Einträge "Novellen, Romane":

Sonntag, 21. Januar 2007

Chamisso: Peter Schlemihls wundersame Geschichte - Aufbau

In Kap. I wird die Ausgangssituation des späteren Geschehens erzählt:
________________________________________________________________________________
Peter fragt sich deshalb: „was konnte, was sollte auf Erden aus mir werden?“ (17/10)
Der erste Teil des Geschehens besteht daraus, dass Peter bzw. der graue Mann versuchen, den Verlust des Schattens rückgängig zu machen: Peter versucht, ________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
Als Peter seinem Diener Bendel bekennt, dass er keinen Schatten hat (23/34), tritt eine erste Besserung seines Zustandes ein.
Der graue Mann unternimmt drei Versuche, Peter den Schatten wieder zu verkaufen:
1. _____________________________________________________________________________
2. _____________________________________________________________________________
3. _____________________________________________________________________________
Einmal rettet eine Ohnmacht Peter vor der Versuchung, auf das Angebot des grauen Mannes einzugehen (50/35 f.). - Diese Ohnmacht wird erzählerisch von einem großen Kommentar begleitet (49/25 ff.). Wie lautet der Kernsatz des Kommentars? ________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
Am Ende des ersten Teils ist Peter verzweifelt; „denn ich hatte weiter auf Erden kein Ziel, keinen Wunsch, keine Hoffnung“ (53/36 f.); der erste Teil endet mit Kap. VIII.
Mit Kap. IX erlebt und setzt der Erzähler einen Neuanfang (2. Teil) seines Lebens:
________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________
Dieser zweite Teil ist dadurch bestimmt, dass dem Erzähler seine Zukunft klar „vor meiner Seele“ (64/3 f.) steht: ___________________________________________________________________________
Siehst du, wie sich hier der Kernsatz des Kommentars (S. 49 f.) bewahrheitet?
________________________________________________________________________________
________________________________________________________________________________
Kap. XI bildet den versöhnlichen Abschluss des Geschehens, der wiederum durch eine Ohnmacht eingeleitet wird (68/10): ____________________________________________________________
________________________________________________________________________________
_______________________________________________________________________________.
Der letzte Absatz gibt einige Aufschlüsse über den Erzähler und seine Erzählung (71/28 ff.). Wir müssen jetzt noch klären, was mit „Schatten“ gemeint ist!

(Seiten- und Zeilenzählung nach der neuen Ausgabe bei Reclam, 2003, vermutlich gleich 1993)
http://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/Novellen/chamisso.htm (Inhalt, Literatur)
http://www2.digitale-schule-bayern.de/dsdaten/17/102.html (Komm. Weiß, bis Kap. 8)
http://www.lesekost.de/Klassik/HHLKL6.htm (Bemerkungen Huber)
http://www.re.shuttle.de/re/mcg/deutsch/schlemih.htm (naiver Kommentar)
http://clan.ch/wyss/chamisso.htm (beinahe völlig gleich!)
http://www.ph-heidelberg.de/wp/rank/fantastik/THEORIEN/patzelt/pat_04.htm (Phantastik in der Literatur)

Die in den Suchmaschinen unter dem Stichwort www.enzy. genannte, aber nicht greifbare lehrpraktische Analyse (H. D. Schmidt, Reclam 2003) habe ich im Cache des Metasuchers http://www.ajondo.de gefunden; über ihn hat man auch zu längst gelöschten Dateien Zugang: Chamisso_Schlemihl.pdf. Fabelhaft!

von: norberto42
Entry modified
Geändert am 6. Februar 2007 um 12:49

Mittwoch, 1. November 2006

Fontane: Irrungen, Wirrungen - Zeitstruktur (Analyse)

Eine vom Kollegen W. Nieswandt erstellte Tabelle, in der ich einige kleine Versehen korrigiert, in die ich Zeitsprünge (als ---) eingetragen und die ich um die Angabe der jeweiligen Kapitel erweitert habe, ist von ihm mit Aufgaben verbunden worden:

Sie finden die Analyse jetzt unter https://norberto42.wordpress.com/2012/01/30/fontane-irrungen-wirrungen-analysen/.

von: norberto42
Entry modified
Geändert am 16. Mai 2012 um 15:05

Sonntag, 29. Oktober 2006

Aufgaben zu Fontane: Irrungen, Wirrungen


Fontane: Sprüche

1
Nicht Glückes-bar sind deine Lenze,
   Du forderst nur des Glücks zu viel;
Gib deinem Wunsche Maß und Grenze,
   Und dir entgegen kommt das Ziel.

Wie dumpfes Unkraut laß vermodern,
   Was in dir noch des Glaubens ist:
Du hättest doppelt einzufordern
   Des Lebens Glück, weil du es bist.

Das Glück, kein Reiter wird‘s erjagen,
   Es ist nicht dort, es ist nicht hier;
Lern überwinden, lern entsagen,
   Und ungeahnt erblüht es dir.

4
Es kann die Ehre dieser Welt
   Dir keine Ehre geben,
Was dich in Wahrheit hebt und hält,
   Muß in dir selber leben.

Wenn‘s deinem Innersten gebricht
   An echten Stolzes Stütze,
Ob dann die Welt dir Beifall spricht,
   Ist all dir wenig nütze.
  
Das flücht‘ge Lob, des Tages Ruhm
   Magst du dem Eitlen gönnen;
Das aber sei dein Heiligtum:
   Vor dir bestehen können.

Theodor Fontane: Gedichte. Ausgewählt und mit einem Nachwort versehen von Rüdiger Görner. Insel Verlag 1998, S. 55 f. und S. 57

Diese bei Görner nicht datierten Gedichte stellen in ihrer lehrhaften Art die Auffassung nicht nur des Sprechers, sondern vermutlich auch des Autors Theodor Fontane dar; im Roman „Irrungen, Wirrungen“ äußern sich dagegen nur Figuren über Glück und Ehre. Es könnte eine interessante Aufgabe sein, Figuren (etwa Lene und Botho) von den hier vorliegenden Gedichten aus zu verstehen oder zu bewerten suchen.
 

von: norberto42

Sonntag, 22. Oktober 2006

Fontane: Irrungen, Wirrungen - weitere Analysen

Hier wird die "begrenzte Analyse" der Kap. 1-5 (vom 13.10.06) fortgesetzt:

Sie finden die Analyse jetzt unter https://norberto42.wordpress.com/2012/01/30/fontane-irrungen-wirrungen-analysen/.

von: norberto42
Entry modified
Geändert am 16. Mai 2012 um 15:04

Fontane: Irrungen, Wirrungen - im Kontext seiner Romane


Der Roman "Irrungen, Wirrungen" ist im Sommer 1887 als Fortsetzungsroman in der "Vossischen Zeitung" (Fontane musste schließlich Geld verdienen), 1888 dann als Buch erschienen. Wenn man den Roman im engeren Kontext anderer Romane Fontanes verstehen will, sollte man (auf dem Niveau von Kindler Literatur Lexikon) sich informieren über

* Cécile (1886) und Stine (1890),

* L'Adultera (1880) und Effi Briest (1894/95).

von: norberto42
Entry modified
Geändert am 23. Oktober 2006 um 05:59