This life is fulfilling me.

Zu wenig Zeit

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… and a long weekend is coming up.
I left the house.
It was just to see you
for an hour,
hoping for two.

The Dears – The second part

Dieses Lied höre ich schon seit Wochen in Dauerschleife. Zumindest außerhalb meiner beschaulichen Behausung. So auch gestern. Gestern Abend besuchte ich A. Zwar hätte ich mich beinahe im Labyrinth dieser Vorort-Reihenhäuser verlaufen, aber dennoch war ich dann ohne hilferufende Telefonate pünktlich am Zielort. Der Bruder öffnete, ich trat ein. Zwei Stockwerke hinauf und schon war ich da. Ich kam, um ihr Nachhilfe in Mathematik zu geben. Nachhilfe; keine "Nachhilfe". Sie schreibt morgen einen Test. Bei meiner Tutorin. Ich kenne unsere gemeinsame Lehrerin, A. wird es nicht einfach haben. Sie muss diesen Test bestehen. Sonst sieht es ganz schlecht aus. Mathematik war nie ihr Lieblingsfach. Davon zeugt auch der Aufkleber "I love Mathe" an ihrem Monitor. Fernab aller Beziehungsgeschichten arbeitete ich eine Buchseite mit ihr durch. Sie brauchte dafür mehr als eine Stunde, dann musste ich schon gehen. Immerhin hat sie jetzt für sich mitgenommen, dass die ln-Funktion für alle positiven Argumente definiert ist, dass ihre Umkehrung die e-Funktion ist, wie man eine Polynomdivision durchführt und wo man im Tafelwerk die relevanten Formeln findet. Hoffentlich. Sonst ist sie aufgeschmissen. Ich habe mir überlegt, ob ich nicht meine Donnerstag-Freistunde opfere, um mich in ihren Mathematik-Kurs zu setzen und ihr unter die Arme zu greifen. Nur ob das funktioniert, ist dabei die große Frage. Sie muss diesen Test bestehen. Trotz dem wahrscheinlich geringen Nutzen dieser einen Stunde Nachhilfe.

Ich wäre gern länger geblieben. Das Haus ist schön, Bruder und Eltern nett, wenn ihre Mutter auch etwas skeptisch mir gegenüber war. Typisch Mütter. Wahrscheinlich wussten alle drei von A.s Zuneigung zu mir. Ich bin auch nicht abgeneigt, sonst hätte ich diese Stunde nicht so kurzfristig eingeschoben und die Abschiedsparty eines guten Freundes erst später besucht. Aber dennoch fühle ich mich nicht bereit. Noch nicht. W. wettete schon, dass wir noch vor den Ferien zusammen sein würden. In fünf Tagen also. Ein enger Zeitplan. Aber das zählt nicht. Die Liebe hat ihre eigene Zeitrechnung.

Sabrina am 3. April 2006 um 22:58
mit skepsis hast du noch ne nette mutter erwischt.
meine begegnet jedem männlichen wesen mit unverholener aggression, offensichtlichem misstrauen, und höchst geringer wertschätzung.

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ninikupenda am 4. April 2006 um 01:49
Mhh ja. So schlimm ist es ja auch nicht. Da hat man noch am Ende einen Verdienst stehen, wenn man miteinander gut auskommt. Aber das ist ihre Mutter. Meine ist da ganz anders.

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[unbekannt] am 4. April 2006 um 02:53
du bist ja auch der Kerl, da sind Mütter glaub ich immer anders.
Trotzdem hab ich das Gefühl, dass ihr alle irgendwas falsch macht, ich war/bin immer Liebling der Schwiegermütter :-D
gruß,
der Kyle

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ninikupenda am 4. April 2006 um 03:06
Hey, ich hab ihre Mutter erst an diesem Tag kennen gelernt. Zuvor hab ich sie schon einmal gesehen, aber nur flüchtig. Und da wird sich mir nur als Kulisse wahrgenommen haben. Aber ansonsten denke ich mal, ist das ausbaufähig... ;)
Gruß

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Summer am 5. April 2006 um 02:34
ja wenn du das aufbauen willst, dann klappt das bestimmt auch. (vielleicht)
...
ich bin auch liebling aller eltern. ich weis auch nicht warum.

   

ninikupenda am 5. April 2006 um 02:37
Ich bin zuversichtlich :D
Ihre Mutter ist Pädagogin und arbeitet als an einer Schule oder Heim oder sowas für geistig behinderte Kinder in der Nähe unserer Schule. Da wird sie es mit mir leicht haben... ;)

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