also irgendwie bin ich abends manchmal todtraurig über alles und morgens ist mir dann alles plötzlich fast gleichgültig. gestern musste ich wegen jedem blödsinn tränen vergießen und heute, heute ist zwar noch ein kleiner rest übrig, aber ich fühle mich ein bisschen wie versteinert. vielleicht ist das auch einfach die müdigkeit. ich bin schon ein komisches wesen.
vorgestern "eines langen tages reise in die nacht" im theater gesehen. vielleicht bedrückt mich das so. aber manchmal hört man einfach sachen, die man so sehr nachvollziehen kann, auch wenn sie einen nicht direkt selbst betreffen, oder irgendwie halt doch. ach, egal. erst mal zum arzt jetzt, mit dem volvo, fäden rausmachen. und dann schauen, was machen, mit dem euzerl zeit.


[it's always been the same, the same old story.]
 
Currently playing:cat stevens :. father and son

it kills you, it keeps you alive.

und guck doch mal... übermorgen bin ich wieder weg von zu hause. scheiße. es war wohl das letzte mal dieses jahr, dass ich so lange zeit hier war... ich krieg totale panik, es ist so viel zu tun und ich tue aber nichts. ich hab nicht mal zeit zum schreiben. mein herz schreit ein bisschen "bleib da." ich glaub, es hat sich ein bisschen wo festgekettet. überlebt man so etwas ein halbes jahr lang und kurz drauf noch ein halbes jahr? ich zweifle ja stark dran. ich vermiss es ja jetzt schon, ich hab angst vor diesem nichtstun, bzw. lernen, mit dem ich immer und immer wieder konfrontiert werde. und ich muss schon wieder weg. arzt, post, bank, freunde, mamas geschenke, koffer packen ETC. ETC... mehr demnächst. irgendwann. stress. ich will nicht weg. :/
 
Currently playing:zib

Ich bin allein mit meinen Träumen
Der Wind weht, wohin er will
Die Blätter zittern in den Bäumen
Alles schläft, die Stadt liegt still

Ich laß mich von Gefühlen leiten
Und misch die Töne mit dem Wort
Such' nach neuen Möglichkeiten
Und wünsch mich weg von diesem Ort

Mir ist, als würd' der Wind mich rufen
Als sollt' ich ihn heraufbeschwören
Und mit Geschick mein Glück versuchen
Von fern kann ich sein Heulen hören

Pfeifend zieht er durch den Hafen
Peitscht die Wellen übers Meer
Wirbelt Staub auf in den Straßen
Und kommt mit Licht und Lärm zu mir

Sturm!
Weh wild und frei
Sing mir Dein Lied
Zeig mir den Dreh
Sturm!
Auf hoher See
Mach, dass es geschieht
Brich die Deiche entzwei

Wie er durch die Straßen fegt
Und tobt und brüllt und wütet
Was er in Schutt und Asche legt
Hat der Mensch vor ihm verwüstet

Kein Stein bleibt auf dem anderen stehen
Und in ein paar Minuten
Wird Europa untergehen
Alles versinkt in schwarzen Fluten

Ich bin allein mit meinen Träumen
Der Wind weht, wohin er will
Die Blätter zittern in den Bäumen
Alles schläft, die Stadt liegt still

Sturm!
Weh wild und frei
Sing mir Dein Lied
Zeig mir den Dreh
Sturm!
Auf hoher See
Mach, dass es geschieht
Brich die Deiche entzwei


[Blumfeld :. Der Sturm]
 

Stagnation.

Und es ist wieder einmal der Moment gekommen, in dem in meinem Leben alles erdenkbare still steht. Ich kann mich momentan nicht einmal an dem Gedanken erfreuen, dass bald eine neue Zeit in meinem Leben beginnt und dass ich eigentlich schon bald fertig bin, mit meinem Studium. Ich sehe manchmal Fernsehsendungen, Talkshows, in denen Schauspieler und Künstler von ihrem erfüllten und verrückten, vielseitigen Leben erzählen und so ausgeglichen und glücklich wirken. Die Tränen kullern dann immer. Vielleicht hat es mit der Tatsache zu tun, dass Werbe-Fuzzis oder Top-Manager einfach nicht so oft an die Öffentlichkeit gelangen, wie vorher genannte, doch trotzdem hat sich in mir die Idee eingeprägt, dass jene nie einen so glücklichen Eindruck machen, ja gar nicht machen können, wie die ganzen "freien" Menschen. Ich wollte auch immer so etwas werden, als Kind stand ich mit Enthusiasmus und voller Überzeugung auf der Bühne in Schultheaterstücken, war in Chören eine von zwei Auserwählten für Duette und betrieb zig verschiedene Sportarten. Und jetzt? Jetzt bin ich ein Langweiler, könnte man sagen. Ein microbischer Teil einer enormen Masse, genauso wie die Tussi neben mir, oder der Grenzdebile am anderen Ende des Straßenbahn-Wagons. Ich fühle mich noch nicht mal so unwohl. Nur in diesen Momenten, in denen ich merke, was für ein Schisser ich eigentlich bin und was für eine Notlösung mein Leben ist, werde ich leicht panisch und wünsche mich an einen Ort weit weg von hier, ein bisschen näher dran an meiner Mitte.



