in Sachtexten oder theoretischen Texten:
Was steht an? Was will (soll) der Hörer? Was tut der Sprecher dafür?
1. Eine Abfolge wissen berichten
zusammenhängender
Ereignisse unterhalten werden erzählen
2. eine Menge
von Phänomenen; kennen; sich vorstellen beschreiben
ein Einzelding
3. Problem, un- verstehen erklären
bekannte Zusammenhäne
4. Entscheidung klar sehen bewerten
5. Handlung handeln auffordern
Das alles sind einzelne Handlungen des Sprechers im "Dialog" mit dem Hörer; hierhin gehört dann auch noch alles, was mit dem Argumentieren (begründen - bezweifeln, ein Beispiel anführen , verallgemeinern, folgern usw.) und dem schönen Überzeugen (Rhetorik) zusammenhängt (appellieren, fragen, zuspitzen usw.) zusammenhängt: die Konstruktion des ganzen Gedankengangs. Die Kenntnis der Mittel oder Techniken des Argumentierens und Überzeugens wird jetzt von mir der Einfachheit halber vorausgesetzt.
Wir können mindestens zwei weitere Aspekte unterscheiden: Der Sprecher (Autor) gibt Hilfen für den Überblick über das, was er insgesamt sagt, will also dem Hörer (Leser) das Verständnis erleichtern. Hierhin gehören Handlungen wie: einleiten, einen Überblick geben, vorausdeuten, zusammenfassen, rückverweisen, etwas wiederholen. Vielleicht sollte man hierzu auch die Handlungen zählen, mit denen der Sprecher (Autor) die Aufmerksamkeit des Hörers (Lesers) gewinnen und erhalten will (direkte Anrede, auf ein aktuelles Ereignis anspielen, einen Scherz machen usw.).
Zweitens kann man (innerhalb der argumentativen Konstruktion des Gedankengangs) "das Gespräch" des Autors mit anderen Teilnehmern am großen Gespräch der Fachleute beachten. Hierhin gehört alles, was mit dem Zitieren, Verweisen, Zustimmen zu und Ablehnen von fremden Auffassungen zusammenhängt; hierhin gehört auch wieder die ganze Palette des Argumentierens.
