E. Kästner: Der Handstand auf der Loreley - kurze Analyse

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Sie finden die Analyse jetzt unter https://norberto42.wordpress.com/2012/01/30/kaastner-der-handstand-auf-der-loreley-analyse/

Steckelberg am 5. Dezember 2007 um 22:17
Einige Anmerkungen zur durchaus interessanten Kritik meiner für Kollegiaten verfassten Musterlösung (den Kontext bitte berücksichtigen!)
1. Ich kenne den Unterschied zwischen lyrischem Ich und Autor durchaus und der ist in dem Aufsatz auch klar. In dieser Erörterung werden jedoch beide vor dem Hintergrund eines biographistisch-positivitischem Ansatzes vermischt. Die biographischen Hintergründe interessieren mich als Strukturalisten (aus wie ich meine guten Gründen!) nicht.
2. Kästner hat aber nicht über den Aachener Dom, sondern eben über die Loreley geschrieben - der Gedanke an das Heinesche Gedicht ist nachweislich der Anlass, dass der Turner abstürzt.
Fazit: Statt mit Holzhackerargumenten irgendwelche abstraktakten Bäume zu fällen, sollten die Texte genau gelesen werden.

   

Norbert am 3. Juli 2011 um 16:11
1. "der Gedanke an das Heinesche Gedicht ist nachweislich der Anlass, dass der Turner abstürzt":
Natürlich ist das innerhalb des fiktionalen Textes so; aber für den Autor Kästner ist Heines Gedicht bzw. das Loreley-Geschehen belanglos.
2. Bekenntnisse ("Ich bin Strukturalist", "Ich bin Protestant", "Ich bin maximal pigmentiert") sind kein hinreichender Grund, sich über wissenschaftliche Standards (Unterscheidung von Autor und lyrischem Ich) hinwegzusetzen.
3. Statt neue Schimpfwörter ("biographistisch") zu erfinden, sollte Herr Steckelberg richtigen Satzbau (s. Fazit!) erlernen: Der Hauptsatz braucht eine Person als Subjekt.

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