nur halb gewusst

Manchmal ist es doch echt scheiße so viel über die menschliche Psyche zu wissen, oder zu glauben es zu wissen. Dieses in Wahrheit nur angehauchte Wissen (SCHEIß AUF BOLOGNA!!!!) macht einen schon verrückt - wenn man plötzlich so vieles erkennt. Oder diese Gesprächsführungsgeschichte... es anzuwenden fällt gar nicht so schwer, man sollte nur den richtigen Zeitpunkt finden und vor allem wissen bei wem es angebracht ist und bei wem nicht. Man sollte aber auch vor allem sich selbst gegenüber ehrlich sein und wissen, wann man nicht stark genug dafür ist. Und wissen, was man mit den geteilten Erfahrungen und Emotionen dann in sich selbst anstellt. Ich verstehe diese ganzen Leute nicht, die Psychologie studieren, um sich selbst zu helfen. Leute, das macht doch nur kaputt(er)! Und dieses Geschwafel.. dieses neukluge blabla, was selbst aus meinem Mund dann irgendwie doch nach Wissen klingt. Dabei sind es nur aneinandergereihte Bruchstücke. Wissen wollen und wissen ist nicht das Gleiche (das Selbe schon mal gar nicht, im Übrigen). Ich lebe in so einer, wie soll ich sagen??... Halbherzigkeit. Ich habe viel Unnützes auf Lager, weil es mich eben interessiert. Und ich kann, wenn ich darüber rede, das so ergreifend und mit einer Ernsthaftigkeit rüberbringen, dass sich auch andere für dieses überflüssige Wissen begeistern. Manchmal glaube ich mir dann sogar selbst! Dabei bin ich mir in Wahrheit gar nicht sicher, ob ich die ein oder andere Tatsache verdreht oder gar hinzugedacht habe. Aaach, manchmal ist es einfach herrlich sich auf dem "oblatendünnen Eis des halben Zweidrittelwissens" (S. Kuttner) zu bewegen.

Meine Frage nur: reicht das aus, um zu Leben?

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