[It's just a phase. It'll be over soon.]
 
Currently playing:Fettes Brot :. An Tagen wie diesen

oh, you know me jenny, don't you?

been beat up and battered 'round
been sent up, and i've been shot down
you're the best thing that i've ever found
handle me with care

reputations changeable
situations tolerable
baby, you're adorable
handle me with care

i'm so tired of being lonely
i still have some love to give
won't you show me that you really care

everybody's got somebody to lean on
put your body next to mine, and dream on

i've been fucked off and i've been fooled
i've been robbed and ridiculed
in daycare centers and night schools
handle me with care

been stuck in airports, terrorized
sent to meetings, hypnotized
overexposed, commercialized,
handle me with care

i'm so tired of being lonely
i still have some love to give
won't you show me that you really care

everybody's got somebody to lean on
put your body next to mine, and dream on

i've been uptight and made a mess
but i'll clean it up myself, i guess
oh the sweet smell of success
handle me with care

[Jenny.Lewis
♥]
 

Ich hatte einen Traum, in dem mich alle Männer, mit denen ich bis jetzt näher zu tun hatte, schlecht behandeln. Und zwar auf einem Ärzte-Konzert. Ich stehe irgendwie stundenlang an der Garderobe und alle laufen mir davon. Irgendwann befinde ich mich ganz alleine in der U-Bahn-Station, zwischen lauter Regalen, auf denen Lebensmittel von vor 15 Jahren gestapelt sind. Ich suche und suche alle Dinge heraus, die noch nicht abgelaufen sind, auf denen nicht steht "Mind. haltbar bis siehe Deckel" und auf dem Deckel steht dann "21.07.92". Dann kommt die letzte U-Bahn und ich kann mich nicht losreißen, stehe immer noch wie in einem Bann vor diesen alten Holzregalen. Die U-Bahn fährt weg. Dann aus.

Heute Morgen stand ich dann auf der Waage und dachte nur "Oh Gott" und im nächsten Moment "Das muss alles weg".
Ich höre das Lied mit dem Satz "You're playing to win, but you lose just the same" auf Endlosschleife, denke nach, viel zu viel nach, und trinke Milchkaffee.
Aber ich muss lernen und lernen und nochmal lernen und fühle mich deutlich überfordert (Wer hätte es anders erwartet? Doch ich habe neulich im Fernsehen gelernt, wenn man sich nichts zutraut, schafft man es natürlich auch nicht. Also muss ich es mir einfach zutrauen. Ich bin ja doch lernfähig.)

S-e-l-b-s-t-m-o-t-i-v-a-t-i-o-n  ist jetzt angesagt. Nicht kleckern, klotzen. Und zwar in allen Bereichen, bitte. Danke.

 
Currently playing:gary moore :. still got the blues (blues gibts jetzt schon für 99 cent)

You're playing to win, but you lose just the same.

Es war einer dieser viel-zu-viel-Alkohol- viel-zu-wenig-Vernunft-Küsse, einer der hinter eine Sache einen Punkt und vor die andere Sache einen Großbuchstaben setzt. Einer, der sich wiederholte und wiederholte und wieder und wieder wiederholte. Und weiter ging und Geschichte schrieb, irgendwo, irgendwie.

Und irgendwo, ganz versteckt und einsam, kauert da jetzt die Angst, das Herz könnte ein bisschen zu weit weg sein, zu entfernt von dem Ort in der Mitte, an den es eigentlich gehört. Irgendetwas hat davor Angst, es ein Jahr lang mit auf Weltreise zu nehmen.

Aber es muss und es wird.

 
Currently playing:Gary Moore :. Still Got the Blues

...

I ain't afraid of hurt
I've had so much it feels
Just like normal to me now

I'm alone and I'm dancin' with you now,
In your old room, in your old house
I'm alone and I'm dancin' with you now,
In your old room, but there's nobody there

Now that you're gone
Now that you're gone

Everything you ever touched, the fingerprints are like
Crime scene evidence, so undisturbed in dust
I don't dare touch anything of yours,
Because it's evidence of us
And it means everything
Well sort of

I'm alone and I'm dancin' with you now,
In your old room, in your old house
I'm alone and I'm dancin' with you now,
In your old room, but there's nobody there

Now that you're gone
Now that you're gone
Now that you're gone
Now that you're gone for good

I'm alone and I'm dancin' with you now
In your old room, in your old house
I'm alone, and I'm dancin' with you now
In your old room, but there's nobody there

Now that you're gone
Now that you're gone for good
 
Currently playing:ryan adams :. now that you're gone
Current mood::'(

Über mich
i'm a silly love song.
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