This life is fulfilling me.

Gedankenpotpourri

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Der Freitag war relativ bunt, ich werfe einfach mal die Ereignisse ein, auch wenn ich mit einer berechtigten These schließe werde, die im Kontrast zu den zwischenmenschlichen Nebensächlickeiten dieses Artikels umso wahrer wirkt. Was soll's.

Wir waren gestern auf einer Geburtstagsfeier einer Freundin. Eigentlich hatte ich keine Lust, ihre Partys sind für meinen zu hoch angesetzten Anspruch leicht anästhesierend. Versprochen ist aber immer noch versprochen. Sie fand in einem Etablissement statt, das auf dem Grat zwischen stark jugendfrequentierter Kneipe und Poolhalle balancierte. Der Laden war voll, nicht zuletzt weil die Geburtstagsgesellschaft mit einer geschätzten Stärke von dreißig bis vierzig Personen zeitweilig vier Couchecken samt Tischen für sich einnahm. Kaum angekommen, die üblichen Begrüßungszeremonien heruntergeleiert und sofort einen Pooltisch vorbestellt. Der ließ zwar auf sich warten, aber bald konnte ich gegen einen Freund punkten. Der restliche Abend plätscherte vor sich hin, Prince-Doppelgänger und lange nicht gesehene gute Freunde tauchten auf. Dann folgte endlich die Nacht im weichen Bett.

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Rollt die roten Teppiche aus, endlich ist sie da! Als Weltstar von unvergleichlichem Ruhm, die die ganze Welt bereist und dabei erobert hat, gibt sie sich nun auch die Ehre, nach Deutschland zu kommen! Genauer gesagt auch nach Berlin-Marzahn! Bereitet einen Festempfang vor, denn da ist sie endlich: die Vogelgrippe!
Lange haben wir auf sie warten müssen, aber das lange Ausharren war nicht vergeblich! Letztendlich hat sie doch einen Abstecher bei uns unternommen! Ich sehe schon die Menschen in Aufregung durch die Straßen wuseln, doch ich muss leider zu Hause bleiben, weil ich mir einen argen Schnupfen, dem Mediziner eher als grippalen Infekt bekannt, eingefangen habe.
Aber mal ganz im Ernst, mich lässt die Panikmache kalt.

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Gestern hatte ich wieder Training. Zwei Wochen ausgesetzt, was im Basketball eine lange Zeitspanne ist. Aber ich kam scheinbar schnell wieder in Takt und wurde in einem Spiel sogar als inoffizieller MVP (most valuable player, "wertvollster Spieler") gekürt. Meine Offensive war in diesem Spiel nicht so berauschend, einen Treffer aus der Mitteldistanz. Ich hätte zwar noch einen Schritt zurückgehen können und hätte dann einen Punkt mehr gemacht, aber das war angesichts des 10:4-Sieges uninteressant. (Wir spielen immer bis zehn Punkte, dann spielen andere Teams. Ist günstiger, wenn so viele Leute da sind, dass man mehr als zwei Teams einteilt und dann auch nicht durchspielt, sondern im Turnier spielt.) Die Defensive war aber scheinbar der Anlass für diesen Titel. Ich freue mich ein wenig. Die Freude verfliegt allerdings wieder, wenn ich mir meinen Finger anschaue, an dem immer noch das Tape von gestern klebt. Mir wurde bei einem zu spät kommenden Block auf meinen Wurf den Mittelfinger der rechten Hand verletzt. Vielleicht muss ich dann nicht die Klausur diese Woche mitschreiben...

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Ebenfalls beim Training unterhielt ich mich während einer Spielpause meines Teams mit einem Freund. Er eher mit sich selbst, ich verfolgte das laufende Spiel. Er erzählte, dass er einer gemeinsamen, mir flüchtigen Freundin eine Abfuhr geben musste und sich definitv nicht auf eine Beziehung mit ihr einlassen wolle. Das übliche Gerede folgte, ich war nicht ganz anwesend. Schließlich gab es auf dem Feld wichtigeres. WIchtigeres. Mit seinem süffisant-arroganten und egozentrischen Unterton berichtet er gerne ausführlichst über die Nebensächlichkeiten seines Lebens. Interesse existiert kaum. Bei mir jedenfalls. Da erzählt er also, emotional in seinen Thron gelümmelt und mit dem Bier in der Hand, wie er einen Korb geben musste. Böse Stimmen möchten meinen, das erste (und letzte) Mal. Kein Kommentar. Ich war einfach nur desinteressiert und vor allen Dingen genervt.

Aber letztendlich betreibe ich hier nichts anderes. Ich dokumentiere die unbedeutensten "Ereignisse", die mir begegnen. Vielleicht auch mit einem süffisant-arroganten und egozentrischen Unterton. Interessiert das überhaupt jemanden? Sind alle hierher verirrten Leser angewidert und genervt? Als Gegenargument drängt sich die Frage auf, warum sie dann hier herkommen, wenn das alles sie nicht interessiert. Scheinargument. Man kann sich ja verirren. Oder über die ersten Zeilen auf der Bloghof-Hauptseite angeködert worden sein.

Also wen interessiert der Irrelevanz-Mikrokosmos sozialer Alltäglichkeiten?

Summer am 25. März 2006 um 20:11
hier mich, mich, mich interessiert das was du schreibst!
ansonsten würd ich ja nicht jeden tag gucken, ob du was neues geschrieben hast. ;)
ich finde deine aussagen zu bestimmten themen passen wie die faust aufs auge. außerdem ist es immer wieder faszinierent wie du ernste themen nett umschreibst, sodass man immer drüber lachen muss, obwohl es vielleicht gar nich zum lachen ist.

   

ninikupenda am 25. März 2006 um 21:55
Ist es denn so interessant, zu lesen, was ich in meinem Spießerleben für Spießersachen unternehme und erlebe? Ist es denn so interessant, zu lesen, wen ich wo getroffen habe?
Ist es denn so interessant, zu lesen, wem ich einen Korb gebe?
Gestern war das alles so irrelevant, was besagter Freund erzählt hat.

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Sabrina am 27. März 2006 um 01:04
hier, ich.
mich interressierts

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