Einträge "Juli 2005":

Sonntag, 31. Juli 2005

Kein U-Bahn-Verkehr in Rom nach 21 Uhr - Neue Linie C geplant


Wegen Renovierungsarbeiten gibt es nach 21 Uhr in Rom keine U-Bahn-Verbindung mehr. Die Arbeiten werden voraussichtlich erst 2007 abgeschlossen sein. Der Verkehr wir ab 21 Uhr oberirdisch durch Busse aufrecht erhalten. Die Haltestellen sind genau die gleichen, sind aber verkehrsbedingt manchmal etwas versetzt oder um die Ecke.

Zur Lösung seiner großen Verkehrsprobleme plant Rom den Bau einer neuen U-Bahn-Linie will. 25,5 Kilometer soll die neue Linie C messen, die mit 30 Stationen den Vatikan mit dem Vorort Pantano verbinden wird.

Die neue Metro, wegen der 4,3 Millionen Kubikmeter Material ausgehoben werden müssen, wird eine schnelle Direktverbindung vom Vatikan zum Kolosseum und von dort zur Lateran-Basilika herstellen. Derzeit ist die dem Vatikan am nächsten gelegene U-Bahn-Haltestelle mehr als einen Kilometer vom Petersplatz entfernt.


Die Bauarbeiten beginnen im März 2006 und sollen 2011 abgeschlossen werden, berichtete Bürgermeister Walter Veltroni. Drei Milliarden Euro wird die neue U-Bahn kosten.

Die italienische Hauptstadt, die derzeit nur zwei U-Bahn-Linien von insgesamt knapp 35 Kilometern Länge hat, erstickt im Privatverkehr. In Rom sind 698 Autos pro 1.000 Einwohner unterwegs, drei Mal so viel wie in Paris und London. Jedes Jahr wächst die Zahl der Kfz in der Ewigen Stadt um 22.000. Wegen der hohen Luftverschmutzung sind jeden Donnerstag nur Autos mit ungeraden Zahlen unterwegs.

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Geändert am 31. Juli 2005 um 23:00
Samstag, 30. Juli 2005

Rom: Spitze des Petersdoms wird restauriert


Der oberste Teil des Petersdoms, die Spitze über der "Laterne" der Michelangelo-Kuppel, soll in einer viermonatigen Baumaßnahme restauriert werden. Wie die Dombauhütte der Vatikan-Basilika am Mittwoch mitteilte, müssen die vergoldete Kugel samt ihrer Verankerung überarbeitet und der Blitzableiter an der Spitze des Kreuzes erneuert werden. Weiter werden die 16 Travertinsäulen restauriert.

Derzeit wird in 130 Meter Höhe oberhalb des für Besucher zugänglichen Umgangs ein Gerüst errichtet. Um das Baumaterial an die Spitze des Petersdoms zu transportieren, wurde eigens ein Lastenaufzug nach dem Prinzip einer Seilbahn konstruiert. Der Zugang für Besucher soll auch während der Bauarbeiten garantiert bleiben, teilte die Dombauhütte mit.

Quelle: Standard.at

http://derstandard.at/?url=/?id=2095307 

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Freitag, 29. Juli 2005

Ein vergessene Landschaft nicht weit von Rom: Die Tuscia

Die Tuscia ist eine liebliche Landschaft Mittelitaliens, die vom großen Touristenstrom verschont geblieben ist. Die Gegend hat aber nicht nur unvergleichliche Kunst- und Kulturschätze zu bieten, sondern verspricht auch auf gastronomischem Gebiet ein Geheimtipp für Insider zu werden.

Tuscia (auf deutsch "Tuszien") ist die antike Bezeichnung für das Gebiet Südetruriens. Es liegt zwischen dem tyrrhenischen Meer, der Toskana und Umbrien. Hier befiden sich die berühmten archäologischen Ausgrabungen von Vulci, Tuscania und Tarquinia. Nördlich liegt die sanfte Hügelkette der Colli Cimini mit dem Lago di Vico, die Hügel der Colli Volsini mit dem Bolsena-See und die Stadt Viterbo. Östlich von Tuszien verläuft das mittlere Tibertal. Die Gegend ist ländlich geprägt; die ausgedehnten Olivenhaine, Haselnussplantagen und Weinreben bestimmen das Landschaftsbild.


