"Die Nachrichten über meinen Tod sind stark übertrieben." meinte schon Twain 1897 im New York Journal. Ich weile noch unter den Lebenden, auch wenn ich mich in letzter Zeit wohl eher in der Fraktion der Stummen herumtreibe. Das hat auch seinen einfachen Grund: Mein Leben ist zu langweilig, geordnet und uninteressant, um darüber zu berichten. Warum sollte ich also freudig von Details berichten, die den Leser langweilen? Also Schluss mit schlechter Nachrichtenkultur.
Hiermit erbringe ich euch also meinen obligatorischen Meldungsbericht. Es war nicht viel los, wie gesagt. Heute Morgen hatte ich wieder einmal unverschämt viel Nasenbluten. Hätte ich eine bereitgestellt, hätte ich eine Tasse füllen können, aber zu meinem Bedauern war das rote Wässerchen nicht einmal süßlich - kam ja auch direkt nach dem Aufstehen. Nun heißt es nur noch hoffen, dass ich keinen Besuch von der Kriminalpolizei bekomme, so unsauber, wie ich gearbeitet habe.
Die Ferien sind erwartet langweilig wie nie, davon abgesehen, dass A. und ich dies und das unternehmen, auch um jener Ferienermüdung aus dem Wege zu gehen. Die Medien sind unerhört populistisch und agitiativ - das bekommt man ja erst zu Gesicht, wenn man morgens das Haus nicht verlassen muss. Aber was erzähl ich auch, ich bin ja selbst involviert. Ich bereite derzeit einen Zweitblog vor. Thema und Adresse werden bisher verschwiegen. Vielleicht auch für die Ewigkeit.

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tröste dich. du bist noch schreibwütiger als ich.
und was ich auch schreibe kommt nur als wütendes, unzufriedenes gebrabbel oder exzentrischer müll aus mir raus.
vielleicht ist das mit den ferien vorbei.
es ist zu ruhig. es passiert zu wenig.
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