Heute lag ein Einschreiben auf meinem Schreibtisch. Es war randvoll mit Papieren angefüllt, war schon geöffnet. Meine Mutter musste unter Angabe ihrer Personalausweisnummer die Entgegennahme des Dokuments bescheinigen. Sie hatte das Einschreiben geöffnet. Die bereits herausquillenden Papierbahnen offenbarten mir schnell den Kern dieser merkwürdigen Angelegenheit:
Kreiswehrersatzamt Berlin
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Einberufung zum Grundwehrdienst
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Sehr geehrter Herr P.,
ich berufe Sie zum 9-monatigen Grundwehrdienst ab 01.07.2007 ein.
Man will mich bis 14.00 Uhr des Folgetages in der Marineoperationsschule Bremerhaven, Lehrgruppe B/7. Inspektion sehen.
Anbei ein seitenlanger Fragebogen, in dem ich über mich, meine Freundin, Eltern etc. Angaben mach muss, meine finanzielle Situation darlegen soll, "Kontakte zu ausländischen Nachrichtendiensten oder zu Nachrichtendiensten der ehemaligen DDR, die auf einen Anbahnungs- oder Werbungsversuch hindeuten können" erläutern muss, Aufenthalte im Ausland, v.a. in etlichen GUS-Staaten, arabischen Ländern, China, Korea, darlegen und zudem Beziehungen zu verfassungsfeindlichen Organisationen offenlegen soll.
Was, wenn ich nicht möchte? Was, wenn ich keine Lust habe auf diese Sache? Was, wenn ich mich von der Bundeswehr und ihrem Kriegsdienst fernhalten möchte?
Ich schreibe jetzt meine Verweigerung. Nie betrete ich Gelände der Bundeswehr, auf dem ich den Waffengebrauch gelehrt bekomme.

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