Im Vergleich mit der Toskana erscheint Südetrurien rauer und wild-romantisch. Das geographische Landschaftsbild wird von tiefen Schluchten, hohen, kantigen Tuffsteinfelsen und engen, kurzen Tälern bestimmt. Morphologisch könnte man sie mit einem Handrücken mit gespreizten Fingern vergleichen: radial gelagerte Tuffsteinrippen, dazwischen tiefe Schluchten, alles mit einem Hochplateau verbunden.

Die treffendste Beschreibung der Tuscia ist 1870 vom preußischen Gelehrten Ferdinand Gregorovius formuliert worden. In der Campagna Romana nördlich von Rom, herrsche "ein vulkanisch durchrissenes Hochland vor mit weiten Einöden von ernster und melancholischer Natur, die geheimnisvoll erscheint. Das geschichtliche Leben ist hier meist spurlos geworden."

Am 28.Oktober 1786 beschreibt Johann Wolfgang v. Goethe (1749-1832) der vom Norden kommend die Via Flaminia Richtung Rom entlangfuhr, die Gegend folgendermaßen:

"... man (befindet) sich im vulkanischen Terrain (...). Die Chaussee, die von der Höhe nach Città Castellana geht, von eben diesem Stein, sehr schön glatt gefahren, die Stadt auf vulkanischen Tuff gebaut, in welchem ich Asche, Bimsstein und Lavastücke zu entdecken glaubte. Vom Schlosse ist die Aussicht sehr schön; der Berg Soracte steht einzeln gar malerisch da, wahrscheinlich ein zu den Apenninen gehöriger Kalkberg. Die vulkanisierenden Strecken sind viel niedriger als die Apenninen, und nur das durchreißende Wasser hat aus ihnen Berge und Felsen gebildet, da denn herrlich malerische Gegenstände, überhangende Klippen und sonstige landschaftliche Zufälligkeiten gebildet werden."

Goethe sah bei dieser Gelegenheit den Monte Soratte, die einzige größere Erhebung der Gegend. Der Kalkberg ragt wie ein versteinertes Schiff aus der Hügellandschaft heraus.

Ausführliche Informationen gibt es bei Romaculta.



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Geändert am 30. Juli 2005 um 22:23
Donnerstag, 28. Juli 2005

Stadtstrand am Ufer des Tiber in Rom



Sonnenbad am Tiberufer: Ab sofort hat auch Rom einen Sandstrand in der Stadt - wie schon Paris, Prag, Wien, Hamburg oder Berlin.

Auf 180 Metern Länge können sich die Sonnenanbeter bis zum 17. September Liegen und Sonnenschirme mieten, in mehreren Swimming- Pools baden und in einem Fitness-Studio die Muskeln spielen lassen. Zudem gibt es Billard-Tische und eine Boccia-Bahn.


Das "Tevere Village" besteht aus Flusssand und liegt im Zentrum der Ewigen Stadt zwischen Piazza Navona und Engelsburg.

Der Strand mit Blick auf die Kuppel des Petersdoms sei jeden Tag von 10 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts geöffnet, berichtete die italienische Zeitung "
La Repubblica".



Current mood: Alles klar

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Geändert am 28. Juli 2005 um 14:15
Mittwoch, 27. Juli 2005

Die Katakomben von Rom

Die Katakomben sind antike unterirdische Friedhöfe, vor allem in Rom gleichzeitig genutzt von christlichen und jüdischen Gemeinschaften. Die zahlreicheren christlichen Katakomben haben ihren Ursprung im 2. Jahrhundert. und wurden bis Mitte 5. Jahrhhundert ausgebaut.

Ursprünglich waren sie ausschließlich Begräbnisstätten. Hier trafen sich die Christen zu den Beerdigungsriten, zum Jahrgedächtnis der Martyrer und der Verstorbenen.

In der Verfolgungszeit dienten sie nur in Ausnahmefällen kurzzeitig als Zufluchtsort für die Feier der Eucharistie. Sie wurden nicht als geheimes Versteck von den Christen benutzt - eine reine Legende aus dem Bereich der Romane und Filme.

