This life is fulfilling me.

Einträge "Juli 2006":

Freitag, 21. Juli 2006

Das letzte Wochenende.

Unaufhaltsam rollt der unwochenendigste Wochenabschluss auf mich zu, denn auf eine so eigenartige wie gleichgültige Weise verfällt man in diesen Ferien in eine chronische Feierabend-Hysterie. Verspüre ich zumindest so; wenn man sich nur auf das Wochenende fixiert, mag das gewisse Paranoia hervorrufen.

Dabei ist das Wochenende gar nicht so besonders. Nur die viel zu frühe Abreise am Montag ist mir noch ein Dorn im Auge. Um sieben geht es los, will heißen, um fünf das Haus verlassen. Da ist es schon längst hell, wie ich neulich bei A. gemerkt habe. Wir hatten einen DVD-Abend bis gut vier Uhr in der Frühe. Also gibt es am Montag wieder ein Lerchenkonzert aufs schläfrige Gemüt. Dabei wäre ich am Sonntag gerne noch einmal weggegangen. Eine up- and coming band from Good ol' Berlin. Die machen eine nette Mischung aus Indie, Progressive und irgendwas andrem. Ein Privatkonzert mit zwei andren netten Bands vor dreißig Leuten gäbe es am Sonntag. Ich bin eingeladen. Und kann nicht kommen. Es ärgert mich sehr, aber that's the way the cookie crumbles. Heute geht es erst einmal zum Emergenza-Bandcontest-Berlin-Finale, wo ja auch ein paar Freunde mit ihrer Band mitmischen. Ein netter Zeitvertreib, acht Bands für sieben Euro im Bandverkauf sind einwandfrei. Dennoch schleicht sich bei mir die Erschöpfung ein, Erschöpfung vom Nichts. Soll mir egal sein, dies ist das letzte gemeinsame Wochenende von A. und mir.

Eigentlich sollte ich meine vorwissenschaftliche Facharbeit für das Abitur weiterschreiben und noch an einer anderen Sache rumfeilen, die sehr drängt - aber ich bin zu faul und müde. Gute Nacht denn, ich bin im Urlaub.

Currently playing: The prayers and tears of Arthur Digby Sellers - The eventual intimate of so much
Current mood: Eigentlich habe ich doch was zu tun.
von: ninikupenda in Rubrik: Mein Tag

Freitag, 14. Juli 2006

Ferien! Nein, es sind keine Ferien.

Wir haben heute den 14. Juli 2006, was ich auch nur weiß, weil seit gestern feststeht, dass ich nach dem Abitur unserem Lande als Scharfschütze respektive Sanitäter dienen darf. Befristet auf neun Wochen krieche ich dann durch die weiten Felder und Wälder der Republik auf der Suche nach der ethischen Position, in einem Gefecht oder Krieg involviert zu sein. Schöne Aussichten. In der Gegenwart sieht es etwas einfacher aus. Da unser hochverehrter Senat beschlossen hat, dass mein Jahrgang der erste sein soll, der sich noch ein fünftes Mal vor die Abiturprüfer stellt, bereite ich nun meine vorwissenschaftliche Facharbeit für die fünfte Prüfungskomponente vor. Wenn ich dann hoffentlich die technischen Probleme bei der Implementierung mathematischer Formeln in ein proprietäres Textverabeitungsprogramm meiner Wahl beseitigt habe, stürze ich mich in den Kampf, den grenzdebilen Physiklehrern unserer Schule auf eine hinreichend verständliche Art die Geheimnisse und Paradoxien zu erklären, die sich in dem großen Thema "Bewegungen unter, bei und über Lichtgeschwindigkeit" verlieren.

Gut eine Woche bleibt mir Zeit, mindestens zwanzig Seiten zu füllen, was bei dem Thema auch das geringste Problem bleiben dürfte. Danach geht es auch zum vierzehnten Male in Folge an die Ostsee. Drei Wochen Ahrenshoop auf dem Darß werden wie jedes Mal eine lange, aber entspannte Zeit werden. Eventuell Anwesende unter den wenigen Lesern dieses Eintrages können mich ja gerne suchen kommen, ich werde wohl im Strandkorb liegen - am Aufgang des Kurhauses rechts.

Die Zeit wird lang; dass ich A. nicht sehen werde, ist schon wieder ein Grund zur Traurigkeit. Sie hatte schon den kühnen Plan geschmiedet, doch mitzukommen, doch das fällt aus blöden Gründen ins Ostseewasser. Mein einziges Licht wird dann wohl die neue Spiegelreflexkamera sein, die ich mir vor kurzem gegönnt habe. Alles, was ein Fotograf mit künstlerischem wie qualitativem Anspruch braucht, findet er darin zu genüge. Alle technischen Details der Einfachheit halber verschweigend bin ich sehr zufrieden mit dem Kauf, denn mit einer Kompaktkamera - so wie in den letzten Jahren - erreicht man schon bereits nach dem Öffnen der Abdeckung die fotografischen Grenzen eines Massenproduktes für die Massen. Qualität sieht anders aus - nämlich so wie meine Pentax Super A.

Vielleicht schreibe ich in der Zeit noch einmal etwas an dieser Stelle. Vielleicht auch nicht. Also allen eine schöne Zeit!

Und Schatz: Ich liebe dich! 

Currently playing: Myron Butler & Levi - Everything
Current mood: Alles klar
von: ninikupenda in Rubrik: Mein Tag

Freitag, 7. Juli 2006

Ich lebe noch.

"Die Nachrichten über meinen Tod sind stark übertrieben." meinte schon Twain 1897 im New York Journal. Ich weile noch unter den Lebenden, auch wenn ich mich in letzter Zeit wohl eher in der Fraktion der Stummen herumtreibe. Das hat auch seinen einfachen Grund: Mein Leben ist zu langweilig, geordnet und uninteressant, um darüber zu berichten. Warum sollte ich also freudig von Details berichten, die den Leser langweilen? Also Schluss mit schlechter Nachrichtenkultur.

Hiermit erbringe ich euch also meinen obligatorischen Meldungsbericht. Es war nicht viel los, wie gesagt. Heute Morgen hatte ich wieder einmal unverschämt viel Nasenbluten. Hätte ich eine bereitgestellt, hätte ich eine Tasse füllen können, aber zu meinem Bedauern war das rote Wässerchen nicht einmal süßlich - kam ja auch direkt nach dem Aufstehen. Nun heißt es nur noch hoffen, dass ich keinen Besuch von der Kriminalpolizei bekomme, so unsauber, wie ich gearbeitet habe.

Die Ferien sind erwartet langweilig wie nie, davon abgesehen, dass A. und ich dies und das unternehmen, auch um jener Ferienermüdung aus dem Wege zu gehen. Die Medien sind unerhört populistisch und agitiativ - das bekommt man ja erst zu Gesicht, wenn man morgens das Haus nicht verlassen muss. Aber was erzähl ich auch, ich bin ja selbst involviert. Ich bereite derzeit einen Zweitblog vor. Thema und Adresse werden bisher verschwiegen. Vielleicht auch für die Ewigkeit.

Currently playing: I love you but I've chosen darkness - We're still the weaker sex
Current mood: Gelangweilt
von: ninikupenda in Rubrik: Mein Tag
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