mut - die zweite und die dritte
die vorgeschichte und damit zusammenhängende umstände sind unwichtig und mir auch zu nervig sie zu erklären. jedenfalls führte das alles dazu, dass gestern abend das telefon klingelte, mein freund ranging, sich kurz unterhielt und mich dann fragte, ob ich gerne einen tandemsprung machen würde. zum überlegen ließ ich mir keine zeit und sagte einfach ja. nun, wenn sonntag schönes wetter ist, werde ich mich mit einem hoffentlich intakten fallschirm in die tiefe stürzen.
wenn ich das mache, kann ich eigentlich auch alles andere machen. dann nehme ich die beförderung an und mache endlich einen termin zur therapie. sofern ich den sprung überlebe.
Beförderung?
Es ist eine reale Chance. Kein Spiel, kein Tagtraum, keine Sache, die sich einfach verläuft. Schade eigentlich. Ich werde Abteilungsleiterin - wenn ich den Job annehme. Nächste Woche wird mein Chef mich wohl fragen. Mehr Verantwortung, Führung von Kollegen, Vermittlung zwischen Kollegen, zur oberen Etage. Mehr Fachwissen muss ich mir aneignen. Meetings abhalten, Bericht erstatten. Ja, ich habe eine Menge Schiss davor. Nur wie blöd wäre es, so eine Gelegenheit abzulehnen? Mehr Geld gibt's auch. Obwohl das weniger wichtig ist, davon bekomme ich genug. In 8 Jahren vom Azubi zur Abteilungsleiterin ist doch schon was... Es kann doch nicht so schlimm sein, andere schaffen das doch auch. Die Uschi, die das jetzt noch macht, ist total verpeilt, besser als die werde ich das wohl hinbekommen. Eine Frage der Organisation. Die Organisation in meinem Kopf, die muss was werden.
Ich werde ihm sagen, dass ich darüber nachdenken muss. Dass ich mit der Abteilung gemeinsam noch mal reden will.
Es ist noch lange kein ja.
Ich bin eine Schisserin.
Es ist noch kein nein.
Ich denke darüber nach.
SkeptischZwei Wochen Urlaub, zwei Festivals, zwei Wochen Gesund. Vorher Grippe, jetzt wieder Erkältung. Gutes Timing sag ich da mal.
Viel erlebt und viel Spaß gehabt. Ich frage mich, ob ich die Dinge auch in Erinnerung behalte, wenn ich sie nicht für mich aufschreibe und dokumentiere. Ich riskiere es mal, bis auf die Stichworte
Hadbangers und Wacken 2008 - wow
seltsam. ich habe auf einmal eine affinition zum schuhkauf entwickelt. ich kann schon länger nicht mehr voller stolz behaupten nur zwei paar zu besitzen...
schuhläden sind mir aber nach wie vor zuwider.
das wort affinieren oder affinition scheint es in dem sinne, in dem ich es verwende gar nicht zu geben. warum muss ich mich auch an fremdwörtern bedienen? "ich habe den hang dazu entwickelt."
ES GEHT NICHT!!
es geht einfach nicht.
es geht schon wieder los, wie im letzten jahr in sachen aktivitäten...
letzes WE - Heide-Park-Soltau - ich musste erst mal wieder feststellen, ob ich vergnügungsparks überhaupt mag oder nicht. das letzte mal ist über 12 jahre her. ich bin zu einem neutralen schluss gekommen. es ist zwar ganz lustig im freien fall 71 meter in die tiefe zu stürzen, nur viel mehr sinnfreiere sachen als diese fallen mir nicht ein. außerdem hatte ich zum schluss nen sonnenstich, so dass ich lieber nicht den colossus betreten habe, ich hätte schon fast ohne hoch und runter kotzen müssen.
immerhin bin ich bis jetzt von einer sonnenallergie (inklusive fürchterlichen juckreiz) verschont geblieben. immer hübsch eincremen!!
zwischendurch wird immer fleißig gegrillt, mit wechselhafter gesellschaft an die man sich teilweise nicht gewöhnen kann.
dithmarschen habe ich besucht und ich kann inzwischen tatsächlich krabben pulen, wenn auch in zeitlupe.
nun startet erstmal die EM - das wird wohl die nächsten aktivitäten bestimmen.
ende juni vom 26. - 29. gehts nach Dessel / Belgien. zum graspop metal meeting. jenes festival auf dem mein herr freund und ich uns eigentlich erst kennen gelernt haben. ob die da das em-finale übertragen?
