst angesehen. Auf zwei Grabplatten ist zusätzlich die griechische Abkürzung "MPT" (Martyrer) zu sehen.

Die Papstnamen auf den Grabplatten sind: Pontianus, Anteros, Fabianus, Lucius und Eutychianus. An der Frontwand war Papst Sixtus II beigesetzt, Opfer der Verfolgungen unter Kaiser Valerianus.

Vor seinem Grab ließ der hl. Papst Damasus (4. Jahrhundert) eine Marmorplatte aufstellen; die Inschrift würdigt das Andenken an die Martyrer und die in diesen Katakomben beigesetzten Christen.

Quelle: Catacombe.Roma.it



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Samstag, 27. August 2005

Der Stellenwert des Theaters im antiken Rom


Modell des Marcellustheaters in Rom.

Es ist heute kaum noch nachvollziehbar, welchen Stellenwert das Theater auch für den einfachen Römer hatte, da es nur noch wenige erhaltene Stücke einiger Autoren gibt. Der Sinn des Theaters war im Wesentlichen die Unterhaltung. Hier wurden szenische Bühnenwerke, das heißt, Komödien und Tragödien aufgeführt.

Die Komödie zählte zu den lustspielartigen Theaterdarbietungen. Sie wurde in verschiedene Gattungen unterteilt. Zum Einen gab es den aus Sizilien stammenden Mimus und die kampanische Atellane, die die hierbei frühsten Formen komischer theatralischer Inszenierungen bilden. Diese Stücke beinhalteten keine dramatische Handlung, typisch dagegen waren possenhafte und obszöne Inhalte. Dazu gehörten vor allem Mord, Betrügerei, Ehebrüche, Liebschaften, abwegiges sexuelles Verhalten. Diese Stücke wurden häufig mit Prügeleien, albernen Grimassen, Verfolgungsjagden und Stripteaseszenen der Schauspielerinnen untermalt. Diese Art von Darbietungen gehörte zu dem Standardrepertoire dieser beiden Gattungen.

Zum Anderen gab es ab dem 3. vorchristlichen Jahrhundert die fabula palliata, eine Komödie nach dem Vorbild des griechischen Kunstdramas. Oft wurden hellenistische Lustspiele ins Lateinische übersetzt und zum Teil dem Geschmack des römischen Publikums angepasst. Allerdings wurden Schauplätze und Handlung der Stücke nicht verändert. In diesen Stücken ging es um die Freuden und Leiden der kleinbürgerlichen Welt. Somit erreichte diese Art von Komödie ihren künstlerischen Höhepunkt. Wurden Handlungsorte und Thematik auf italienisches Gebiet verlegt, sprach man von der fabula togata, dies ist eine Sonderform der fabula palliata.

Die Tragödie spielte eine wesentlich kleinere Rolle als die Komödie, war für die Römer eher uninteressant. Auch hier gab es eine Orientierung der römischen Tragödiendichter am griechischen Kunstdrama. Und es eine weitere Sonderform, die fabula praetexta ("Tragödie im römischen Staatsgewand"), geschaffen. Nach fehlendem Erfolg verschwand sie dann aus dem Theaterprogramm.

Architektur

Das römische Theater unterteilt sich hauptsächlich in einen Bühnen- und einen Zuschauerkomplex. Der Zuschauerkomplex setzt sich zusammen aus halbkreisförmigen angelegten ansteigenden Sitzreihen, zu denen es mehrere Zugänge, die Vomitoria gibt. Durch Korridore und Treppen entstanden Zuschauerblöcke, die man cuneus nannte. Von oben wurde der Zuschauerraum sehr häufig über eine überdachte Galerie oder einen Säulengang (porticus) abgeschlossen. Zu dem konnten bei heißem Wetter Sonnensegel über die obersten Sitzreihen gespannt werden. Die Platzverteilung ging von dem sozialen Status des Theaterbesucher aus. So beanspruchten die Senatoren und hohe Regierungsmitglieder den vorderen Bereich für sich. Der Bühnenkomplex fügte sich an den Zuschauerraum an und bestand aus zwei Teilen, dem Bühnenhaus und der Bühne. Aus akustischen Gründen wurde die Bühne aus Holz gefertigt, wurde jedoch von einem Steinsockel gestützt. Im Raum unter der Bühne waren Hebe- und Versenkungsmaschinen untergebracht. Damit die Bühne bei Witterungseinflüssen keinen Schaden nahm, war ein Dach, meist drei Stockwerke hoch und häufig prächtig mit Säulen, Fenstern und Nischen verziert, am Bühnenhaus befestigt. Im Bühnenhaus befanden sich die Garderobe und sonstige zum Theaterbetrieb notwendigen Räume.

