This life is fulfilling me.

Latent letale Konflikte

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Soeben habe ich ein Gespräch per ICQ geführt. Mich hat mal wieder das alte Thema K. ergriffen. Zeit für eine erneute Stellungsbeziehung.

Ich verstehe sie nicht. Doch, etwas schon. Dass sie mir damals aus dem Weg gegangen ist. Aber mehr nicht. Nachdem sich aber alles im Dezember oder auch schon November gelegt hatte, machte sie fröhlich weiter. Unverständlich. Ich hatte ihr Gespräche angeboten und mitgeteilt, dass sie wieder aufhören könne. Nicht einmal eine Antwort kam. Wenn sie mit mir nichts zu tun haben will, dann soll es so sein, das muss ich akzeptieren. Aber dann soll sie es sagen. Ich gehe ihr so gut es geht aus dem Weg. Sie scheint sich in meiner Gegenwart unwohl zu fühlen. So denn, ich verhalte mich so, als würde ich sie nie kennen gelernt haben, als sei sie eine Fremde unter vielen, die immer bei meinen Freunden steht und immer mit meinen Freunden spricht. Aber es funktioniert nicht. Sie ist keine Fremde. Ich würde so gerne das alles beilegen oder zumindest erfahren, warum sie so abweisend ist. Seit siebeneinhalb Monaten geht das schon so. Sie meinte mal - ich glaube es war zu W. - ich starrte sie an. Meine Blicke streiften sie nur in demselben Maße wie auch andere. Seitdem habe ich meine Augen nie mehr in ihre Richtung bewegt. Und so halte ich es immer noch. Warum ist sie nur so stur.

Sie ist in diesem Punkt wie ein kleines, törichtes, stures Mädchen, dass man gerade deswegen lieb haben muss, weil sie sonst keinen hat, der ihr diese Hirngespinste austreibt. Das ist ein nicht zu vernachlässigender Grund, warum ich das Problem gelöst sehen will. Aber sie rudert in die andere Richtung. Angeblich glaubt sie, ich hasse sie. Nein, das tue ich nicht und tat es nie. Warum auch. Hass kann ich für keinen Menschen auf dieser Welt aufbringen. Ich bin nur sehr traurig. Sehr zermürbt. Sehr angestrengt. Letztes Halbjahr sanken meine schulischen Leistungen rapide ab, in Psychologie sogar um sechs Notenpunkte. Alles nur, weil ich mich nur mit diesem lausigen Problem beschäftigt hatte. Auch sonst war ich psychisch zu nichts zu gebrauchen. Dauernd müde und launisch, immer traurig und bedrückt, nie geistig anwesend. Es hat mich innerlich aufgefressen.

Und jetzt geht es wieder los. A. schenkte und schenkt mir Ablenkung, aber das Problem bleibt latent. Latent letal. Manchmal befinde ich mich im Gespräch mit jemandem. Dann kommt K. und spricht diese Person an. Auf etwas Beiläufiges oder etwas, was man hätte später klären können, wenn ihr meine Gegenwart so unangenehm ist. Wenn ich dann mit jener Person weiter rede und K. noch daneben steht, spüre ich ihre Blicke. Aber ich kann nicht einmal hinschauen. Ich muss sie weiter unfreundlich ignorieren, weil es mir so scheint, dass dies das Einzige ist, was ich überhaupt tun kann. Dabei weiß ich nicht, wie ich das deuten soll. Annäherung? Ich weiß es nicht. Will sie mich weiter degradieren? Ich weiß es nicht. Es ist so schwierig wie verletzend.

Diese Zeilen klingen so wirr. Es wundert mich nicht einmal. Ich habe nicht einmal die Energie, mich in klare Worte zu fassen. Wie soll ich sie dann je wieder ansprechen können.

Sabrina am 16. April 2006 um 16:31
Das ist wirklich eine blöde Situation.
Siehst du sie an, sagt sie, du starrest sie an, siehst du sie nicht an bemägelt sie, dass du sie ignorierst und hasst.
Dir tut es nicht gut sie nicht anzusehen und irgendwie scheint es doch ein ewiges, ein wenig kindisches, hin und her zwischen euch zu sein.
Meinst du nicht, du könntest "normal", was immer normal bedeuten mag, mit ihr umgehen?
Es sieht nicht so aus, als würdet ihr große Freunde werden können, aber ein wenig menschlichkeit sollte in der Behandlung des anderen doch drin stecken, und völliges Ignorieren (auch wenn deine Gründe nachvollziehbar sind)ist eher abwertend, als würdest du sie genauso degradieren, wie du ihr vorhältst, dass sie es mit dir macht.

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ninikupenda am 16. April 2006 um 22:38
Ich wünschte, ich könnte sie normal behandeln. Ich weiß nicht, woran ich an ihr bin. Das macht es so schwer. Will sie diese Situation aufrecht erhalten? Hat sie noch immer dasselbe, eigentlich löbliche Motiv? Ich weiß nicht einmal, wie sie das alles auffasst. Ob es ihr auch so zusetzt oder ob es nur eine Sache ist, an die man einmal fünf Minuten verschwendet. Ich würde so gerne etwas Klarheit erlangen, aber das geht nicht durch Unterbrechen der Gespräche des anderen und subtiles Verhalten, sondern nur über Worte.
Die Kritik, dass ich mich nicht besser verhalte mit der Ignoranz ist berechtigt und gut. "Die meisten leben in den Ruinen ihrer Gewohnheit." (John Cocteau) Ja, die meisten. Auch wir wohl. Es scheint einfacher, sich in seiner ausgebombten Stellung zu vergraben. Den Schützengraben zu verlassen bringt das große Risiko mit sich, von einer Kugel getroffen zu werden. Wie soll man dann einen Waffenstillstand schließen, wenn man nicht einmal guten Willen demonstrieren kann? Wenn man nicht einmal weiß, was passieren wird, wenn man seinen Kopf über die Grabenkante steckt.
Ich wünschte, ich wüsste, was sie denkt. Vielleicht denkt sie dasselbe über mich. Vielleicht auch nicht. Aber was soll's, diese Träume scheinen so fern.

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