24 - 26.07 is das headbangers open air hier ganz in der nähe, auch "knochenbrecher festival" genannt.
05.07. wacken seaside, ein eintägiges festival in aurich
das wochenende drauf 31.07 - 02.08. wacken open air
soweit die festen termine. mal schauen was sonst noch kommt.
Grinsendfallen down to earth by suckness
lucy in the sky with diamonts
alte einträge durchzulesen hat schon was. ich bin schon son lustiges dingelchen. wenns mir beschissen gegangen ist, hat mich stets eine verzweifelte selbstironie begleitet. da fragt mich die kollegin, warum ich denn so grinse. na über den humoristischen anteil meiner depressionen und meines autoagressiven verhaltens der letzten jahre. worüber denn sonst. diese antwort verbarg sich zwischen den zeilen der beiden worte "ach nichts". momentan führe ich ein glückliches und zufriedenens dasein. zu den verrotteten, morschen und milbendurchfressenden wurzeln auf denen ich stehe, sind ein paar neue, recht stabile und fruchtbare wurzeln hinzugewachsen. ein leichtes unbehagen in der behaglichkeit, ist es nur eine große wurzel? auf ihr steht liebe. der name meines herrn freundes. die frucht meines wohlseins. ich frag mich, was mit mir passiert, wenn das ding wegbricht. eigentlich möchte ich nicht daran denken. es bleibt nicht mehr viel übrig. nur ich selbst. na ja, nur... ist ja auch schon was. trotzdem, da basiert die von mir empfundene daseinsberechtigung meiner verlustangst. aber hinfort mit diesen gedanken. hier und jetzt. hier und jetzt ist alles gut. und ich muss mir auf die zunge beißen, nicht zu sagen hier und jetzt scheint alles gut. wie sagte noch gleich wer? irgendeine band, kettcar oder ähnliches. zu erkennen das man glücklich war ist leicht, zu erkennen, dass man glücklich ist ist kunst. ein hübscher satz. da bringt es tatsächlich etwas, die vergangenheit zu entstauben und sie - von fernen aus - zu betrachten. eine kleine hilfe, aktuelles glück zu erkennen, besinne dich darauf, dass mal alles scheiße war. dann merkst du vielleicht dass es gar nicht mehr nach alles überlaufenden fäkalausscheidungen riecht. dann mach einen atemzug und du wirst die schönen dinge bemerken. wenn dann noch so ein kleines kribbeln rund um den herzmuskel entsteht, könnte man das als glück interpretieren.
mir geht es grade so gut, dass ich lust bekommen habe, den friseur aufzusuchen.
Glücklichfairness
meinen job mache ich richtig gut. das weiß und merke ich selbst und es gibt auch einiges an feedback. nicht nur an mich, sondern auch an meine herren cheffs gerichtet. gut, ich mache den job schon ein paar jahre, fehler laufen praktisch gar auf. das ganze hat mir scheinbar zu einem sonderstatus in dieser firma verholfen. schon weil sich meine kollegen darauf "ausruhen" dass mein gebiet - software - von mir einwandfrei beherrscht wird, ich quasi die einzige bin, die sich damit wirklich auskennt. gefühlt wusste ich das bereits. wo es aus der geschäftsleitung oft quakige kommentare gibt, wenn jemand ein allzu sportliches schuhwerk trägt, oder jemand einer regelmäßigen verspätung frönt, werde ich in ruhe gelassen. ich bekomme ein sattes gehalt, das die grenze nach oben noch nicht erreicht hat. na ja, all so sachen eben.
nun hat mir das erste mal jemand ins gesicht gesagt, dass diese sonderbehandlung auffällt und von unseren cheffs auch eben so durchgeführt. es war auf einem grillfest der firma am vergangenen freitag. es war auch nicht böse gemeit, ich verstehe mich mit diesem kollegen sehr gut. nur den unterton, den konnte ich raushören. vielleicht ein stück neid, vielleicht unverständnis. er macht doch seinen job auch gut. pünktlich, gründlich, gewissenhaft. ihm wird allerdings alles angekreidet.
verhalte ich mich unfair, wenn ich meinen status ausnutze?
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