Der Blog war lange unter dem nicht ganz so ewigen Eise verschollen, doch soll hier die Expedition ins Eis gewagt werden. Olav, Sverre, Helmer: Spannt die Hunde ein, der alte Scott kommt uns noch zuvor. Donnerstag in einer Woche möchten wir bitte dasein.
Es ist nicht viel geschehen in den letzten Wintertagen - daher meine Verschwiegenheit. Aber einige Dränger und Bittsteller haben mich dann, wie man sich soeben selbst davon überzeugen kann, doch noch dazu umgestimmt, den Poljus Nedostupnosti dieses vereisten Blogs zu suchen. (Man schelte mich für historische Ungenauigkeit, aber es passte gerade so gut.) Gestern war der erste Dezember eines Winters, der keiner sein möchte und sich doch einer nennt. Kalt ist es freilich, sogar frostig wird es je nach Laune, wenn sich denn die rechte Gelegenheit ergibt. Aber in diesem halben Winter fanden A. und ich dann zum gestrigen Abend doch die Spontaneität, in die große, weite Stadt zu fahren und für wenig Geld und viel Zeit die Schlittschuhe aufzuspannen und auf dem Eis zu kurven. Das heißt: Sie kurvte. Ich war angesichts der vielen Kinder und waghalsig rasenden Großväter und Rabauken im grenzdebilen Jugendalter, sowie wegen meinem, dezent umschrieben: unbeholfenen Fahrstil doch viel zu konzentriert und gestresst, um einen sicheren oder gar eleganten Lauf darzubieten. Wir sind ja auch nicht bei einer dieser vielen "modern" gewordenen Eiskunstshows. Liebevolles Lob gab es für mich dennoch.
Ich weiß, ich bin meiner unrealen Pflicht, regelmäßigen Bericht zu erstatten, hiermit eher mangelhaft nachgekommen; aber das ist mir jetzt auch egal. Es wird eisig, Zeit, nach Hause zu fahren und diesem blöden Scott ein paar Zeilen zu hinterlassen.

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