mando diao 8.11.06 dortmund, westfalenhalle 3
mando diao.
was soll ich dazu noch sagen? die (musikalischen) favouriten des herzens zu sehen ist immer ein erlebnis.
für welche andere band wartet man vier stunden in der kälte, um auch wirklich wirklich in der ersten reihe zu stehen.
also gut, zunächst zu den vorgruppen. johnossi und razorlight. auf platte schon geliebt, erweisen sich beide bands live als noch besser. eine halbe stunde john und ossi, eine dreiviertelstunde razorlight, einen perfekteren start kann es eigentlich nicht geben. auch wenn es ein bisschen schmerzt, dass das von razorlight ersehnte who needs love? nicht gespielt wird und johnny borrell, klein, dünn und ganz in weiß gekleidet, ein bisschen zur sehr von sich überzeugt ist. die halle tobt schon ganz gut (sie ist nur halb gefüllt, aber trotz des großen raumangebots ballt sich alles vor der bühne. die winterjacken über dem gitter polstern ein bisschen und fangen allzu grobe stöße aus der menge ganz gut ab).
punkt 10 uhr. die spannung knistert auf dem höhepunkt. die bühne ist mit einem halbtransparenten vorhang verdeckt und von hinten erleuchtet. das hallenlicht geht aus, schemenhafte gestalten erscheinen auf der bühne, ein krachendes welcome home luc robitaille eröffnet das set.
mitten in der größten begeisterung (= hysterie) fällt der vorhang und gibt den blick auf die band frei. und auf die lightshow. der ganze bühnenhintergrund ist von kleinen bunten lämpchen erleuchtet. ungewohnt und schon auffällig, aber nicht überladen. sehr gut das ganze.
die zuckenden lichter sind also neu. weitere musiker auf der bühne auch (trompeter und saxophonist). aber mando diao sind mando diao.
at their best. ob laut und schnell oder eindringlich und gefühlvoll. ob gustaf oder björn. ob bring 'em in (motown blood, paralyzed, sheepdog), hurricane bar (all my senses, white wall, god knows, down in the past) oder ode to ochrasy (killer kazcynski, amsterdam, tv& me, tony zoulias...). ganz egal. alle klatschen, tanzen, schreien, schwitzen.
der zugabenteil ist gespickt von highlights. gustaf betritt als erster die bühne. the new boy. ohne worte. tränen in den augen und ein ziehen in der magengrube "everything around us is moving except time..." <3
nach good morning horst tritt die band wieder ab. frenetischer jubel.
die geliebten klassiker chi ga, clean town und das unverwüstliche you can’t steal my love beenden schließlich das konzert. die jungens stürmen aber nicht von der bühne, sondern verabschieden sich artig. verbeugungen, handküsse, gustaf springt in den bühnengraben und nimmt ein bad in der menge. auf dem bühnenhintergrund leuchtet ein "thank you dortmund" auf.
bitte jungs, gern geschehen.
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