Dichter, Schauspieler, Ruhm

Von den römischen Theaterstücken sind nur wenige erhalten. Eine Tragödie des Seneca, 20 Komödien des Plautus und 6 Komödien des Terez. Die Schriften dieser Dichter müssen über lange Zeit große Erfolge gewesen sein, denn sonst hätte man sich nicht die Mühe gemacht, sie bis heute immer wieder abzuschreiben und zu bewahren. Nicht allein Theaterstücke waren erfolgreich: Es gab eine große Konkurrenz im Unterhaltungsbereich. Da waren weitere Publikumsmagneten wir Gladiatorenkämpfe oder Wagenrennen, die während der Kaiserzeit besonders beliebt waren. Für die Schauspieler war es nicht möglich, einen weltweiten Ruhm zu erreichen wie Schauspieler heutzutage. Dennoch gelang es einigen Pantomimendarstellern, im Reich sehr viel Ruhm zu erlangen und sogar Kultstatus zu erreichen. Trotzdem war das Ansehen des Schauspielens und der Schauspielkunst gering, denn der Beruf des Schauspielers galt als unanständig und ehrenlos. Deshalb setzten sich Schauspielgruppen eher aus Sklaven und Freigelassenen zusammen, also aus Menschen, die gar nicht oder nur teilweise römischen Bürgerrecht hatten. Schauspieler hatten sogar auf gleiche Delikte schwerere Strafen zu erwarten als Normalbürger. Trotz allem konnte der Schauspieler teilweise große, fanatische Bewunderung erreichen. Manchmal wurde ein Schauspieler sogar durch die Verleihung des Bürgerrechts, durch eine Statue, eine Inschrift oder einen hohen Geldbetrag geehrt. Einige Aristokraten waren trotz des allgemeinen Hasses der oberen Schicht begeistert von der Schauspielerei.

Quelle: Info-Antike.de



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Donnerstag, 25. August 2005

Die Geschichte der römischen Straßenbahn

Ursprünglich gehörte die römische Straßenbahn zu den großen Betrieben in Europa und trug die Hauptlast des öffentlichen Personenverkehrs. Doch schon in den fünfziger Jahren begann in der Autoeuphorie dieser Zeit der Niedergang des Betriebes. Es musste Platz für den dramatisch zunehmenden Autoverkehr geschaffen werden und in der Folge wurde jeder Quadratzentimeter Fläche zu Straßen und Parkplätzen umfunktioniert. Alle Trambahnlinien sollten sukzessive eingestellt oder auf Omnibus umgestellt werden. Eine fatale Fehlentscheidung, wie wir heute wissen.

Ein Restnetz blieb jedoch erhalten, hatte aber keine große Bedeutung mehr und wurde daher auch vernachlässigt. So überalterten nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch die Gleisanlagen wurden sanierungsbedürftig und die damit einhergehende geringe Reisegeschwindigkeit machte die Tram nicht gerade attraktiv.

Erst anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 1990 begann Ende der achtziger Jahre ein Um-denken. Die Trambahn wurde wie andernorts wieder als Massenverkehrsmittel entdeckt. Diese Rolle sollte ihr auch in Zukunft zugestanden werden, da das Busnetz hoffnungslos überlastet ist und zudem durch die Abgase Atemluft und Denkmäler erheblich belastet sind. Zudem verfügt die Stadt über kein ausreichendes U-Bahnsystem, woran sich aus finanziellen Gründen auch nichts ändern dürfte. Zunächst wurde daher das bestehende Netz teilweise modernisiert und die ältesten Fahrzeuge durch neue ersetzt. Inzwischen sind auch bereits Neubaustrecken entstanden und es existieren Pläne für einen umfangreichen Ausbau des Netzes. Allerdings geht es viel langsamer als erhofft voran.

Weitere Informationen: Tram Roma



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Mittwoch, 24. August 2005

Ein Meisterwerk von Michelangelo: Die Sixtinische Kapelle

Das Tonnengewölbe der Sixtinischen Kapelle wurde von Michelangelo zwischen 1508 und 1512 freskiert. Die Gesamtfläche beträgt 520 Quadratmeter.

Die Sixtinische Kapelle wurde von Giovanni de’ Dolci unter Papst Sixtus IV. in den Jahren 1477 bis 1482 als päpstliche Hauskapelle erbaut, wobei ihr die in der Bibel (im Buch der Könige) beschriebenen Idealmasse des Salomonischen Tempels - die Länge entspricht der doppelten Höhe sowie dreifachen Breite - zugrunde gelegt wurden (40,93 x 20,70 x 13,41 m).

Das am 15. August 1483 der Jungfrau Maria geweihte Gotteshaus dient traditionsgemäss als zeremonielles Zentrum des Vatikans, in dem die Versammlungen der Kardinäle und das Konklave zur Wahl eines neuen Papstes stattfinden sowie Hochämter gefeiert werden.

Der Innenraum des mittelalterlichen Baus zählt mit seinen einzigartigen Fresken zu den Weltkulturgütern. Die horizontal dreigeteilten Wände weisen in der unteren Reihe gemalte Vorhänge sowie darüber in einem Band von zwölf Bildern Szenen aus dem Leben Christi und Moses’ auf, die von Meistern der florentinischen Frührenaissance wie Botticelli, Rosselli, Peruginio, Ghirlandaio und Signorelli geschaffen wurden.

Das ursprüngliche Deckengemälde von Pier Matteo d’Amelia zeigte als Himmelswölbung Sterne auf einem nachtblauen Untergrund. Als 1503 Julius II. «Sixtus» Neffe, zum Papst gewählt wurde, liess dieser die mittlerweile als unpassend empfundene Darstellung übermalen. Der Auftrag ging an den in der Toskana geborenen Bildhauer und Maler Michelangelo Buonarroti (1475-1564), der sich zunächst mit dieser Arbeit überfordert fühlte, 1508 dann aber doch die Herausforderung annahm. Bis 1512 malte er an der Decke eine fingierte Architektur mit Pfeilern und Marmorbändern, in die er neun Bilder mit Szenen aus der Schöpfungsgeschichte einfügte. In den Zwischenfeldern wurden auf Marmorthronen Propheten und Sibyllen, in den Zwickeln und Lünetten die Ahnen Christi sowie darüber ignudi, nackte Figuren mit aus Papstsymbolen und Medaillons gewobenen Girlanden abgebildet.

