Griechische Philosophen haben es mir angetan. Nichts Neues. In Platons Symposion findet man eine recht bekannte Anekdote, die direkt den Komödiendichter Aristophanes zitiere. Vor langer Zeit habe es drei Geschlechter gegeben. Das männliche, das von der Sonne abstamme, das weiblich (von der Erde) und das aus den beiden vereinigte Geschlecht (vom Mond abstammend). Jenes Geschlecht sei das der Kugelmenschen gewesen, die vier Füße, vier Hände und zwei entgegengesetzte Gesichter auf einem Kopf gehabt hätten. Sie waren wohl so stark und flink, dass sich selbst die Götter vor ihnen in Acht nehmen mussten, weshalb Zeus alle in je zwei Hälften geschlagen habe. Diese getrennten Wesen verfolgten seit jeher nun den Drang, sich wieder zu vereinen; jenes Bestreben wird seither Eros genannt. Die seelische Verwandtschaft dieser Halbwesen, die nun als Mann und Frau bekannt worden, ist spätestens seit Platon legendär. Und gern so bildlich ins Gedächtnis gerufen.
So auch heute. A. sollte heute ihre Mathe-Klausur nachschreiben. Wir hatten uns dazu tatsächlich gestern und heute in unseren Freistunden zu ungestörtem und effektivem gemeinsamem Üben aufraufen können. Und ich hatte doch tatsächlich Bauchschmerzen, wie ich sie vor mir unangenehmen Prüfungen bekomme. Hätte ich ihre Klausur geschrieben, hätte ich wohl kaum Probleme gehabt, aber dennoch waren da diese Bauchschmerzen. Und da kommen Platons seelenverwandte Halbkugeln ins Spiel. Gleich jeglicher Sinnlosigkeit, mir Angst zu machen, hatte ich doch Bauchschmerzen, die Prüfungsunbehagen anzeigen.
Ein gutes Zeichen!

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ich hoffe das lernen hat was gebracht. bei mir nämlich nicht. :(
ich denke mehr als ne 4 in der klausur wirds nicht. :(