Was is? Nichts. Na los sag! Is nichts.

 War heute irgendwie scheiße drauf.

Konnte meinen Stil nicht mehr wiederfinden, musste ihn irgendwo zwischen Koldenbüttel und Friedrichsfelde verlegt haben. Man war das Scheiße, stundenlanges Rumgesuche, aber keine Spur von ihm!

Manchmal denke ich schon, ich hätte gar keinen Stil. Natürlich rede ich von Schreibstil, nicht von solch billigen Attitüden wie Modebewusstsein oder Ausstrahlung, ich spreche von einem wirklich wichtigen Wert. Ohne ihn bin ich nichts, kann nicht weiterschreiben würde mitten im Satz.

Da ist er ja! Ein Glück, hatte sich wohl nur versteckt und war mir die ganze Zeit gefolgt, so ein Gauner. Wäre ja auch nicht auszudenken gewesen, noch ein Grund weniger auf der Welt zu sein, Existenz zu heucheln, Leben zu vergeuden.

Zurück zum Thema, mir konnte noch nicht einmal der Jägermeister helfen, und dabei wusste ich gar nicht recht, was los war, kam aus heiterem Himmel, ich konnte gar nichts machen. Manche Leute sagen, das gibt sich mit der Zeit und in den meisten Fällen tut es das sicherlich auch, wie sie sehen auch in meinem, schließlich strahle ich ja wieder, zumindest im übertragenem Sinne, aber ich war mir ziemlich sicher, dass ich nie wieder aus dem Tief herauskommen würde.

Neben mir läuft der Fernseher, nun ja, was soll ich sagen, so ganz der Alte bin ich doch noch nicht. Er ist auf stumm geschaltet, ich weiß nicht, was gerade läuft, ich schaue nicht hin, schweife ab, widme mich wichtigeren Dingen, leider hab ich keine Ahnung, was das für Dinge sind. Stehe neben mir, ist ein gewohntes Bild, diese Leere, zuviel wurde gesagt und zugleich zuwenig, das macht mich kaputt. Na, wovon rede ich?

Ich hoffe, die nächsten Tage bringen mehr Licht ins Dunkel, obwohl ich das wie immer bezweifle und die Hoffnung zu wagen scheue, denn bis dato wurde ich stets enttäuscht. Nichts desto trotz, und das sage ich jetzt nicht, nur weil ich es schon immer mal sagen wollte, bin ich froh, schon so viel erreicht und noch so viel vor mir zu haben. Nicht wertend, sachlich, kompetent.

Eins noch:

Mein Leben ist so leer,

ich wünscht ich wär ein Bär,

mein Leben ist so fad und grau,

ich wünscht ich wär ne Sau.

Genug der schlechten Wünsche,

hilft ja doch nichts.

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