1533 erhielt Michelangelo von Papst Clemens VII. den Auftrag, an der Altarwand der Sixtina eine Darstellung des Jüngsten Gerichts zu malen, die 1541 fertiggestellt war. Das 180 Quadratmeter grosse Werk zeigt in seinem Zentrum Christus als Weltenrichter, der die Gerechten in den Himmel erhebt und die Sünder in die Hölle verdammt.

Als Michelangelo 1564 fast neunzigjährig in Rom starb, wurde Daniele da Volterra beauftragt, im Jüngsten Gericht die Darstellungen männlicher Nacktheit mit Tüchern zu übermalen, wofür er den Spitznamen "il braghettone" (der Hosenmacher) erhielt.

Zum 500. Geburtstag Michelangelos beschloss der Vatikan 1975, die im Laufe der Jahrhunderte durch Regenwasser, Risse sowie Übermalungen von Restauratoren in Mitleidenschaft gezogenen Fresken einer grundlegenden Restaurierung zu unterziehen. Dabei wurden nicht nur die Patina der vergangenen Jahrhunderte, sondern auch die meisten "Textilstücke" entfernt, mit denen die Blössen der Figuren bedeckt worden waren.

Seit Abschluss der kosten- und zeitintensiven Arbeiten präsentiert sich der Innenraum der Sixtinischen Kapelle wieder in seiner ursprünglichen, verblüffend farbkräftigen Gestalt, die täglich von unzähligen Besuchern aus aller Welt bewundert wird.

Eine ganz spezielle und individuelle Führung durch die sixtinische Kapelle bietet übrigens der Kunsthistoriker Alessandro Canestrini. Weitere Informationen bei romaculta.

Müde von der Besichtigung dieses Juwels ist es schön, wenn man sich in ein Zimmer oder eine Ferienwohnung zurückziehen kann. Diese gibt's bei Romehome oder Romabed.



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Geändert am 24. August 2005 um 13:09
Dienstag, 23. August 2005

Der Streik: Bestandteil des römischen Alltags



Der Streik ("sciopero", gesprochen "Schoppero") ist elementarer Bestandteil des römischen und natürlich italienischen Alltags, denn in Italien wird eigentlich immer irgendwo irgendwofür oder irgendwogegen gestreikt. Manche Streiks sind lokal begrenzt, andere gleich landesweit, gerne auch mal als Generalstreik. Manche sind politisch motiviert, es kann aber auch schlicht um das liebe Geld oder ganz andere Interessen gehen.

Streiken können die Lokführer, die Schaffner, die Tankwarte, auch mal nur die Tankwarte der Autobahntankstellen, die Piloten, das Flugpersonal ("Brötchenstreik" - es gibt nichts zu essen an Bord), die Fluglotsen, die Arbeiter, die Angestellten, die Behörden, die Gondolieri in Venedig, die U-Bahnfahrer in Rom, der gesamte öffentliche Nahverkehr, das Fernsehpersonal der RAI während einer WM-Übertragung und so weiter und so fort.

Gerne wird das auch gestaffelt gemacht: etwa heute die Piloten, morgen die Flugbegleiter und übermorgen die Fluglotsen. So verliert jeder nur einen Tageslohn bzw. belastet damit die Gewerkschaftskasse, der Effekt ist dennoch erheblich.

Man hat das Gefühl, jeder darf einmal - und jeder tut es auch. Aber nicht nur einmal im Jahr. Der einzige, der nie streikt, ganz im Gegenteil, ist der Papst. Aber der ist ja kein Italiener und wohnt genau genommen nicht in Italien, sondern in (s)einem eigenen Staat.

Italien ist aber gut darauf eingerichtet: man ist daran gewöhnt, daß immer irgendetwas nicht funktioniert, das ist quasi der Normalzustand. Natürlich finden die Betroffenen das trotzdem nicht alle wirklich komisch. Vielleicht sind aber sie die nächsten, die streiken...

Da so oft gestreikt wird, ist der Streik als  Bestandteil des römischen Alltagstreik natürlich nur sehr begrenzt wirksam zur Durchsetzung der Interessen. Also muß man wieder streiken. So dreht man sich fröhlich im Kreis.

Damit nun nicht alles restlos drunter und drüber geht, werden die großen Streiks vorher, teilweise lange vorher, angekündigt. So kann man sich dann darauf einstellen. Damit das liebenswerte Chaos aber erhalten bleibt, finden angekündigte Streiks manchmal einfach nicht statt. Das wird dann aber anderenorts irgendwann spontan ausgeglichen.

Das einzige, was wirklich katastrophal wäre, wäre ein Streik der "baristi", also des Barpersonals. Das gäbe vermutlich Volksaufstände, denn der "caffè" gehört zu Italien, wie das Baguette zu Frankreich. Aber das ist eigenlich ein eigenes Thema.

