
Die Renaissance-Villa von Kardinal Ippolito d'Este im 20 Kilomter von Rom entfernten Tivoli gilt als Meisterwerk der italienischen Gartengestaltung. Er war päpstlicher Statthalter in Tivoli und ließ die Villa von 1550 bis 1572 errichten. Nach 1605 ließ Kardinal Alessandro d'Este am Garten weiter bauen.
Die bestehenden Anlagen wurden instand gesetzt und die Brunnendekorationen erweitert. An weiteren Arbeiten zwischen 1660 bis 1670 war unter anderem Bernini beteiligt. Deshalb gilt die Villa d'Este heute als Vorbild für viele Gärten der Spätrenaissance und des Barock. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts verfielen die Villa und die Wasserspiele jedoch, bis sie 1851 sie von Kardinal Gustav von Hohenlohe erworben wurde. Die Villa war dann ein Zentrum des kulturellen Lebens; Franz Liszt war oft Gast des Kardinals. Hier hat er seine berühmten "Jeux d'eau à la Villa d'Este" komponiert und im Jahr 1879 sein letztes Konzert gegeben.
Beim Eintritt Italiens in den ersten Weltkrieg wurde die Villa Staatseigentum und in 20er Jahren des letzten Jahrhunderts für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seit 2001 gehört die Villa d'Este zum Weltkulturerbe der UNESCO. Öffnungszeiten: 8.30 Uhr bis eine Stunde vor Sonnenuntergang, Einlass bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang.
Die Stadt Tivoli (in der Antike: Tibur) liegt ca. 20 Kilometer von Rom entfernt am Rand der Sabiner Berge. Von hier aus hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Campagna di Roma, die Umgebung Roms. Tivoli ist zu erreichen im Auto über die Autostrada A 24, Ausfahrt Tivoli; mit dem Zug über die Linie Rom-Pescara (Bahnhof Tivoli) oder mit den Bussen der "Cotral" ab der U-Bahn-Station Ponte Mammolo in Rom.
Quelle: Roma Online
Bei einem Aufenthalt in Rom oder Umgebung lohnt es sich, rechtzeitig nach einer Ferienwohnung, Pension oder sonstigen Unterkunft Ausschau zu halten. Infos gibt es bei Romehome oder bei Romabed.
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