This life is fulfilling me.

Einträge "Musik in meinem Ohr":

Dienstag, 20. Juni 2006

Im Herzen berührt.

My idea of a good time
is lying here with you.
With the sun on my face.

I guess that's why
I could do those things
lying here with you.
With the sun on my face.

Dies sind die ersten Zeilen eines Liedes, das ich schon den ganzen Tag in Dauerschleife höre. Es beginnt mit seichtem Hauchen und endet auch damit. Sanfte Akustik-Arpeggien untermalen die träumerische Atmosphäre. Bald setzt der Refrain über demselben wunderbaren Klangteppich ein:

I guess I go on,
I guess I will try to hold on.
Oh Lord, yeah.
I guess I go on, I guess I go on.
I was your soldier, I was your soldier.
I was your man, I was your man.
I was your man, I was your man.

Wunderhafte Melodien zeichnen ein sanftes Bild dieses Refrains, die Arpeggien nun von der dynamisch zurückhaltenden elektrifizierten Gitarre gezaubert. Darauf wiederholen sich die Zeilen von oben, wenn auch vertauscht. Welch Geniestreich. Dann, der Refrain setzt ein zweites Mal ein. Musikalische Raffinessen erinnern mich an ein anderes Genie, dessen Musik ich nicht mehr höre, den ich aber nach wie vor für großartig und virtuos halte. Über diesem etwas forscheren Refrain setzt sich eine Hintergrundstimme ab, die mit Schmerz und Rührung singt. Dann ist das Wunderwerk zu Ende. Ich bin entzückt. Im klassischen Sinne.

Es erinnert mich an den Zauber von A., abgesehen vom melancholischen Präteritum des Liedes. Dieselbe Anmut bei meiner anderen Liebe, der Musik. Welch Ausdruck meiner Verehrung von A. könnte besser passen, Liebesbriefe dahin. Ich bin entzückt.

Currently playing: Rumplestitchkin - Sun on my face
Current mood: Auf einer Woge voller lieblicher Träume schwebend

Mittwoch, 7. Juni 2006

Auf Achse

Da heute die Schule ausfällt und ich bis zum frühen Nachmittag alleine zu Hause bin, werde ich heute einen Musiktag einschieben. Will heißen: Den ganzen Tag musizieren und schreiben, analysieren und anwenden. Gestern haben wir im Gospelchor zwei neue Lieder gelernt, die beide musiktheoretisch hoch interessant sind. Eines davon wartet mit einer höchst wirkungsvollen Modulation, das andere mit chromatischen Durchgängen und Stoccati auf. Ich bin gespannt, was der Tag bringt.

Soeben riss mir beim Jammen die hohe E-Saite, sodass ich endlich meine neuen Blue Steel Cyrogenic Activated von Dean Markley auspacken kann. Sie klingen sehr gut, ich freue mich schon auf die Resultate. Mal schauen, ob mir mein künstlerisches Gemüt heute genehm ist.

Currently playing: Dean Markley E-String - was für ein klarer Sound
Current mood: Alles klar

Samstag, 13. Mai 2006

Eine Reise ins mögliche Unmögliche

Ich liebe die Beatles. Ein alter Hut. Auch manchem bekannt ist, dass ich ihren Song "I want you (She's so heavy)" für das beste Lied des gesamten 20. Jahrhunderts halte. Obgleich es erst einmal sehr langweilig wirkt: Das Stück enthält auf mehr als acht Minuten Länge nur zwei Zeilen Text und stetig wiederkehrende Motive. Doch was es für mich ausmacht, ist schwer zu erklären. Es ist das harmonische Gefüge dieses Songs.

Nun habe ich vor einiger Zeit von einer Theorie gehört. Sie besagt, dass jeder Takt einer Kadenz ein eigenes harmonisches System darstellt. Ein Beispiel: Ein Lied in C-Dur, 4/4-Takt enthält über vier Akkorde die triviale I-IV-V-I-Kadenz, hat also die Akkordfolge C-F-G-C. Nun kann man laut der Theorie jeden Takt als einzelnes System betrachten und von der Funktion abweichen. Der zweite Takt hat demnach die Tonart F-Dur, der dritte G-Dur etc. Daher vergrößert sich der Tonumfang, im zweiten Takt kommt Bb und im dritten F# hinzu. Weiterhin kann ich im zweiten Takt anstatt F-Dur nun auch den Subdominantparallelakkord G-Moll spielen, welcher in der ursprünglichen Tonart C-Dur gar nicht vorkommt, sondern dort die Dominante G-Dur wäre. Funktional ändert sich also in der Gesamtheit nichts, nur die Harmonie. Für die anderen Takte gilt ähnliches.