Offizieller Streikkalender des italienischen Verkehrsministeriums (leider nur in Italienisch) >>>

Quelle: italianita.de

 



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Geändert am 23. August 2005 um 14:01
Montag, 22. August 2005

Erdbeben sorgt für kurzzeitige Panik in Rom


Bei einem Erdbeben der Stärke 4,4 ist in Rom ein Mann ums Leben gekommen. Der Rentner sei bei Arbeiten an seinem Haus von den Erdstößen überrascht worden und von einer Leiter gefallen, berichtete das italienische Fernsehen. Über weitere Verletzte oder Sachschäden lagen bis zum frühen Abend keine Berichte vor.
 
Nach Angaben des italienischen Zivilschutzes befand sich das Epizentrum des Bebens im Meer vor der Küste der Region Latium, in der Nähe des Ortes Anzio.
 
Die Erdstöße seien auch im historischen Zentrum der Ewigen Stadt deutlich zu spüren gewesen. Unter den zahlreichen Touristen an den wichtigsten Monumenten, wie dem Kolosseum und dem Trevi-Brunnen, sei es kurzzeitig zu Panik gekommen, hieß es. Hunderte Bewohner seien aus den Häusern auf die Straßen gerannt. Auch viele Badegäste an der Küste hätten fluchtartig die Strände verlassen.
 
Hubschrauber des Zivilschutzes waren im gesamten betroffenen Gebiet im Einsatz, um eventuelle Schäden zu orten. Eine Tsunamigefahr sei ausgeschlossen, hieß es.

Quelle:  ntv.de


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Geändert am 22. August 2005 um 23:28

Italien warnt vor möglichen Terroranschlägen

Das Auswärtige Amt hat in seine Sicherheitshinweise eine von den italienischen Behörden ausgesprochene Warnung aufgenommen. Nach den Bombenanschlägen in Großbritannien und Ägypten fürchtet die Regierung in Rom auch im eigenen Land terroristische Anschläge.

Das italienische Innenministerium in Rom hatte erklärt, es gebe ein "anhaltend hohes Risiko für einen terroristischen Anschlag". In den Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes heißt es nach der Aktualisierung: "Eine Gefährdung kann angesichts der weltweiten Bedrohung durch terroristische Anschläge auch für Italien nicht ausgeschlossen werden." Die italienischen Stellen hätten zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen.

In der Vergangenheit haben angebliche islamistische Gruppierungen im Internet wiederholt mit einem Anschlag auch in Italien gedroht. Die Regierung in Rom gilt wie die britische Regierung als eine der engsten Verbündeten der USA im Irak-Krieg und hat dort rund 3000 Soldaten stationiert.

Das Auswärtige Amt hat auch zu anderen europäischen Ländern Sicherheitshinweise auf seiner Webseite veröffentlicht. So wird zum Beispiel in Spanien seit den Bombenattentaten im März 2004 von einer "erhöhten Gefährdung, insbesondere durch islamistisch motivierten Terrorismus ausgegangen". Außerdem muss mit Anschlägen der baskischen Terrororganisation ETA gerechnet werden. In Griechenland habe es zwar politisch motivierte Anschlägen gegen staatliche Einrichtungen und Einzelpersonen gegeben, die aber nicht gegen Touristen oder touristische Einrichtungen gerichtet waren.

Im April wurde der Sicherheitshinweis zu Frankreich aktualisiert. Der Plan "Vigipirate" zur Begegnung von terroristischen Drohungen (insgesamt vier Alarmstufen mit unterschiedlich intensiven Maßnahmen) sei landesweit von der ersten Stufe "gelb" auf die zweite Stufe "orange" angehoben worden. Reisende müssen daher mit verstärkten Gepäck- und Personenkontrollen auf Bahnhöfen und Flughäfen rechnen.

Quelle: spiegel.de



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Sonntag, 21. August 2005

Ein Prunkstück Roms: Die Spanische Treppe


Die Spanische Treppe entstand in den Jahren 1723 - 1726 unter dem Pontifikat des Benedikt XIII. Orsini. Eigentlich müßte sie Französische Treppe heißen, da ein französicher Botschaftssekretär eine große Geldsumme zu deren Bau hinterließ. Die Römer nennen sie seit jeher Scalinata di Trinità dei Monti. Der ausführende Architekt dieser Prachttreppe war Francesco de Sanctis, der einen harten Wettbewerb mit Alessandro Specchi gewann und sich den Auftrag zusicherte.

Die ganze Stadt verfolgte den erbitterten Konkurrenzkampf - eine Stadtführung unter einem anderen Blickwinkel.

Einen solchen perspektivischen angelegten Treppenaufgang, großartig und anmutend in einem, würde man eher in einem Palast oder in einem Opernhaus erwarten. Der Platz erfährt dadurch einen theatralisch-prunkvollen und zugleich intim-anheimelnden Charakter.

Die Prachttreppe gehört zu den größten Leistungen des Spätbarock und des Rokoko. Sie ist es vor allem dadurch, daß der Architekt bei ihren Rampen und Absätzen so gut wie nie den rechten Winkel angesetzt hat. Die unvermeidlichen Horizontalen der Stufen spannen sich in ausschwingende Rahmen, der Reihnung der Geraden sind kurvierte Linien entgegengesetzt.
  

Die Spanische Treppe verbindet den Hügel des Pincio mit der darunterliegenden Stadt, die im Tiberknie ausläuft. Sie gilt als bestes Beispiel der spätbarocken Urbanistik, die auf theatralische Art und Weise das Stadtbild gestalten wollte.


Weitere Informationen >>>


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Freitag, 5. August 2005

Tief im römischen Bewusstsein verankert: Die Tiberinsel

Die Tiberinsel hat eine zweitausendjährige Geschichte und ist tief im römischen Bewusstsein verankert.

