norberto42
Krolow: Robinson I - Überlegungen zu Analyse und Interpretation
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(Text unter http://www.hs-niederrhein.de/~agyviers/Schreibwerkstatt/original.htm)
Robinson berichtet in der Ich-Form von seinen Versuchen, Schiffe zu fangen.
Weißt du, wer Robinson ist? Wenn nicht, informiere dich über den Roman Defoes (The Life an strange Surprising Adventures of Robinson Crusoe of York, 1719) im KLL.
Was berichtet Robinson? Er berichtet, was er anfangs getan hat (V. 5-17) und wie es ihm jetzt ergeht (V. 18-20).
In den Bericht von dem, was er anfangs getan hat (im Präteritum), sind zwei präsentische Äußerungen eingeschoben:
- eine Erklärung (V. 8), wie er Forellen fängt, zur Rechtfertigung (der Art) seines Greifens nach Schiffen;
- eine Anleitung, wie man mit Schiffen umgehen muss (V. 13 f.); damit kommentiert er das Scheitern seiner Fangbemühungen, bzw. er trägt eine Einsicht vor, die er durch das Scheitern gewonnen hat: dass man mit Schiffen zart umgehen muss.
Die zweite Strophe ist der Bericht (Beschreibung?) von dem, was sich aus dem Scheitern der anfänglichen Bemühungen insgesamt (einschließlich des Rufens, V. 15-17) für Robinsons Lage „jetzt“ ergeben hat.
Problematisch ist für mich V. 1-4, weil Robinson dort im Präsens berichtet, was er „immer wieder“ tut; aus dem Präsens ergibt sich, dass er das jetzt auch noch tun müsste: die Hand nach Schiffen ausstrecken, mit der Faust zugreifen. Das passt aber weder zur mühsam erworbenen Einsicht (V. 13 f.) noch zur Beschreibung seiner gegenwärtigen Lage (V. 18-20). Also müsste das Präsens in V. 1-4 als historisches Präsens und damit diese Äußerung ebenfalls als Bericht gelesen werden; in diesem Sinn hat Krolow selber sich zum Gedicht geäußert (in: Doppelinterpretationen, hrsg. von H. Domin 1966/1969, S. 153 ff.).
Damit sieht die innere Struktur des berichteten Geschehens so aus:
- Hand nach einem Schiff ausstrecken (immer wieder),
- in der Weise: mit der Faust zugreifen,
-> anfänglich: Fangergebnisse (Schiffe am Horizont),
* mit Rechtfertigung: Weise des Forellenfangs,
- Scheitern der Fangversuche (mehrere Gründe)
-> Einsicht: Erfordernis, mit Schiffen zart zumzugehen
-> Änderung der Methode: Namen rufen
* mit Erläuterung: „immer wie meiner“
[was impliziert: zweites Scheitern, weil die Namen ja nicht die richtigen sind]
-> Jetzt-Zustand: Fortdauer der Einsamkeit,
„in Gesellschaft mit dem Ungehorsam einiger Worte“ (also ohne Einsicht?)
Überlegungen zur Metaphorik:
Robinson - Schiffe erreichen (ergreifen) wollen - Versuche: zugreifen und rufen - Einsamkeit, „in Gesellschaft mit dem Ungehorsam einiger Worte“
Überlegungen zur Deutung:
Es gibt in den „Doppelinterpretationen“ die beiden bekannten Kommentare von Karl Krolow und Benno von Wiese. Die Frage ist, ob man das Gedicht nur auf die Einsamkeit eines Menschen beziehen will, dem es nicht gelingt, Kontakt mit der Welt herzustellen, oder ob man in diesem Gedicht speziell das Scheitern des Dichters erkennen kann, dessen Worte auch nicht imstande sind, die Dinge beim Namen zu nennen bzw. die sich dem Sprecher widersetzen.
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Also als ich das im Unterricht hatte hat mir meine Lehrerin mir es so erzählt, dass man dieses Gedicht (Lyrik) auf jedenfall eine Metapha ist. Es wird ein Man als Auzenseiter bezeichnet, der keinen kontakt zu seinen Mitmenschen bekommt, da er nicht die Korekte umgangsform besitzt um mit anderen um zu gehen. Er fersucht es immer wieder doch er schafft es nicht