Nach Ende der Verfolgungszeit, vor allem zur Zeit des hl. Papstes Damasus I (366-384), wurden die Katakomben Heiligtümer der Martyrer, Zentren der Verehrung und des Pilgerns der Christen aus allen Teilen des römischen Reiches.


Zu dieser Zeit gab es in Rom auch oberirdische Friedhöfe, die Christen bevorzugten aus verschiedenen Gründen die unterirdischen Begräbnisstätten. Vor allem lehnten die Christen den heidnischen Brauch der Totenverbrennung ab. Nach dem Beispiel Christi wünschten sie die Körperbestattung, auch aus Achtung vor dem Leib, der eines Tages zur Auferstehung von den Toten bestimmt ist.

Diese Einstellung der Christen schuf Platzprobleme, ein Problem, welches die Entwicklung der Katakomben entscheidend beeinflusste. Bei der Verwendung von Oberflächenfriedhöfen wäre der zur Verfügung stehende Raum bald ausgeschöpft gewesen, da sie die Gräber nur einmal benutzten. Die Katakomben lösten dieses Problem ökonomisch, praktisch und sicher. Zudem waren die ersten Christen in der Mehrheit arm, und so wurde diese Begräbnisform allgemein gebräuchlich bei ihnen.

Auch andere Gründe sprachen für die Vorzüge der unterirdischen Begräbnisform. Sie entsprach sehr genau ihrem Gemeinschaftssinn, wollten sie doch auch im "Schlaf des Todes" beieinander sein. Zudem erlaubten diese Orte vor allem in der Verfolgungszeit, sich diskret und ungestört zusammenzufinden, sowie auch frei die christlichen Symbole zu verwenden.

In Übereinstimmung mit dem römischen Gesetz, welches jede Beisetzung Verstorbener innerhalb der Stadtmauen verbot, liegen alle Katakomben an den großen Konsularstraßen und in der Regel in der Nähe der damaligen Vorortsgebiete.

Webseite über Katakomben: www.catacombe.roma.it/

Übernachten in Rom: http://www.romehome.de/ oder http://www.romabed.de/

 

 



»18:14     »Kommentieren     »6 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

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Geändert am 27. Juli 2005 um 20:13

Rom ist immer eine Reise wert

Es gibt viele Gründe, eine Reise nach Rom zu planen. Der Anlass zur Romreise kann kultureller, religiöser oder einfach ergötzender Natur sein. Aber bei jeder Romreise wünscht man sich das eine: Vergangenheit aufsuchen und Geschichte wahrnehmen.

Rom ist ein Schmelztiegel der Kunst. Antike, Mittelalter, Renaissance, Barock, Moderne. Es ist oft schwierig, in diesem kulturellen Wirrwarr klaren Kopf zu bewahren und nach dem Urlaub in Rom eine einprägsame Erinnerung mit nach Hause zu bringen.Wer sich schon vorab informieren will, findet auf der Webseite www.romaculta.it (auch deutschprachig) von Alessandro Canestrini, einem jungen Kunsthistoriker, alle wichtigen Informationen detailreich geschildert. 

Hat man sich nun genügend informiert, fehlt nur noch die richtige Unterkunft. Zahlreiche Anbieter tummeln sich im Netz - Hotels gibt es in großer Zahl und unterschiedlicher Zahl. Oft ist es sinnvoll, als Alternative ein Bed&Breakfast-Angebot zu nehmen, ein Privatzimmer, eine kleine Pension oder eine Ferienwohnung zu buchen, in die man sich nach langer Besichtigungstour zurückziehen kann. Die deutschsprachigen Seiten von Romehome (www.romehome.de/) oder Romabed (www.romabed.de) verfügen über zahlreiche solcher Angebote.

 



»16:06     »Kommentieren     »12 TrackBack(s)     »Eintrag versenden    

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Geändert am 27. Juli 2005 um 18:05



romehome "Anderer Orten muß man das Bedeutende aufsuchen, hier werden wir davon überdrängt und überfüllt.(...) Man müßte mit tausend Griffeln schreiben, was soll hier eine Feder!"

Goethe in Rom, am 7. November 1786

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