Seit Urzeiten dient sie als natürliche Brücke und Übergang zum Stadtviertel Trastevere ('trans tiberim'). Die Insel über dem Tiber wird seit jeher mit dem Gesundheitsgott Aesculapius in Verbindung gebracht. Hier soll seine Schlange nach der langen Reise aus Griechenland im Jahre 293 v.Chr. ans Land gegangen sein. Ein dem Gott Äskulap geweihter Tempel wurde 289 v.Chr. eingeweiht - als es über den Strom noch Holzpassagen gab. Die beiden Brücken (Cestius und Fabricius) gibt es seit dem 1. Jahrhundert. v.Chr.

Die Legenden und geschichtlichen Ereignisse der Tiberinsel sind unzählig. Es gibt sehr gut aufgearbeitete Quellen, die auch im Web zu haben sind. Hier weitere Hinweise: www.isolatiberina.it


Die Insel wurde dutzende Male umgebaut. Während einer Stadtführung zur Tiberinsel wird ein ikonographischer Schwerpunkt gesetzt, der dem ursprünglichen Aussehen im Laufe der Zeit gerecht wird.

Die Äskulapschlange erreicht die Tiberinsel, und Rom wird von der Pestwelle con 293 v.Chr. gerettet.  Das Gebiet rund um der Tiberinsel war im 6. Jahrhundert v.Chr. noch Sumpfgebiet. Die Urrömer lebten auf den Hügeln - Kapitol, Aventin, Palatin, Quirinal sind im Bild zu erkennen. Zu sehen das Forum Boarium an, lange bevor die Steinbrücke nach Trastevere führten.  Die Tiberinsel im 4. Jahrhundert n.chr. Zu sehen sind die beiden Steinbrücken Cestio und Fabricio (1. Jahrhundert v.Chr.). Dort, wo heute die Kirche San Bartolomeo steht, befand sich ursprünglich der Äskulaptempel. Man erkenn auch die kleineren Nebentempel, Faunus und Veiove geweiht, und ein Kultplatz für den Jupiter Iurarius.

Interessant sind auch jene Rompläne, die im Mittelalter und Neuzeit nach den Reportagen von Rombesuchern und Pilgern angefertigt wurden. Die Erzählungen berichten von Riesenschiffe aus Stein, die auf dem Wasser schweben und ähnliche Phantasien. Zwei gute Beispiele sind die Pläne der Gebrüder Limburg von 1411. Hohe gotische Türme und mittelalterliche Paläste zieren die ideale Stadt.

Pietro del Massaio (1490) bringt die antiken Namensgebungen und skizziert kurz die Ruinen auf der Tuffsteininsel.

Drucke und Zeichnungen aus verschiedenen Epochen helfen für eine Rekonstruktion des jeweiligen Aussehen in den Jahrhunderten.

Im Mittelalter nutzen die Römer die Strömung des Flusses, indem sie schwimmende Mühlen bauten. Sie waren an den Ufern mit Schiffen verankert, die das Mühlenrad dazwischen stützten. Die Strömung betätigte die Räder und deponierte das Mehl direkt in die Schiffe. Die Mühlen am Tiber wurden bis 1871 benutzt, als die Tiberdämme die Einheit zwischen Stadt und Fluß zerrissen.

Die Tiberinsel wurde schon immer als ein riesiges Schiff mitten im Tiber beschrieben. Die Drucke und Zeichnungen der alten Meister verraten in der Interpretierung viel Vorstellungskraft. Due langgezogene Urform wurde zum Inbegriff des Schiffes.

Etienne Du Pérac, antiker Stadtplan von 1574.  Philip Galle um die Mitte des 16.Jahrhunderts.  Giovanni Battista Piranesi um die Mitte des 18. Jahrhunderts.

Die Tiberinsel wie sie immer war: ein Ruinenhaufen mit baufälligen Brücken und einem Krankenhaus für Pestkranke. Hier wurden seit dem Mittelalter die Aussätzigen verfrachtet und isoliert.

Ettore Franz Roesler malt verschiedene romantisch anmutende Romveduten am Ende des 19. Jahrhundert. Die Gemälde sind vor dem Jahr 1871 angefertigt worden: man erkennt die Ufer ohne den Dämmen.

Quelle: www.romaculta.it



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Donnerstag, 4. August 2005

Ein Kunstwerk im Freien: Der Trevibrunnen in Rom

Der Trevibrunnen in Rom (Fontana di Trevi) ist - wie so vieles in Rom- ein Gesamtkunstwerk im Freien. Heute gilt er als beliebter Treffpunkt für Römer und Touristen.

Der amerikanische Romancier Hawthorne hat das Leben und Treiben um den Trevibrunnen 1858 so beschrieben:

"Untertags kann man sich in ganz Rom kaum einen belebteren Platz vorstellen als die Gegend um den Trevi-Brunnen; denn die Piazza quillt dann über von den Ständen der Gemüse- und Obsthändler, Kastanienröster, Zigarrenverkäufer und anderer fliegender Händler, die hier im Freien ihre kleinen Geschäfte betreiben. Auch Müßiggänger drängen sich hier, die sich über die Einfassung aus Eisen lümmeln, sowie 'forestieri' (Fremde), die hierherkommen, um sich den berühmten Trevibrunnen anzusehen. Dazu kommen Männer mit Eimern, kleine Bengel mit Kannen und junge Mädchen, die Krüge auf dem Kopf tragen. Denn das Trevi-Wasser ist weit und breit begehrt; es gilt als die erfrischendste Linderung für fiebrige Lippen, als die köstlichste Flüssigkeit, um den Wein zu mischen, und in seiner unverdorbenen Reinheit als das heilsamste Getränk, das es überhaupt gibt."

