This life is fulfilling me.

Süße Melancholie doch so bitter

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Ich bin krank. Nicht zu gebrauchen. Das ganze Wochenende zu Hause bleiben. A. nicht sehen, nicht hören, nicht fühlen. Ich bin krank. So und auch so. Kann nicht klar sehen, nicht riechen, kaum schmecken und hören. Bleibt nur fühlen. Nichts zum Fühlen. Leere. Fühle nur alte Ängste, neu aufgemacht. Ich will keine Angst haben, das macht alles kaputt. Berechtigt scheint sie aber. Ich bin krank. Kann nicht klar denken, ich erinnere mich aber genau an damals, als alles eine neue Stufe erreichte. Was soll ich tun. Bin doch gefesselt. Bin gefangen in neun Wänden, zwei Räumen. Macht doch bitte die Türe zu. Danke. Immer noch laut. Immer nur Datenmüll dringt an mein Ohr. Will es abschalten. Kann nicht. Alles so eng. Will allein sein. Besser zu zweit. Die Tür fliegt auf. Er muss aus dem Schrank etwas herauskramen. Kann ich nicht verhindern. Wieder. Diesmal die Schuhe auf den Boden geworfen. Warum hier? "Ich komm gleich. Lass mal liegen da." Kommunikation über zwei Räume und vier Wände. Kommunikation für die einen, Datenmüll für die anderen. Ich schaue aus dem Fenster, bemerke, dass die Bäume schon ganz grün sind. Sie wiegen sich im Wind. Ewiges Auf und Ab, mal stärker, mal schwächer. Es frischt wieder auf. Der Baum vor meinem Fenster ist wohl mein Spiegel. Bin eigentlich spiegelscheu, kann nur im Bad hineinschauen. Die Glühbirnen sind da anders. Der Baum steht im natürlichen Licht, doch dieses Mal schmerzt es nicht. Wieder wer da. Kann nicht ruhig sein. Der Teufel steckt im Leib. Seit langer Zeit. Mir geht es auch nicht besser zurzeit. Bin ja krank. Geh bitte. Ich will meine Ruhe. Danke, nimm es mir nicht übel. Mein Kopf schmerzt. Überm Auge und allgemein, letzteres wohl vom Duschen eben. Verdunstungskälte. Wieder wer da. Du wolltest doch gehen? Ach hast ja noch deine Schuhe hier. Bitte Türe schließen. Kann jetzt meinen Opa verstehen, hat mich auch immer angefahren. Da wieder die Fanfare. Den ganzen Tag. Chronik einer unglaublichen Sturheit. Ich mache lieber die Tür zu, immerhin etwas Sperrholzplatte im Schallweg.

Ich bin unschlüssig. Diese Gesellschaft ist mir zuwider. Keine Werte, kein Wert. Geht mit den höchsten Geschenken wie mit Abfall um. Ich will nicht Teil sein, muss aber. Irgendwann bin ich angepasst. Ganz unbemerkt. Mir graut es, will nicht sein, wie alle anderen. Anpassung ist mein Fuchsbandwurm. Schleicht sich ein und irgendwann in nicht absehbarer Zeit ist die Leber zerfressen, der Körper tot. So wird auch mein Ende sein. Aber jetzt schon? Kann verstehen, dass du ungeduldig bist. Bist ja auch Teil der Gesellschaft, kennst es nicht anders. Warst nie anderes gewohnt, dafür viel zu beliebt. Aber auch geliebt? Weiß es nicht. Er da ist mir fremd. Dir nicht. Mag ihn nicht, kann ich nicht berechnen. Bestimmt so einer. Scheint dir lieber zu sein als ein unberechenbarer Irrer. Kann ich verstehen. Der Mensch scheut Veränderungen. Bitte sag es auch. Schweig nicht. Starre das Telefon seit gestern an. Bewegt sich nicht, bestimmt tot. Könnte springen. Weiß nicht, alle Optionen freihalten. Köln ist übrigens weiter. Wir werden ja sehen. Sonntag fällt wohl auch ins Wasser. Bin krank. Hattest wohl auch keine Lust. Kann ich verstehen. Geh ran, ich kann ja nicht. Fang du an, ich bin zu arm dafür. Nachher wieder flüssig. Schon wieder so viel Geld. Machst mich noch ärmer. Hab nichts dagegen. "ain't going to the town, going to the city" Muss ja noch abholen gehen. Dabei bin ich doch krank. "Bist ein guter Junge." Keine Antwort. Immer wieder gehört, immer wieder entnervt. Datenmüll. Will doch nur etwas Ruhe kosten. Muss doch immer konzentriert die Fühler rausstecken. Hab doch ADS, es quält mich. Lach nur. Mag unplausibel sein. Nebensache. Fühle mich nicht besser. Vielleicht kann mich auch jemand verstehen. Wahrlich. Nicht eingebildet. Nicht geheuchelt. Man kann nie sicher sein. Musik war auch schon mal besser. Geht ja auch gleich weiter. Bridge kommt schon. Abwechslung muss sein. Oh die Sonne zieht auf. Merke es nicht. Alles so still, wie betäubt. Doppelglasscheibe. Meine Brille hat nur einschichtiges Kunststoffglas. Schade. Könnte gut tun. Etwas Urlaub nehmen von allem. Kann gleich ein wenig kosten. Sigur Rós in 3:59 Minuten. Freu mich schon. Gutes Album. Zeitlosigkeit auf hohem Niveau. Tut jetzt gut. Hilft die schizoiden Gedanken zu ordnen. Ist jetzt nötig. Allen ein schönes Wochenende. Ich liebe dich.

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