In diesem Gedicht erzählt ein Ich-Sprecher von seinem Gang zu einem
Apfelbaum, dessen köstliche Früchte er genossen hat; er überträgt diese
Erzählung aber vollständig in das Bild des Besuchs einer Gaststätte. In
diesem Bild, das durch personifizierendes und metaphorisches Sprechen
gezeichnet wird, erkennt man die Freundlichkeit und Großzügigkeit der
Natur, die umsonst ihre Gaben gewährt.
Das Gedicht ist ganz einfach aufgebaut. Zunächst nennt der
Erzähler das Thema (V. 1 f.); dann erzählt er chronologisch seine
Erlebnisse in der „Wirtschaft“ des Apfelbaums. Den Schluss bildet ein
Segenswunsch (V. 19 f.), der dem großzügigen Wirt gilt.
Die Wirtschaft und ihre Einrichtung, der Wirt und sein
Handeln, die Gäste und ihre Erlebnisse, das sind die drei Bereiche, die
man gesondert untersuchen kann. Der Erzähler beginnt also seinen
Bericht damit, dass er den Wirt und das Aushängeschild seiner
Wirtschaft erwähnt, die demgemäß „Zum goldenen Apfel“ heißen muss.
Gleich danach wird der Wirt als „der gute Apfelbaum“ identifiziert,
womit endgültig die Differenz von Bild- und Sachebene konstituiert ist.
Diese Identifizierung ist in V. 3 f. vorbereitet worden; denn dass der
goldene Apfel, das Wahrzeichen dieser Wirtschaft, „an einem langen
Aste“ (V. 4) statt an einer soliden Stange hängt, verwundert den Leser
möglicherweise ein wenig. Das Bett des grünen Hauses (Metapher für den
Baum) für die Ruhe nach dem Essen wird nicht eigens genannt, aber in
der parallel geführten Bildebene werden die „weichen, grünen Matten“
(V. 14) problemlos als Bett verstanden.
Der Wirt präsentiert die saftigen Apfel metaphorisch als
Speis und Trank (V. 7 f.), deckt (personifiziert) den Gast mit seinem
Schatten zu (V. 15 f.) und verzichtet darauf, eine Rechnung
auszustellen (V. 17 f.). Der Apfelbaum ist also durchgehend als Wirt
personifiziert. Neben dem Ich-Erzähler treten noch andere
„leichtbeschwingte Gäste“ auf, wie die Vögel in einem kleinen Wortspiel
personifiziert werden; auch sie schmausen und singen in ihrer Freude.
Neben der Freigebigkeit des Wirtes, neben dem
ausgezeichneten Service (4. Strophe) fallen die Qualität des Essens (V.
7 f.) sowie die ausgelassene Stimmung in der Wirtschaft (3. Strophe)
auf. Die Natur übertrifft das menschliche Wirtschaften in allen
Belangen - der Segenswunsch als Dank ist die angemesse Antwort.
Eine der
Adressen, wo der Text des Gedichtes zu finden ist:
http://meister.igl.uni-freiburg.de/gedichte/uhl_l05.html
norberto42
L. Uhland: Einkehr - Analyse der Bilder(sprache)
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norberto42
(Homepage)
am 8. März 2007 um 19:34
Hallo, Mariette,
leider habe ich Ihre e-mail-Adresse nicht, die bleibt geheim.
Mein Tipp: Auf jeder Seite bei bloghof.net ist oben rechts ein Suchfenster; wenn Sie das "Kunert: Wie ich ein Fisch wurde", eingeben, finden Sie meine Analyse - natürlich auch über Suchmaschinen!
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hallo, ich bin französin und ich muss ein Referat über "wie ich ein Fisch wurde" von Günter KUNERT machen. Aber ich habe einige Problemen und ich habe Ihren Blog besucht. Haben Sie ein Referat über es gemacht? Ob ja können Sie mir helfen? Sie haben mein E-mail. Vielen Dank Mariette GUYARD