Der Vorläufer des Trevibrunnen stammt schon aus augustäischer Zeit (1.Jhdt. v. Chr.). Hier endete die dafür errichtete Wasserleitung der "Acqua Virgo", des jungfräulichen Wassers, die vom Osten kommend (ca. 20 km von Rom) in die Thermen des Agrippa neben dem Pantheon endete. Der Brunnen diente vermutlich schon in der Antike als Schöpfbrunnen.

Der heutige Brunnen geht auf einem Auftrag des baufreudigen Klemens XII. Corsini zurück. Davor stand noch der Vorgängerbau aus der Zeit des Urban VIII. Barberini. Dieser habe, so erzählt man, den Wein hoch besteuert, um die Fontana di Trevi ausbauen zu lassen. Daraufhin wären die Römer nur mit Wasser getränkt worden, weil der Wein zu teuer wurde. Tatsache ist, daß noch heute der Wein in den anliegenden Gaststätten extrem teuer ist. Tourismuswahn oder Volkslegende?

Nicola Salvi erfüllte den päpstlichen Auftrag zwischen 1732 und 1751 mit der 20 m breiten und 26 m hohen, meisterhaft gestalteten hochbarocken Brunnenanlage, die sich an den Palast der Herzöge von Poli anlehnt. Es entstand eine barocke Opernszene, die noch heute die rauschenden Wasser wie ein Orchester begleitet.

Gute Informationen zum Trevibrunnen gibt es bei Wikipedia.



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Mittwoch, 3. August 2005

Essen und Trinken in Rom: Was wird geboten?

Das italienische Frühstück ist traditionell karg: ein Caffè (wir würden Espresso sagen) oder klassisch ein Cappuccino, dazu nur ein Brioche oder Cornetto (Hörnchen). Erst beim späteren zweiten Frühstück wird zum obligatorischen Caffè ein Tramezzino (belegtes Weißbrot) oder Ähnliches verzehrt. Die "gehaltvolle" Mahlzeit findet dann mittags oder besser noch abends statt. Dabei wird klassisch ein mehrgängiges Menü verzehrt, am liebsten im großen Kreis der Familie und/oder der Freunde.

Wenn man die Speisekarte eines Restaurants in Italien liest, fällt einem auf, daß abweichend von den deutschen Gepflogenheiten (auch in italienischen Restaurants hierzulande) eine klare Unterscheidung zwischen den Gängen und ihren Bestandteilen stattfindet.

In Deutschland sind wir gewohnt, daß man einen Teller mit einem Gericht, bestehend aus Fleisch oder Fisch zusammen mit dezidierten Beilagen, serviert bekommt. Das erscheint Italienern fremd, in Italien stellt man eine Speisefolge auch in einfacheren Restaurants und natürlich auch bei Einladungen daheim zusammen.

Man unterscheidet zunächst die einzelnen Gänge:

Aperitivo: (= Aperitiv). Wird oftmals bereits auf dem Wege zum Restaurant in einer Bar eingenommen.

Antipasti: (= Vorspeisen). Hier gibt es viele typische lokale Spezialitäten, man kann sich oft auch einen kleinen Teller am Buffet zusammenstellen.

Primo piatto: oder "Primo" (= erster Gang). Das "primo" ist zumeist ein Nudelgericht, eine Suppe oder ein Risotto.

Secondo piatto: oder "Secondo" (= zweiter Gang). Dies ist der Fleisch- oder Fischgang. Beilagen ("contorni") muß man dazuwählen, sonst bekommt man nur das "nackte" Stück serviert.

Dolce / Formaggio: (= Nachspeise / Käse). Oft werden auch Früchte ("frutta") und/oder Obstsalat ("macedonia") angeboten.

Caffè / Grappa: Der Digestiv, der die Mahlzeit abschließt.

Es ist klar, daß eine solche mehrgängige Mahlzeit ihre Zeit braucht und ihren Preis kostet. Gut essen gehen ist auch in Italien und insbesondere in Rom nicht billig, wenn man nicht das Glück hat, an ein Restaurant zu geraten, das abseits der Touristenströme vorwiegend von Einheimischen frequentiert wird. Dort gibt es auch oft keine gedruckte Speisenkarte, sondern eine Tafel an der Wand oder der Wirt hält einen kurzen Vortrag.

Natürlich kann man einzelne Gänge im Restaurant auslassen. Wer aber einfach nur z.B. einen Teller Spaghetti bestellt wird unter Umständen wegen Missachtung der Küche schief angeschaut und möglicherweise auch nicht satt.

In den typischen "Touristenfallen" oder in Pizzerien geht es natürlich schneller und man erwartet nicht unbedingt, dass Sie sich an die Speisefolge halten. In einer ländlichen Trattoria oder einem guten Restaurant gilt es aber als schlechtes Benehmen, "deutsch" zu bestellen. In Touristenlokalen werden oft Menüs angeboten, die Ihnen die ungewohnte Auswahl abnehmen.

