Zeit
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Meine Oma liegt im Sterben. Meine zweite. Aus Thüringen, väterlicherseits. Habe sie nur einmal gesehen, mit vier Jahren. Haben Kartoffeln geschält, den Ofen entfacht. Fremde nahe Frau, hat damals noch zu Weihnachten große Pakete mit allerlei Geschenken geschickt. Botschaften einer Frau, die ich nie so richtig kannte. Wollte immer, dass ich sie mal besuche. Habe immer abgelehnt, zu langweilig sei es dann gewesen.
Kann jetzt auch nicht mehr helfen, einerseits Schule. Papa fährt morgen früh ins ferne Frankenheim, bleibt zwei Wochen. Käme ich mit, würde sie sich auch nicht mehr an mich erinnern. Demenz macht ihr zu schaffen.
Wie fühlt es sich an, um einen Menschen trauern zu müssen, der immer da, aber für den ich immer fern war?
Summer
am 3. September 2006 um 21:39
meine uroma liegt zwar nicht im sterben, wird aber nächstes wochenende schon 95 jahre alt.
letztes jahr im september hatte sie einen unfall - sie ist gestürzt. oberschenkelhalsbruch hieß es.
seit dem tag war sie nie wieder in ihrer wohnung in charlottenburg. sie lebt nun im heim und wird dort nun ihren lebensabend verbringen.
durch die zahlreichen OPs hat ihr gedächnis ganz schön gelitten. auch sonst geht es mit ihr berg ab. leider. nun frag ich mich: warum hast du deine uroma nicht öfter besucht? weil dir der weg bis in den tiefsten westen zu weit war? tja ich kann es nicht sagen. wahrscheinlich lag es aber genau daran. ich war einfach zu faul bis dort hin zu fahren.
auch ich bereue es sie nicht öfter besucht zu haben. jetzt müsste ich erst auf ein kleines kleckerdörfchen nahe berlin fahren um sie zu sehen. :(
ninikupenda
am 3. September 2006 um 21:42
Jaja es war ein Fehler. Ein großer. Zu sagen, nicht die drei Wochen mitzufahren, in denen mein Vater die komplette Verwandtschaft besucht. Sie hat häufig gefragt, ob ich denn nächstes Mal mitkäme. Nein, ich kam nicht mit. Sie hat es als "kindlichen Eigensinn" interpretiert, war eine einfache Lösung für mich, sie war ja auch immer liberal in solchen Dingen. Damit war der Druck genommen, die Frage gelöst.
Nur war der Weg nicht der richtige.
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meine uroma liegt zwar nicht im sterben, wird aber nächstes wochenende schon 95 jahre alt.
letztes jahr im september hatte sie einen unfall - sie ist gestürzt. oberschenkelhalsbruch hieß es.
seit dem tag war sie nie wieder in ihrer wohnung in charlottenburg. sie lebt nun im heim und wird dort nun ihren lebensabend verbringen.
durch die zahlreichen OPs hat ihr gedächnis ganz schön gelitten. auch sonst geht es mit ihr berg ab. leider. nun frag ich mich: warum hast du deine uroma nicht öfter besucht? weil dir der weg bis in den tiefsten westen zu weit war? tja ich kann es nicht sagen. wahrscheinlich lag es aber genau daran. ich war einfach zu faul bis dort hin zu fahren.
auch ich bereue es sie nicht öfter besucht zu haben. jetzt müsste ich erst auf ein kleines kleckerdörfchen nahe berlin fahren um sie zu sehen. :(