Unaufhaltsam rollt der unwochenendigste Wochenabschluss auf mich zu, denn auf eine so eigenartige wie gleichgültige Weise verfällt man in diesen Ferien in eine chronische Feierabend-Hysterie. Verspüre ich zumindest so; wenn man sich nur auf das Wochenende fixiert, mag das gewisse Paranoia hervorrufen.
Dabei ist das Wochenende gar nicht so besonders. Nur die viel zu frühe Abreise am Montag ist mir noch ein Dorn im Auge. Um sieben geht es los, will heißen, um fünf das Haus verlassen. Da ist es schon längst hell, wie ich neulich bei A. gemerkt habe. Wir hatten einen DVD-Abend bis gut vier Uhr in der Frühe. Also gibt es am Montag wieder ein Lerchenkonzert aufs schläfrige Gemüt. Dabei wäre ich am Sonntag gerne noch einmal weggegangen. Eine up- and coming band from Good ol' Berlin. Die machen eine nette Mischung aus Indie, Progressive und irgendwas andrem. Ein Privatkonzert mit zwei andren netten Bands vor dreißig Leuten gäbe es am Sonntag. Ich bin eingeladen. Und kann nicht kommen. Es ärgert mich sehr, aber that's the way the cookie crumbles. Heute geht es erst einmal zum Emergenza-Bandcontest-Berlin-Finale, wo ja auch ein paar Freunde mit ihrer Band mitmischen. Ein netter Zeitvertreib, acht Bands für sieben Euro im Bandverkauf sind einwandfrei. Dennoch schleicht sich bei mir die Erschöpfung ein, Erschöpfung vom Nichts. Soll mir egal sein, dies ist das letzte gemeinsame Wochenende von A. und mir.
Eigentlich sollte ich meine vorwissenschaftliche Facharbeit für das Abitur weiterschreiben und noch an einer anderen Sache rumfeilen, die sehr drängt - aber ich bin zu faul und müde. Gute Nacht denn, ich bin im Urlaub.

Alles klar
)
Gelangweilt