Beachten Sie auch, dass in Italien abends in der Regel später gegessen wird. Daher öffnen die meisten Restaurants erst ab 19 Uhr. In Italien zahlt der Tisch zusammen und teilt den Betrag intern auf, es zahlt nicht jeder einzeln ("alla romana" - nur die angeblich unhöflichen Römer tun das).

Ebenfalls im Unterschied zu Deutschland wird im allgemeinen ein Gedeck ("coperto") pro Person berechnet. Da sind etwas Brot oder Grissini inbegriffen. Zum Essen wird in der Regel Wein genossen, auch Kinder bekommen durchaus einmal einen Spritzer in ihr Wasser.

Wer zu Hause ein italienisches Essen ausrichtet, sollte darauf achten, dass Wasser und Weißbrot auf dem Tisch sind. Nur so kann man die leckeren Soßen wirklich restlos genießen und den Flüssigkeitsbedarf stillen, ohne (zu schnell) betrunken zu werden.

Die italienische Küche ist eine stark regional geprägte Küche, in der sich die z.B. Bestandteile der Gerichte des armen Südens von denen des reichen Nordens deutlich unterscheiden. Gemeinsam ist allen, dass erheblicher Wert auf frische, reine und qualitativ hochwertige Zutaten gelegt wird (Kunststück in einem Land, in dem immer alles wächst und das Meer nie weit ist). Durch die Betonung von frischem Gemüse, Fisch, Olivenöl und Obst ist die italienische Küche sehr gesundheitsfördernd.

Quelle: www.italianita.de



Current mood: Grinsend

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42.000 Ministranten in Rom

Mit Gottesdiensten und Andachten in den Innenstadtkirchen Roms hat die internationale Ministrantenwallfahrt mit insgesamt 42.000 Teilnehmern am Dienstagvormittag ihr Programm aufgenommen. Ein grosser Teil stammt aus Deutschland, wo die Messdiener eine herausragende Säule der Jugendpastoral sind.

Nach gemeinsamen Andachten zogen die einzelnen Bistumsgruppen in einem Sternmarsch zum Vatikan. Viele Ministranten besuchten den Petersdom zu einem Gebet am Papstgrab Johannes Paul II. Erster Höhepunkt der Rom-Wallfahrt ist am Dienstagabend eine grosse Messe auf dem Petersplatz, den der Wiener Kardinal Christoph Schönborn zusammen mit dem deutschen Jugendbischof Franz-Josef Bode und weiteren Kirchenführern konzelebriert. Für den Mittwoch steht die Teilnahme an der Generalaudienz von Benedikt XVI. auf dem Programm. Dabei will sich der Papst mit einem eigenen Grusswort an die jugendlichen Teilnehmer richten.

Aus 17 Ländern sind in Rom die Ministranten zu einer internationalen Wallfahrt zusammengetroffen. Das grösste Kontingent mit 35.000 Jungen und Mädchen stellten die Messdiener aus Deutschland, doppelt so viele wie beim letzten Treffen vor fünf Jahren, sagte der deutsche Jugendbischof Franz-Josef Bode am Montag an einer Pressekonferenz. Die Begeisterungswelle des Weltjugendtags von Köln schlage sich hier nieder.

Keine Statistenrolle

Es sei jedoch bereits seit einigen Jahren bei Jugendlichen eine wachsende, spürbare Begeisterung für das Wallfahren zu registrieren, betonte Bode. Für die kirchliche Jugendpastoral in Deutschland seien Ministrantinnen und Ministranten eine herausragende Säule. Nach letzten Angaben machten 393.164 Kinder und Jugendliche am liturgischen Dienst mit - mit steigender Tendenz. "Die Rom-Wallfahrt ist nicht ein plötzlicher Event, sondern Teil eines ständigen pastoralen Bemühens, junge Menschen über den Augenblick hinaus in ihrer spirituellen Biografie zu begleiten", unterstrich der Jugendbischof. Ministranten würden nicht zur Verschönerung von Gottesdiensten in einer Statistenrolle verzweckt. Zur Ministrantenpastoral gehörten neben liturgischer Bildung auch ein reges Gruppenleben sowie viele soziale und Freizeitaktivitäten.

Veranstalter der in der Regel alle fünf Jahre stattfindenden Wallfahrt ist der 1960 gegründete Internationale Ministrantenbund (CIM). Dessen Vorsitz hat der Basler Weihbischof Martin Gächter inne.

Quelle: Kipa



Current mood: Alles klar

»14:20     »Kommentieren     »0 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

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Geändert am 3. August 2006 um 14:21
Dienstag, 2. August 2005

Günstig vom Flughafen in die Innenstadt von Rom

Wer über einen der zwei Flughäfen Fiumicino oder Ciampino nach Rom kommt, kann viel Geld sparen, wenn er mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt fährt.

Wer am Flughafen Fiumicino ankommt, folgt innerhalb des Flughafens den Schildern "Train to the city". Die Fahrkarten kosten Euro 9,50 pro Person. Der Zug fährt 2 Mal pro Stunde und hält am Hauptbahnhof Termini.

Bei Ankunft am Flughafen Ciampino gibt es mehrere Möglichkeiten, ins Zentrum zu kommen.

