This life is fulfilling me.

Einträge "Licht im Dunkeln":

Freitag, 17. Februar 2006

Der Versuch einer Zielsetzung

Nun bin ich Besitzer eines von Millionen Blogs. Zumindest fühle ich mich so. Angeblich wird alle drei Sekunden ein neuer Blog erstellt. Ich habe mir also drei Sekunden der Geschichte des Weblogs reserviert.

Wie nutze ich nun dieses Vorrecht? Schreiben scheint eine gute Idee. Aber es drängt sich doch unweigerlich die Frage auf, welche Themen man wählt, welche es wert sind, dass die Öffentlichkeit daran teilnimmt, welche es nicht sind und welche zu diffus sind, als dass ich darüber berichten könnte. Ob man eine Zielsetzung finden kann, wenn man sie sucht, kann ich nicht beurteilen. Dass man sie nur dann findet, wenn man nicht sucht, erscheint mir einleuchtender. Dennoch begebe ich mich auf die Suche danach. X marks the spot. Also Schaufel eingepackt und losgemacht.

Über das zu schreiben, was mich bewegt, sollte wohl das grobe Minimum allen journalistischen Anpsruchs an ein Weblog sein. An diesen erst recht. Daneben erscheint es wohl sinnvoll, dem Anonymitätsgebot des Internets Folge zu leisten. Hier werden keine Namen anderer Menschen genannt. Aliase sind das A und O. Von der Geburt bis zum Tod dieses Blogs. Aber hat auch ein Autor das Recht, sich hinter einem Synonym zu verstecken? Verfälscht er nicht das Werk? Zeigt er nicht, dass er nicht zu seiner Kunst steht? Oder zeigt er gerade die Brisanz der Themen auf? So einfach kann es nicht sein. Das zu bedenken, wird wohl eine wichtige Aufgabe sein. Im Zweifelsfall für den Angeklagten. Ich bleibe vorerst inkognito. Ich entferne mich wohl gerade von der Zielsetzung. "Back to topic!" würde man wohl in diesem Falle sagen: Soll ich also mein Innerstes nach außen kehren und mein grausiges Wesen offenbaren? Das unförmige Ding, vor dem ich mich selbst fürchte, verleugnen? Buddha meinte, die Erkenntnis des Asuras in einem selbst sei der erste Weg zur Besserung. Aber wie lautet der zweite? Es wird wohl vorerst der sicherste Pfad sein, das zu schreiben, was mir in den Sinn kommt. Ganz spontan. Mit etwas Glück bekommt das ganze Projekt dann auch seine eigene Note. Mit etwas Glück.

Lasset die Spiele beginnen!

Currently playing: The Skatoons - Tschüss (Welch Antonym...)
Current mood: You don't know Jack

Die Ursuppe von allem und vielem mehr

Nun bin auch ich in diesen Strudel geraten, der auf geheimnisvolle Weise unschuldige und nichtsahnende Menschen wie du und ich verschluckt. Wie du und ich. Zumindest einmal ich. Ich habe mich lange dagegen gestreubt, mein Leben oder eigentlich das, was ich für mein Leben halte, für die sogenannten Weiten des Internets zu dokumentieren und streng diszipliniert festzuhalten. Warum etwas festhalten, dass ich nicht einmal fassen kann? Wenn ich hier über die Dinge, die ich zum Leben brauche wie die Luft, berichten will, wie kann ich dann diese scheinbar inexistente Luft fassen?

Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass es einen Versuch wert ist. Der ist hiermit getan. Das Experiment läuft. Wer weiß, vielleicht wird es in sechs Tagen abgebrochen werden müssen wie einst das Stanford-Prison-Experiment, weil es aus den Fugen gerät. Wer weiß, vielleicht werde ich nie zum Schreiben kommen, weil mir eben diese Disziplin fehlt. Wer weiß, vielleicht werde mich hier Menschen treffen, die mich auch außerhalb dieses engen Rahmens kennenlernen konnten oder durften oder mussten.

Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass es gut ist.

Currently playing: Golden Shoulders - I will light you on fire
Current mood: Die Sonne blendet das Kind.
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