W. Busch: Die Affen, und Ringelnatz (Beispiele für Personifikation)

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Wilhelm Busch: Die Affen

Der Bauer sprach zu seinem Jungen:
„Heut in der Stadt, da wirst du gaffen.
Wir fahren hin und sehn die Affen.

Es ist gelungen
Und um sich schief zu lachen,
Was die für Streiche machen
Und für Gesichter,
Wie rechte Bösewichter.
Sie krauen sich,
Sie zausen sich,
Sie hauen sich,
Sie lausen sich,
Beschnuppern dies, beknuppern das,
Und keiner gönnt dem andern was,
Und essen tun sie mit der Hand,
Und alles tun sie mit Verstand,
Und jeder stiehlt als wie ein Rabe.
Pass auf, das siehst du heute.“

„O Vater“, rief der Knabe,
„Sind Affen denn auch Leute?“

Der Vater sprach: „Nun ja,
Nicht ganz, doch so beinah.“


Joachim Ringelnatz: Ein männlicher Briefmark

Ein männlicher Briefmark erlebte
was Schönes, bevor er klebte.
Er war von einer Prinzessin beleckt.
Da war die Liebe in ihm erweckt.

Er wollte sie wiederküssen,
da hat er verreisen müssen.
So liebte er sie vergebens.
Das ist die Tragik des Lebens.

marina am 30. Januar 2006 um 22:32
ich brauche eine interpretation von: Joachim Ringeknatz Ein Männlicher Briefmark HELP:(:(

   

Norbert am 31. Januar 2006 um 04:45
Da gibt es nicht viel zu interpretieren:
Die Briefmarke, personifiziert als der Briefmark, versteht den banalen Vorgang des Befeuchtens einer Marke als Schlecken = Knutschen und baut falsche Erwartungen auf (Liebe erweckt) -
das ist die Tragik des Lebens (Ironie) oder eben die Diummheit eines männlichen (!) Briefmarks.

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