Die teuerste Möglichkeit:

Der Transferbus der Fluggesellschaft. Das kostet 8 Euro pro Person. Die Fahrkarten werden von den Stewardessen bereits im Flugzeug verkauft. Sie machen die Leute nicht darauf aufmerksam, dass es wesentlich günstigere und schnellere Möglichkeiten gibt, ins Zentrum zu kommen. Die Fahrer sind auch nicht behilflich beim Einladen des Gepäcks. Der Transfer dauert je nach Verkehrslage eine bis eineinhalb Stunden.

Die billigste und schnellste Möglichkeit:

Der öffentlichen Bus, der unmittelbar vor den Flughafentüren abfährt zu 1 Euro pro Person. Einfach gleich an der ersten Haltestelle wieder aussteigen, am Bahnhof des Ortes Ciampino. Der Fahrer macht darauf aufmerksam, wenn es soweit ist, indem er ruft: "Stazione Ciampino!"

Von dort gibt es einen Pendelzug, der alle 10 Minuten nach Rom fährt. Fahrkarten sind an einem Automaten im Eingangsbereich des Bahnhofs oder an einem Schalter zu 2 Euro erhältlich. Der Zug fährt ebenfalls zum Hauptbahnhof Termini

Dritte Möglichkeit:

Man nimmt den gleichen Bus, steigt aber nicht bereits an der ersten Haltestelle aus, sondern fährt noch mit bis "Agnanina", das ist die Anfangshaltestelle der Metrolinie A. Von dort fährt dann die Metro A (Fahrkarten zu 1 Euro gibt es an Automaten) ebenfalls bis Hauptbahnhof Termini.

Wenn die Unterkunft an einer der Haltestellen der Metro A liegt, kommt man auf diese Weise am schnellsten hinl, denn man ha sich das Umsteigen am Hauptbahnhof erspart.

Taxis:

Kosten in die Innenstadt ca. 43 Euro. Der Fahrpreis wird durch einen Taxameter berechnet. Es stimmt also nicht, wie in vielen Reiseführern beschrieben, dass man von Taxifahrern betrogen wird.

Günstige Übernachtungsmöglichkeiten (Ferienwohnung, Pension, Privatzimmer) gibt es auch in Rom. Infos unter www.romehome.de oder www.romabed.de



Current mood: Alles klar

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Geändert am 3. August 2005 um 14:32
Montag, 1. August 2005

Faszination Rom: Auf den Spuren von Mythos und Geschichte

Der Faszination der Ewigen Stadt wird man an so ergreifenden Orten wie dem Petersplatz und beim Anblick ihrer anderen beeindruckenden und grössten Monumente wie Engelsburg, Kolosseum, Pantheon oder Altar des Vaterlandes gewahr. Man taucht ein in die faszinierende Welt des Forum Romanum und des Palatin mit wunderbaren Zeugnissen einer glorreichen Vergangenheit und staunt nicht minder angesichts der von künstlerischen Genies wie Michelangelo, Bernini, Raffaello, Caravaggio oder Borromini geschaffenen Meisterwerke.

Rom ist die Stadt der berühmten Plätze und eleganten Brunnen, der prachtvollen Barockkirchen und der Adelspaläste. Des Abends geniesst man zwischen Campo dei Fiori und Trastevere eine äusserst stimmungsvolle Atmosphäre, die geprägt ist von Musik und Unterhaltung.

Im Herzen der italienischen Hauptstadt findet man ausgedehnte Grünflächen: Gärten aus römischer Zeit wechseln sich ab mit den erholsamen Parkanlagen der Adelsvillen. Rom ist aber auch eine Stadt mit weiten Perspektiven – die schönsten Ausblicke über die Dächer der Stadt eröffnen sich dem Betrachter von den Hügeln Gianicolo, Quirinal und Pincio aus – und eine Stadt der Literatur, die auf den Spuren von Schriftstellern und Dichtern, die sich vom zeitlosen Charme der Stadt der Cäsaren inspirieren liessen, allgegenwärtig ist.

Auf den Spuren von Mythos und Geschichte offenbart sich dem Besucher der archäologischen Ausgrabungen von Ostia Antica mit dem Theater, dem Capitolium und den Überresten des alten Hafens die glorreiche Vergangenheit einer Colonia, die für Rom von grundlegender strategischer Bedeutung war. Entlang der Via Appia Antica, einem Meisterwerk des römischen Strassenbaus, liegen die berühmten Grabmale, wie jenes der Cecilia Metella, und antike römische Villen. Schliesslich bietet der Tiber mit seinen Brücken und grossartigen, sich im Wasser des Flusses spiegelnden Monumenten eine einzigartige Möglichkeit, die Stadt kennen zu lernen.

Wer sich Rom auf besonders individuelle Art erschließen will, ist bei Alessandro Canestrini bestens aufgehoeben. Der aus Südtirol stammenden Kunsthistoriker bietet Stadtführunge der besonderen Art: Infos unter www.romaculta.it

Wenn man sich abends nach der Besichtigung der Sehenswürdigkeiten entspannt zurücklehnen will, kann man dies bestens in einer von Privatpersonen vermieteten Ferienwohnung, einem Bed&Breakfast oder einer kleinen Pension tun. Ein umfassendes Angebot gibt es bei www.romehome.de oder bei www.romabed.de



»13:12     »Kommentieren     »3 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

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Geändert am 1. August 2005 um 13:16



romehome "Anderer Orten muß man das Bedeutende aufsuchen, hier werden wir davon überdrängt und überfüllt.(...) Man müßte mit tausend Griffeln schreiben, was soll hier eine Feder!"

Goethe in Rom, am 7. November 1786

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