Ich habe heute Stück "94" geschrieben. Es ist in E-Dur, hat obigen 4/4-Takt und folgende Akkorde, die jeweils eine Viertelnote lang erklingen, sofern nicht anders angegeben: | E E E E | A/E D/F# E/G# B/F# | F# E C#m/E B/D# | E E E- B/D# Achtel |

Es ergibt sich eine sehr interessante Harmonik. Das Stück steht dank der einrahmenden E-Dur-Akkorde immer noch in E, jedoch wird zwischendrin unbemerkt moduliert, was dem Stück neue Töne verleiht, die entsprechend freudig von der Melodie verwendet werden.

Was nützt es nun? Ich kann damit Tonmaterial erlangen, das unereicht blieb, und dazu unbemerkt modulieren. Wie einst die Beatles.

Currently playing: Tiefenrausch - Ticket nach Holland
Current mood: Alles klar

Dienstag, 9. Mai 2006

Punky

Dieses nicht ganz ernst gemeinte "Werk" ist heute aus einer Schnapsidee heraus enstanden:

Ki-fi

Seht einmal, dort steht er wieder,

mit viel Freude pfeift er Kinderlieder,

hat die Hände in den Hosentaschen,

jeder weiß, was die da machen.

 

Oh seht einmal, da kommen sie,

Jacqueline, Stella und die Marie.

Die kennt der Nico schon seit Jahren,

nun sind alle vier davongefahren.

 

Seht einmal, sie sitzen im Café

und trinken nicht nur Blümchentee.

Doch was die Kinder noch nicht wissen,

der Nico, der hat kein Gewissen.

 

+++ Chorus: +++

Ki-fi! Oho!

Ki-fi! Oho!

Oh bald kommt er auch zu dir

und zeigt auch dir sein großes Tier.

Dann wird er wild, der Nicolas,

das macht ihm dann besonders Spaß!

Ki-fi! Oho!

 

+++ Bridge: +++

Nun liegen alle auf der Wiese,

auch Herbert, Kurt und Anneliese.

Denn der Nicolas macht kein Halt,

bitte nur keine 14 Jahre alt!

 

Ki-fi! Oho!

Ki-fi! Oho!

Oh bald kommt er auch zu dir

und zeigt auch dir sein großes Tier.

Dann wird er wild, der Nicolas,

das macht ihm dann besonders Spaß!

Ki-fi! Oho!

Eine Melodie gibt es noch nicht, die liefere ich aber gerne bei Gelegenheit nach. Es wird wohl mehr in Richtung Punk à la WIZO und Rotz auf der Wiese gehen...

Currently playing: Ghinzu - Seaside friends
Current mood: Grinsend

Samstag, 18. Februar 2006

Inspirationsloch - oder doch nicht?

Vielleicht sollte ich eben doch keine großartige Begleitung dazu schreiben. Nur Melodie, Rhythmus-Gitarre und Schlagzeug. Das war's. Ein eigenartiger Gedanke. Wo ich doch sonst reine Akkorde immer verpöne. Typisch Beatles-Fan. Auf der ewigen Suche nach der Begleitstimme. Sie klingen immer so träge und berechnet. Eine Zweitstimme entfacht Assoziationen und spielt mit den Gedanken.

Ich habe wieder die Stripes gehört. Und gesehen. "The hardest button to button" und "Seven nation army". Die Klassiker im Vollbild. Immer wieder und wieder. Und es ist perfekt. Simpel und "catchy", wie der Musiker zu sagen pflegt.

Simplizität ist alles in der Musik, das ist das erste, was ich über das Songwriting gelernt habe. Meine besten Songs sind sehr einfach. Es gibt zwar auch Stücke, die komplizierter sind. Da werden Langkadenzen durch das Bartóksche Achsensystem ergänzt, atonale Übergänge münden in chromatische Kreuzfeuer und sonst geht alles drunter und drüber, auch wenn der Hörer es für einfach klingende Musik hält. Die White Stripes sind jedenfalls Meister der Einfachheit. Sage ich als Hörer. Sie haben mir einen Denkanstoß für die Ergänzung von Opus 79 Version 2 gegeben. Opus 79 Version 3.

Und auch Coldplay waren aktiv. Wie ich bemerke, könnte das Intro von ihnen stammen. Ich bin also beeinflusst. Beeinflusst von zwei Bands, die ich oft und gerne höre. Es musste so kommen. Unweigerlich.

Nur hat die Muse in den wenigen Stunden seit dem letzten Sinnieren über sie an dieser Stelle immer noch nicht zu mir gesprochen. Wie schon seit Monaten. Wie lange wohl noch? Es kann sich nur bessern, ich spüre es. Sie duldet mich wohl in ihrer Nähe. Komm und sprich mit mir!

Currently playing: Caesars - I'm gonna kick you out (Unpassend. Aber gut.)
Current mood: Eine Option freihaltend.
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