Wir haben heute den 14. Juli 2006, was ich auch nur weiß, weil seit gestern feststeht, dass ich nach dem Abitur unserem Lande als Scharfschütze respektive Sanitäter dienen darf. Befristet auf neun Wochen krieche ich dann durch die weiten Felder und Wälder der Republik auf der Suche nach der ethischen Position, in einem Gefecht oder Krieg involviert zu sein. Schöne Aussichten. In der Gegenwart sieht es etwas einfacher aus. Da unser hochverehrter Senat beschlossen hat, dass mein Jahrgang der erste sein soll, der sich noch ein fünftes Mal vor die Abiturprüfer stellt, bereite ich nun meine vorwissenschaftliche Facharbeit für die fünfte Prüfungskomponente vor. Wenn ich dann hoffentlich die technischen Probleme bei der Implementierung mathematischer Formeln in ein proprietäres Textverabeitungsprogramm meiner Wahl beseitigt habe, stürze ich mich in den Kampf, den grenzdebilen Physiklehrern unserer Schule auf eine hinreichend verständliche Art die Geheimnisse und Paradoxien zu erklären, die sich in dem großen Thema "Bewegungen unter, bei und über Lichtgeschwindigkeit" verlieren.
Gut eine Woche bleibt mir Zeit, mindestens zwanzig Seiten zu füllen, was bei dem Thema auch das geringste Problem bleiben dürfte. Danach geht es auch zum vierzehnten Male in Folge an die Ostsee. Drei Wochen Ahrenshoop auf dem Darß werden wie jedes Mal eine lange, aber entspannte Zeit werden. Eventuell Anwesende unter den wenigen Lesern dieses Eintrages können mich ja gerne suchen kommen, ich werde wohl im Strandkorb liegen - am Aufgang des Kurhauses rechts.
Die Zeit wird lang; dass ich A. nicht sehen werde, ist schon wieder ein Grund zur Traurigkeit. Sie hatte schon den kühnen Plan geschmiedet, doch mitzukommen, doch das fällt aus blöden Gründen ins Ostseewasser. Mein einziges Licht wird dann wohl die neue Spiegelreflexkamera sein, die ich mir vor kurzem gegönnt habe. Alles, was ein Fotograf mit künstlerischem wie qualitativem Anspruch braucht, findet er darin zu genüge. Alle technischen Details der Einfachheit halber verschweigend bin ich sehr zufrieden mit dem Kauf, denn mit einer Kompaktkamera - so wie in den letzten Jahren - erreicht man schon bereits nach dem Öffnen der Abdeckung die fotografischen Grenzen eines Massenproduktes für die Massen. Qualität sieht anders aus - nämlich so wie meine Pentax Super A.
Vielleicht schreibe ich in der Zeit noch einmal etwas an dieser Stelle. Vielleicht auch nicht. Also allen eine schöne Zeit!
Und Schatz: Ich liebe dich!

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3 wochen ostsee? allein? cool.
ich war jetzt 4 tage lang oben bei meiner omma.. ich sach dir es hätten ruhig noch mehr sein können.
man kann so schön die seele baumeln lassen und dazu den wellen lauschen. och ich will noch mal hoch! :)
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ich wünsche dir ebenfalls einen wunderschönen urlaub - auch leider ohne a. :)