norberto42
Nuber: Beachte mich! (Psychologie heute, Juli 2001, S. 20 ff.) - Analyse
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Frau Nuber stellt die Ergebnisse mehrerer neuer Bücher über Aufmerksamkeit vor; sie referiert, ohne die Auffassungen der verschiedenen Autoren zu bewerten. Sie beruft sich öfter auf Georg Franck und gibt der Auffassung von Hans Dieter Mummendey viel Raum; zur Anordnung des Stoffes benutzt sie zwei Unterscheidungen aus den vorgestellten Büchern: Methoden und Taktiken (s.u.).
Frau Nuber leitet ihren Aufsatz ein, indem sie die Leser anspricht und sie über die aktuelle Lektüre des Artikels zum Thema „Aufmerksamkeit“ führt (1). In (2) führt sie den Begriff „Markt“ ein, wodurch sie erklärt, wieso es schwer ist, Aufmerksamkeit zu gewinnen. In (3) - (5) kommt sie dann auf das eigentliche Thema zu sprechen: dass es wichtig ist, Aufmerksamkeit für uns selber zu gewinnen [Damit leitet sie in (6) zum Hauptteil ihres Aufsatzes über: Zweimal sagt sie in (6), dass wir um Aufmerksamkeit kämpfen müssen.]. Im Folgenden erklärt sie dann (im Rückgriff auf verschiedene Autoren), mit welchen Mitteln man solche Aufmerksamkeit erringen kann (6) - (18).
Zunächst referiert sie zwei Gründe, warum es heute erforderlich sei, um Aufmerksamkeit zu kämpfen [weil sie uns nicht mehr durch Institutionen gewährt werde (7) und weil die Konkurrenz größer geworden sei (8)]. Danach stellt sie zwei Methoden gegenüber, wie man um sich Aufmerksamkeit bemühen kann: auf die grobe und auf die verfeinerte Art (9 / 10) ff.; hierbei beruft sie sich auf Georg Franck.
Bei der verfeinerten Art unterscheidet sie mit Berufung auf H. D. Mummendey zwei verschiedene „Taktiken“ der Selbstdarstellung, die selbstaufwertende und die selbstabwertende (12).
Für die Anwendung beider Taktiken gibt sie verschiedene Tipps: Man solle nicht übertreiben (16), man solle authentisch sein (17, dürfe aber ein wenig schummern), man solle nicht zu stark übertreiben (18); auch für diese Tipps greift sie auf Äußerungen dreier verschiedener Autoren zurück (Mummendey, Laux, Schütz).
Den Schluss ihres Aufsatzes bildet ein Trost für diejenigen, die in ihrer Selbstdarstellung nicht die Erfolgreichsten sind: Den ganz Erfolgreichen gehöre nicht unsere Sympathie (19).
Man könnte manches noch stärker inhaltlich füllen, z.B. die verschiedenen Mittel oder Taktiken der verfeinerten Selbstdarstellung aufzählen...
Aus der Technik Ursula Hubers, einfach die Resultate mehrerer Bücher resp. Autoren aufzuzählen, ohne sie zu prüfen, ergeben sich die Schwächen dieses Aufsatzes:
1. Verschiedene Ergebnisse können sich widersprechen;
2. die Ergebnisse überschneiden sich - sie unterscheiden sich nur scheinbar, nur in der Wortwahl.
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