Der Fall 18827
Im Grunde ist es müßig, das, was mir heute den ganzen Nachmittag noch durch den Kopf ging, aufzuschreiben. Weil es nichts ändert. Offenbar ist von anderen verstanden zu werden ein Privileg, das nur wenigen Menschen zuteil wird, und mir natürlich nicht. Ich stehe vor einem Abgrund und egal was kommt, ich muss springen, denn "auch keine Entscheidung ist eine Entscheidung". Warum sieht einfach nie jemand mich so wie ich bin, bzw. meine Probleme so, wie sie wirklich sind, fern von allen Klischees und abgeriffenen Standardpsychotheorien. Warum kommt keiner mal auf den Gedanken, mich nicht nur als "Fall" zu betrachten und mechanisch auf irgendwelche Zahlen, Daten eine Therapieform auszuspucken, die für mich einfach nicht die Richtige ist? Und warum fragt niemand nach der Patientenwürde? Offenbar ist die Menschenwürde etwas, was man bei Einweisung im Vorraum abzugeben hat, denn dannach ist man nur noch ein klinischer Fall, ein lebendiges Symptom das durch die Gänge wandelt und von dem man lernen kann, was es heiß, gestört zu sein.
Warum werde ich von den Menschen, die mir eigentlich helfen sollten, immer nur noch mehr enttäuscht? Ich will nicht mehr. Ich will keine Ärzte, Psychologen sonstwen mehr sehen, die mir versuchen was einzureden, dass auf ihr vorgefertiges Manual abgstimmt ist. Ich hab es satt, mich wie Dreck zu fühlen, bevormundet und in eine abhänigige Kleinkindrolle gedrängt. Ich will keine Formulare mehr sehen, die ich unterschreiben soll, wenn ich ihre Hilfe will und mit denen ich mich im Grunde nur an sie verkaufe. Was bin ich denn? Ein Patient etwa? Oder doch wohl eher ein Forschungsobjekt, das man ausbeuten und für seine Zwecke missbrauchen kann?
Und dafür schämen soll ich mich ja auch noch.
Vielleicht mögen mir einige hier ja wiedersprechen. Würde mich freuen, wenn's jemand täte. Auch wenn ich's nicht glaube.
This and that
Ich bin pleite, bzw. bleiben mir noch 19, 60 Eur für den Rest des Monats...Und heute abend werd ich die Hälfte davon wieder mal in Coktails und Latte Macciatos investieren... Ich glaub, ich muss mal wieder die Speisekammer meiner Eltern plündern.
Morgen hab ich gleich einen Termin, den sog. "Vortermin". Und u.U. kann es sein, dass es nächste Woche schon losgeht---au weia.
Habe immer noch den süßen Geschmak im Mund, vom Schokoladenfondue neulich:)
"Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin."
Current mood:jazzig
Blame it on the music
Black Sabbath sind schuld daran, dass ich jetzt wohl halb taub bin ;)
Aber N.I.B. ist wirklich der coolste Rock Song aller Zeiten! Glaubt mir!
und heute abend gibt's Schokofondue bei ner Freundin...(ahhhh).
So wie's jetzt aussieht, werd ich jetzt mal den Sprung ins kalte Wasser wagen, mir ein Krankheitssemester nehmen und mich mit Ärzten herumstreiten. Ich muss wohl verrückt sein... Was soll's, mir is langweilig.
"my name is lucifer, please take my hand"
You see? Nothing is clear.
Stress...Zu viele Punkte, die auf meiner To-decide-this-weekend Liste stehen?
Eher ist nicht ihre (geringe) Anzahl das Problem, sondern die Folgen, die die jeweiligen Entscheidungen mit sich bringen würden. Ein Urlaubssemester? Oder ein "Krankheitssemester"? Oder weiterstudieren? Was wird aus meinen Festivals? Und was sage ich, im Fall des Falles meiner Umwelt?
Ach, Scheiße, ich hatte schon immer Probleme mit Entscheidungen, angefangen bei der Eissorte über die Studienfachwahl bis zu den Dingen jetzt, die ich nicht bennen will. Ich hab das ganze versucht, rational zu lösen, aber es sprechen genau scht Gründe dafür und acht dagegen. Die Gründe auch noch zu gewichten will ich mir lieber erst gar nicht antun...Ich hasse das so!
Crisis
Crisis-
An der Wand aus Glas, zerspitzte Lippen
Hoffnung Hoffnung Hoffnung ein schallendes Gelächter
Die Gedanken ätzen sich durch den Kopf
Wiederholt die Schleife leiernder Litanei des Schmerzes
Hinunter ins Würgebodenreich
Da kennt man sich da keimt man sich wieder
Was soll ich noch denken entscheiden tun
jeder weg führt doch dort hinab
Der Tag er senkt sich er dreht sich er begräbt sich
Die Woche, das Jahr, das Leben
Abgestorbene Gefühlskadaver/ der Mundgeruch
wenn ich spreche darüber, sprechen soll darüber
Die Zunge werdet ihr mir abscheiden, neu einnähen
Und dann sag ich es, dann sag ich es
alles
bestimmt.
(c) miyu